Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Dtl. und Europa - schulnote.de 
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Titel:

Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Dtl. und Europa


  Note: 2   Klasse: 12









Arbeit: Beschreiben Sie, welchen Diskriminierungen und Verfolgungen die Juden in Deutschland und Europa ausgesetzt waren.

Kurz nach der Machtergreifung Hitlers wollten die Nationalsozialisten ihren antisemitischen Entwurf in die Tat umzusetzen, doch zuerst mussten die Juden aus dem öffentlichen Leben verbannt werden und in der Bevölkerung die Zustimmung für diese Handlung propagiert werden.
Bereits am 1. April rief die SA erfolgreich zum Boykott jüdischer Geschäfte auf und schon sechs Tage später wurde das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ erlassen, welches die Entlassung bzw. die Degradierung nichtarischer, liberaler und demokratischer Beamten zur Folge hatte. Somit waren den Juden bereits nahezu zwei Monate nach Machtantritt Hitlers einflussreiche Positionen in Staat und Verwaltung verschlossen worden. Mit der Schaffung der Reichskulturkammer wurden die Juden innerhalb der deutschen Grenzen auch aus den künstlerischen Bereichen vertrieben. In den nächsten zwei Jahren folgten schätzungsweise weitere fünfzig Gesetze, die zur Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Deutschland beitrugen. Bis schließlich am 15. September 1935 die Nürnberger Gesetze verkündet wurden, wonach jede deutsch-jüdische Ehe, sowie jeglicher außereheliche Verkehr verboten wurde. Weiterhin dürfen Juden nur beschränkt Haushalterinnen beschäftigen und jüdische Farben nur unter staatlicher Aufsicht zeigen. Ab nun waren die Juden von der Öffentlichkeit ausgegrenzt und rechtlos. Weiterhin mussten sie sich Ausrufe, wie „Judas verrecke“ anhören und selbst das „Deutsche Ärzteblatt“ hatte sie mit parasitären Bakterien verglichen. Die NSDAP hatte es geschafft, die Juden in ein schlechtes Bild zurücken und Spannungen aufzubauen, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der so genannten Reichskristallnacht, auf ihr Maximum anschwellten. Ausgangssituation war das tödliche Attentat des Juden Herschel Grynszpan auf den dt. Botschaftssekretär Ernst vom Rath (eigentlich Gegner von Nationalsozialisten) in Paris am 7. November, welches den Machtinhaber den Scheingrund nämlich einer jüdischen Verschwörung gab, sämtliche jüdischen Geschäfte zu zerstören und Synagogen anzuzünden, sowie erstmals 30000 Juden in Konzentrationslagern zu internieren. Neben der absolut unbegründeten Erniedrigung, die die Juden einstecken mussten, wurde ihnen eine Geldstrafe auferlegt und sie durften bestimmte Institutionen und Veranstaltungen nicht mehr besuchen. Weiterhin durften die Juden nur noch in ihnen zugewiesenen Geschäften ihren täglichen Bedarf einkaufen. In der Folgezeit gab es weitere Verbote, wie zum Beispiel den Führerscheinentzug, der Besitz von einem Radio, Haustieren, Heizöfen, Staubsaugern, etc. Sogar die Ausreise wurde ihnen am 1. Oktober 1941 untersagt. Bis zu diesem Tag emigrierten etwa 315 000 Juden aus Deutschland. Fluchtpläne in westliche und nördliche Nachbarländer während des zweiten Weltkrieges wurden durch die zunehmende Eroberung erschwert. Einige Länder, zum Beispiel die Schweiz, wehrten sich sogar gegen den anschwellenden Flüchtlingsstrom durch beschränkende Einreisebestimmungen, denen im Ergebnis viele Juden zum Opfer fielen. Denn am 20. Januar 1942 wurde auf der Wannsee-Konferenz die Endlösung geplant, nach der sämtliche Juden aus den militärisch besetzten Gebieten aus ganz Europa zusammengescharrt und in KZs grauenvoll getötet wurden. Schätzungen berichten von über fünf Millionen ermordeter Juden.









Quelle: keine Angaben




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