Grundlagen der Wirtschaftsordnung - schulnote.de 
Akzeptieren

Unsere Webseite nutzt Cookies. Wenn Sie auf dieser Webseite bleiben, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Sie können unsere Cookies löschen. Wie das geht, erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr erfahren



Impressum | Datenschutzerklärung Startseite








Titel:

Grundlagen der Wirtschaftsordnung


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: 1a.) Kennzeichnen Sie die Stellung des Eigentums in der Reinen Marktwirtschaft.

In der reinen Marktwirtschaft gibt es Privateigentum an Produktionsmitteln (Kapitalgüter und Boden), Konsum- und Investitionsgüter. Das Erwerben von Privateigentum ist in der reinen Marktwirtschaft ein starker Leistungsanreiz. Das gilt sowohl für Unternehmen als auch für Privathaushalte. Das Prinzip ist folgendes: Die Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Behörde bekommen Geld für ihre geleistete Arbeit. Dieses Geld fließt in das Gesamteinkommen eines privaten Haushalts ein. Von diesem Einkommen können sich diese Menschen dann Dienstleistungen oder Dinge kaufen. Damit steigert sich ihr Privateigentum.

1b.) Kennzeichnen Sie die Stellung des Eigentums in der Zentralverwaltungswirtschaft.

In der reinen Zentralverwaltungswirtschaft gibt es nur Gemeineigentum an Produktionsmitteln (Kapitalgüter und Boden), Versicherungs- und Kreditgewerbe, Landwirtschaft, u.s.w. Privateigentum gibt es nur an Wohngebäuden und Konsumgütern.

2.) Begründen Sie die Bedeutung des Leistungswettbewerbs für die Wirtschaftssubjekte einer Volkswirtschaft.

Marktwirtschaft:
Leistungswettbewerb ist wichtig, weil die marktwirtschaftliche Ordnung vom Egoismus des Einzelnen getragen wird. Im Endeffekt sorgt dieser Wettbewerb für die Preisbildung. Es gibt verschiedene Marktformen und damit auch verschiedene Konkurrenzen in den einzelnen Marktformen:
- bilaterales Monopol (ein Anbieter, ein Nachfrager)
- beschränktes Nachfragemonopol (wenig Anbieter, ein Nachfrager)
- Nachfragemonopol (viele Anbieter, ein Nachfrager)
- beschränktes Angebotsmonopol (ein Anbieter, wenig Nachfrager)
- bilaterales Oligopol (wenig Anbieter, wenig Nachfrager)
- Nachfrageoligopol (viele Anbieter, wenig Nachfrager)
- Angebotsmonopol (ein Anbieter, viele Nachfrager)
- Angebotsoligopol (wenig Anbieter, viele Nachfrager)
Der Wettbewerb besteht immer auf einer Marktseite. Zum Beispiel beim Nachfrageoligopol, besteht die größte Konkurrenz bei den Anbietern untereinander. Sie versuchen das Möglichste zu tun um die wenigen Nachfrager an sich zu ziehen, denn jeder möchte natürlich den maximalen Gewinn erzielen. Um das zu erreichen werden die Anbieter die Preise senken. Es gibt aber zum Beispiel beim Angebotsoligopol auch Wettbewerb zwischen den Nachfragern. Jeder von ihnen hat das Bedürfnis das Angebot auf sich zu ziehen. In diesem Fall steigt der Preis. Diesen Schritt können die Anbieter gehen, weil sie wissen dass es eine große Nachfrage gibt. Aus diesen Gründen hat der Leistungswettbewerb eine große Bedeutung für die Wirtschaftssubjekte.

Zentralverwaltungswirtschaft:
Hier spielt der Leistungswettbewerb keine Rolle unter den Anbietern. Der Preis einer Ware wird zentral festgelegt. In der ehemaligen DDR kostete ein Stück Butter im Konsum von Rostock genau soviel wie im Konsum von Plauen. Die Betriebe einer Branche wurden in ihrem Bezirk zu Kombinaten zusammenfasst (z.B. Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt). Das Ziel der Betriebe war nur den vom Staat vorgegebenen Plan zu erfüllen. In diesem Plan waren auch die Preise festgelegt. Eine ernsthafte Konkurrenz war also nicht möglich. Ein Wettbewerb bestand aber teilweise zwischen den Nachfragern. Wenn der Staat so geplant hatte, dass zum Beispiel bestimmte Güter knapp wurden, hatten viele Nachfrager natürlich das Bedürfnis, das Angebot an sich zu ziehen. In der Autoindustrie musste man sogar einen Antrag stellen um einen Trabant zu bekommen. Bis man dann “an der Reihe” war und das Auto endlich kaufen konnte vergingen oft einige Jahre. Konkurrenz unter den Anbietern gab es nicht. Das Sachsenringwerk in Zwickau hatte im Prinzip eine “Monopolstellung”.

4.) Nennen und erklären Sie 2 systembedingte Mängel einer Planwirtschaft.

fehlender Wettbewerb:
Ein Betrieb kann im Prinzip nicht Konkurs gehen, weil er auch kein Eigentum hat. Es ist nicht das Ziel soviel wie möglich Gewinn zu erzielen, sondern es soll nur der Plan erfüllt werden. Das ist das Problem. Man gibt nicht sein Bestes, sondern nur das Nötigste. Die Betriebe sind an der Aufstellung von “weichen” Plänen interessiert. Bei diesen Plänen ist die Wahrscheinlichkeit groß das der Plan nur mäßig übererfüllt wird. Wenn der Plan extrem übererfüllt werden würde, werden an den Betrieb im nächsten Jahr auch höhere Anforderungen gestellt. Das liegt natürlich nicht in deren Interesse. Es gibt auch keinen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. In der DDR bestand das Recht auf Arbeit. Die Betriebe mussten dadurch natürlich die Leute einstellen. Es gab nur sehr wenig Arbeitslose. Tiefgründige Vorstellungsgespräche und Einstellungstests gab es damals in der DDR nicht. Es gab dadurch natürlich auch eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern, die weniger geeignet waren oder kaum motiviert. Diese Aspekte waren negativ für die Wirtschaft.

unzureichende Lernfähigkeit der politischen Führung:
Die Mitglieder der regierenden Partei in der DDR, die SED, waren der Meinung, keine Fehler zu machen. Fehlentwicklungen, zum Beispiel in der Wirtschaft des Landes, wurden selten erkannt oder korrigiert. Zugegeben wurden die Fehler aber nie. Es gab sogar ein Lied in der DDR in dem es hieß: “Die Partei, die Partei, die hat immer recht...”

5.) Nehmen Sie Stellung zu folgender Aussage: „Die zunehmende Arbeitsteilung hat den einzelnen Menschen immer abhängiger gemacht. Sie ist daher abzulehnen.“

Meiner Meinung nach ist Arbeitsteilung nicht abzulehnen. Es ist zwar richtig dass die Abhängigkeit ein großer Nachteil ist, aber es überwiegen doch die Vorteile. In den heutigen modernen Volkswirtschaften wird Arbeitsteilung im Betrieb, zwischen Branchen im Inland und auch international betrieben. Güterknappheit kann damit gemindert werden und auch das Wirtschaftswachstum wird unterstützt. Ein typisches Beispiel für die gut funktionierende Arbeitsteilung ist die Automobilproduktion. Die Sitzbezüge für die Autos werden zum Beispiel in einer Textilfabrik in Gera hergestellt. Die Felgen in einer Metallverarbeitungs-firma in Wittenberg, u.s.w. Durch diese Spezialisierung wird eine höhere Qualität erreicht. Die einzelnen Produkte werden dann ins VW-Werk nach Zwickau (Mosel) geliefert. Das hat den Vorteil dass nicht nur in und um Zwickau Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern auch in anderen Regionen. Auch
innerhalb des VW-Werkes wird wieder Arbeitsteilung betrieben. Es baut nicht ein Mechaniker das komplette Auto zusammen. Die Autos werden auf Fließbändern durch die Produktionshallen transportiert und an einzelnen Stationen wird dann immer etwas dazu montiert, bis das Auto dann vollständig fertig ist.
Die Nachteile der Arbeitsteilung sind, wie schon erwähnt, die Abhängigkeit, weil die Produkte untereinander bedingen. Wenn beispielsweise die Mitarbeiter der Textilfabrik in Gera streiken, können in Zwickau (Mosel) keine Autos fertig gestellt werden. Ei weiterer Nachteil ist die Zeiteinbußen und Mehrkosten die durch den Transport von den Zulieferbetrieben entstehen. Auf den Arbeitsmarkt wirkt sich das wiederum positiv aus, weil beispielsweise Logistikfachleute und Kraftfahrer benötigt werden.

6.) Nehmen Sie Stellung zu folgender Aussage: „In einer realtypischen Zentralverwaltungswirtschaft kommt den Steuern eine ebenso große Bedeutung zu wie in einer realtypische Marktwirtschaft.

Den Steuern kam in der DDR keine so große Bedeutung zu wie in der BRD. Die Betriebe wurden vom Staat finanziert. Es gab kein Privateigentum in den Betrieben. Die Betriebe waren zu Kombinaten zusammengefasst. Das Geld des Staates und der Wirtschaft war also in “einem großen Topf”. Der Staat hat den Betrieben mit seinen Plänen vorgeschrieben, wie viel sie zu produzieren hatten. Es gab also keine bösen Überraschungen, indem nicht soviel Steuern eingenommen wurden wie geplant. In der BRD passiert das öfter. In den Jahren mit schwacher Wirtschaft kann der Staatskasse oft nicht soviel Geld zugeführt werden wie vom Finanzminister gehofft. Durch die Pläne entstanden in der DDR an manchen Gütern Überschuss und an anderen Gütern Mangel. Die Einnahmen für den Staat kamen aber so wie vorher geplant. Es gab auch für Privatpersonen Steuern. Aber nicht in diesem Umfang wie heute in der BRD.









Quelle:




ähnliche Referate Das Parfum : Marquis
Grundlagen der Wirtschaftsordnung
Facharbeit über Jakob der Lügner
rechnungswesen, grundlagen
Interpretation des Buches Die Judenbuch



Hier könnt Ihr die DRUCKANSICHT für das Referat öffnen




Tipp:







(c) schulnote.de 2004-2018

MEDIADATEN --- Besucher seit dem 01.09.2006
gesamt: 6776191 - heute: 863 - gestern: 689 - online: 11 - Rekord online: 340 - Rekord Tag: 2801


ID: 2107      Aufrufe seit dem 02.08.2011: 40510