Henning Mankell Der Chronist der Winde - schulnote.de 
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Titel:

Henning Mankell Der Chronist der Winde


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Gliederung:
(1) Der Autor - Henning Mankell
(2) Buchinhalt „Chronist der Winde“
(3) Beschreibung der Hauptcharaktere
a. Nelio
b. José Maria Vaz
c. Deloinda
d. Nascrimento
e. Alfredo Bomba
(4) Nelkenrevolution – Unabhängigkeit Mosambiks
(5) Fazit


Der Autor (Henning Mankell):

- Henning Mankell ist ein schwedischer Schriftsteller und Theaterregisseur, der 1948 in Stockholm geboren wurde und in Deutschland besondere Bekanntheit durch seine Krimi-Reihe über dem Kommissar Kurt Wallander erreichte.
- Nachdem er ein Jahr in Paris lebte, lernte er ab 1966 am Stockholmer Rikstheater das Regiehandwerk.
- Mankell wurde in der Schwedischen 68er-Bewegung auch politisch aktiv und beteiligte sich an verschiedenen Protesten
o Z.B. an den Protesten gegen den Kolonialkrieg Portugals in Afrika oder gegen das Apartheid-Regime in Südafrika (Apartheid: Rassentrennung in Südafrika – zwischen weißen und schwarzen – Bsp.: Schilder wie „baden nur für weiße erlaubt etc.“)
- Seinen ersten Roman veröffentlichte Wallander 1973 jedoch widmete er sich dem Schreiben von Romanen erst zu Beginn der 90er. Auch erst in den 90er Jahren wurden seine Bücher in andere Sprachen übersetzt und außerhalb Skandinaviens bekannt. Insgesamt wurden schon über 40 Werke veröffentlicht.
- Die bekanntesten Romane, die Krimi-Reihe über Kurt Wallander, wurden verfilmt und auch schon teilweise im Fernsehen ausgestrahlt.
- Allgemein sind seine Romane von gesellschaftlichen und politischen Themen geprägt. Er veröffentlichte mehrere Bücher in denen Afrika eine zentrale Rolle spielt und seine afrikanischen Erfahrungen verarbeitet sind.
- Zudem unterstützte er den Bau eines Theaters in Mosambik (Staat im Süden Afrikas) und setzt sich dort außerdem für notleidende Menschen ein.
- Zitat Mankells: „Die Differenzen zwischen Europäern und Afrikanern sind gar nicht so groß. Wir lachen aus denselben Gründen, wir weinen aus denselben Gründen. Es gibt wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Aus dem Grund haben wir die verdammte Verpflichtung, uns dieses vergessenen Kontinents anzunehmen“


Inhalt (chronologisch):

• Erzählt die Geschichte des 10jährigen Straßenkindes Nelio
• Dem Bäcker José Antonia Maria Vaz erzählt er in den letzten neun Nächten seines kurzen Lebens seine Geschichte
• Der Bäcker fand Nelio mit einer Schußwunde liegend auf der Bühne des Theaters seiner Chefin Dona Esmeralda und transportierte ihn auf das Dach um ihn zu verbinden und so gut wie möglich zu betreuen.
• Der angeschossene Straßenjunge kämpfte um sein Leben und muss all seine Willenskraft einsetzen um seine Geschichte vor seinem frühen Tode zu vollenden, da es ihm als wichtig erschien sich als Beispiel des Elends der Straßenkinder Afrikas zu präsentieren und somit den Menschen ein wenig die Augen zu öffnen.
• Nelio weigert sich von professionellen Ärzten behandeln zu lassen und will auch nicht länger leben als es ihm seine schwere Verletzung noch erlaubt.
• Der Junge lebte bis zu seinem 5.Lebensjahr in einem kleinen Dorf mit seiner Familie.
• Eines Tages kommen einige von den vor Jahren vertriebenen Weißen in sein Dorf und brandschatzten und töteten jeden der sich ihnen entgegenstellt
• Nelio versteckte sich zunächst, doch als er mit bekommt, dass der Anführer seine Mutter dazu zwingen will die erst neugeborene Tochter grausam zu töten kommt er ihr zur Hilfe
• Die Banditen verschleppen die Frauen und Kinder entlang eines Pfades zu einem Lager der Banditen
• Die Banditen wollen Nelio zwingen einen Jungen aus dem Dorf zu erschießen, doch er wendet das Gewehr gegen den Banditenführer und erschießt ihn und rennt danach um sein Leben davon
• Auf seinem ziellosen Weg durch die Wälder Mosambiks lernte er einen kleinen Weißen kennen, Yabu Bata kennen, der schon 19 Jahre durch die Wälder streift.
• Nach einiger Zeit bringt Yabu Bata Nelio zu einer Stadt an der Küste und erklärt Nelio, wie er am besten über die Runden kommt.
• In der Stadt angekommen gelang der Junge zu einer Gruppe von Straßenkindern, dessen Anführer Cosmos, trotz des Protestes der anderen Gruppenmitglieder, ihn sofort aufnahm
• Nelio hatte Glück: in der letzten, stehenden Reiterstatue des ehemaligen Präsidenten Don Joaquim fand er einen Platz zum Schlafen
• Nachdem einige Monate vergangen waren und Nelio Cosmos engster Vertrauter geworden war, erzählte Cosmos von seiner Reise mit einem Schiff in die Weiten des Ozeanes
• Von nun an führte Nelio die Gruppe der Straßenkinder an
• Obwohl Nelio schwächer und jünger war als die anderen Mitglieder Pecado, Nascimento, Mandioca, Tristeza und Alfredo Bomba, akzeptierten sie ihn schnell als ihren Anführer.
• Nelio, der sich über vieles den Kopf zerbrach, erwies sich schon bald als würdiger Nachfolger, indem er allen Mitgliedern deutlich weiterhalf.
• Er half jedem seinen größten Traum zu erfüllen, möge es kosten, was es wolle, und verhinderte jeden Streit innerhalb der Straßenkinder.
• Da er nie geschlagen wurde von Polizisten oder Verkäufern und er immer einen guten Ratschlag parat hatte, dachte man schon bald, dass er außergewöhnliche Kräfte habe.
• Der Junge war allgemein beliebt bis zu dem Tag, als er das Albinomädchen Deolinda in die Gruppe aufnahm.
• Ein Mädchen, das auf der Straße lebte, war schon verpönt genug, noch dazu war Deolinda weiß und brachte somit angeblich Unglück über alle schwarzen Kinder.
• Die anderen Jungen zweifelten leicht an Nelios Fähigkeit und seine Gruppe drohte sich aufzulösen.
• Der Junge brauchte seine Überredungskünste um die anderen Mitglieder von seiner Entscheidung zu überzeugen, aber Deolinda verließ schon bald die Gruppe nach einer grausamen Vergewaltigung von Nascimento
• Kurz darauf wurde ein Mitglied der Gruppe, Alfredo Bomba unheilbar krank und Nelio hatte den Drang ihm seinen letzten Wunsch, eine Insel, auf der alle Ängste verschwinden, zu besuchen, zu erfüllen.
• Da diese besagte Insel eine reine Fiktion war, überlegte sich der Junge eines Nachts ein Bühnenstück im Theater Dona Esmeraldas zu inszenieren.
• Alfredo Bomba war vollends erfüllt durch die Aufführung und starb glücklich noch im Theater.
• Da die Straßenkinder nicht auf die Lautstärke achteten, weckten sie die Nachtwächter. Diese stürmten das Theater und schossen wild um sich.
• Nelio wurde von einem Schuss getroffen und wenige Stunden später fand José ihn.
• Alle anderen Kinder der gruppe führten danach ein noch schlechteres Leben
• Als der Junge seine Geschichte vollendete, bat er José noch seine Leiche zu verbrennen, damit nach seinem Glauben " fliegen könne ohne sichtbare Flügel zu haben" und schlief wenige Sekunden später für immer ein.
• José, der gleichzeitig hingerissen und ergriffen war von der Geschichte des 10jährigen Jungen, beschloss seinen Job als Bäcker aufzugeben um als Chronist der Winde und als Bettler sein Leben zu führen und zu beenden
• Er sah in der Weitererzählung der Geschichte Nelios seine einzige Aufgabe....


Charaktere:

Nelio:
Er ist die Hauptfigur des Stückes. In der Inhaltsangabe wird bereits sehr viel über seinen Charakter verraten.
Seine Lebensgeschichte von 5 – 10 Jahren repräsentiert das Elend der heimatlosen Kinder Afrikas.
Sicherlich ist sein Charakter ein wenig überspitzt dargestellt. Nelio ist der "große Held", der immer einen Ratschlag parat hat, nie geschlagen und von jedem akzeptiert wird.
Auch wenn Henning Mankell die Rolle des kleinen Nelio ein wenig übertrieben hat, verdeutlicht er das Bild der Straßenkinder sehr gut. Der tägliche Kampf ums überleben ist ihre einzige Aufgabe – sie können sich keinen Vergnügungen widmen, da ihnen die, für uns völlig selbstverständlichen, Grundvoraussetzungen fehlen.

José Maria Vaz:
Der neugierige Bäcker erweist sich als liebevoller, aber tolpatschiger Pfleger. Seine Aufgabe den Jungen ins Krankenhaus zu bringen oder zumindest einen Arzt zu holen, erfüllt er nur auf Nelios Wunsch hin nicht. José redet sich ein, es wäre bereits "zu spät" um ihm zu helfen.
Man sieht jedoch, dass ihn die Lebensgeschichte berührt hat, denn einen Beruf, ein gesichertes Leben aufzugeben und Bettler zu werden nur um Nelios Geschichte zu verbreiten ist ein großes Opfer.

Deolinda:
Obwohl alle Straßenkinder, die in diesem Buch näher vorgestellt werden, ihr eigenes, tragisches Schicksal haben hat Deolinda das schlimmste Schicksal gehört – falls ich das überhaupt beurteilen kann.
Das Mädchen ist von ihrer schwarzen Familie verstoßen worden, da sie weiße Haut hat. Ihr Vater konnte sich ihre andere Hautfarbe nur durch eine sexuelle Beziehung seiner Frau zu einem Geist vorstellen.
Das Mädchen etabliert sich zunächst gut auf der Straße, sie ist viel stärker als die meisten Jungen und bekommt fast immer das, was sie wollte.
Nach der Vergewaltigung durch Nascrimento, wird sie zu einer Prostituierten.
Aus dem einst so starken Mädchen ist eine weitere unglückliche Frau geworden, die ihren Körper verkaufen muss.

Nascrimento:
Ein aggressiver Junge der Nelio nicht in der Gruppe haben wollte. Er kann kaum sprechen, sich aber dafür umso besser mit Fäusten und Tritten wehren. Er ist auch der einzige, der Nelio als Führer nicht akzeptieren will. Am schlimmsten wird es, als ein Gruppenmitglied Nelio berichtet, dass Nascrim. vorhabe mit die grade erst zur Gruppe gestoßene Deolinda zu vergewaltigen. Nelio sprach eindringlich mit ihm, doch in der darauffolgenden Nacht geschah das Unglück.

Alfredo Bomba:
Alfredo war der kleinste der Gruppe. Er ist als einarmiger geboren worden und schien auch danach von Unglück verfolgt. Sein einziger Lichtblick im Leben war seine überragende Fähigkeit zum Betteln. Er sammelt viel mehr Geld als alle andern und war auch deshalb eines der wichtigsten Mitglieder der Gruppe. Eines tages erkrankte er schwer und nachdem die andern ihm seinen größten Wunsch sehr nah gebracht haben starb er.


Nelkenrevolution (Unabhängigkeit Mosambiks):

Das Buch „Der Chronist der Winde“ spielt etwa um 1980 in Mosambik, ein Staat der sich im Süden Afrikas befindet. Zu Beginn des Romans wird kurz auf die politische und gesellschaftliche Lage Mosambiks eingegangen.
Mosambik stand unter der Kolonialherrschaft Portugals, woraufhin es etwa um 1960 zu bewaffneten Widerstandskämpfen kam, die zu einem großen Teil auch erfolgreich für die Widerstandskämpfer endete. Jedoch erlangte Mosambik erst um 1975 nach der Nelkenrevolution die Unabhängigkeit.
In dem Roman wird beschrieben, dass es die unausweichliche historische Pflicht der jungen Männer sei, das Land von der Kolonialmacht zu befreien, da es in fast allen anderen Staaten im afrikanischen Kontinent bereits zu Revolutionen kam. Es folgten Kämpfe zwischen der Kolonialmacht und revolutionären Soldaten, die von der Herrschaft als Terroristen bezeichnet wurden. Jedoch musste die Bevölkerung nach einigen Jahren des Kampfes einsehen, dass die Bevölkerung auf der Seite der revolutionären Soldaten war. Somit wurden Armeen von außerhalb eingeschifft, um die Basen der Widerstandskämpfer anzugreifen. Jedoch hielt dies die Revolution auch nicht auf und Mosambik konnte von der Kolonialherrschaft befreit werden.
Dennoch brach die Wirtschaft Mosambiks nach der Revolution völlig zusammen und ein Großteil der Bevölkerung lebte in Armut. Die Lebensbedingungen für die Bevölkerung besserten sich kaum, da das Land nun nicht unter der Diktatur von Kolonialmächten sondern unter der Diktatur von den revolutionären Soldaten stand. Erst 1994 folgten die ersten demokratischen Wahlen in Mosambik.


Text von Henning Mankell - Die Rechte der Frauen in Afrika:

- Laut Henning Mankell hängt die zukünftige Entwicklung Afrikas von Frauen ab
- Frauen seien nach wie vor immer noch benachteiligt
- Statistiken geben zwar vor, dass sich die Lage der Frauen verbessert hat – Jedoch hat Henning Mankell mit eigenen Augen die Entwicklung der afrikanischen Frauen in den letzten Jahrzehnten angesehen, und gemerkt, dass sich im Grunde nichts geändert hat
- Die Frauen sind verantwortlich für einen Großteil der Nahrungsproduktion, haben aber dennoch kaum Einfluss
- Der Analphabetismus trifft viel mehr Mädchen als Jungen, weil Mädchen ihren Eltern auf den Feldern helfen müssen, während es viel mehr Jungen ermöglicht wird zur Schule zu gehen
- Dadurch enden immer noch viele Mädchen auf der Straße











Quelle: mankell.de, zeit.de, spiegel.de, de.wikipedia.org




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Tipp:







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