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Titel:

Die USA


  Note: 1   Klasse: 8









Arbeit: Die USA


Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein widerspruchsvolles Land und wirklich das ebenso berühmte wie berüchtigte Land wahrhaft unbegrenzter Möglichkeiten: konstruktiv, positiv, vorbildlich, aber auch ebenso destruktiv, negativ und abstoßend. Land und Menschen sind - wie die Geschichte - voller Gegensätze und Extreme.

Amerika kann man, von einem politisch konsequenten Menschenrechtsstandpunkt aus gesehen, nur sehr zwiespältig (ambivalent), hin- und hergerissen gegenüberstehen: man muß es ebenso lieben wie hassen, ebenso glühend bewundern wie auch verachten. Voller Anerkennung und manchmal mit etwas anspornendem Neid - nicht Mißgunst - bestaunen wir die großen Leistungen dieser Nation der Neuen Welt in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Sport und inzwischen auch in der Kultur. Auf die großartigen, einmaligen und hinreißenden Landschaften Amerikas brauchen wir nicht besonders einzugehen, weil dies ein Geschenk der Natur ist und keine Eigenleistung, wohl aber der Schutz der Nationalparks:

ROCKY MOUNTAINS
OLYMPIC NATIONAL PARK
YELLOWSTONE NATIONAL PARK
CRATER LAKE NATIONAL PARK
YOSEMITE NATIONAL PARK
GRAND CANYON NATIONAL PARK
BRYCE CANYON NATIONAL PARK
ARCHES NATIONAL PARK
LAKE POWELL
MONUMENT VALLEY
CANYON DE CHELLY
CAPITOL REEF NATIONAL PARK
CANYONLANDS NATIONAL PARK
DEATH VALLEY NATIONAL MONUMENT
VALLEY OF FIRE
BADLANDS NATIONAL PARK
MOUNT RUSHMORE
PETRIFIED FOREST NATIONAL PARK
SONORA-WÜSTE
WHITE SANDS NATIONAL MONUMENT
ZION NATIONAL PARK

Aus: Montagu & Thoams (1996). Amerikas Westen. Die Nationalparks. Köln: Benedikt


Wir Deutsche sind den Amerikanern in mehrfacher Hinsicht zu großem Dank verpflichtet: sie haben mitgeholfen, uns von dem Monster Hitler zu befreien und sie haben die junge deutsche Demokratie gefördert und Berlin gerettet. Unvergeßlich ist den Westdeutschen und besonders den Berlinern Kennedys Wort im Ohr: "Ich bin ein Berliner". Und es war eine kluge Verbundenheitsgeste unserer PolitikerInnen nun zu sagen: In dieser Stunde, wo Ihr von einem kriegerischen und furchtbaren Terrorschlag mitten ins Herz getroffen wurdet, steht Deutschland treu und fest zu seinem Bündnispartner und läßt ihn wissen: Jetzt sind wir alle Amerikaner. Das ist die eine Seite der Medaille: die Seite der Freundschaft, der Anteilnahme und der Solidarität. Aber nur die eine. Wir müssen und wollen uns auch, gerade weil uns Amerika wichtig ist, mit der anderen, der hässlichen, destruktiven, ja mörderischen Seite Amerikas beschäftigen. Denn die Welt wird kein Jota besser, wenn dieses jetzige Amerika siegt, sondern nur, wenn auch dieses Amerika sich verändert, wenn auch das bessere, das gute Amerika siegt.
Denn das Böse ist überall, auch in Amerika, wie auch das Gute überall ist, auch bei streng orientierten Islamisten, Christen oder Juden. Es gibt nur ganz selten die Guten und die Bösen, und wir alle tragen beides als potentielle Möglichkeiten in uns. Das Gute und das Böse ist in uns allen. Wir können es nicht abschaffen, nur erziehen, kontrollieren und kultivieren (z.B. in Sport & Spiel).

Nun, was braucht man zum Verändern? Vom psychologisch- psychotherapeutischen Standpunkt aus ist das einfach zu formulieren:

Als aller Erstes muß ich meine Schatten wahrnehmen, die Realität wirklich so sehen wie sie ist. Und die ist erheblich anders als die Fernseh-, Medien- und Scheinwelt vorgaukelt. The American Way of life ist wie ein Hollywoodprodukt und gewiss auch nicht verbindlich oder vorbildlich für den "Rest" der Welt. Denn es gibt nicht nur einen amerikanischen Traum, es gibt auch einen amerikanischen Alptraum. Nur wer etwas wahrnimmt, kann reagieren, es beherzigen und berücksichtigen.

Deshalb wollen wir uns mit den Schatten, mit dem Bösen der amerikanischen Politik beschäftigen. Denn jede psychologische und psychotherapeutische - im Grunde alltägliche - Beziehungserfahrung lehrt, daß es in einem Partnerkonflikt immer zwei Seiten sind, die einen Konflikt erzeugen, am Leben erhalten oder sogar noch verschärfen. Wenn es also zu kriegerischen Terroranschlägen gegen Amerika kommt, so muß Amerika aller Wahrscheinlichkeit nach selbst dazu Anteile beigetragen haben, was natürlich weder entschuldigen soll noch kann. Zwar hat dieser kriegerische Terror- Anschlag eine ganz neue, infernale und apokalyptische Dimension hervorgebracht, wir werden aber sehen, daß Amerikas Geschichte hier durchaus mithalten kann.

Präsidenten:

01. 1789-1797 George Washington
02. 1797-1801 J. Adams
03. 1801-1809 Thomas Jefferson
04. 1809-1817 J. Madison
05. 1817-1825 J. Monroe
06. 1825-1829 J. Q. Adams
07. 1829-1837 A. Jackson
08. 1837-1841 M. van Buren
09. 1841-1841 W. H. Harrison (gest. an Lungenentzündung)
10. 1841-1845 J. Tyler
11. 1845-1849 J. K. Polk
12. 1849-1850 Z. Taylor (gest.)
13. 1850-1853 M. Fillmore
14. 1853-1857 F. Pierce
15. 1857-1861 J. Buchanan
16. 1861-1865 A. Lincoln (ermordet)
17. 1865-1869 A. Johnson
18. 1869-1877 U. S. Grant
19. 1877-1881 R. B. Haynes
20. 1881-1881 J. A. Garfield (ermordet)
21. 1881-1885 C. A. Arthur
22. 1885-1889 G. Cleveland
23. 1889-1893 B. Harrison
24. 1893-1897 G. Cleveland
25. 1897-1901 W. McKinley (ermordet)
26. 1901-1909 T. Roosevelt
27. 1909-1913 W. H. Taft
28. 1913-1921 W. Wilson
29. 1921-1923 W. G. Harding (gest.)
30. 1923-1929 C. Coolidge
31. 1929-1933 H. C. Hoover
32. 1933-1945 F. D. Roosevelt

Präsidenten der Nachkriegszeit, Drahtzieher und Hintermänner der Verbrechen des CIA qua Amt
33. 1945 - 1953 Harry S. Truman (Demokrat)
34. 1953 - 1961 Dwight D. Eisenhower (Republikaner)
35. 1961 - 1963 John F. Kennedy (Demokrat) ermordet
36. 1963 - 1969 Lyndon B. Johnson (Demokrat)
37. 1969 - 1974 Richard M. Nixon (Republikaner)
38. 1974 - 1977 Gerald R. Ford (Republikaner)
39. 1977 - 1981 James E. Carter (Demokrat)
40. 1981 - 1989 Ronald W. Reagan (Republikaner)
41. 1989 - 1993 George H. W. Bush (Republikaner)
42. 1993 - 2001 William J. Clinton (Demokrat)
43. ab 2001 George Bush, Junior (Republikaner)


Der Geheimdienst CIA, Hauptverantwortliche und Hintermänner

Die CIA ging aus dem im 2. Weltkrieg entstandenen Office of Strategic Services (OSS) hervor und wurde am 18.9.1947 mit folgendem, auf den ersten Blick relativ harmlos klingenden Gesetzestext, konstituiert. Als Aufgaben der Central Intelligence Agency legte das Gesetz in fünf Paragraphen fest, den Nationalen Sicherheitsrat (National Security Council; abgekürzt NSC) in Angelegenheiten zu beraten, welche die Nachrichtenversorgung der Regierung und ihrer Dienststellen in Fragen der nationalen Sicherheit betreffen;
dem Nationalen Sicherheitsrat Empfehlungen zur Koordinierung dieser Nachrichtentätigkeit zu geben;
Nachrichten, welche die nationale Sicherheit betreffen, aufeinander abzustimmen und zu beurteilen sowie für angemessene Verbreitung dieser Nachrichten innerhalb der Regierung zu sorgen, unter der Bedingung, daß der Nachrichtendienst keine polizeilichen Vollmachten hat, keine Vorladungen unter Strafandrohung erläßt, keine Strafverfolgungen oder inneren Sicherheitsfunktionen ausübt;
zum Nutzen der bestehenden Nachrichtendienste zusätzliche Aufgaben von allgemeiner Bedeutung zu übernehmen, von denen der Nationale Sicherheitsrat glaubt, sie könnten zentral wirkungsvoller ausgeübt werden;
andere Funktionen und Dienste zu leisten, die mit dem Nachrichtenwesen zusammenhängen und die nationale Sicherheit betreffen, wie sie der Nationale Sicherheitsrat von Zeit zu Zeit bestimmen wird.

Bei genauerer Betrachtung sind genau die sehr allgemeinen und unbestimmten Formulierungen das Gefährliche, wonach praktisch alles möglich ist. Und es es dauerte auch nicht lange, dann schien der CIA-Apparat bereits so ausgedehnt, daß man vermuten konnte, sein Arm reiche überall hin und er habe seine Finger in jeder schmutzigen Sache.

Der CIA-Experte Thomas Powers, der der Agentur durchaus nicht feindlich gesonnen ist, schreibt in seinem Buch «CIA»: «Der amerikanische Nachrichtendienst ist das Werkzeug, mit dem der Präsident überall auf der Welt versucht seinen Willen durchzusetzen. Sobald der Präsident einer ausländischen Macht etwas demonstrieren wollte — und das ist in den vergangenen 30 Jahren oft geschehen — , hat die CIA ihm ermöglicht, dies insgeheim zu tun.»

Hierzu kontrastierend Präsident Carter, Demokrat: «Unsere nationalen Interessen sind von einer starken und effektiven Kapazität des Geheimdienstes entscheidend abhängig.» Die Kritik an der CIA müsse endlich aufhören, denn dies habe zu «unverantwortlichen Behinderungen» in der Tätigkeit der Geheimdienste geführt.
Oberster Verantwortlicher für den Geheimdienst ist der Präsident der Vereinigten Staaten. Er muß wissen und billigen, wo Attentate, Morde, Umstürze und Staatsstreiche, Militärinterventionen, Spionage, Sabotage, Demontage, Waffenlieferungen, Schmiergelder und andere destruktive und aggressive Formen der Beeinflussung und Einmischung in die Angelegenheiten fremder Länder geplant, unterstützt oder ausgeführt werden.
Kongreß und Senat sollten der Kontrolle dienen, aber dies erfolgt nur sehr unzulänglich, so daß die CIA (Central Intelligence Agency) inzwischen zu einem Staat im Staate wurde, einer Art effektive und geheime "Neben"-Regierung.


Die Verbrechen des CIA, Hauptverantwortliche und Hintermänner

Es ist unmöglich, die Zig-Tausend Gesetzesverstöße und Verbrechen, die der CIA - und natürlich auch andere Geheimdienste - auf dem Gewissen haben, zu dokumentieren. Wir können hier nur einige wenige der Fälle, die ans Tageslicht kamen, beispielhaft beschreiben. Sie sollten allerdings reichen, um jedem Menschen mit politischem Verstand und Gewissen klar zu machen, daß hier unerträgliche Zustände vorliegen, die zu wesentlichen Teilen verantwortlich sind für Hass, Gewalt, Terror, Krieg auf dieser Erde [zu den psychologischen Wurzeln des Krieges].

Staatsstreich in Persien 1953 mit Hilfe des CIA organisiert (Quellen)
Der Staatsstreich fand zu einem Zeitpunkt statt, als zum einen der Kalte Krieg in vollem Gange war, zum anderen auch die iranische Gesellschaft eine Phase tief gehender Umwälzungen durchlief. Mossadegh stand an der Spitze der Nationalen Front, einer 1949 gegründeten politischen Organisation, die auf eine Demokratisierung des politischen Systems hinarbeitete und die Nationalisierung der iranischen Ölindustrie durchsetzen wollte, die damals in der Hand britischer Firmen war. Beide Fragen bewegten die iranische Öffentlichkeit, und der Nationalen Front gelang es sehr rasch, zur wichtigsten politischen Kraft des Landes aufzusteigen. Dass sich der iranische Herrscher, Schah Resa Pahlevi, im
April 1951 gezwungen sah, die Verstaatlichung der Ölindustrie anzuordnen, führte zum offenen Konflikt mit Großbritannien, das einen weltweiten Boykott des iranischen Öls organisierte und alles daransetzte, um Mossadegh zu entmachten. Unter Truman verhielten sich die USA zunächst noch neutral und mäßigend auf die Briten einwirkend. Die CIA-Chronik bietet einen guten Einblick in die Vorbereitung des Staatsstreichs. Im März 1953 gab Eisenhower der CIA grünes Licht für die Planungen. Ihr Wunschkandidat für die Nachfolge Mossadeghs stand rasch fest: Faslollah Zahedi, ein pensionierter Armeegeneral, der bereits im Herbst 1952 mit den Briten gegen Mossadegh konspiriert hatte. Im Mai trafen sich ein CIA-Mann und ein Experte des britischen Geheimdienstes SIS in der zyprischen Hauptstadt Nikosia und verfassten innerhalb von zwei Wochen das erste Putsch-Szenario. Dieser Entwurf wurde von Mitarbeitern beider Geheimdienste überarbeitet, die Endfassung entstand Mitte Juni in London.








Quelle: Ein Buch über die USA




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