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Titel:

Friedrich Schiller von 1782 1805


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Friedrich Schiller von 1782- 1805



1. Inhaltsverzeichnis

Inhalt Seite

1. Inhaltsverzeichnis 2
2. Der Junge Schiller 2
2.1 Herzog Karl Eugen 2
2.2 Die Flucht 3
2.3 Schiller in Mannheim 4
2.3.1 ,,Fiesko" 5
2.3.2 ,,Kabale und Liebe" 5
3. Die klassische Periode 7
3.1 Schiller in Weimar und Jena 7
4. Schillers Jahre mit Goethe 10
6. Quellenverzeichnis 13

2. Der junge Schiller

Das Jahr 1782 war ein sehr schwieriges Jahr für Schiller, da vom Herzog Karl Eugen, bei dem er als Regimentmedikus angestellt war, ein Verbot bekommen hatte Komödien ,,und dergleichen Zeug" zu schreiben und er aus Stuttgart floh. Doch es ist auch das Jahr in dem er das Drama ,,Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" (im folgendem ,,Fiesko" genannt) begann. Der ,,Fiesko" handelt von den Konflikten zwischen feudalen und republikanischen Kräften im Genua des Jahres 1546.
Aufgrund des im Jahr 1781 geschriebenen Stückes ,,Die Räuber" kam Schiller in große Schwierigkeiten. Er arbeitete das Stück für den Mannheimer Theaterintendanten Dalberg für die Bühne um und war auch bei der Erstaufführung der Bühnenfassung dabei. Schiller reiste, entgegen des Verbotes des Herzogs, am 13. Januar des Jahres 1782 nach Mannheim. Die Erstaufführung übertraf alle Erwartungen und wurde vom Publikum sogar für besser als das Buch empfunden. Die gewaltige Wirkung von ,,Die Räuber" bestätigte Schiller in seinem Tun. Doch Schillers Schulden wurden immer größer, da er das Buch ,,Die Räuber" im Selbstverlag betrieb. Als Schiller jedoch zum 2. mal nach Mannheim reiste, fiel er beim Herzog Karl Eugen in Ungnade und musste 14 Tage im Arrest verbringen. Außerdem erhielt er das Verbot nicht mehr mit dem ,,Auslande", wie Karl Eugen damals den Rest des damals in 300 Teile zersplitterten deutschen Reiches nannte, zu verkehren. Als sich aber auch das Land Graubünden über Schillers ,,Die Räuber" beschwerte, da es sich durch eine Stelle des Dramas angegriffen fühlte, verbot der Herzog Schiller auch noch das Schreiben anderer Texte als medizinischer Berichte. Ansonsten wurde ihm das Schicksal Schubarts in Aussicht gestellt. Und dieses Schicksal kannte Schiller nur zu gut, denn er hatte Schubart selbst schon einmal besucht und zwar im Kerker auf dem Hohenasberg, wo er sich unter dem Namen Doktor Fischer die Rezension Schubarts über ,,Die Räuber" anhörte. Als Schubart Schiller aber erkannte, freute er sich sehr den Autoren des Stückes höchstpersönlich vor sich zu haben. Diese Begegnung war für beide ein freudiges Erlebnis, doch für Schiller natürlich eine Warnung, denn er wollte nicht mit Schubart das gleiche Schicksal teilen. Doch als Schiller beim Herzog Karl Eugen um Gnade bat wurde ihm diese vom Herzog nicht gewährt und ab diesem Zeitpunkt stand für Schiller fest, dass er flüchten musste, um weiter schreiben zu können.

2.1 Herzog Karl Eugen

Herzog Karl Eugen war der Herrscher des Herzogtums Württemberg, ein Land mit ca. 1/2 Millionen Einwohner. Er lebte von 1728 bis1793. Er war für ein verschwende -risches Verhalten und seine politische Unfähigkeit bekannt. Außerdem betrieb er Menschenhandel indem er junge Männer für die Armee zwangsverpflichtete und sie dann für den Dienst im Ausland an andere Länder verkaufte. Des weiteren hatte er sich ein Harem angelegt, mit Frauen die er teilweise aus den Familien rausriss. Herzog Karl Eugen kerkerte Gelehrte oder Dichter gegen ihren Willen ein, wie zum Beispiel Johann Jakob Moser oder den Freiheitsdichter Schubart der 10 Jahre in einem Verlies auf dem Hohenasperg verbringe musste.

2.2 Die Flucht

Obwohl es ihm schwer fiel seine Familie und Freunde zu verlassen war es am 22. September 1782 für Schiller soweit. Der Herzog feierte ein Fest und Schiller nutzte mit seinem Freund, dem Klavierbauer und Musiker Andreas Streicher, die Chance zur Flucht, welche ihm nur gelang, da sein Freund Scharffenstein Torwache hatte. Von nun an begann für Schiller die Flucht vor dem Herzog Karl Eugen. Schiller und Streicher flohen nach Mannheim und Schiller schrieb von dort einen Brief, indem er den Herzog um Aufhebung des Schreibverbotes bat. Doch er erhielt nur eine unbefriedigende Antwort, dass der Herzog ihm gnädig gesinnt sei. Als Vorsichtsmaßnahme vor der Rache des Herzogs reisten Schiller und Streicher am 3. Oktober weiter nach Frankfurt am Main. In Frankfurt wartete Schiller auf die Antwort des Theaterintendanten Dalberg, dem er die umgeschriebene Version des ,,Fiesko" eingereicht hatte. Schiller beschrieb ihm des weiteren seine Situation, doch Dalberg lehnte die vorgelegte Fassung ab, da das Drama für die Bühne unbrauchbar sei. Er bat Schiller sie noch einmal umzuarbeiten. Schiller geriet in finanzielle Not, da Dalberg einen Vorschuss ebenfalls abgelehnt hatte. Doch Streicher konnte weiteres Geld auftreiben. Beide wanderten von Frankfurt am Main zurück in die Pfalz nach Oggersdorf bei Mannheim. Schiller arbeitete während seines Aufenthaltes in Oggersheim den ,,Fiesko" nur wiederwillig um, denn er schrieb gerade an einem Stück namens ,,Luise Millerin" oder wie es später umgetauft wurde ,,Kabale und Liebe". Anfang November reichte Schiller den ,,Fiesko" erneut ein, doch zirka 4 Wochen später lehnte Dalberg die neue Fassung wieder ab mit der Begründung, dass die Schauspieler noch einige Stellen im Text für unbrauchbar hielten, doch der eigentliche Grund war wahrscheinlich, dass Dalberg sich nicht traute einen Flüchtling des Nachbarlandes einzustellen. Bald hatte Streicher sein ganzes Geld geopfert und Schiller nahm ein Angebot seiner ehemaligen Schulfreundin Frau Henriette von Wolzogen an, auf ihrem Gut in Thüringen zu wohnen. Doch bevor Schiller nach Bauerbach in Thüringen zog, besuchte er noch seine Mutter und seine Schwester. Am 30. November brach er nach Bauerbach auf während Streicher in Mannheim blieb. Schiller erreicht Bauerbach am 7. Dezember.
Das Gut Bauerbach entpuppte sich als ein großes Bauernhaus. Die Natur und die ländliche Umgebung erinnerten Schiller an seine Jugend, doch er fürchtete sich immer noch vor der möglichen Rache des Fürsten. Deshalb behielt er seinen falschen Namen, mit dem er schon nach Bauerbach gereist war, bei. Doch obwohl Schiller die Umgebung gefiel, war der Aufenthalt für ihn hier eine Strafe, da er das Bedürfnis hatte, sich mitzuteilen und neue geistliche Richtungen kennenzulernen. Für Abwechslung sorgte lediglich der Besuch Frau von Wolzogen. Aber auch sie fühlte sich nicht sehr gut dabei Schiller in ihrem Haus aufgenommen zu haben, da sie auf die finanzielle Hilfe des Herzogs Karl Eugen angewiesen war und dieser nicht erfahren durfte, dass sie Schiller versteckt hielt. Während seines Aufenthaltes in Bauerbach freundet sich Schiller mit dem Meininger Bibliothekar Reinwald an, der später Schillers Schwester Christophine heiraten sollte. Reinwald versorgte Schiller mit Arbeitsmaterialien und Büchern. Außerdem stellte er Schiller Leuten vor, mit denen er über wissenschaftliche und literarische Themen diskutieren konnte. Schiller stürzte sich aber vor allem auf die Ausarbeitung der mitgebrachten Pläne, da er sich nur neue Stücke wieder eine eigene Existenz schaffen wollte. Bereits Mitte Februar des Jahres 1783 stellte Schiller das Stück ,,Luise Millerin" fertig. Während Schiller nach der Vollendung des Stückes bereits an einem Thema für das nächste Stück überlegte, meldet sich der Theaterintendant Dalberg wieder. Das Mannheimer Theater brauchte nach einigen Misserfolgen wieder ein gutes Stück und Dalberg hatte inzwischen herausgefunden, dass Herzog Karl Eugen Schiller nicht suchte. Schiller begann nun Ende März für Dalberg das Stück ,,Luise Millerin" für die Bühne umzuschreiben. Ende Mai bekam Schiller Besuch von Frau Wolzogen. Es waren fröhliche Tage für Schiller, doch er verliebte sich in die in die junge Tochter der Frau Wolzogen. Nach diesem Besuch seiner Freundin entschloss sich Schiller wieder nach Mannheim zu gehen. Schiller erkannte, dass er nicht ewig auf fremde Hilfe angewiesen sein konnte und wollte. Am 24. Juli 1783 brach Schiller, mit Hilfe der Frau Wolzogen die ihm Geld lieh, nach Mannheim auf.

2.3 Schiller in Mannheim

Zurück in Mannheim wurde Schiller von seinem Freund Streicher herzlich empfangen. Und obwohl Schiller der Frau von Wolzogen versprach höchstens 6 Wochen zu bleiben, blieb er fast zwei Jahre in Mannheim und nahm eine Arbeit als Theaterdichter an.
Schiller ließ sich von Dalberg verlocken beim Theater zu arbeiten und er unterschrieb einen 1 Jahres Vertrag als Theaterdichter. Schiller hatte nun die Aufgabe die 2 bereits begonnenen Stücke zu vollenden und 1 neues zu schreiben. Doch Schiller hatte sich die Aufgabe einfacher vorgestellt, als sie war.
Im Winter des Jahres steckte sich Schiller mit einer malariaähnlichen Seuche an: Das kalte Fieber, das durch die versumpften Festungsgräben der Stadt entstanden war. Bis zum Frühjahr beraubte sie Schiller seiner Kraft, doch Schiller versuchte sich mit Gewaltkuren, die seinen Organismus wahrscheinlich schwer geschädigt haben und seine späteren Krankheiten vorbereitet haben, zu heilen. Aufgrund dieser langwierigen Krankheit stellte Schiller erst im November des Jahres 1783 sein Stück ,,Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" fertig. Auch begann er mit den Schlussarbeiten zu ,,Kabale und Liebe". Am 11. Januar 1784 gab es die Erstaufführung seines ,,Fiesko". Etwa zur selben Zeit wurde Schiller in die ,,Kurfürstliche Deutsche Gesellschaft" aufgenommen. Diese Gesellschaft war das intellektuelle Zentrum der Pfalz. Mit der Aufnahme in diese Gesellschaft galt Schiller als ein Untertan des Kurfürsten der Pfalz und brauchte sich deshalb nicht mehr vor der Rache des Herzogs Karl Eugen zu fürchten. Der Schauspieler und spätere Bühnenschriftsteller Iffland riet Schiller ,,Luise Millerin" in ,,Kabale und Liebe" umzubenennen. Mitte April wurde ,,Kabale und Liebe" erstaufgeführt. Die Erstaufführung wurde ein großer Erfolg, doch trotzdem verschlechterte sich Schillers Situation, denn Dalberg verlängerte den Vertrag mit Schiller nicht. Die Schauspieler und Schriftsteller am Theater hatten schon länger versucht Schiller aus dem Theater rauszuekeln. Aber die Hauptgründe für Schillers Rauswurf liegen in der unberechenbaren Theaterpolitik Dalbergs und darin, dass Schiller sein 3. Stück noch nicht fertiggeschrieben hatte. Schiller war schon im Juli völlig mittellos, da er all sein Geld schon als Vorschuss verbraucht hatte. Außerdem hatte er noch Schulden aus der Zeit in Stuttgart und Bauerbach und die Gläubiger hatten sich schon im Februar beschwert. Doch der Maurermeister Hölzel half ihm mit etwas Geld seine Schulden zu bezahlen. Obwohl er mittellos war, konnte er sich immer der Unterstützung seiner Freunde sicher sein. So auch seiner in Mannheim neugewonnen Freundin Charlotte von Kalb, die er als sie mit ihrem Mann auf der Durchreise war, kennengelernt hatte. Sie ermöglichte es ihm Weihnachten 1784 den 1. Akt seines Stückes ,,Don Carlos" am Darmstädter Hof vorzutragen. Unter den Zuhörern war auch Karl August von Sachsen-Weimar, der Schiller den Titel eines Hofrats verlieh. Diese Auszeichnung war gut für Schillers angeschlagenen Ruf. Seit Schiller die Anstellung als Theaterdichter verlor, hoffte er sich durch die Zeitung ,,Rheinische Thalia" eine eigene Existenz aufbauen zu können. Im März 1785 erschien das 1. Heft seiner Zeitung. Doch da Schiller die Zeitung im Selbstverlag drucken musste, häufte er noch mehr Schulden an. Schließlich erkannte er, dass seine Situation völlig aussichtslos war und er erinnerte sich an den Brief von 4 Leipziger Verehrern. Er schrieb ihnen daraufhin zurück. Nach einer Weile hatte Schiller den Wunsch die 4 persönlich kennenzulernen und entschloss sich am 9. April 1785 eine Reise nach Leipzig anzutreten, um die 4 zu besuchen. Damit verlies er den Ort in dem viele seiner Hoffnungen und Pläne zerstört wurden, doch Schiller ließ sich dadurch nicht entmutigen, sondern wurde reifer und wollte seine Willen von nun an durchzusetzen.

2.3.1 ,,Fiesko"

Als Schiller sein Stück ,,Die Verschwörung des Fiesko zu Genua" auf der 1. Station seiner Flucht vortrug fand, das keinen Stück Anklang bei den Zuhörern, doch als sie das Manuskript selbst in den Händen hielten fiel ihr Urteil über das Stück milder aus, da Schillers schwäbischer Dialekt einen ungünstigen 1. Eindruck hervorgerufen hatte. Doch damit hatten sie schon Schillers Hoffnung sich mit dem ,,Fiesko" die Grundlage für ein selbständiges Leben zu schaffen, ohne auf anderer Leute Geld angewiesen zu sein, zerstört.
Der ,,Fiesko" handelt von den Konflikten zwischen den Adligen und dem Bürgertum in Genua. Um die Jahreswende 1546/47 kommt es dort zum offenen Kampf gegen die herrschenden Adligen. Graf Fiesko der Führer des Aufruhrs gegen die herrschende Doriadynastie verachtet tief in seinem Herzen das Bürgertum, doch er will die Bürger ausnutzen um sich selbst zum Herzog ausrufen zu lassen. Das Stück konzentriert sich auf den Kampf der beiden Rivalen Graf Fiesko und Gianettino Doria. Außerdem hat Graf Fiesko einen anderen Gegenspieler, den Republikaner Verrina. Es existieren 3 verschiedene Enden vom ,,Fiesko". In der 1. Fassung stürzt Verrina den Grafen Fiesko ins Meer und begibt sich dann zu Doria. In der 2. Fassung wird der Graf Fiesko auch ein Republikaner; diese Tatsache ist aber geschichtlich unglaubwürdig. In der 3. Fassung ersticht Verrina den Grafen Fiesko, als der sich zum Herzog krönen lassen will. Danach stellt er sich dem Gerichtshof.
Der ,,Fiesko" ist ein sehr gesellschaftskritisches Stück. Es ist eine Anklage gegen Adelsübermut, Tyrannei und Willkür.

2.3.2 ,,Kabale und Liebe"

Das Drama ,,Kabale und Liebe" handelt von der Liebe zwischen Ferdinand und Luise, die beide in verschiedenen Schichten aufwuchsen. Ferdinand von Walter gehört dem Adel an und Luise stammt aus einer kleinbürgerlichen Familie. Der alte Miller; Luises Vater, sieht die kirchlich behütete Anständigkeit seiner Tochter durch den Major Ferdinand akut gefährdet. Aufgrund der Standesunterschiede ist die Liebe der beiden in Gefahr ist und sie befürchten, dass sie getrennt werden. Jedoch hat Ferdinand keine Angst und zeigt Selbstbewusstsein. Ferdinands Vater ist gegen die Liebe seines Sohnes und will mit aller Macht eine Heirat verhindern. Er verkündet die Vermählung Ferdinands mit der adligen Lady Milford. Ferdinand soll zu ihr gehen und ihr mitteilen, dass er ihr Bräutigam wird. Er gesteht jedoch, ein bürgerliches Mädchen zu lieben. Der Präsident erfährt dies und will sich rächen. Er und sein Sekretär Wurm hecke eine Intrige aus, mittels eines gefälschten Briefes. Es soll ein Brief sein, den Luise angeblich an den Hofmarschall von Kalb geschrieben hat und in dem sie ihm ihre Liebe gesteht. Der Hofmarschall soll den Brief während einer Parade aus der Tasche fallen lassen und Ferdinand soll ihn finden. Alles läuft nach Plan. Ferdinand ist außer sich vor Wut und verlangt nach dem Hofmarschall. In seiner Wut zückt Ferdinand die Pistolen und schon bald erfährt er den wirklichen Hintergrund. Doch er versteht von Kalbs Geständnis falsch. Lady Milford flieht währenddessen aus dem Land und Ferdinand verkündet, dass seiner Liebe zu Luise Millerin nun nichts mehr im Wege steht. Daraufhin wirft Ferdinand seiner Geliebten den Brief zu, doch sie streitet ab, ihn je geschrieben zu haben. Der Schluss des Dramas endet tragisch, indem beide durch einen Trunk vergiftet werden und daran sterben. Verantwortlich ist Ferdinand.

3. Die klassische Periode


Schiller traf nach 9 tägiger Reise am 17. April 1785 in Leipzig ein. Schiller hatte schon immer das Bedürfnis nach Freunden gehabt und er zog Gleichgesinnte schon immer an, doch in seinem ganzen bisherigen Leben wurde Schiller noch nie so freundlich empfangen wie in Leipzig. Von den 4 Briefschreibern waren der angehende Schriftsteller Huber, seine Frau die begabte Zeichnerin Dora Huber und ihre Schwester Minna anwesend. Außerdem war noch der junge Verleger Göschen anwesend. Schiller freundete sich sehr schnell mit allen an. Anfang Mai zog Schiller in das Dorf Gohlis und er begann wieder an seinem Stück ,,Don Carlos" und an seiner Planung der Zeitung ,,Rheinische Thalia" zu arbeiten.
Körner war der bedeutendste der 4 Briefschreiber, doch Schiller lernte ihn erst ein paar Wochen später kennen, als Körner seine Mutter begraben ließ. Doch vertrauter wurden sie erst bei ihrer 2. Begegnung und vor allem in den Tagen als Körner Minna von Stock am 7. August heiratete. Mit Körner hatte Schiller einen Freund fürs Leben gefunden. Körner war 3 Jahre älter als Schiller. Er war seit kurzem verbeamtet als Konsistorialrat (Mitglied einer Verwaltungsbehörde der Kirche) für Kirch- und Schulsachen. Körner war ein gebildeter Mann der musikalisch und philosophisch interessiert war, außerdem war er einer der 1. Anhänger Kants. Der nicht unvermögende Körner sah es als seine Pflicht an, Schiller von seinen finanziellen Schwierigkeiten zu befreien. Am 11. September 1785 folgte Schiller Körner nach Dresden. In diesem Jahr erschien auch das einzige Heft der ,,Rheinischen Thalia". Später folgte ihnen auch Huber nach Dresden. Schiller wollte Huber nach seinen Vorstellungen erziehen, damit er später ein großer Schriftsteller wird. Schiller und Huber bezogen ein Quartier in dem Haus von das dem von Körner gegenüber lag. Die 3 hielten sich so oft es ging auf dem Weinberg Körners auf. In seinem ,,Lied an die Freude" erkennt man Schillers optimistische Stimmung und auch seine überschwänglichen Gefühle ,,... Wem der große Wurf gelungen, Eines Freundes Freund zu sein, Wer ein holdes Weib errungen, Mische seinen Jubel ein!..." spiegeln sich in diesem Lied wieder, das Ludwig von Beethoven 1823 in seiner 9. Symphonie vertont.
Vor allem an der Arbeit zu ,,Don Carlos" zeigte sich, dass Schiller in eine Schaffenskrise geraten war, denn bei ,,Die Räuber" und ,,Kabale und Liebe" hatte Schiller als die Konzeption des Stückes fertig war rasch auch das Stück beendet, aber für seinen ,,Don Carlos" benötigte Schiller 4 Jahre. Im Frühjahr des Jahres 1787 hatte Schiller eine Beziehung zu Henriette von Armin. Als Schiller im April die Bühnenversion des ,,Don Carlos" beendet hatte wusste er, dass für ihn jetzt ein neuer Lebensabschnitt begann. Am 20. Juli 1787 begann Schiller seine Reise nach Weimar, denn er wusste, dass er an den Ort musste wo auch Goethe, Herder und Wieland tätig waren.

3.1. Schiller in Weimar und Jena

Durch seinen Umzug nach Weimar begann für Schiller ein neuer Lebensabschnitt. Seit dem ,,Don Carlos" wurde Schiller bewusst, dass er die Qualität seiner Stücke nur verbessern konnte indem er mehr über die Zeit lernte in der sie handelten. Die nächsten 7 Jahre stürzte sich Schiller auf historische und theoretische Stücke und nicht mehr auf die Poesie.
Schiller hoffte vom Herzog von Weimar eine finanzielle Förderung zu erhalten. Außerdem hatte Schiller durch Charlotte von Kalb gute Beziehungen zum Weimarer Hof bekommen. Obwohl Weimar nur 6.000 Einwohner hatte war es das literarische Zentrum Deutschlands.
Schiller wurde von Wieland und Herder freundlich aufgenommen und bald hatte er Verhältnisse zu den besten Kreisen der Stadt. Schiller erkannte, dass ihm noch gewisse Grundlagen fehlen und er begann sie eifrig nachzuholen und studierte hauptsächlich Geschichte. Des weiteren erkannte Schiller, dass er nur Geld verdienen konnte indem er weiter Stücke schreib und auch dazu war das sein Geschichtsstudium gut. Er wollte die trockenen historischen Stücke der lebhafter darstellen. Der ,,Teutsche Merkur" wurde mit Begeisterung aufgenommen. Der Herausgeber Wieland versuchte Schiller ganz für seine Zeitschrift zu gewinnen, aber Schiller musste auch an seiner ,,Thalia" arbeiten. Im März 1788 schrieb Schiller auf Wunsch Wielands ,,Die Götter Griechenlands". Da sich das Verhältnis zu Charlotte von Kalb gelockert hatte beschloss Schiller den Sommer in gesunder Umgebung zu verbringen, also reist er nach Rudolstadt.
Als Schiller im Mai in Rudolstadt bei den Lengefelds eintraf erfüllten sich seine Erwartungen. Schiller verliebt sich in die jüngere Tochter der Lengefelds Charlotte. Durch die schöne Umgebung hat er genug Ruhe um zu schreiben. Ende Juni schrieb er das Manuskript zu ,,Die Niederländische Revolution". Nachdem Schiller dieses Stück geschrieben hatte, widmete er sich dem Studium der griechischen Götter. Am 7. September begegnete Schiller zum 1. mal dem aus Italien zurückgekehrten Goethe. Schiller begriff, dass er sich um Goethes Freundschaft zu gewinnen erst gegenüber ihm beweisen muss, aber er wusste auch, dass er noch nicht so weit ist.
Als Schiller im November wieder nach Weimar zurückkehrte, führte er sein altes zurückgekehrtes Leben weiter. Er arbeitete mit ungeheurem Fleiß an Beiträgen für die ,,Thalia" und für Wielands ,,Merkur". Mit seinem Stück ,,Die Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande" fand Schiller beim Publikum großen Anklang. Mitte Dezember erhielt Schiller ein von Goethe vermitteltes Stellenangebot als unbezahlter Geschichtsprofessor in Jena. Obwohl er etwas zweifelte nahm er die Stelle schließlich an. Schiller hoffte dadurch seinem Ziel etwas näher zu kommen Charlotte von Lengefeld einen Heiratsantrag zu machen.
Am 11. Mai siedelte Schiller nach Jena über. Schiller bemerkte, wie groß der Arbeitsaufwand für ihn wirklich war, da er alle seine Studien ausarbeiten, dann vortragen und schließlich veröffentlichen musste, damit er genug Geld hatte. Schiller begann an einer Darstellung des 30-jährigen Krieges zu arbeiten und außerdem verpflichtete er sich bei dem Buchhändler Mauke eine ,,Allgemeine Sammlung historischer Mèmoires vom zwölften Jahrhundert bis auf die neuesten Zeiten" (im folgendem ,,Mèmoires" genannt) zu veröffentlichen. Obwohl Schiller viele Freunde unter den Professoren hatte, fühlte er sich hier unbefriedigt, denn er sah in dieser Anstellung keinen Gewinn für seine Zukunft. Ihn hielt lediglich die Hoffnung auf eine mögliche Heirat mit Charlotte von Lengefeld. Das Verhältnis zu der Familie wurde immer besser. Im August 1789 besuche Schiller Charlotte und ihre Schwestern in Bad Lauchstädt. Dort gestand er ihr seine Liebe und sie erwiderte diese Gefühle. Glücklich fuhren Schiller und Charlotte zu einem Wiedersehen mit Körner nach Leipzig. Während der Semesterferien fuhr Schiller wieder nach Rudolstadt zu den Lengefelds, doch er und Charlotte wagten es sich aufgrund Schillers finanzieller Situation nicht ihre Verlobung bekannt zu geben, doch als der Herzog eingewilligt hatte, Schiller jährlich ein Gehalt von 200 Talern zu zahlen, macht der Charlotte einen Heiratsantrag. Die beiden heiraten schließlich am 22.Februar 1790 in Wenigenjena. Nach der Heirat mit Charlotte wuchs Schillers Schaffenskraft ins unermessliche. Die Frühlings- und die Herbstferien verbrachten sie in Rudolstadt. Schiller schrieb weiter an seiner ,,Geschichte des dreißigjährigen Krieges". Die ersten beiden Bände erschienen schon im September in Göschens ,,Historischem Kalender für Damen", der mit 7000 Stück eine für damalige Zeiten relativ hohe Auflage hatte. Diese beiden Werke vermehrten seinen Ruhm als Geschichtsschreiber. Des weiteren schrieb Schiller für seine ,,Thalia" und die ,,Mèmoires". Hätte Schiller es geschafft in diesem Tempo weiter zu schreiben, hätte er sich bald nicht mehr um Geld sorgen brauchen, aber es kam anders für Schiller. Er hatte sich durch die vierzehnstündigen Arbeitstage völlig verausgabt und seine anfällige Gesundheit geschwächt. Anfang Januar befiel Schiller in Erfurt das Katarrfieber. Nachdem sich seine Gesundheit vorübergehend gebessert hatte, folgte Mitte Januar ein Rückfall und Anfang Mai eine 3. fast tödliche Krise. Es handelte sich offenbar um eine Lungenentzündung, die aber eine Rippenfell- und chronische Bauchfellentzündung mit Schädigung der Darmfunktion nach sich zog. Aber aus einem Brief Schillers an Körner erkennt man, wie viel Widerstand er der Krankheit entgegensetzte: ,,...Überhaupt hat dieser schreckhafte Anfall mir innerlich sehr gut getan. Ich habe dabei mehr als einmal dem Tod ins Gesicht gesehen, und mein Mut ist dadurch gestärkt...". In Deutschland ging das Gerücht um, dass Schiller schon gestorben sei und in Dänemark kam es sogar zu einer Totenfeier, die Schillers Zukunft wesentlich verbessern sollte, denn als einer von Schillers Verehrern erfuhr, dass Schiller noch lebte ließ er ihm über drei Jahre eine Pension von jährlich 1000 Talern zukommen. Schiller ist nach dieser Erkrankung 14 Jahre lang nie wieder genesen. Er war meistens ans Zimmer gefesselt und konnte nur schreiben, wenn er keine Schmerzen hatte oder wenn er die Schmerzen unterdrücken konnte. Aber gerade unter diesen schwierigen Bedingungen schrieb er die bedeutendsten Werke seines Lebens. Anfang Juli besuchte er eine vierwöchige Brunnenkur und danach wollte er sich in Erfurt kurieren, aber es brachte keine Erfolge. Im Oktober schrieb er den 3. Teil der ,,Geschichte des Dreißigjährigen Krieges". Außerdem widmete er sich wieder der Literatur der Antike. Ab 1792 widmete er sich dem Studium der Kunstphilosophie. Außerdem benannte er seine ,,Thalia" in ,,Neue Thalia" um und wurde neben Klopstock, Pestalozzi und Washington zum Ehrenbürger der französischen Republik ernannt, weil sie ,,...durch ihre Schriften und ihren Mut der Sache der Freiheit gedient und die Befreiung der Völker vorbereitet haben...". Eine Umarbeitung der ,,Räuber" wurde in Paris gespielt. Im April und Mai war Körner bei Schiller zu Besuch. Im September 1792 stellte er den letzten Band der ,,Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" fertig. Des weiteren hielten sich in diesem Jahr auch noch Karoline von Lengefeld, Schillers Mutter und seine Schwester Nanette in Jena auf. Im Jahr 1793 zog Schiller in ein Gartenhaus um Abwechslung vom Stubenleben zu haben.
Elf Jahre nach seiner Flucht wagte sich Schiller im August 1794 in die Nähe seiner Heimat nach Heilbronn. Da er das Verhalten des Herzogs, der 6 Wochen später starb, nicht abschätzen konnte wagte er sich noch nicht nach Stuttgart. Erst am 8. September reiste er etwas näher zu seiner Heimat. Er wohnte bei seinem Freund Hoven der hier als Arzt tätig war. Dort gebar Charlotte ihren Sohn Karl. Mitte März zog Schiller nach Stuttgart und nahm in einem Gartenhaus eine Wohnung. In Stuttgart fand Schiller mehr geistigen Umgang als in Ludwigsburg. Außerdem suchte er seinen alten Lehrer Abel auf, der ihm eine Anstellung an die dortige Universität verschaffen wollte, aber Schiller lehnte dieses Angebot ebenso wie die Leitung einer politischen Zeitung ab. Anfang Mai reiste Schiller wieder nach Jena. Dieser Aufenthalt gilt als Abschluss der 2. Lebensperiode Schillers.

4.Schillers Jahre mit Goethe

Die Rückkehr Schillers nach Jena ist der Beginn letzten Epoche seines Lebens. Wenn man von seinen nie aufhörenden Schmerzen absieht, gab es für Schiller auch viele glückliche Momente. Schiller begann 1795 eine neue Zeitung herauszugeben, die ,,Horen". In den ,,Horen" sollten sich die berühmtesten Schriftsteller über die Entwicklung der deutschen Literatur äußern. Der 1. Erfolg der ,,Horen" hielt nicht lange an, doch die Zeitung konnte ihre hochgesteckten Ziele 3 Jahre lang behaupten. Schiller veröffentlichte nebenbei immer noch die ,,Neue Thalia".
Einen großen Einfluss auf Schiller hatte Wilhelm von Humboldt. Humboldt der jetzt in Jena wohnte zeigte Verständnis für Schillers Texte. Humboldt war mit Schiller auf einer geistigen Ebene. Doch den größten Einfluss auf Schiller hatte Goethe. Im Mai und Juni kam es zu einer 1. Annäherung der beiden und sehr bald entwickelte sich daraus Freundschaft. Schiller hatte schon längst erkannt, dass Goethe der einzige Mensch war der mit ihm auf dem gleichen poetischen Range stand. Im Sommer 1795 begann Schiller sich wieder der Dichtung zu widmen. In dieser Zeit entstanden Schriften über all die Themen die Schiller zuvor jahrelang studiert hatte. Der ,,Musenalmanach auf das Jahr 1796" ist der 1. der 5 folgenden Bände in denen Schiller seine neugeschriebenen Gedichte veröffentlicht.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen die ab 1796 über Europa hinweggingen betrafen Schiller auch persönlich. Seine jüngste Schwester Nanette wurde von einer Seuche dahingerafft und Anfang September starb Schillers Vater. Doch all das und nicht einmal die Folgen seiner eigenen schrecklichen Krankheit konnten Schiller vom Schreiben abhalten. Goethe hielt sich wochenlang bei Schiller und auch Körner und Humboldt blieben für längere Zeit in Jena. Inzwischen wurde es für Schiller immer schwerer Mitarbeiter zusammenzuhalten und genügend Schriftsteller zu finden die für die ,,Horen" schreiben wollten. Die öffentliche Meinung zu den ,,Horen" war geteilt. Die einen hielten sie für eine der besten Zeitungen der damaligen Zeit und die anderen standen ihr mit Unverständnis gegenüber. Goethe und Schiller beschlossen über die Gegner der Zeitung Urteile und Angriffe zu schreiben. Also verfassten sie Hunderte zweizeiliger Sprüche, die sogenannten Xenien (zu Deutsch: Gastgeschenke). Doch Goethe und Schiller brachten nicht nur diese negativen Stücke heraus, sondern auch eine Reihe von Balladen im ,,Musenalmanach auf das Jahr 1798". Im Herbst 1797 befiel Schiller die Lust etwas Großes zu schreiben, etwas das die Leute bewegen sollte. Und das sollte ,,Wallenstein" werden. Schiller kannte sich auf dem Gebiet des 30- jährigen Krieges aus, da er ja die ,,Geschichte des dreißigjährigen Krieges" geschrieben hatte. Wallenstein verdrängte alle anderen Pläne, die Schiller zu der Zeit hatte. Als er Anfang Oktober 1797 den ,,Musenalmanach auf das Jahr 1798" abgeschlossen hatte und aus seinem Gartenhaus wieder in die Stadt zog begann er mit der Ausarbeitung von ,,Wallenstein". Nach einem Jahr wurde der erste Teil ,,Wallensteins Lager" im umgebauten Weimarer Theater aufgeführt. Dieses Stück wurde mit großer Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Auch ,,Wallensteins Tod" der im April aufgeführt wurde, erntete nicht weniger Applaus. Auch auf anderen Bühnen folgten jetzt Aufführungen. Schiller war jetzt wieder ein großes Thema in Deutschland geworden und er entschied sich nach diesem Erfolg die ihm verbleibenden Jahre, deren Ende er bereits spürte, völlig dem Drama zu widmen.
Nach dieser Zeit trug sich in Schillers Leben an äußeren Erlebnissen noch weniger zu als in den vergangenen Jahren. Das ist auch der Grund, dass sich Schiller in Jena einsam fühlte. Das größte Glück waren für ihn die Besuche Goethes. Schiller wünschte sich während der Wintermonate 1799 bei Goethe in Weimar zu sein, doch da seine Frau bei der Geburt ihres 3. Kindes Karoline eine Krankheit befiel, musste Schiller seinen Plan verschieben. Anfang Dezember zogen sie nach Weimar, wo Schiller die bereits in April begonnene Arbeit an ,,Maria Stuart" fortsetzte. Am 9. Juni 1800 hatte Schiller das Stück beendet und bereits am 14. Juni fand die Uraufführung im Weimarer Theater statt. Bald darauf begann Schiller mit den Arbeiten an ,,Die Jungfrau von Orleans". Nach 10 Monatiger Arbeit stellte er das Drama im April 1801 fertig. Doch es kommt es erst 2 Jahre später zu einer Aufführung in Weimar, da der Herzog eine Abneigung gegen das Stück hatte. Die Uraufführung fand in Leipzig statt.
Schiller und Goethe wollen das Weimarer Theater zu einem der besten in Deutschland machen und den Spielplan mit den besten Werken der deutschen und Weltliteratur versehen. Aus diesem Grund übersetzen und überarbeiten die beiden Schriftsteller auch viele Dramen, um sie auf der Weimarer Bühne zeigen zu können. Doch neben diesen Tätigkeiten hatte Schiller auch noch an den Umarbeitungen seiner eigenen Stücke für andere Bühnen zu arbeiten.
Schillers wirtschaftliche Lage hatte sich in den letzten Jahren extrem verbessert.
Durch die ,,Horen", den Musenalmanachen und verschiedenen Neuauflagen alter Werke war Schiller endlich in der Lage die alten Schulden zu bezahlen. Doch trotzdem machte Schiller sich Sorgen, da seine Existenz nur so lange gesichert war wie er schreiben konnte und Schiller spürte, dass das nur noch eine begrenzte Zeit sein würde. Am 29. April 1802 zog Schiller mit seiner Familie in ein neugekauftes Haus. Der Herzog von Weimar erwirkte beim Kaiser eine Erhebung in den Adelsstand aufgrund seiner Verdienste um die deutsche Sprache. In der 1. Hälfte des Jahres 1802 beschäftigte sich Schiller mit den Vorarbeiten zu ,,Wilhelm Tell". Aber im Sommer reizte Schiller die Idee zu einem anderen Stück ,,Die Braut von Messina". Dieses Stück war stark an die Form der griechischen Tragödie angelehnt. Schiller versuchte, nachdem er schon lange die Geschichte studiert hatte, das antike Drama wieder in die Gegenwart zurückzuholen. Doch das Stück fand bei dem Großteil des Publikums keinen Anklang. Nur die gebildeten Leute waren von diesem Stück begeistert, aber für die breite Masse der Bevölkerung fehlte in diesem Stück der Bezug zur Gegenwart. Nach der Uraufführung im März wandte sich Schiller wieder ,,Wilhelm Tell" zu. Das Stück wurde im Februar 1804 beendet und im März fand die Uraufführung statt mit großem Erfolg statt.
Ende April entschloss sich Schiller plötzlich zu einer Reise in die preußische Hauptstadt Berlin zu reisen. Am 1. Mai traf er dort ein. Schiller wollte sich umsehen und entschließen, ob er vielleicht aus der kleinen Stadt Weimar nach Berlin ziehen sollte. Schiller wurde herzlich empfangen und auf eine Reihe von Empfängen, Banketten und Theateraufführungen eingeladen. Das Königspaar lud ihn sogar zu sich nach Sanssouci ein. Doch Schiller beschloss, nicht nach Berlin zu ziehen, da er in Berlin nicht das geistige Klima wie in Weimar vorfinden würde. Außerdem war es bei seiner anfälligen Gesundheit besser in der ruhigen Weimarer Umgebung zu leben. Am 18. Mai trat Schiller die Rückreise an.
In seinem letzten Lebensjahr überwältigte ihn sein Katarrhfieber immer wieder. Als Charlotte im Juli ihr 4. Kind Emilie bekam, warfen Schiller in geringen Abständen heftige Anfälle nieder.
Auf Goethes Wunsch schrieb Schiller zum Empfang der Weimarer Erbprinzessin Maria das Festspiel ,,Huldigung der Künste". Aber während der Festlichkeiten im November befiel ihn ein erneuter Anfall von Katarrfieber. Aus diesem Grund geriet die Arbeit an ,,Demetrius" ins Stocken. ,,Demetrius" sollte nach Schillers Meinung sein größter Erfolg werden, doch es blieb unvollendet.
Im Januar 1805 arbeitete Schiller mit großer Mühe an der Übersetzung zu Racines ,,Phädra". Im Februar befiel ihn erneut ein Anfall, von dem er sich nur schwer erholte. Und im Mai erkrankte er an einer Lungenentzündung die sein Todesurteil sein sollte, da sein Körper vom chronischen Katarrfieber zu geschwächt war. Am 9. Mai starb Schiller gegen 17 bis 18 Uhr in seinem Arbeitszimmer. Seine Freunde, Verehrer seiner Schriften und das ganze deutsche Volk trauerten um ihn. In der Nacht vom 11. zum 12. Mai fand die stille Beisetzung Schillers im Kassengewölbe auf dem Jakobusfriedhof statt. Doch im Jahre 1827 wurde Schillers Sarg in die Fürstengruft überführt in die man später auch Goethe beisetzte.










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