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Titel:

Die Leiden des jungen Werther Werther und die Kunst


  Note: 1-   Klasse: 12









Arbeit: Allgemeines zur Kunst

Werther ist der Ansicht, daß die Kunst sehr eng mit der Natur und mit Gefühlen verbunden ist. Für ihn wird ein Mensch nur mit Hilfe der Natur ein großer Künstler (26. Mai, S.12 Z.14f). Er meint auch, daß, wenn ein Künstler mehr auf seinen Verstand hört, als auf seine Gefühle, die Kunst zerstört wird (26. Mai, S.12, Z.25-39). Die Kunst, so Werther, entzieht sich dem Verstand und verliert sein Wesen, wenn man es in bloße Worte fassen will (11. Juni 1772, S.63 Z.31-37).

Werther und die Literatur

Textverständnis und Gefühle anstatt Textkenntnis

Am 17. Mai trifft Werther einen jungen Akademiker, den er zunächst für fleißig hält und ihm fundiertes Wissen zuspricht. Der junge Akademiker erzählt Werther, daß er viele Werke der bedeutendsten Künstler des 18. Jahrhunderts gelesen habe. Trotzdem wendet sich Werther von ihm ab, denn seiner Meinung nach ist es nicht nur notwendig die literarischen Werke zu besitzen und zu lesen, sondern auch ihre Inhalte zu analysieren, auf sich wirken lassen und im Alltag umzusetzen. Da der junge Akademiker die Texte nur ließt und nicht danach handelt hält er ihn für nicht klüger als Andere und "ließ das gut sein." (S.9;Z.42f)

Literatur als Ausdruck der Gefühle

Der 16. Juni

Für Werther dient die Literatur dazu bestimmte Empfindungen hervorzurufen und zu stimulieren und nicht nur bloßes Wissen zu übermitteln. Diese Gefühlsbetontheit kommt auch bei der Erinnerung an das Gedicht "Die Frühlingsfeier" von Klopstock durch Lotte zum Ausdruck Dabei entfacht die bloße Erwähnung ein Feuer der Empfindsamkeit und der seelischen Erlebenskraft in ihm. Diese Textstelle verdeutlicht seinen starken Bezug zur Literatur.

Bezug auf seine eigene Situation

Der 26. November 1772

Werther erkennt, daß sein Schicksal nicht einzig ist. Die Dichter der Vorzeit hatten schon damals die selben Sorgen und Nöte wie er. Diese Erkenntnis läßt ihn Hoffnung schöpfen: "Ach, sind die Menschen vor mir schon so elend gewesen?" (S.76; Z.9f)

Somit dient die Literatur für Werther Zufluchtspunkt in guten sowie in schlechten Zeiten. Durch die Literatur erfährt er die Realität auf der Basis literarischer Erfahrungen anderer Künstler.


Werther und Homer

Zu Beginn ist nur Homer für Werther wichtig, er will keine andere Literatur lesen. Im Brief vom 13. Mai 1771 beantwortet er die Frage Wilhelms, ob dieser ihm Werthers Bücher nachschicken solle, negativ und in einem leicht überraschten und erschrockenen Ton (" ich bitte dich um Gottes willen, laß sie mir vom Halse!" S.7 Z.36f). Zuvor wiederholt er die Frage Wilhelms. Dies macht Goethe einerseits, damit der Leser weis, worauf Werther antwortet. Andererseits wird hierdurch Werthers Überraschung über diese Frage deutlich gemacht. Er hält die Antwort für absolut klar und wundert sich, wie man ihn so etwas fragen kann.

Für Werther gibt es nur ‘seinen Homer’ (13. Mai, S.8 Z.3), genauer gesagt dessen Odyssee, weil diese Werthers gegenwärtigen (Gefühls-)Zustand reflektiert. Werther genießt zu der Zeit die Herrlichkeit der Natur (Brief vom 10. Mai 1771) und etwas später auch seine Liebe zu Lotte. Homer beruhigt ihn, er bezeichnet ihn als "Wiegengesang", der schon oft sein "empörtes Blut zur Ruhe" gebracht hat (13. Mai, S.8 Z.2+4) (Bezug zur Natur, die die gleiche Wirkung hat); weiterhin ist die Odyssee für ihn "herrlicher Gesang" (15. März 1772, S.58 Z.42) (‘herrlich’: Adjektiv, welches Werther meist auf Lotte bezieht).

Die Odyssee ist für ihn so elementar, daß er sie immer dabeihaben will, z.B. auch auf Spaziergängen, deshalb wünscht er sich eine Ausgabe im Taschenformat (28. August 1771, S.46 Z.5).

Homer/Die Odyssee nimmt für Werther eine wichtige Position ein: Er liest ihn vorwiegend, wenn er alleine ist (13. Mai 1771, S.7f / 15. März 1772, S.58), er ist für Werther eine Art ‘Fluchtburg’ bzw. ‘Meditation’; wenn er Homer liest, ist "alles gut" (15. März 1772, S.58 Z.43).


Werther und Ossian

Während Werther zuerst nur Homer liest, wird später Ossian zu seinem Favorit("Ossian hat in meinem Herzen Homer verdrängt" 12.10.1772/S.70, Z.27). So werden die Gefühle Werthers zunächst besser von Homer beschrieben, doch als er dann die melancholischen Werke Ossians liest, Kann er sich mit diesem Werk besser identifizieren, da eine Änderung seiner Lebenseinstellung stattgefunden hat("Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine" 10.05.71/S.6, Z.31f - "Ach, sind denn Menschen vor mir schon so elend gewesen?" 26.11.72/S.76, Z.9f). Doch scheint Werther nicht zu bemerken, wie seine schon vorhandene Melancholie durch Ossian immer mehr gefördert wird(26.11.72/S.76).

Der Bezug zwischen Ossians Werken und Werthers eigenem Leben wird besonders deutlich, als Werther Lotte einen Auszug aus Ossians Gesängen vorliest(20.12.72/S.92-97). Ossian beschreibt hier vor allem die Leidensgeschichte eines Liebespaares(S.96f), deren Glück durch eine dritte Person zerstört wird. Als der Höchstpunkt der Melancholie erreicht wird, der Tod der zwei Liebenden(S.97, Z.23-25), bricht Lotte in Tränen aus. Davon gerührt, bricht auch Werther in Tränen aus(S.97, Z.40-42). Die beiden erkennen hier, daß sie sich mit dieser Geschichte identifizieren können("Sie fühlten ihr eigenes Elend in dem Schicksale der Edlen, fühlten es zusammen und ihre Tränen vereinigten sie" S.98, Z.2-4). So kommt es auch schließlich zur Umarmung der beiden("Er schlang seine Arme um sie her, preßte sie an seine Brust und deckte ihre zitternden, stammelnden Lippen mit wütenden Küssen." S.98, Z.24-26). Hieraus geht hervor, daß die Initiative der Umarmung und des Küssens von Werther ausgeht, sie blockt jedoch ab(S.98, Z.26-28), er kann aber trotzdem seine "Lücke" in seinem Herzen schließen, sein einziges Ziel erreichen und zwar sie zu umarmen("Ich denke oft, wenn du sie nur ein Mal, nur ein Mal an dieses Herz drücken könntest, diese ganze Lücke würde ausgefüllt sein."S.71, Z.20-22).

<>Ossians Gesänge führen hier zu eine Emotionsausbruch der beiden. Dieser Ausbruch läßt Werther seine eigene Verlorenheit erkennen. So wird zwar sein größter Traum war, doch gleichzeitig wird auch hier das Schicksal des Werther bestimmt.

Werther und die Malerei

Am Anfang seiner Reise, als Werther die Einsamkeit am intensivsten verspürt und diese als "köstlichen Balsam für sein Herz" (4. Mai, S.6 Z.10) bezeichnet, ist er völlig von der Schönheit der Natur verzaubert. Im Brief vom 10. Mai beschreibt er , wie er die Natur sieht, er verwendet dabei Wörter, die die Natur verniedlichen, wie z.B. Gräschen, Mückchen etc. Dadurch, daß er so von der Natur eingenommen ist, schreibt er seinem Freund Wilhelm "Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken" (S.6 Z.34-36). Werther will damit sagen, daß er durch sein Gefühlsreichtum zum Künstler wird (vgl. auch "Emilia Galotti"). Am Ende dieses Briefes schreibt er jedoch, daß er unter der Gewalt der Herrlichkeit dieser Erscheinungen erliegen und darüber zugrunde gehen würde (S.7, Z.13f).

In seinem Brief vom 26. Mai erzählt Werther seinem Freund, wie er ein Bild von zwei Knaben gezeichnet hat. Diese plötzliche Änderung Werthers, die zur Folge hat, daß er "eine wohl geordnete, sehr interessante Zeichnung" fertigen konnte (S.12 Z.11f), läßt sich dadurch erklären, daß er sich in der Zwischenzeit etwas von der Natur gelöst und mehr mit den Menschen in seiner Umgebung beschäftigt hat. Seine geglückte Zeichnung der zwei Knaben und einiger Gegenstände der Umgebung, wie z.B. eines Zauns und eines Wagenrades, bestärkt ihn in seinem Entschluß, sich jetzt völlig der Natur zuzuwenden. Für ihn ist die Natur die Grundlage für die Kunst und den Künstler. Werther behauptet, daß man nur, wenn man sich ganz der Kunst und somit der Natur widmet, ein wahrer Künstler sein kann. Diese Aussage begründet er mit einem Gleichnis über die Liebe eines jungen Mannes zu seiner Frau. Auch hier kann der junge Mann nur ein wahrer "Liebender" sein, wenn er all seine Zeit seinem Mädchen widmet.

Seit dem Brief vom 16. Juni, in dem er von seiner Bekanntschaft mit Lotte erzählt, entfernt er sich jedoch immer mehr von der Malerei und der Natur und interessiert sich fast nur noch für Lotte und ihre Geschwister. Dadurch, daß er sich nur noch mit Lotte beschäftigt, schafft er es nicht sie zu porträtieren, was er im Brief vom 24. Juli (S.34) gegenüber Wilhelm auch zugibt. Er hat sich auch in diesem Fall wieder zu sehr in eine bestimmte Sache vertieft und ist daher nicht mehr imstande, zu malen. Werther ist jetzt eher in der Lage des jungen Mannes aus dem Gleichnis (26. Mai, S.12, Z.24ff) und schenkt Lotte seine volle Aufmerksamkeit.

Nach seinem mißglückten Versuch, Lotte zu malen, resigniert Werther und wendet sich immer mehr von der Malerei ab.


Zusammenfassung Malerei

In mehreren Briefen Werthers, die die Malerei betreffen, teilt er Wilhelm mit, daß er die Dinge, die er mit dem Auge wahrnimmt, nicht auf die Bilder übertragen kann, da er zu sehr von seinen Gefühlen geleitet ist. Dieses Phänomen, das ihn, seiner Meinung nach, erst zum Künstler macht, tritt erst in jener Phase auf, in welcher er ganz von der Natur bzw. Lotte eingenommen ist. Zeitweise jedoch (26. Mai) ist Werther nicht mehr so sehr von diesen Gefühlen gebannt und somit in der Lage, sich ganz auf seine Malerei zu konzentrieren. Dieser Zustand ändert sich allerdings wieder, als er Lotte porträtieren will, und ihm dies aufgrund seiner Liebe zu ihr, die ihn, wie schon bei der Natur, zu sehr überwältigt, nicht gelingt. Als Schlußfolgerung dessen ist zu erkenne, daß Werther der nötige kritische Abstand zwischen Malerei und Gefühlswelt fehlt. Er läßt sich zu sehr von seinen Gefühlen leiten und kann deshalb diese nicht aufs Bild übertragen.








Quelle: keine Angaben




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