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Titel:

Die Offene Handelsgesellschaft


  Note: 1   Klasse: 12









Arbeit:
Die Offene Handelsgesellschaft (OHG)


Die OHG ist eine im Handelsregister eingetragene Personalgesellschaft. Bei einer Personalge-sellschaft gründen mehrere Personen mit ihrem Eigenkapital ein Unternehmen.
Die Gründung einer OHG ist vorteilhafter, wenn das Unternehmen über den Umfang eines Kleingewerbes hinausgeht. Dies ist bei einem Jahresnettoumsatz ab 400.000 Euro und bei Lebensmittel- und Gemischtwarenhändlern ab 600.000 Euro möglich.
Der Abschluss eines schriftlichen Gesellschaftsvertrages mit allen Gesellschaftern bildet das Fundament der Offenen Handelsgesellschaft. Jedoch kann sie auch als Kleingewerbe rechtlich geltend gemacht werden, sobald die OHG als juristische Person im Außenverhältnis steht. Dies ist bei einer Anmeldung und Eintragung in das zuständige Handelregister der Fall (Kaufmann kraft Rechtsform). Die OHG steht nach der vertraglichen Festlegung ihrer Kündi-gung, d.h. bis zu ihrer offiziellen Konstitution (Rechtserzeugung) im Innenverhältnis. Wurden in irgendeiner Form Geschäfte von den Gesellschaftern als Kaufleute abgeschlossen, steht sie bereits vor der Eintragung im Außenverhältnis.
Verfügt einer der Gesellschafter über Grundstücke und verwendet sie als Einlage, so hat dies eine notarielle Beurkundung notwendig. Je höher die Einlage desto größer die Mitbestim-mungsrechte, Gewinne, Abfindungen und Privatentnahmen des Firmenteilhabers. Die Gesell-schafter wählen einen Firmennamen aus und erhalten kraft Eintragung den Rechtsformzusatz OHG.
Die Gesellschafter sind alle zur Geschäftsführung verpflichtet. Die Buchführung ist gesetzlich vorgeschrieben. Am Ende eines jeden Jahres ist die Schlussbilanz zu erstellen . Bei gewöhnli-chen Geschäften (z. B. eine übliche Kreditgewährung) kann der Gesellschafter die Entschei-dung alleine treffen. Bei außergewöhnlichen Geschäften (z. B. die Gründung einer neuen Niederlassung) benötigt er die Einverständniserklärung aller Gesellschafter. Die Gesellschaf-ter haften unbeschränkt, d. h. nicht nur mit ihrem Geschäfts-, sondern auch mit ihrem Privat-vermögen, unmittelbar, sprich die Gläubiger einer OHG können von jedem Gesellschafter die Zahlung der gesamten Schuld verlangen und gesamtschuldnerisch, das bedeutet, dass jeder Gesellschafter allein für die gesamten Schulden der Gesellschaft haftet, er kann nicht die Ein-rede der Haftungsteilung geltend machen. Bezahlt ein Gesellschafter eine gesamte Verbind-lichkeit, so hat er das Recht eines Ausgleichsanspruches gegenüber den Gesellschaftern.
Beispiel: Gesellschafter Meier hat ohne die Einverständniserklärung von den Gesellschaftern Schneider und Müller ein neues Investitionsgut (Maschine) gekauft. Er hat zwar seine Ge-schäftsführungsbefugnis überschritten, doch das Rechtsgeschäft ist bindend. Die Gläubiger können auf das Privatvermögen von allen drei Gesellschaftern oder auf das Gesellschafter-vermögen zugreifen. Würde Schneider die gesamte Schuld bezahlen, hätte er das Recht das „ausgelegte“ Geld von Müller und Meier zurückzuverlangen. Eine OHG basiert auf gegensei-tigem Vertrauen. Das Geschäftsvermögen zur gesamten Hand, d. h. die Gesellschafter teilen sämtliches Umlaufvermögen, Güter und Investitionen. Beispiel: Gesellschafter Müller hat nicht den Anspruch auf die Büromöbel, sondern auf einen Teil des Gewinnes.
Als Gewinn erhält jeder Geschäftsführer 4% seiner Einlage als Verzinsung, der Rest wird nach Köpfen verteilt. Die Verlustverteilung erfolgt direkt nach Köpfen.
Ein Haftungsausschluss in einer OHG ist nicht möglich. Bereits bei Eintritt haftet der Gesell-schafter für die Verbindlichkeiten, tritt einer der Gesellschafter aus, haftet er weitere 5 Jahre für die Verbindlichkeiten der OHG.
Eine OHG ist aufgrund ihrer strengen Haftungsbestimmungen kreditwürdiger als ein Einzel-unternehmen.




Die Rechte der Gesellschafter:


 Recht auf Aufwandersatz: Vergütung eines Hotelaufenthalts bei einer Dienstreise

 Kontrollrecht: ist ein Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen, hat er das Recht in die Buchführung (Schlussbilanz, Gewinn-, und Verlustrechnung) einzu-sehen

 Kündigungsrecht: jeder Teilhaber kann spätestens sechs Monate vor Abschluss eines Geschäftsjahres zu dessen Ende kündigen

 Wettbewerbsverbot: Die Gesellschafter dürfen ohne Zustimmung der Anderen keine Geschäfte im Handelsgewerbe durchführen oder sich an einem anderen Unternehmen beteiligen
Beispiel für die Gewinnverteilung in einer OHG:

















Quelle:




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