Franz Kafkas Lebenslauf - schulnote.de 
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Titel:

Franz Kafkas Lebenslauf


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Franz Kafka



Biographie:



3.Juli 1883 Geburt in Prag

1893-1901 Deutsches Staatsgymnasium => Abitur

1901-1906 Studium an der Prager Universität

1902 Ferien bei Onkel (dem Landarzt)

Im Oktober lernt er Max Brod kennen, der

später seinen Nachlaß verwaltet

1906 Promotion zum Doktor der Rechte

1908-1922 Arbeiter-Unfall-Versicherungsgesellschaft

1911 Reise mit Max Brod nach Oberitalien

Begegnung mit jüdischer Schauspieltruppe Jitzach Löwys

1912 Erste Begegnung mit Felice Bauer

sein erstes Buch „Betrachtung“ erscheint

1914 1.Juni Verlobung mit Felice Bauer

1.Juli Entlobung

erstes eigenes Zimmer

1916 Reise mit Felice Bauer nach Marienbad

Erscheinen von „Das Urteil“

1917 2.Verlobung mit Felice Bauer

Ausbruch der Lungentuberkulose

Lösung der Verlobung

1919 Verlobung mit Julie Wohryzek

„Brief an den Vater“

1920 Auflösen der Verlobung

1922 1.Juli Pensionierung Kafkas

1923 Lebensgemeinschaft mit Dora Diamant

1924 Verschlechterung seines Gesundheitszustandes

3.Juni 1924 Tod in einem Wiener Sanatorium

Beerdigung in Prag







Zentrale Probleme seines Lebens:



- Konfliktreiches Verhältnis zum Vater

- Beziehungsunfähigkeit bzw. Probleme mit Frauen

- Judentum

- Ohnmachtsgefühl gegenüber Institutionen wie Staat oder Schule

- Angst sowohl im als auch am Leben zu versagen



Franz Kafka gilt als Sonderfall in der Literatur, weil Leben und Werk eng miteinander verknüpft waren. Seine Anspannungen und Probleme schlugen sich in seinen Werken nieder



Probleme: - Verhältnis zum Vater bzw. allgemein zum Elternhaus

- Beziehungsunfähigkeit

- Ohnmachtsgefühl gegenüber Institutionen wie Schule, Staat

- Judentum

- Angst im und am Leben zu versagen („ungelebtes Leben“)



Kafkas Eltern:

Mutter: Julie Löwy – stammt aus wohlhabender Familie, hat wenig Zeit für Kafka (er hat eine

Amme)



Vater: Hermann Kafka – wirkt auf andere Leute (die z.B. zu Besuch sind) normal, aber

wichtig ist seine Wirkung auf Kafka

aufgewachsen in Böhmen in bescheidenen Verhältnissen, trotzdem für seine Verhältnisse überdurchschnittlich gebildet (hatte Deutsch in der Schule)

mit 14 Jahren verdient er schon seinen eigenen Lebensunterhalt

Umzug nach Prag – Kennenlernen von Julie Löwy – mit ihrem Geld: Eröffnung eines Galanterieladens

ð beruflicher und sozialer Erfolg

Lebensziel von Hermann Kafka: gesellschaftliche Anerkennung (war zu dieser Zeit nur über die schmale deutsche Oberschicht, die 7% der Prager Einwohner umfasste, möglich)



Hermann wollte Mitgefühl für seine Leiden

Kafka reagierte auf diese aufgezwungenen Schuldgefühle mit Abwehr, aber auch mit Bewunderung, weil sein Vater in seinem Lebenskampf als Sieger hervorging.



Hermann war tyrannisch und autoritär (Mutter als „liebende Sklavin“)

normale Erziehung und Rollenverhalten für damalige Zeit



->Gehorsam Kafkas, nie Rebellion

- aufgezwungenes und verhaßtes Jurastudium

- vom Vater zu Mithilfe angewiesen (z.B. finanziell und Mithilfe bei Hermanns Asbestfabrik)

- Einfluß auf seine Partnerinnen (Julie Wohryzek nicht standesgemäß)



ð Verunsicherung: Erziehung bei Kafkas im Gegensatz zu der Erziehung bei Löwys, dazu sinnlose Regeln und unpersönlicher Schulbetrieb, worauf Kafka ohnmächtige Angst und Haß auf Institutionen entwickelte



Kafka schafft es nie eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln („ewiger Sohn“ – zieht erst mit 31 Jahren zuhause aus)

Minderwertigkeitskomplexe: seine Schwäche im Gegensatz zum Vater

„Du [bist im Gegensatz zu mir] ein wirklicher Kafka an Stärke, Gesundheit, Appetit, Stimmkraft,

Redebegabung, Selbstzufriedenheit, Weltüberlegenheit, Ausdauer, Geistesgegenwart,

Menschenkenntnis, einer gewissen Großzügigkeit [...]“ (S.9, Brief an den Vater)

Ringen um Anerkennung des Vaters, der sein Leben (v.a. als Schriftsteller) nicht gutgeheißen hat



Beziehungsunfähigkeit: wenige Freunde, Kafka gilt als verschlossen

Frauen: 3 Mal verlobt, nie verheiratet

1. Felice Bauer 1914 (Dauer: 1 Monat)

2. Felice Bauer 1917 (Tbc-Ausbruch als „Warnsignal“ die Beziehung zu beenden)

3. Julie Wohryzek 1919 (Eltern und Wohnungsnot als Gründe)



Erst glücklich an seinem Lebensende mit Dora Diamant



Kafkas Einstellung zu Ehe:

Zwiespalt: - höchstes erstrebenswertes Gut

- Kafka ungeeignet zu einer engeren partnerschaftlichen Beziehung

für ihn Leben = Schreiben bzw. Existenz als freier Schriftsteller

Er schrieb nie, solange er verlobt war, nahm es erst nachher immer wieder auf. Z.B. nach der ersten Verlobung „Der Process“ und nach der dritten „Brief an den Vater“ (innerhalb von 3 Tagen fasst er 108 handschriftliche Seiten ab!)








Quelle:




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