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Titel:

Die frühen Hochkulturen


  Note: 1   Klasse: 7









Arbeit: Die frühen Hochkulturen

Mit dem Sesshaftwerden von Nomaden wird die Möglichkeit geschaffen, dass sich Hochkulturen entwickeln. Die Nomaden werden zu Bauern. Diese siedeln in Dorfgemeinschaften. Das Leben wird durch den Anbauzyklus von Aussaat und Ernte bestimmt. Im Gegensatz zu Nomaden entwickeln Bauern eine Vorratswirtschaft, die eine größere Zahl von Menschen ernähren kann. Mit dem Zuwachs an Bevölkerung in fruchtbaren Gegenden, meist an Flüssen, kommt es zu einer Aufteilung der Aufgaben der Gesellschaft. Handwerkliche Produkte (Töpferwaren, Ackergeräte, Metallwaren usw.) werden nicht mehr in jedem Haushalt hergestellt. Es entsteht der Beruf des Handwerkers. Deren Produkte werden von Händlern auch über weite Entfernungen vertrieben. Mit Handwerkern und Händlern erweitert sich die dörfliche Siedlung zur Stadt. Diese ist in der Lage, durch Befestigungen Schutz zu gewähren. Da aber in der Stadt viele Menschen ihr Zusammenleben organisieren müssen, entstehen Formen staatlicher Ordnung, die Aufgaben wie Schutz und Versorgung übernehmen. Zu dieser Organisation ist es aber notwendig, die Sprache aufzuzeichnen. Damit entsteht die Schrift. Die Schrift ist das entscheidende Merkmal, um von Hochkultur zu sprechet. Mit der staatlichen Organisation geht eine religiöse Entwicklung einher. Die von den Nomaden vergöttlichten Naturereignisse werdest zurückgedrängt. Bedeutung gewinnen dagegen Schicksalsbestimmende Götter, die in eigens dafür errichteten Bauwerken verehrt werden. Diese neuen Götter werden nicht mehr individuell, sondern allgemein von der Gesamtheit der Bevölkerung einer Stadt auf die gleiche Weise verehrt. Der Glauben organisiert sich zur Religion. Die Träger des Staates (Adel und Könige) und der Religion (Priester) bestimmen das Leben der Menschen. Sie sichern ihre Existenz durch Schutz und beeinflussen durch die Schicksalsgläubigkeit der Menschen deren Leben. Zur Aufzeichnung der landwirtschaftlich günstigsten Termine im Jahr entwickeln Priester den .Kalender. Die wichtigsten Hochkulturen entstehen an Flüssen in Trockenzonen, da dort zur Bewässerung staatliche Organisation notwendig ist. Beispiele hierfür sind die Kulturen am Nil, dem Euphrat, dem Tigris und am Indus.

2600-1850 entwickeln sich in Griechenland erste Bauernkulturen. Dies bedeutet, Nomaden. Sammler und Jäger werden sesshaft und bebauen das Land.


Die Kulturen auf Kreta - Die Minoer

2600-2000
Nach dem Entstehen einer Bauernkultur kommt es zur Entwicklung staatlicher Organisation. Adlige werden in Rundgräbern beigesetzt. Waffen werden in dieser Frühminoischen Zeit aus Bronze. Schmuck aus Gold und Silber
gefertigt.

2000-1570
Die herrschende Schicht lebt in Palästen (Knossos, Phaistos, Mallia). Diese sind unbefestigt, was auf eine friedliche
Kultur schließen lässt. Die Paläste dienen als Handelsplätze und Vorratsspeicher (Öl, Getreide, Wein). Die Kreter
treiben Handel mit Syrien und Ägypten. Gleichzeitig stellen die Paläste religiöse Zentren dar. Die Oberschicht ist auch durch rituelle Feiern hervorgehoben. Nach außen wird der Staat durch eine starke Flotte beschützt, so dass auch von dort kein Feind droht.

1570-1425
Die staatliche Organisation festigt sich. Könige, die mit dem Adel in labyrinthähnlichen Palästen wohnen, beherrschen das Volk.

Um 1550
Einführung einer Buchstabenschrift (Linearschrift A). Die Wirtschaft wird zentral von den Palästen aus gelenkt. Von
dort wird auch der Handel mit dem Neuen Reich in Ägypten (=>) gesteuert. Kreta beherrscht in dieser Minoischen
Blütezeit die Meere.

1570-1530
Der Palast von Knossos wird zweimal durch Erdbeben zerstört, jedoch jedes Mal wieder aufgebaut.

Ab 1530
wandern vom Festland indogermanische Stämme (Achaier) ein. Durch ihre besseren Waffen übernehmen sie die Herrschaft.

ca. 1450
Ausbruch des Vulkans Santorin. Zerstörungen an der Küste Kretas durch eine Flutwelle. Wahrscheinlich Zerstörung der minoischen Flotte. Deshalb wird das Eindringen von Griechen vom Festland möglich.

1425
Der Palast von Knossos, das Zentrum Kretas, wird durch Brand in einem Krieg völlig zerstört und nicht wieder
aufgebaut. Die minoische Kultur wird von der mykenischen abgelöst.


Die Mykenische Kultur

1850-1600
wandern die indogermanischen Stämme der Joner und Äoler (= Achaier) nach Griechenland ein. Sie vermischen sich mit der dort lebenden vorindogermanischen Bevölkerung.

1600
Die Herrschaft üben Adlige (=Aristoi) aus, die in Burgen (Mykene, Tiryns, Argos, Pylos) leben und mit Streitwagen in den Krieg ziehen. Zum Bau der Burgen (»Zyklopische Mauer«) und zu ihrer Versorgung benötigen sie Sklaven. Deshalb wird die Bevölkerung unterworfen.


Ab 1500
dehnen die indogermanischen Herrscher von Griechenland ihre Macht auf die Inseln aus (Zerstörung von Knossos). Von Kreta übernimmt die Mykenische Kultur den Grabbau (Kuppelgräber) und die Schrift (Linearschrift B).

1400-1150
Bau von Kuppelgräbern (bis zu 14 m Durchmesser, »Schatzhaus des Atreus« bei Mykene) und Ausweitung der Burgen von Mykene und Tiryns

1250
Zerstörung von Troja (,.Trojanischer Krieg«) in Kleinasien. Dieser Krieg zwischen den Achaiern und den Trojanern ist von Homer in der "Ilias" überliefert.

1200
beginnt eine neue Einwanderungswelle (Dorische Wanderung). Die ebenfalls indogermanischen Dorer werden von illyrischen Stämmen vom Balkan verdrängt.

1150
Die Dorer erobern und zerstören die mykenischen Burgen, da sie als erste Eisenwaffen verwenden. Die Joner besiedeln nur mehr Attika und Inseln in der Ägäis. Die Siedlungen in den eroberten Gebieten werden durch eine Kriegerkaste (Adel) beherrscht, die von einem König (Basileus)
angeführt werden. Im Frieden verliert der König an Bedeutung. Deshalb kommt es zur Herausbildung einer herrschenden Adelsschicht, die den Grund und Boden unter sich aufteilt. (Herrschaftsform der Aristokratie)

Frühe Hochkulturen in der Ägäis

Merkmale einer Hochkultur
• Schrift
• politische Organisation
• Religion mit Tempeln und Priestern
• Arbeitsteilige Gesellschaft
• städtische Siedlungen
• Handel
• Handwerk
Die Minoer auf Kreta (keine Griechen)

rot: Städte der Minoer blau: heutige Städte auf Kreta
• Palastanlagen ohne symmetrische Ordnung
o verwirrende Wirkung - man verläuft sich; für spätere Griechen sind diese Paläste wie ein Labyrinth (= Sage vom Minotaurus)
o Palastanlage mit riesigen Vorratsräumen (wirtschaftliche Zentren, Vorräte für Notzeiten) Handelszentren (Handel mit Ägypten)
o Paläste ohne militärische Befestigung (keine Gefahr für Paläste durch Umwohner) s. Karte
o Anlage der Paläste um einen Innenhof, der kultischen Zwecken diente (Stierspiel)



Kalender
heutige Funde und Rekonstruktion des Palastes von Knossos, Kultur der Minoer
o weitere Paläste in Malia in Phaistos
• Untergang der Kultur durch den Vulkanausbruch des Santorin ca. 1450 vC (=Schwächung der minoischen Flotte) und Eroberung Kretas durch Griechen

Karte des Vulkans Santorin heute nach dem Ausbruch. Die innere Wand des Vulkans. Die minoischen Ausgrabungen auf Santorin. Das untergegangene Atlantis??
• Grundwissen zur Geschichte der Minoer
Die Kultur der Mykener
• Lage von Mykene in der Landschaft Argolis

• Die Kultur der Mykener
Die Burg von Mykene liegt auf einem Hügel. Sie ist geschützt von dicken Mauern aus riesigen Steinen (die späteren Griechen glaubten nicht, dass Menschen solche Steine bewegen könnten und erzählten, dass Riesen =Zyklopen diese Mauern gebaut hätten). Um die Burg herum lag eine Stadt, die von Handwerkern besiedelt war. Die Stadt Mykene war von 1600 bis 1200 Zentrum Griechenlands. Der sagenhafte König Menelaos, dem ein trojanischer Königssohn Paris die Frau (Helena) entführt hatte führte von hier aus den Trojanischen Krieg. Homer hat diese Sage "die Ilias" aufgeschrieben. In Mykene hat man Gräber mit wertvollen Grabbeigaben ausgegraben. Entdeckt wurde die Stadt von dem Archäologen Heinrich Schliemann, der einen Teil des Schatzes geklaut hat und mit nach Deutschland gebracht hat.



Luftaufnahme, Lageplan der Burg, Eingangstor (=Löwentor), Rekonstruktionszeichnung, die Goldmaske eines Königs (Agamemnon?), die Schachtgräber,
• Die Burg von Tiryns

Nicht weit von Mykene lag die Burg von Tiryns, umgeben von riesigen Mauern, damals uneinnehmbar. Die Bauern der Umgebung aus der sehr fruchtbaren Schwemmebene der Argolis konnten sich dorthin bei Gefahr flüchten. Die Burgherren von Tiryns waren dem König von Mykene untertan oder abhängig.
• Der Trojanische Krieg Sage des griechischen Dichters Homer










Quelle: Bücher, Internet




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