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Titel:

Die Weimarer Republik


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Die Weimarer Republik


Inhaltsverzeichnis

- Die Revolution von 1918/1919
- Die doppelte Ausrufung der Republik
- Erste Unruhen gegen die Regierung
- Weimarer Verfassung
- Parteien in der Weimarer Republik
- Innenpolitik der Weimarer Republik
- Die Außenpolitik der Weimarer Republik
- Industrie und Wirtschaft
- Antisemitismus


Die Revolution von 1918/1919

Ende September 1918 war auch der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) klar, dass der Erste Weltkrieg verloren war. General Erich Ludendorff forderte einen sofortigen Waffenstillstand. Jedoch kam die Bildung einer parlamentarischen Reichsregierung unter Prinz Max von Baden zu spät.
Lebensmittelknappheit und soziale Missstände sowie die große Anzahl von Toten und Versehrten hatten die kriegsmüden Massen verbittert. Das Ende der Monarchie und des Kaiserreichs rief in der entkräfteten Bevölkerung kaum noch öffentliches Interesse hervor. Erst als die Revolution Ende Dezember 1918 in eine radikale Phase überging, überwog die Angst vor Bolschewismus gegenüber ökonomischen Existenzsorgen. Fast in allen größeren deutschen Städten bildeten sich revolutionäre Arbeiter- und Soldatenräte, welche die städtische Verwaltung übernahmen. Der Ruf nach Abdankung des Kaisers und nach Umwandlung des Deutschen Reichs in eine demokratische Republik wurde lauter. Am Morgen des 9. November erreichte die Revolution die Reichshauptstadt. Hunderttausende Arbeiter formierten sich zu gewaltigen Demonstrationszügen durch das Zentrum von Berlin. Reichskanzler Max von Baden gelangte zu der Einsicht, dass es zu der Abdankung des Kaisers keine Alternative gäbe. Jedoch war Kaiser Wilhelm II. trotz des Drängens von Badens nicht bereit, dem Thron zu entsagen. Schließlich erklärte von Baden zur Beruhigung der revoltierenden Massen eigenmächtig den Thronverzicht des Monarchen. Obwohl die Ernennung der Reichsregierung allein dem Kaiser zustand, übergab von Baden in einem verfassungswidrigen Akt dem Parteivorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Friedrich Ebert das Amt des Reichskanzlers. Unter allen Umständen wollte Ebert vermeiden, dass der bislang nahezu unblutig verlaufende Umsturz in einem Bürgerkrieg endete.


Die doppelte Ausrufung er Republik

Am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann (MSPD) um 14 Uhr von einem Fenster des Reichstags eine „freie sozialistische (Parlamentarische) Republik aus. Mit diesem symbolischen Akt sollte demonstrativ mit dem alten Regime abgebrochen und die wachsende revolutionäre Stimmung der Massen beruhigt werden. Um 16 Uhr verkündigte jedoch auch Karl Liebknecht (Spartakusbund) vom Berliner Schloss „eine sozialistische Räterepublik (nach russischem Vorbild)“. Die doppelte Ausrufung der Republik verdeutlichte die zunehmende Polarisierung der Revolutionsbewegung. In der zweiten Novemberwoche 1918 war die Ausgangslage in Deutschland von einem labilen Gleichgewicht zwischen drei um die Macht konkurrierenden Gruppierungen gekennzeichnet. Neben den Überresten der alten staatlichen Gewalten, Armee und Verwaltung, bildeten die Sozialdemokraten, Zentrum und die Linksliberalen eine Reichstagsmehrheit. Diese Parteien forderten die Bildung eines modernen demokratischen Staatswesens. Die bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Strukturen sollten aber übernommen werden. Die linksrevolutionären Gruppen, allen voran der Spartakusbund unter Führung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, lehnten unter Berufung auf die russische Oktoberrevolution den Parlamentarismus grundsätzlich ab. In ihrem Zentralorgan "Die Rote Fahne" riefen Luxemburg und Liebknecht unermüdlich zur Bildung einer sozialistischen Räterepublik auf. Dieser Machtkampf entschied sich schon in den ersten Tagen der Revolution zugunsten des Parlamentarismus. Am 10. November bildeten SPD und USPD den Rat der Volksbeauftragten unter gleichberechtigtem Vorsitz von Ebert und Hugo Haase. Von der SPD gehörten ihm Scheidemann und Otto Landsberg an, von der USPD Emil Barth sowie Wilhelm Dittmann. Der Rat der Volksbeauftragten stellte die tatsächliche Staatsspitze dar und stieß auf keinen ernsthaften Widerstand. Die Vollversammlung der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte bestätigte am 10. November die provisorische Regierung. Zur Kontrolle der Volksbeauftragten bildeten sie allerdings einen Vollzugsrat.

Ebenfalls am 10. November gab General Wilhelm Groener im Namen der OHL eine Loyalitätserklärung gegenüber der neuen Regierung ab und sicherte ihr militärische Unterstützung im Fall linksradikaler Angriffe zu. Im Gegenzug garantierte Ebert die Autonomie der militärischen Führung. Mit dem Ebert-Groener-Pakt stellte sich mit dem Militär ein entscheidender Machtfaktor der Regierung zur Verfügung. Der Pakt ermöglichte es der Sozialdemokratie in den folgenden Wochen, ihren Machtanspruch auch in den bürgerkriegsähnlichen Kampfhandlungen durchzusetzen. Der Durchsetzung der von der Sozialdemokratie angestrebten parlamentarischen Demokratie standen damit kaum noch Hindernisse im Weg, zumal die SPD auf dem Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte Mitte Dezember 1918 über deutliche Mehrheitsverhältnisse verfügte. Die Delegierten traten mit überwältigender Mehrheit für die Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 ein. Der Wunsch zahlreicher Delegierten, am Rätesystem als Grundlage der neuen Verfassung festzuhalten, fand auf dem Kongress ebenso wenig Gehör wie die radikale Parole der Spartakisten "Alle Macht den Räten".


Erste Unruhen gegen die Regierung

Als Reaktion auf das Bündnis von SPD und der kaiserlichen Armee verließen die Vertreter der USPD am 28. Dezember 1918 empört den Rat der Volksbeauftragten. Zuvor war es allerdings mit den SPD-Vertretern zu erheblichen Differenzen über den politischen Kurs der Regierung gekommen. Eine gemeinsame Politik der beiden sozialdemokratischen Richtungen war nun unmöglich. Die USPD- Vertreter wurden durch Gustav Noske und Rudolf Wissell von der SPD ersetzt. Damit lag die alleinige Regierungsgewalt bei ihnen. Auch die Entlassung des zum linken Flügel der USPD gehörenden Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn (1863-1925) führte zu Auseinandersetzungen. Eichhorn war die letzte Machtbastion der Linken in Berlin. Die Revolutionären Obleute, die USPD und die zur Jahreswende 1918/19 gegründete Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) riefen aus diesem Grund für den 5. Januar 1919 zu einer Protestdemonstration auf. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl fassten radikale Kräfte der Initiatoren noch am Abend den Beschluss, die Demonstration zu einem bewaffneten Aufstand auszuweiten. Liebknecht und Luxemburg riefen zum gewaltsamen Sturz der Regierung auf.
Vom 5. bis 12. Januar besetzten revolutionäre Arbeiter Teile der Innenstadt sowie das Berliner Zeitungsviertel und erklärten die Regierung für abgesetzt. Der spontane und strategisch unzureichend geplante Januaraufstand war der letzte Versuch der extremen Linken, die Wahl zur Nationalversammlung zu verhindern und eine Rätediktatur zu errichten. Die blutigen Kämpfe vom Januar 1919 prägten maßgeblich das Bild der Revolution von 1918/19 und vermittelten in weiten Bevölkerungskreisen die Schreckensszenarien der russischen Oktoberrevolution und des Bolschewismus.
Das Scheitern des Aufstands sowie die Ermordung Luxemburgs und Liebknechts durch Mitglieder eines Freikorps radikalisierte einen erheblichen Teil der Arbeiter. Sie fühlten sich verraten von der Politik der SPD, die ihre Kontakte zur Armeeführung, den bürgerlichen Parteien und zu Wirtschaftsführern stetig intensivierte. Die einstmals so geschlossene Front der Arbeiterschaft war tief gespalten. Bei Landtags- und Gemeindewahlen im Frühjahr 1919 gaben viele ehemalige SPD-Wähler ihre Stimme den Kommunisten oder der USPD, die in zahlreichen Orten die SPD überflügelte. Viele dieser Wähler beteiligten sich auch an Streiks und revolutionären Unruhen, die nach der Wahl zur Nationalversammlung und der Einsetzung des Kabinetts unter Philipp Scheidemann bis zum Frühsommer 1919 weite Teile des Deutschen Reichs erfassten. Im Ruhrgebiet und im mitteldeutschen Bergbaugebiet um Halle/Saale kam es zu Generalstreiks und blutigen Auseinandersetzungen mit Regierungstruppen.
In Berlin versuchten Spartakisten einen Anfang März 1919 ausgerufenen Generalstreik zum Putsch gegen die Reichsregierung voranzutreiben. Fast 1.200 Menschen verloren bei den mehrere Tage anhaltenden Märzkämpfen ihr Leben. Wie der Aufstand in Berlin konnte auch die von der USPD Anfang April 1919 proklamierte Münchner Räterepublik nur mit Unterstützung massiver und äußerst brutaler Einsätze von Freikorpsformationen niedergeschlagen werden. Die revolutionäre Massenbewegung verlor nach diesen Kämpfen entscheidend an Dynamik. In der Folgezeit rüstete die radikale Linke zwar wiederholt zum Sturz der Weimarer Republik, eine breite Anhängerschaft wie noch im November/Dezember 1918 konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt mehr mobilisiert werden.


Die Weimarer Verfassung

Die verfassungsgebende Nationalversammlung wich infolge der Januarunruhen in Berlin und der allgemein in Deutschland vorherrschenden geladenen und explosiven Stimmung nach Weimar aus und verabschiedete bereits am 10. Februar gleichen Jahres ein Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt. Einen Tag später wird Friedrich Ebert mit 277 von 397 Stimmen zum Reichspräsident des neuen Staates gewählt. Die im wesentlichem von dem liberalen Staatsrechtler Hugo Preuß entworfene Weimarer Verfassung entstand als Kompromiss zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und den bürgerlichen Koalitionspartnern, der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und dem Zentrum. Mit 262 zu 75 Stimmen war die Reichsverfassung im Juli 1919 von der in Weimar tagenden Verfassungsgebenden Nationalversammlung verabschiedet worden. Allerdings waren zahlreiche Abgeordnete der Koalitionsparteien aus Protest gegen den "Kompromisscharakter" der Abstimmung ferngeblieben.
Die Weimarer Verfassung (11. August 1919) lässt sich in drei Teile untergliedern. Den ersten Teil bildet die „direkte Demokratie“, welche die Wahl des Volkes und den Volksentscheid garantiert. Die „parlamentarische Demokratie“ bestätigt die Existenz des Reichstages und beschreibt die Abhängigkeit des Reichsministeriums von diesem (Art. 43 und 44). Die „Präsidialdemokratie“ ermöglichte dem Reichspräsidenten nach dem sogenannten Notverordnungsparagraphen und Artikel 25 den Reichstag außer Kraft zu setzen.

• Der Reichspräsident
Der auf sieben Jahre durch Direktwahl des Volks gewählte Reichspräsident ist höchster Repräsentant des Staates. Er ist an der Gesetzgebung maßgeblich beteiligt. Weiterhin hat er die Möglichkeit laut Art. 25 den Reichstag aufzulösen. Er kontrolliert die Regierung durch die Ernennung und Entlassung des Reichskanzlers. Darüber hinaus hat er den Oberbefehl über das Heer und repräsentiert eine Diktatur auf Zeit. Artikel 48 der Verfassung gab ihm das Recht, bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit den Ausnahmezustand zu verhängen und Notverordnungen zu erlassen.

• Die Rolle des Volkes
Neben Reichstagswahlen wird der Reichspräsident durch direkte Wahl vom Volk auf sieben Jahre gewählt. Zudem besaß die Bevölkerung durch Volksbegehren und Volksentscheide die Möglichkeit, Gesetze direkt zu beschließen.

• Reich und Länder
Das Kaiserreich wird in Länder gegliedert; die Länderregierungen behalten die Landtage. Der dadurch entstehende Souveränitätsverlust wird noch verstärkt durch den Artikel 13 der Verfassung: "Reichsrecht bricht Landrecht." Dadurch sind die Länder kaum an der Legislative beteiligt.

• Parteien und Wahlen
Der Begriff "Partei" ist in der Weimarer Verfassung erstmals ausdrücklich erwähnt. Parteien werden durch das Volk nach einem allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrecht gewählt. Darüber hinaus charakterisiert die Verfassung ein Verhältniswahlrecht, welches keine Sperrklausel, wie in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, festgelegt. Dies führte im Laufe der Zeit zu einer Zersplitterung des Reichstages.

• Der Reichstag
Der auf vier Jahre nach allgemeinem, gleichem und geheimem Wahlrecht gewählte Reichstag ist das zentrale Organ der Weimarer Republik. Er verfügt über den größten Teil der legislativen Gewalt. Weitere Aufgaben sind unter anderem die Kontrolle der Regierung und die Entscheidung über Krieg und Frieden.

• Reichsrat
Der Reichsrat besitzt zwar ein suspensives Veto, allerdings ist er sehr schwach, da er in keinster Form die Interessen der Länder vertritt.

• Reichsregierung
Durch den Notverordnungsparagraphen Art. 48 wird die Machstellung der Reichsregierung erheblich geschwächt; sie kann bereits durch ein einfaches Misstrauensvotum gestürzt werden.

• Grundrechte
Als klassische bürgerliche Grund- und Freiheitsrechte wurden Rechtsgleichheit, Freiheit der Person, Freizügigkeit, Recht der freien Meinungsäußerung, Petitionsrecht, Versammlungsfreiheit sowie die Glaubens- und Gewissensfreiheit in die Weimarer Verfassung mitaufgenommen.


Parteien in der Weimarer Republik

1) Die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) (1919 – 1920)
Die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) wurde am 5. Januar 1919 von dem Eisenbahnschlosser Anton Drexler und dem Journalisten Karl Harrer gegründet. Durch Adolf Hitler, der im 12. September 1919 der DAP beitrat, wurde die DAP über die Grenzen Münchens bekannt. Das Parteiprogramm der DAP, das zunächst stark antibürgerliche und sozialrevolutionäre Züge aufwies, baute Hitler gemeinsam mit Drexler programmatisch aus. Am 24. Februar 1920 wurde die DAP in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt.

2) Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) 1920-1933
Am 29. Juli 1921 wurde Hitler zum Parteivorsitzendenden. Geprägt von einem aggressiven Antisemitismus und einer radikalen völkischen Weltanschauung blieben die 1920 im 25-Punkte-Programm dargelegten Zielsetzungen der NSDAP bewusst unscharf formuliert. Massen. Alle "arischen" Deutschen sollten im Sinne einer "Volksgemeinschaft" in ihr erfasst werden. Zutiefst verachtete die NSDAP den Parlamentarismus und die politischen Parteien der Weimarer Republik, die sie für soziale Gegensätze und die "widernatürliche Spaltung des Volkes" verantwortlich machte. Ihre wichtigste Aufgabe sah die Partei im Kampf gegen den Versailler Vertrag und das "internationale Judentum".

3) Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 1918-1933
Am 9. November rief Philipp Scheidemann die Deutsche Republik aus. Der Reichskanzler Prinz Max von Baden übertrug dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert sein Amt des Reichskanzlers, und noch am selben Tag bildete die SPD mit der USPD den paritätisch besetzten Rat der Volksbeauftragten als provisorische Reichsregierung. Dieses Gremium setzte dringend anstehende politische und soziale Reformen um und ebnete den Weg für die Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung. Von Januar 1919 bis Mai 1920 bildete die SPD als stärkste Fraktion mit dem Zentrum und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) die erste Weimarer Koalitionsregierung.

4) Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
Aufgrund innerparteilicher Differenzen bildeten ehemalige SPD-Mitglieder im März 1916 die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft (SAG). Die SPD schließ diese Abgeordneten am 18. Januar 1917 von der Partei aus. Daraufhin wurde am 6. April 1917 die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) unter dem Vorsitz von Haase gegründet. Trotz politischer Differenzen schloss sich der Spartakusbund unter Beibehaltung großer Eigenständigkeit der neuen Partei an. Zur Unterscheidung wurde die SPD nun zumeist als Mehrheits-SPD (MSPD) bezeichnet. Die USPD sah sich selbst in der Tradition der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung unter August Bebel. Aufgrund breit gefächerter Agitation und eines immer stärkeren Gegensatzes zur SPD wuchs die Zahl der USPD- Mitglieder im Laufe des Jahrs 1918 von 70.000 auf 120.000 an.

5) Die Deutsche Zentrumspartei (Zentrum) 1918-1933
Aus Protest gegen die zentralistische Politik unter Erzberger spalteten sich 1918 die bayerischen Mitglieder ab und gründeten die Bayerische Volkspartei (BVP). Das Zentrum war bis zum Ende der Republik immer mit 60 bis 75 Abgeordneten im Reichstag vertreten. In der Nationalversammlung bildete das Zentrum mit der SPD und der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) die Weimarer Koalition. Politische Differenzen zur SPD und DDP hatte das Zentrum vor allem in der Schul- und Kirchenpolitik. Die Partei des politischen Katholizismus war an allen Reichsregierungen bis 1932 beteiligt und stellte mit Konstantin Fehrenbach, Josef Wirth, Wilhelm Marx, Heinrich Brüning sowie - dem später parteilosen - Franz von Papen fünf Politiker als Reichskanzler, deren politische Bandbreite vom linksliberalen Wirth bis zum betont nationalkonservativen Papen reichte.

6) Die Deutsche Demokratische Partei (DDP) / Deutsche Staatspartei 1918-1933
Der Chefredakteur des vom Ullstein-Verlag herausgegebenen "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1868-1943), veröffentlichte in seiner Zeitung am 16. November 1918 einen Aufruf zur Gründung einer linksliberalen bürgerlichen Partei, der auch von Professoren wie Albert Einstein mitgezeichnet war. Vier Tage später gründeten Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei sowie des liberalen Flügels der Nationalliberalen Partei mit dem Publizisten Theodor Wolff und Professoren wie Max Weber und Hugo Preuß die Deutsche Demokratische Partei (DDP). Die Zurückweisung von Nationalliberalen wie Gustav Stresemann führte zur Spaltung des politischen Liberalismus und zur Gründung der Deutschen Volkspartei (DVP).

7) Die Deutsche Volkspartei (DVP) 1918-1933
Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs im Herbst 1918 formierten sich die Parteien neu. 1919 schloss der von Stresemann geführte rechte Flügel der ehemaligen Nationalliberalen Partei und ein Teil der früheren Fortschrittlichen Volkspartei im Dezember 1918 zur Deutschen Volkspartei (DVP) zusammen. Dem parlamentarischen System der Weimarer Republik zunächst äußerst ablehnend gegenüberstehend, näherte sich die DVP unter dem Vorsitz Stresemann langsam an die neue Staatsform an. Das offene Bekenntnis der DVP zu den alten Reichsfarben "Schwarz-Weiß-Rot" war Ausdruck der strikten Ablehnung der Weimarer Verfassung und der republikanischen Staatsform. Die insbesondere von der DDP und DVP erhobene Forderung nach einer klaren Trennung von Staat und Kirche führte immer wieder zu Konflikten mit der Zentrumspartei (Zentrum).

8) Die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) 1918-1933
Politiker der Freikonservativen Partei, der Deutschkonservativen Partei, der Deutschen Vaterlandspartei, des Alldeutschen Verbands, der Christlichsozialen sowie der Deutschvölkischen unterzeichneten einen am 24. November 1918 veröffentlichten Aufruf zur Gründung einer neuen Rechtspartei, die erst nach „Startschwierigkeiten“ den Namen „Deutschnationale Volkspartei (DNVP)“ bekamt. Zum Vorsitzenden ließ sich der ehemalige preußische Finanzminister und DNVP- Mitbegründer Oskar Hergt (1869-1967) wählen. Die DNVP vertrat vor allem die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Eliten des Kaiserreichs: des Adels, des Beamtentums, des Offizierskorps und des gehobenen Bürgertums. Starken Rückhalt fand die Partei in der protestantischen Kirche, bei den ostelbischen Agrariern, bei Vertretern von Industrie und Handel sowie bei den militanten Vaterländischen Verbänden und beim Stahlhelmbund. Die Deutschnationalen bekämpften das parlamentarisch-demokratische System der Weimarer Republik erbittert.


Innenpolitik in der Weimarer Republik

Der Versailler Vertrag, der neben umfangreichen Gebietsabtretungen auch eine tiefgreifende Beschneidung der militärischen Macht Deutschlands festlegte, erschütterte das nationale Selbstbewusstsein zutiefst. Schon bald waren die Reparationsleistungen eines der beherrschenden Themen der deutschen Innenpolitik. Ein Höchstmaß an politischen Sprengstoff lieferte die Kriegsschuldfrage.
Insgesamt erlebte die Weimarer Republik innerhalb von 14 Jahren 16 Reichsregierungen mit einer durchschnittlichen Dauer von acht Monaten.
Das überwältigende Wählervotum für die Weimarer Koalition aus Sozialdemokratischer Partei Deutschlands (SPD), Zentrum und linksliberaler Deutscher Demokratischer Partei (DDP) bei den Wahlen zur Nationalversammlung im Januar 1919 spiegelte kaum die zerrissene und radikalisierte innenpolitische Lage in Deutschland wider. Nach der gescheiterten Revolution von 1918/19 blieb die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) eine für die Republik stets unberechenbare Kraft. Erbittert bekämpfte zu Beginn der 20er Jahre auch die monarchisch gesinnte Deutschnationale Volkspartei (DNVP) das parlamentarisch-demokratische System der Weimarer Republik. Radikaler Nationalismus und Antisemitismus waren Leitbilder der extremen Rechten. Ihre innere Ablehnung gegenüber der Republik schlug im März 1920 in offenen Widerstand um. Eine Verschwörergruppe um den ranghöchsten Reichswehrgeneral Walther von Lüttwitz und den ostpreußischen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp strebte mit einem Putsch die Errichtung eines diktatorischen Regimes an. Die Militäraktion scheiterte allerdings nach wenigen Tagen an einem von Gewerkschaften und republiktreuen Parteien ausgerufenen und von Arbeitern sowie der Ministerialbürokratie nahezu einmütig befolgten Generalstreik. Den noch während des Lüttwitz-Kapp-Putsches begonnenen revolutionären Märzaufstand im Ruhrgebiet, in Sachsen und Thüringen schlugen Einheiten der Reichswehr - die sich während des Putsches von rechts noch abwartend verhielten - zusammen mit Freikorps blutig nieder.
Die Weimarer Republik überstand ihre erste Zerreißprobe nahezu unbeschadet, allerdings trat die Reichsregierung unter Gustav Bauer zurück. Neuer Reichskanzler wurde im März 1920 der Sozialdemokrat Hermann Müller, dessen Kabinett jedoch nach Reichstagswahl am 6. Juni 1920 von einer Koalition aus Zentrum, DDP und Deutscher Volkspartei (DVP) unter Konstantin Fehrenbach abgelöst wurde. Gleichzeitig löste sich mit dieser Reichstagswahl die provisorische Nationalversammlung auf. An ihre Stelle trat der Reichstag, der sich in den nächsten Jahren vor allem mit dem sozialen Elend in Deutschland und mit alliierten Reparationsforderungen konfrontiert sah. Durch vermeintliche Erfüllung der geforderten Reparationen versuchte die im Mai 1921 eingesetzte Regierung unter Joseph Wirth den Nachweis zu erbringen, dass die Forderungen zu hoch und für Deutschland unerfüllbar wären. Sogenannte "Erfüllungspolitiker" wurden zu Todeskandidaten. Erstes prominentes Opfer war der am 26. August 1921 ermordete Matthias Erzberger, der als Initiator der Friedensresolution von 1917, als Unterzeichner des Waffenstillstands von 1918 und als Urheber der Finanzreform 1920 von Nationalisten wie kein zweiter Politiker gehasst wurde. Im Juni 1922 erschossen rechtsextreme Attentäter Außenminister Walther Rathenau, der als Vertreter des linksliberalen Judentums die Verkörperung der verhassten "Judenrepublik" schlechthin darstellte. Unter dem Eindruck seiner Ermordung, die wie kaum ein zweites Ereignis die Weimarer Republik aufwühlte, verabschiedete der Reichstag ein vielfach öffentlich gefordertes "Gesetz zum Schutze der Republik", welches Maßnahmen gegen republikfeindliche Handlungen und Organisationen verschärfen sollte. Ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte die Krise im Deutschen Reich durch die Ruhrbesetzung französischer und belgischer Truppen 1923. Die Reichsregierung unter dem parteilosen Wilhelm Cuno rief die Bevölkerung zum "passiven Widerstand" auf. Beamten wurde die Befolgung von Anordnungen der Interventionsmächte untersagt. Ein Generalstreik lähmte die Wirtschaft, und die Inflation war für viele Gesellschaftsbereiche derart ruinös, dass Gustav Stresemann - ab dem 13. August 1923 Reichskanzler der ersten Großen Koalition aus SPD, DDP, Zentrum und DVP - Ende September 1923 den "passiven Widerstand" für beendet erklären musste. Die politische Instabilität der Republik sowie die katastrophale wirtschaftliche und soziale Situation waren 1923 ein idealer Nährboden für extremistische Gruppierungen. Von Mitteldeutschland aus bedrohte ein von der KPD in Zusammenarbeit mit der sowjetischen Führung geplanter "Deutscher Oktober" die Republik, der von Reichspräsident Friedrich Ebert mit dem Einmarsch von Reichswehreinheiten in Sachsen und Thüringen gewaltsam beendet wurde. Im Westen des Reichs formierten sich mit Unterstützung der Besatzungsmächte Separatistenbewegungen, welche die Loslösung des Rheinlands vom Deutschen Reich anstrebten, letztendlich aber ebenfalls niedergeschlagen wurden.
Ausgehend von Bayern, das sich als innerhalb einer vermeintlich in "marxistischem Chaos" versinkenden Republik als "Ordnungszelle" zu erhalten versuchte, strebten der von der bayerischen Regierung zum Generalstaatskommissar ernannte Gustav Ritter von Kahr und der bayerische Wehrkreiskommandeur Otto von Lossow die nationale Erhebung gegen die Reichsregierung an. Keine Bereitschaft zeigten sie hingegen, den von Adolf Hitler geplanten "Marsch auf Berlin" mitzutragen. Am Morgen des 9. Novembers 1923 schlugen Einheiten der bayerischen Landespolizei den Hitler-Putsch in München nieder. Die von Hitler geführte Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) wurde reichsweit verboten.
Innenpolitisch weit weniger dramatisch und ohne gewaltsame Umsturzversuche verliefen die Jahre von 1924 bis 1929. Die Währungsreform im November 1923 und die mit dem Dawes-Plan verbundenen amerikanischen Kredite leiteten im Vergleich zu den vorausgegangenen Jahren eine Phase relativer Stabilisierung ein. Politisch machte sich dies bereits bei der Reichstagswahl am 7. Dezember 1924 bemerkbar. Die radikalen Flügelparteien erlitten erhebliche Verluste, als Sieger aus der Wahl ging die SPD hervor. In der in der Weimarer Republik einzigen vollen Legislaturperiode bis 1928 bevorzugten die von der Regierungstätigkeit überdrüssigen Sozialdemokraten jedoch die Oppositionsrolle. Unter den Reichskanzlern Wilhelm Marx und Hans Luther amtierten daher bürgerliche Kabinette, die sich vor allem mit dem heftig geführten Flaggenstreit und der Debatte um die entschädigungslose Fürstenenteignung konfrontiert sahen.
Ein Novum trat 1925 mit der ersten Regierungsbeteiligung der monarchistischen DNVP ein. Koalitionspartner der Deutschnationalen in der sogenannten "Bürgerblock"-Regierung unter Luther waren das Zentrum, die DVP und die Bayerische Volkspartei (BVP). Die behutsame Annäherung der Deutschnationalen an die Republik wurde unterstützt durch die erste verfassungsmäßig vorgesehene Reichspräsidentenwahl 1925. Aus ihr ging Paul von Hindenburg als Kandidat der im "Reichsblock" zusammengeschlossenen Rechtsparteien als Sieger hervor. Die nationalen Kräfte nutzten die große Popularität des 78jährigen Kriegshelden, um an der Schaltstelle der Macht einen Mann zu positionieren, der als Anhänger der Monarchie aber keinesfalls als stabilisierender Faktor der Demokratie galt. Nach der Regierungsbeteiligung der DNVP vollzog sich damit ein weiterer Schritt der Republik nach rechts.
Als eindeutiger Sieger aus der Reichstagswahl am 20. Mai 1928 ging die SPD hervor, die sich einer Regierungsbeteiligung nun nicht länger verschloss. Reichskanzler in einer Großen Koalition wurde erneut der Parteivorsitzende der SPD, Hermann Müller. Sein Kabinett, welches bis Ende März 1930 Bestand hatte, war das langlebigste der ganzen Weimarer Republik, obwohl es sich bereits im Sommer 1928 beim Streit um den Panzerkreuzerbau einer schweren Belastungsprobe erwehren musste. Konfrontiert war die Koalition auch mit einer zunehmenden politischen Radikalisierung und einem Rechtsruck der bürgerlichen Parteien. Die extreme Rechtsorientierung der Deutschnationalen beendete die durch die Koalitionsbeteiligung begonnene Annäherungen der DNVP an die Republik. Der im Oktober 1928 zum Vorsitzenden der DNVP gewählte Medienzar und Mitbegründer des "Alldeutschen Verbands", Alfred Hugenberg, brachte seine Partei wieder auf strikt antidemokratischen Kurs. In einer ersten Kooperation mit der 1925 neugegründeten NSDAP initiierte Hugenberg zusammen mit Hitler und Franz Seldte vom Stahlhelm 1929 den Volksentscheid gegen den Young-Plan. Nutznießerin des bis dahin größten Propagandafeldzugs in der Weimarer Republik war trotz des Scheiterns des Plebiszits die NSDAP, die sich im rechten Lager zunehmender Beliebtheit erfreute.
Die Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des Young-Plans wurden nicht nur verbal ausgeführt. Saal- und Straßenschlachten zwischen der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA), dem kommunistischen Roten Frontkämpferbund (RFB) und der Polizei gehörten ab Ende der 20er Jahre zum alltäglichen Erscheinungsbild im Deutschen Reich. Mehr als 30 Personen kamen im "Blutmai" 1929 bei Straßenkämpfen ums Leben, als die trotz Verbots von der KPD durchgeführten traditionellen Maikundgebungen von Polizeieinheiten gewaltsam aufgelöst wurden.
Die von Straßenkrawallen, ständigen Arbeitskämpfen um den Achtstundentag und den Folgen der Weltwirtschaftskrise zermürbten Parteien versuchten zunehmend, sich der immer unbequemer werdenden politischen Verantwortung zu entziehen. Im März 1930 zerbrach die Große Koalition - die seit längerem unter unüberbrückbaren sozialpolitischen Gegensätzen zwischen arbeitnehmerfreundlicher SPD und industriefreundlicher DVP litt - an der gescheiterten Reform der 1927 eingeführten Arbeitslosenversicherung. Die Schwierigkeiten einer demokratischen Mehrheitsbildung nach der Demission der Regierung Müller waren für Hindenburg Anlässe zur Einsetzung eines vom Parlament unabhängigen rechtskonservativen Präsidialkabinetts, das alleine das Vertrauen des Staatsoberhaupts besaß. Im Interesse der Industrie, der Großlandwirtschaft und der Reichswehrführung sollte die SPD in Zukunft von einer weiteren Regierungsbeteiligung ferngehalten werden. Ende März 1930 wurde der Finanzexperte und Fraktionsvorsitzende des Zentrums, Heinrich Brüning, von Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt.
Das politische Gewicht verlagerte sich innerhalb der nächsten beiden Jahre von den Parteien und dem Parlament auf den Reichspräsidenten und seine rechtskonservativen Berater. Nur mit Hilfe von Notverordnungen nach Artikel 48 der Weimarer Verfassung - ursprünglich zum Schutz der Republik bei Gefahr der öffentlichen Sicherheit und als Mittel der beschleunigten Gesetzgebung in Krisenzeiten gedacht - konnten die Minderheitsregierungen Gesetze durchsetzen, die zuvor im Reichstag keine Mehrheit gefunden hatten. Die Innenpolitik in der Weimarer Republik war nunmehr von der Diktaturgewalt des Reichspräsidenten und von Reichstagsauflösungen geprägt. Gleichzeitig veränderte sich aufgrund der Weltwirtschaftskrise die parteipolitische Landschaft nachhaltig. Die liberale DDP (ab 1930 Deutsche Staatspartei) und die DVP waren nach verheerenden Niederlagen in der Reichstagswahl am 14. September 1930 kaum noch als ernstzunehmende politische Kräfte wahrnehmbar. Dagegen begann der Aufstieg der NSDAP zur Massenbewegung, und auch die KPD gewann immer neue, von der politischen und sozialen Situation frustrierte Wähler hinzu. Um eine weitere Stärkung der radikalen Flügelparteien zu verhindern, tolerierte die SPD weitgehend die auf Abbau der Sozialausgaben basierende Spar- und Deflationspolitik Brünings sowie die Zerstörung des parlamentarischen Systems.
An ihrer Politik der Tolerierung hielten die Sozialdemokraten auch während der Reichspräsidentenwahl 1932 fest, die nach Ablauf der siebenjährigen Amtsperiode Hindenburgs am 13. März 1932 anstand. Gestärkt durch die im Oktober 1931 ins Leben gerufene Harzburger Front und den Massenzulauf zu den Nationalsozialisten rechnete sich Hitler als Herausforderer des Amtsinhabers gute Wahlchancen aus. Hindenburg wurde allerdings mit Unterstützung der SPD im zweiten Wahlgang für sieben Jahre wiedergewählt. Nur kurze Zeit später beendete die SPD aber ihre Tolerierungspolitik, nachdem im Juni 1932 die Reichskanzlerschaft von Brüning auf Franz von Papen übergegangen war. Mit Papen verbanden Hindenburg und seine "Kamarilla" die zügige Umsetzung ihrer autoritären Verfassungspläne. Den "Altonaer Blutsonntag" nahmen sie daher zum willkommenen Anlass, um mit dem Preußenschlag am 20. Juli 1932 den seit 1920 amtierenden preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun von der SPD abzusetzen. Mit der Beendigung der letzten wesentlichen Regierungsbeteiligung der Sozialdemokratie in der Weimarer Republik sollten mögliche Widerstände im "demokratischen Bollwerk" Preußen gegen die angestrebte diktatorische Restaurationspolitik ausgeschaltet werden. Um sich eine Rückendeckung und eine längerfristige Tolerierung seiner Regierung zu sichern, wollte Papen die NSDAP als "Juniorpartner" in die Präsidialdiktatur einbinden. Dafür erfüllte er die Forderung Hitlers nach Reichstagneuwahl durch Parlamentsauflösung.
Hitlers Kalkül ging mit der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 auf: Mit 37,4 Prozent erhielt die NSDAP die meisten Stimmen. Gestärkt durch diesen Wahlerfolg lehnte Hitler nun die Papen zugesagte Tolerierungspolitik sowie die ihm angebotene Regierungsbeteiligung ab. Als überragender Sieger der Wahl verlangte er kompromisslos die ganze politische Macht, die ihm Hindenburg im Sommer 1932 noch verweigerte. Das Kabinett Papen verfügte über keinen politischen Rückhalt, noch am Tag der Parlamentseröffnung sprach ihr die Majorität der Abgeordneten das Misstrauen aus. Für Papen ein erwartetes Urteil, mit Order Hindenburgs löste er den eben gewählten Reichstag wieder auf. In der daraus resultierenden Reichstagswahl am 6. November 1932 war die NSDAP mit 33,1 Prozent zwar stärkste parlamentarische Kraft, nun wurde aber auch sie von der anhaltenden Wahlmüdigkeit betroffen und verlor zwei Millionen Stimmen. Abgeschreckt von dem brutalen Straßenterror der SA und einer Zusammenarbeit der NSDAP mit der KPD beim Berliner BVG-Streik verweigerten vor allem bürgerliche Wählerschichten den Nationalsozialisten die Gunst.
Dennoch hielt Hitler unbeirrt an seiner "Alles-oder-nichts-Strategie" fest und verlangte mit Unterstützung einflussreicher Bankiers und Industrieller - darunter Hjalmar Schacht, Fritz Thyssen und Albert Vögler - im November 1932 erneut die Kanzlerschaft. Dagegen verfügte Papen über keinen nennenswerten Rückhalt in der Wirtschaft, im Reichstag oder in der Bevölkerung. Für Hindenburg war dies der Anlass, am 3. Dezember 1932 Reichswehrminister Kurt von Schleicher als neuen Reichskanzler einzusetzen. Schleicher beabsichtigte in seinem sogenannten Querfront-Konzept, durch ein Bündnis von Reichswehr, berufsständischen Organisationen und der Arbeiterschaft quer zum Parteiensystem eine breite Basis in der Bevölkerung zu gewinnen. Vor allem aber durch die Weigerung der Gewerkschaften an einer Zusammenarbeit mit Reichswehrgeneral Schleicher war das Konzept bereits Anfang Januar 1933 gescheitert.
Gleichzeitig führte Papen mit Zustimmung Hindenburgs mehrere Sondierungsverhandlungen mit Hitler, um in die Regierung zurückzukehren. Sein Vorhaben, selbst das Amt des Reichskanzlers zu übernehmen, musste dabei durch den Führungsanspruch Hitlers zurückgestellt werden. Papen überzeugte aber den Reichspräsidenten, der sich bis zuletzt gegen Hitlers Ernennung zum Reichskanzler gesträubt hatte, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit "eingerahmter" und neutralisierter NSDAP-Führer als Träger der Regierungsgewalt eine nur geringe Gefahr bedeute. Eine Schlüsselposition dieser Zähmungspolitik sollte dabei der Reichswehr und General Werner von Blomberg zufallen. Dessen Ernennung zum neuen Reichswehrminister machte Hindenburg zur Bedingung der Kanzlerschaft Hitlers. Dem Reichspräsidenten waren Blombergs starke Sympathien für die NSDAP nicht bekannt, ein Reichswehrminister Blomberg war Hitler daher sehr willkommen.
Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und die Vereidigung seines Kabinetts am 30. Januar 1933 erfolgte aufgrund eines Gerüchts über einen unmittelbar bevorstehenden Militärputsch in einer hektischen Atmosphäre. Angeblich plante Schleicher mit der Verhaftung Hindenburgs, die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler verhindern zu wollen. Damit zerstreuten sich beim Reichspräsidenten auch die letzten noch möglichen Bedenk


Außenpolitik

Deutschland hatte mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg seine Großmachtposition eingebüßt. Im Gegensatz zur Habsburg-Monarchie war das Deutsche Reich zwar nicht von einer Auflösung betroffen, es musste aber aufgrund des Versailler Vertrags erhebliche territoriale Verluste und wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Der Wunsch nach Revision des Versailler Vertrags bestimmte die Hauptprobleme und die Ziele der deutschen Außenpolitik während der gesamten Weimarer Republik. Im internationalen Staatensystem war das Deutsche Reich isoliert, dem 1919 gegründeten Völkerbund durfte es vorerst nicht beitreten. Während das Ende der deutschen "Weltgeltung" den im Kaiserreich entstandenen deutsch-britischen Gegensatz weitgehend auflöste, wurde das traditionelle Bild Frankreichs als deutscher "Erbfeind" in die neue Republik transportiert.
Erster Außenminister in der Weimarer Republik war der parteilose Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau. Er trat im Juni 1919 zusammen mit dem Kabinett von Reichskanzler Philipp Scheidemann zurück, als die Minister über die Frage der Unterzeichnung des Versailler Vertrags keine Einigung erzielen konnten.
Die deutsche Öffentlichkeit reagierte mit Entsetzen auf die Friedensbedingungen des Versailler Vertrags. Schmerzlicher als der Verlust der Flotte und der Kolonien waren für das Deutsche Reich der Verlust von einem Siebtel seines Gebiets mit einem Zehntel seiner Bevölkerung. Der sowohl in der österreichischen als auch in der Weimarer Verfassung vorgesehene Anschluss Deutsch-Österreichs an das Deutsche Reich wurde von den Alliierten verboten. Die Reichswehr durfte die Stärke von 100.000 Berufssoldaten nicht überschreiten. Zudem wurde das Deutsche Reich aufgrund der Kriegsschuldfrage von den Siegermächten dazu verpflichtet, die ihnen zugefügten Schäden durch Zahlung von Reparationen wieder gutzumachen.
Das Deutsche Reich war zu einer Macht zweiten Rangs geworden, die von den Deutschen ausgehende potentielle Kriegsgefahr sollte mit dem Vertrag endgültig beseitigt werden. In den folgenden Jahren bemühte sich die deutsche Außenpolitik um eine Revision der Vertragsbestimmungen. Deutschland verfügte allerdings über keine Machtmittel, eigene Ansprüche durchzusetzen und eine aktive Außenpolitik zu betreiben. Vielmehr reduzierten sich die außenpolitischen Aktivitäten auf Unterhandlungen über die Erfüllung des Friedensvertrags. Beherrschendes Thema waren dabei die Reparationen, deren Höhe in Versailles nicht bestimmt und deren Festlegung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt worden waren. Nach einer Reihe internationaler Konferenzen wurde schließlich auf der Londoner Reparationskonferenz 1921 die Höhe der Wiedergutmachung auf 132 Milliarden Goldmark festgelegt.
Die Regierung unter Reichskanzler Konstantin Fehrenbach lehnte eine Mitverantwortung für die Reparationsverpflichtung ab und trat zurück. Obwohl die Summe von 132 Milliarden Goldmark die Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft tatsächlich bei weitem überstieg, nahm der Reichstag unter alliierter Drohung eines Einmarschs ins Ruhrgebiet den von den Siegermächten im Londoner Ultimatum übermittelten Zahlungsplan am 11. Mai 1921 mit 220 gegen 172 Stimmen an.
Der Reichstag nahm den Zahlungsplan auch deshalb an, weil er die Unterstützung Großbritanniens während der deutsch-polnischen Kämpfe in Oberschlesien nicht gefährden wollte. In einer vom Versailler Vertrag in Artikel 88 geforderten Volksabstimmung hatte im März 1921 die Mehrheit der Bevölkerung für den Verbleib im Deutschen Reich gestimmt. Trotz militärischer Erfolge deutscher Freikorps endeten die daraufhin aufflammenden Kämpfe mit polnischen Freischärlern für Deutschland mit einer erneuten außenpolitischen Enttäuschung. Nach einer Empfehlung des Völkerbunds beschlossen die Alliierten am 20. Oktober 1921 die Teilung Oberschlesiens, was in Deutschland heftige Verbitterung auslöste.
Unter dem Eindruck der Oberschlesienfrage verstärkte sich in der deutschen Außenpolitik die Motivation zu einer weiteren Annäherung an das bolschewistische Russland, welches ebenso wie das Deutsche Reich international isoliert war. Bereits seit 1920 bestand eine militärische Kooperation zwischen Reichswehr und Roter Armee. Im Mai 1921 schloss sich ein deutsch-russischer Handelsvertrag an. Treibende Kraft einer engeren deutsch-russischen Zusammenarbeit war vor allem der Chef der Heeresleitung, General Hans von Seeckt. Er sah in Russland den geeigneten Partner einer gegen Polen gerichteten Revisionspolitik. Wie der überwiegende Teil der Deutschen war Seeckt nicht bereit, die Gebietsabtretungen an Polen zu akzeptieren.
Die Reichsregierung und das Auswärtige Amt versuchten durch die Zusammenarbeit mit Sowjetrussland, die außenpolitische Isolierung zu durchbrechen. Der am 16. April 1922 mit Sowjetrussland abgeschlossene Vertrag von Rapallo war die erste Eigeninitiative der deutschen Außenpolitik. Der Vertrag vereinbarte die Wiederaufnahme der im November 1918 aus Protest gegen russische Unterstützung an deutsche Revolutionäre abgebrochenen diplomatischen Beziehungen sowie den gegenseitigen Verzicht auf Kriegsentschädigungen. Ungeachtet aller ideologischen Gegensätze zwischen Deutschland und Sowjetrussland wurden die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit intensiviert.
Der von Reichskanzler Joseph Wirth und Außenminister Walther Rathenau unterzeichnete Rapallo-Vertrag leitete jedoch kein gegen die Westmächte und Polen gerichtetes deutsch-russisches Bündnis ein, wie es von der Reichswehrführung gehofft und von Frankreich befürchtet wurde.
Der Vertrag verschärfte dennoch die außenpolitische Situation und führte zu einer weiteren Anspannung des deutsch-französischen Verhältnisses. Höhepunkt dieser Entwicklung war im Januar 1923 die Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen. Die in Deutschland einen Aufschrei nationaler Empörung auslösende Besetzung erfolgte, nachdem das Deutsche Reich Ende 1922 mit Reparationslieferungen in äußerst geringfügigen Verzug geraten war. Treibende Kraft hinter dieser territorialen Sanktion war der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré. Nach der Unterzeichnung des Rapallo-Vertrags und eines möglichen deutsch-russischen Bündnisses gegen die Westmächte war ihm mehr denn je an einer dauerhaften Schwächung Deutschlands gelegen.
Eine neue Phase deutscher Außenpolitik begann mit der Übernahme des Auswärtigen Amts durch Gustav Stresemann im August 1923. In seiner bis zu seinem Tod im Oktober 1929 dauernden Amtszeit gelang es ihm, Deutschland wieder in das internationale Staatensystem zu integrieren. Für die von ihm angestrebte Revision des Versailler Vertrags und Wiedergewinnung deutscher Großmachtstellung entwickelte Stresemann ein Konzept der Verständigungspolitik mit den alliierten Siegermächten. Die schwache machtpolitische Position Deutschlands erforderte eine Politik der konsequenten Aussöhnung und der wirtschaftlichen Verflechtung mit Ansprüchen einer internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik.
Bereits die Neuregelung der Reparationsfrage im Dawes-Plan 1924 war der erste Schritt auf dem Weg zu einer internationalen Kooperation. Der Abschluss der Locarno-Verträge im darauffolgenden Jahr bedeutete einen Meilenstein für ein westeuropäisches Friedens- und Sicherheitssystem sowie für die deutsch-französische Entspannungspolitik. Stresemanns Politik der Verständigung und Versöhnung wurde 1926 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt, den er zusammen mit seinem französischen Amtskollegen Aristide Briand erhielt.
Die deutsche Außenpolitik war jedoch nicht einseitig nach dem Westen orientiert. Der am 24. April 1926 abgeschlossene Berliner Vertrag stellte ein deutsch-sowjetisches Freundschafts- und Neutralitätsbündnis dar, welches die handelspolitischen und militärischen Beziehungen beider Länder weiter ausbaute.
Deutschland durchbrach mit den Verträgen von Locarno und Berlin endgültig seine außenpolitische Isolierung und trat wieder in den Kreis der führenden europäischen Mächte ein. Mit der Aufnahme in den Völkerbund mit ständigem Ratssitz im September 1926 nahmen internationales Ansehen und außenpolitisches Selbstbewusstsein des Deutschen Reichs weiter zu.
Bei den Westmächten stieß der deutsche Wunsch nach Souveränität und Gleichberechtigung zunehmend auf Verständnis. Die Aufhebung der alliierten Militärkontrolle in Deutschland erfolgte am 31. Januar 1927. Weitere Stationen auf dem Weg der Versöhnung bildeten im August 1928 der Briand-Kellogg-Pakt, in dem Deutschland mit 14 weiteren Staaten die Ächtung des Kriegs als Instrument der Politik beschloss. Ein Jahr später erfolgte der Abschluss des Young-Plans. Stresemann setzte trotz innenpolitischer Widerstände den Young-Plan durch, der eine endgültige Regelung des Reparationsproblems einleiten sollte und Voraussetzung der alliierten Rheinlandräumung 1930 war.
Während sich das Verhältnis Deutschlands zu seinen westlichen Nachbarn zunehmend entspannte, konnten die deutsch-polnischen Spannungen nicht abgebaut werden. Zwischen beiden Ländern gab es erhebliche Differenzen hinsichtlich der rechtlichen Stellung der deutschen Minderheit in Polen. Vor allem nach dem Staatsstreich von Józef Pilsudski 1926 und seinem Versuch, Polen langfristig als militärische und wirtschaftliche Großmacht in Europa zu etablieren, verschlechterte sich das deutsch-polnische Verhältnis erheblich. Zudem weigerte sich auch Stresemann beharrlich, die deutsche Ostgrenze anzuerkennen.
Das Ende der "Ära Stresemann" 1929 bedeutete einen tiefen Einschnitt in der deutschen Außenpolitik. Die Weltwirtschaftskrise verdeutlichte, wie sehr die Entspannungspolitik von der Persönlichkeit Stresemanns abhängig war und dass der Wille zur Versöhnung über keine breite Basis in Deutschland verfügte. Politischer und wirtschaftlicher Nationalismus traten an die Stelle internationaler Verständigung. Reichskanzler Heinrich Brüning, der mit Beginn seines zweiten Präsidialkabinetts im Oktober 1931 auch das Amt des Außenministers übernahm, strebte mit Hilfe eines aggressiven außenpolitischen Stils an, endgültig die "Fesseln von Versailles" zu sprengen. Zwangsläufig musste dies zu Konfrontationen mit den Alliierten führen. Im Oktober 1931 annullierte der internationale Haager Gerichtshof die deutsch-österreichische Zollunion. Sie wurde als Schritt zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und als Bruch des Versailler Vertrags bewertet.
Mit seiner strikten Deflationspolitik versuchte Brüning den Beweis zu erbringen, dass trotz größter deutscher Anstrengungen der Reparationsverpflichtung nicht nachzukommen wäre. Bewusst nahm der Reichskanzler dabei eine Verschärfung der Wirtschaftskrise in Kauf. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde tatsächlich in der Konferenz von Lausanne im Sommer 1932 die Beendigung der Reparationszahlungen erreicht.
Der innen- und außenpolitische Erfolg, der mit der Streichung der Reparationen verbunden war, wurde allerdings schon dem neuen Reichskanzler Franz von Papen gutgeschrieben. Im Mittelpunkt seiner Außenpolitik - wie auch der seines Nachfolgers Kurt von Schleicher - stand nun die Aufhebung der deutschen Rüstungsbeschränkungen. Die Alliierten übermittelten dem Deutschen Reich in der Tat Signale für eine vertraglich zu vereinbarende und begrenzte deutsche Wiederaufrüstung. Die Einzelheiten und die Bedingungen einer solchen Aufrüstung sollten auf einer für Februar 1933 in Genf festgelegten Konferenz verhandelt werden.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 verschärfte Adolf Hitler den Konfrontationskurs in der nationalsozialistischen Außenpolitik, um die endgültige Revision der Versailler Vertragsbestimmungen zu erreichen und eine verstärkte Aufrüstung einleiten zu können.


Industrie und Wirtschaft

Der durch den Ersten Weltkrieg abgebrochene Aufschwung der deutschen Industrie und Wirtschaft in der Zeit des Kaiserreichs konnte nach Kriegsende nicht wieder aufgenommen werden. Vielmehr kam es in der Weimarer Republik zu einer Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung gegenüber der Vorkriegszeit. Deutschlands Industrieproduktion war 1919 auf den Stand von 1888 zurückgefallen. Erst 1927 erreichte die industrielle Produktion wieder den Umfang von 1913. Mitte der zwanziger Jahre überstieg der Außenhandel die Ein- und Ausfuhr des Kaiserreichs. Rohstoffe und Nahrungsmittel waren die häufigsten Importgüter, Fertigwaren und der Maschinenbau machten den Großteil des deutschen Exports aus. Trotz fortschreitender Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat blieb die Landwirtschaft einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche des Deutschen Reichs.
Anders als die politische Ordnung waren die Wirtschaftsverhältnisse nach dem Sturz der Monarchie von keiner wesentlichen Veränderung betroffen. In dem noch während der Revolution von 1918/19 abgeschlossenen Stinnes-Legien-Abkommen verzichteten die Gewerkschaften auf die sofortige Durchführung der Sozialisierung. Im Gegenzug erkannten die Arbeitgeber die Gewerkschaften als Interessenvertretung der Arbeitnehmer und als Tarifpartner an. Schließlich beendete die Weimarer Verfassung die Sozialisierungsbestrebungen, die vor allem von der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) und dem Spartakusbund gefordert wurden. In den Artikeln 152 und 153 der Verfassung wurde den Unternehmern die Wirtschafts- und Eigentumsfreiheit garantiert.
Erheblich dezimiert wurde die deutsche Wirtschaftskraft nach Kriegsende durch die Bestimmungen des Versailler Vertrags. 26 Prozent der Steinkohleförderung sowie 44 Prozent der Roheisen- und 38 Prozent der Stahlproduktion des Deutschen Reichs stammten aus den abzutretenden Gebieten. Allein die Abtretung Elsaß-Lothringens bedeutete den Verlust von 70 Prozent der gesamten deutschen Erzförderung. Die Landwirtschaft verlor insgesamt einen Flächenanteil von 14 Prozent. Außerdem wurden der durch politische Kämpfe und Streiks ohnehin geschwächten Wirtschaft im Rahmen der Reparationen wichtige Verkehrsmittel entzogen: Neben 5.000 Lokomotiven, 150.000 Eisenbahnwaggons und 5.000 Lastkraftwagen mussten 90 Prozent der Hochsee-Handelsflotte, die 1914 die zweitgrößte der Welt gewesen war, an die Siegermächte abgeliefert werden. Der Verlust der Kolonien war ökonomisch hingegen von keiner nennenswerten Bedeutung.
Insgesamt waren die ersten Nachkriegsjahre durch den Übergang von der Kriegswirtschaft auf die Friedensproduktion gekennzeichnet. Von zentralem Interesse war dabei die Wiedereingliederung der demobilisierten Soldaten in den Wirtschaftsprozess. Neben der Einführung des Achtstundentags gelang das vor allem durch die auch zum Teil bewusst angeheizte Inflation. Durch niedrige Lohn- und Produktionskosten konnten deutsche Produkte zu Dumpingpreisen ins Ausland exportiert werden. Während die Produktionszahlen von Landwirtschaft und Industrie anzogen, herrschte bei den Arbeitnehmern nahezu Vollbeschäftigung. Im Gegensatz zu anderen Industrieländern, die von der weltweiten Nachkriegsdepression erfasst wurden, befand sich das Deutsche Reich von 1920 bis 1922 in einer Phase der Hochkonjunktur.
Allerdings war die Konjunktur nur eine Scheinblüte. Kurzfristig erleichterte die zunehmende Geldentwertung der exportorientierten Industrie zwar den Wiedereinstieg in den Welthandel. Für die Volkswirtschaft hatte sie hingegen verheerende Folgen. Der völlige Zusammenbruch der Währung 1923 und der Rückgang der Produktion stürzten Deutschland in eine schwere wirtschaftliche Krise. Gleichzeitig war durch die Besetzung des Ruhrgebiets, des bedeutendsten deutschen Industriezentrums, die Wirtschaft im übrigen Deutschland von ihren wichtigsten Energie- und Rohstoffquellen abgeschnitten.
Der Wirtschaftskrise folgte nach der Währungsreform und der Verabschiedung des Dawes-Plans 1924 eine Phase des Aufschwungs. Ausländische Kredite und Investitionen ermöglichten die Einführung modernster Technologien. Technischer Fortschritt und Rationalisierung des Arbeitsprozesses waren die Schlüsselbegriffe für internationale Wettbewerbsfähigkeit. Elektrifizierung und industrielle Massenproduktion schritten in großem Maße voran. Siemens und die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) in Berlin konnten Weltmarktpositionen zurückgewinnen, die sie bereits vor 1914 eingenommen hatten. Als erstes deutsches Werk setzte die Firma NSU im Motorradbau das Fließband ein. In Stuttgart entstand 1926 die Daimler-Benz AG. Mit der Zunahme der Motorisierung und des Straßentransports in den zwanziger Jahren gewann die Kraftfahrzeugindustrie erheblich an Bedeutung. Zwischen 1922 und 1928 erhöhte sich der Bestand von PKW und LKW von 125.000 auf rund 470.000. Gleichzeitig sollten Arbeitsfähigkeit und -kraft in Deutschland durch gezielte Unfallverhütung gesteigert werden.
Zunehmendes Streben nach Marktbeherrschung und Wettbewerbsbeseitigung führte zu verstärkter Kartellbildung und Unternehmenskonzentration. Mit der auf Initiative von Carl Bosch und Carl Duisberg betriebenen Fusion der Firmen BASF, Bayer, Hoechst und AGFA zur IG-Farbenindustrie entstand 1925 der umsatzstärkste deutsche Konzern. Ein Jahr später folgte die Gründung der Vereinigten Stahlwerke AG. In ihr wurden etwa die Hälfte der deutschen Eisen- und Stahlproduktion sowie über 20 Prozent der Kohleförderung zusammengefasst. Das zweitgrößte Montanunternehmen der Welt unter Leitung von Albert Vögler hatte eine Belegschaft von 250.000 Arbeitern und Angestellten.
Die Phase des konjunkturellen Aufschwungs endete 1929/30 abrupt mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise. Der Abzug amerikanischer Kredite, auf denen der Aufschwung seit 1924 beruhte, führte überall im Deutschen Reich zu Firmenzusammenbrüchen. Die Industrieproduktion sank von 1929 bis 1932 um 40 Prozent und fiel auf den Stand von 1904. Auch der Außenhandel ging drastisch zurück. 1931 führte zudem der Zerfall des internationalen Währungssystems zum Bankrott der Darmstädter- und Nationalbank (Danat-Bank) und beinahe auch der Dresdner Bank. Sparer stürmten Banken und Sparkassen, um ihr Geld zu retten. Die Bankenkrise verschärfte die wirtschaftliche Rezession. Massenarbeitslosigkeit und die sprunghafte Zunahme von Armut waren die Folge. Für die NS-Propaganda war die soziale Not ein ergiebiger Nährboden. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) stieg zur Massenpartei auf.


Antisemitismus

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs häuften sich in Deutschland antisemitische Aktivitäten. Die Juden, die weniger als ein Prozent der Bevölkerung im Deutschen Reich ausmachten, waren in den ersten Nachkriegsjahren die Sündenböcke für all das, was einen Großteil der Deutschen traumatisierte: Revolution, Inflation, Parlamentarismus. Die antisemitische Propaganda stützte sich dabei vornehmlich auf den aus dem Kaiserreich übernommenen völkischen Rassegedanken. Gängige stereotype Beschreibungen skizzierten die Juden als Träger negativer Rassen- und Charaktereigenschaften. Gekennzeichnet war der Antisemitismus von einer hemmungslosen Hetze gegen demokratische und linke Politiker der als "verjudet" geltenden Weimarer Republik.
Die jüdische Bevölkerung hatte im Krieg ebenso viele Gefallene zu beklagen, wie es in vergleichbaren sozialen Schichten der christlichen Konfessionen der Fall war. Ab Herbst 1918 erschienen jedoch zahlreiche deutsch-völkische Flugblätter, in denen behauptet wurde, die Juden hätten sich während des Kriegs um den Kampf an der Front gedrückt und sich statt dessen durch allerlei dubiose Geschäfte schamlos bereichert. An der Legende, die Juden trügen eine Hauptschuld an der Niederlage der "im Feld unbesiegten kaiserlichen Armee", wurde mit der Dolchstoßlegende auch in späteren Jahren weiter gestrickt.
Mit Auflistungen jüdischer Kriegsteilnehmer und Empfängern hoher militärischer Auszeichnungen versuchte der im Februar 1919 gegründete "Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" zumeist vergeblich, den manipulativen Vorwürfen der "jüdischen Drückebergerei" entgegenzutreten. Die tiefgreifende Umbruchphase nach dem Krieg begünstigte vielmehr Vorstellungen des einflussreichen Alldeutschen Verbands, der nach eigenen Angaben Juden als "Blitzableiter für alles Unrecht" zu benutzen gedachte. Antisemitische und völkische Gruppierungen wie die Thule-Gesellschaft oder der "Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund" mit über 200.000 Mitgliedern nahmen nach dem Ersten Weltkrieg an Zahl und Mitgliederstärke rasch zu.
Vor allem aus dem Mittelstand und dem Bildungsbürgertum rekrutierten antisemitische Organisationen ihre Mitglieder und Anhänger. Die Angst vor vermeintlich überlegener jüdischer Konkurrenz verfestigte besonders bei Kleinhändlern, Ärzten und Anwälten eine intensive Judenfeindschaft. Ihrem Hass gegen die Weimarer "Judenrepublik" ließen sie freien Lauf. So wird die einst stolze und kämpferische Germania als willfährige Person dargestellt, der es gleich ist, was um sie herum geschieht. Sie nimmt die Fesseln des Versailler Vertrags ebenso wenig wahr wie das zerbrochene Schwert und die am Boden liegende Krone. Unbeachtet von ihr reibt sich der den westlichen Kapitalismus darstellende assimilierte Jude zufrieden die Hände, während sich die durch Bart und Hut als Ostjude erkennbare Figur bereichert. Auf zahlreichen Bildern als "Schieber" und "Kriegsgewinnler" karikiert, waren vor allem ostjüdische Zuwanderer in den ersten Nachkriegsjahren Objekte antisemitischer Propaganda in Deutschland und Österreich. In ihrem fremdartigen Erscheinungsbild entsprachen die orthodoxen osteuropäischen Juden weitaus mehr dem traditionellen jüdischen Klischeebild als die größtenteils assimilierten deutschen. Nach Kriegsende gehörte es zu den gängigen Forderungen nationaler Kreise, die Einwanderung weiterer Ostjuden nach Deutschland zu verhindern, da sie gleichermaßen für die wirtschaftliche Not und die revolutionären Erschütterungen verantwortlich gemacht wurden.
Für die rechte Agitation war es nach Kriegsende nicht schwer, mit Rosa Luxemburg und Karl Radek ostjüdische Revolutionäre als "Sendboten des jüdischen Bolschewismus" vorzuweisen, die "dauernd die Massen zum Klassenkampf und Bürgerkrieg" aufriefen. Die Juden galten als Trägergruppe revolutionärer Unruhen schlechthin. Unterstützung fand die verbreitete These einer jüdisch-bolschewistischen Revolution in ihrem Erscheinungsbild stark jüdisch geprägten Münchner Räterepublik. Auch die Weimarer Republik galt als von Grund auf jüdisch. Ihre führenden Repräsentanten wurden als "jüdische Novemberverbrecher" diffamiert, die dem internationalem Judentum und dem westlichen Kapitalismus in die Hände spielten. Ein Opfer solcher Propaganda wurde im August 1921 der katholische "Judengenosse" Matthias Erzberger, der als Unterzeichner des Waffenstillstands am 11. November 1918 wie kaum ein zweiter Politiker gehasst wurde. Geradezu als Provokation und nationale Schmach empfanden viele Deutsche die Einsetzung des ersten jüdischen Reichsaußenministers Walther Rathenau im Februar 1922. Dem vielgesungenen Vers "Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau" ließ die rechtsextreme Organisation Consul (OC) mit der Ermordung Rathenaus im Sommer 1922 Taten folgen. Der jüdische Sozialist Maximilian Harden, Herausgeber der politischen Wochenzeitschrift "Die Zukunft", überlebte kurze Zeit später schwerverletzt ein Attentat.
Gelenkt wurden die antisemitischen Aktivitäten von "vaterländischen" Politikern, die mit den demokratischen Reformen vom Herbst 1918 einen Teil ihrer Privilegien verloren hatten und nun im Kampf gegen Republik und Demokratie bedenkenlos antisemitische Vorurteile schürten. So verpflichtete ein 1920 im Parteiprogramm neu aufgenommener Passus die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) zum Kampf gegen die "Vorherrschaft des Judentums in Regierung und Öffentlichkeit". In München ging im Februar 1920 aus der völkisch-antiksemitischen Deutschen Arbeiterpartei (DAP) die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hervor, dessen "Führer" Adolf Hitler von einem rohen Sozialdarwinismus und einem rassistischen Weltbild geprägt war.
Gegen den grassierenden Antisemitismus, wie ihn beispielsweise auch Dietrich Eckart in seiner Wochenschrift "Auf gut deutsch" verbreitete, wurde von Regierungsseite zu wenig getan. Immer wieder wurden zur Niederschlagung linker Aufstandsversuche Freikorps eingesetzt, die sich offen zum Antisemitismus bekannten. Bei der Abwehr von Antisemitismus waren die jüdischen Organisationen wie der "Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" oder der überkonfessionelle "Verein zur Abwehr des Antisemitismus" weitgehend auf sich selbst gestellt. Der Vorsitz des "Vereins zur Abwehr des Antisemitismus" fiel 1921 mit Georg Gothein auf einen führenden Politiker der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Von nationalen Politikern als "Judenpartei" verhetzt, trat die von vielen Juden gewählte und vertretene DDP als nahezu einzige Partei in Deutschland dem Antisemitismus entschieden entgegen.
Projüdische Verbände oder Zeitungen wie die "Freie Meinung", deren Leitartikel in scharfer Form antisemitische Tendenzen angriffen, stießen in der Weimarer Republik auf wenig Resonanz. Eine antisemitische Publizistik ergoss sich in Form von mehreren hundert Zeitschriften, Broschüren und Büchern über das Deutsche Reich. Mit Inbrunst beteiligte sich der 1923 von Julius Streicher gegründete "Stürmer" an judenfeindlichen Kampagnen. Hohe Auflagen erreichte das antisemitische Hetzblatt vorzugsweise durch Skandalgeschichten mit sexuellem Hintergrund. In nahezu jeder Ausgabe berichtete die Wochenzeitschrift ausführlich über Vergewaltigungen, Mädchenhandel und andere Verbrechen, die Juden angelastet wurden.
Vor allem das "verjudete Berlin", in dem etwa ein Drittel der Juden in Deutschland lebten, galt als "Pestbeule des Reiches", wo eine avantgardistische Kunst und Kultur blühte, die von der konservativen Kultur- und Modernitätskritik als undeutsch, dekadent und "typisches Judenprodukt" bewertet wurde. Größte Aufmerksamkeit erregte dabei vor allem der "zersetzende Intellektualismus" jüdischer Schriftsteller wie Kurt Tucholsky, Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam, Ernst Toller und Alfred Döblin. Verdammt wurden jüdische Maler wie Max Liebermann und John Heartfield oder Regisseure wie Max Reinhardt und Ernst Lubitsch. Als Maßnahme gegen die als "entartet" angeprangerten Kulturbeiträge gründete der Nationalsozialist Alfred Rosenberg, der sich zu Beginn der 20er Jahre mit den antisemitischen Schriften "Die Spur der Juden im Wandel der Zeit" und "Das Verbrechen der Freimaurer" einen Ruf in der völkischen Szene erworben hatte, 1929 den "Kampfbund für deutsche Kultur".
Durch Vermittlung von Alfred Rosenberg und Dietrich Eckart hatte Adolf Hitler zu Beginn seiner politischen Laufbahn die bedeutendsten Schriften rassistisch-antisemitischer Literatur wie "Die Sünde wider das Blut" von Artur Dinter (1876-1948) kennen gelernt. Mit pornographischem Einschlag beschrieb der 1917 erschienene Roman die abnormale Sexualität eines Juden, des systematisch "unberührte blonde Jungfrauen" schwängerte. Die populäre Hetzschrift Dinters trug bei Teilen der deutschen Bevölkerung entschieden zur Vertiefung antisemitischer Angstvorstellungen vor "Bastardisierung" und systematischer Zersetzung der "arischen Rasse" bei. Die Legende der jüdischen Weltverschwörung verbreiteten die "Protokolle der Weisen von Zion" wie keine zweite Schrift. Die ersten 120.000 Exemplare waren 1919 binnen kurzer Zeit vergriffen. Bis 1933 erschien die Schrift - gefälschte Versammlungsprotokolle von jüdischen Kongressen über angebliche Pläne zur Eroberung der Weltherrschaft - in 33 Auflagen. Durch die hohe Zahl von Ausgaben auch in zahlreichen anderen Ländern wurden die Protokolle zu einer der weitverbreitetsten und einflussreichsten Schrift des modernen Antisemitismus.
Die Kernaussagen der "Protokolle der Weisen von Zion" und "Die Sünde wider das Blut" verarbeitete Hitler 1924 ausführlich in "Mein Kampf". Er systematisierte darin seine Theorien von Antibolschewismus, Sozialdarwinismus und vom "Lebensraum". Den Kampf gegen die "jüdische Weltdiktatur" stellte Hitler in das Zentrum seiner politischen Mission. Seine Vorstellungen von der Bekämpfung der Juden, die er als "Maden im faulenden Leibe", "Pestilenz" und "Blutegel" titulierte, griff Hitler in radikalisierter Form im Ende 1926 erschienenen zweiten Band von "Mein Kampf" auf.
In der Parteipropaganda und auf Wahlkundgebungen der NSDAP spielte der Antisemitismus zu Beginn der 30er Jahre hingegen kaum eine Rolle. Die ohnehin an judenfeindliche Parolen gewöhnten Wähler suchten in Zeiten der Präsidialkabinette, der Weltwirtschaftskrise und der Massenarbeitslosigkeit vielmehr Auswege








Quelle: http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/verfassung/ http://home.arcor.de/maria.rentsch/History/WRVerfas.htm Weimarer Republik : 1918 - 1933 / Ingo Leiß und Hermann Stadler, 2003 Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik/ Kolb, Eberhard, 2002 Die Weimarer Republik/ Gessner, Dieter, München 2002




ähnliche Referate Die Weimarer Republik in der Krise - Überwindung der Krise
Der abenteuerliche Simplicissimus
Das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland
Deutsche Literatur (1918 - 1945)
Die großen Revolutionen im deutschen Südwesten



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