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Titel:

Hexenprozesse


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Hexenprozesse


Der Hexenprozess ist ein kirchlich-weltliches Strafverfahren gegen Hexen und Zauberer, das vom 14. Jahrhundert bis 18. Jahrhundert stattgefunden hat.
Der Glauben an Hexen hat seinen Ursprung in der Antike und germanischen Mythologie (z.B. Alp-, Vampirglauben).
Die Zauberei galt zu den schwersten Verbrechen und wurde vor dem Jahr 800, genauso wie Giftmischerei und Wettermachen, von der kirchlichen Gesetzgebung mit Bußen bis zu sieben Jahren bestraft. Zwischen 800 und dem 13. Jahrhundert wurde Zauberei bzw. Hexerei nur mit kirchlichen Strafen belegt.
Die Kirche behauptete Hexerei habe es noch nie gegeben, da verhindert werden musste, dass „ Neubekehrte nicht den alten Götterglauben zufallen“.
Als sich die Auffassung von der Realität der „Dämonenwelt“ vergröberte, wurde Zauberei/Hexerei wie Ketzerei behandelt, wofür eine weltliche Bestrafung gefordert wurde. Von der Praxis der päpstlichen Inquisition wurden Prozessprinzipien festgelegt, die für die Strafprozesse (= Hexenprozesse) richtungsweisend wurden. Während der Scholastik entwickelte sich die Hexerei zum spezifischen Verbrechertatbestand (eingeschlossen der Teufelsbuhlschaft).
Die Gesetzgebung bestrafte bereits das „crimen magiae“, wodurch Hexerei zum „dellictum mixtum“ wurde. Die meist bekannteste Strafe für Hexerei ist die Verbrennung der Hexen auf dem Scheiterhaufen. Andere legten der Zauberei den Teufelspakt zugrunde.
1486 wurde vom Dominikaner Heinrich Kramer (Henricus Institoris) der Hexenhammer veröffentlicht, ein Buch die Ansichten bzw. Vorurteile Hexen gegenüber präsentiert und klare Regeln für eine systematische Verfolgung und Vernichtung der Hexen ermöglichen.
Der Hexenhammer muss in engem Zusammenhang mit der sogenannten Hexenbulle des Papstes Innozenz VIII. vom 5. Dezember 1484 gesehen werden.
Es gab verschiedene Methoden um zu belegen, dass jemand wirklich eine Hexe ist.
Meist geschah dies durch Folter (Nadelprobe, Hexenbad etc.), wodurch im Endeffekt die „Hexen“ meist gestanden haben Hexe zu sein.
Von der Folter abgesehen wurden die vermeintlichen Hexen von hohen Punkten in die Tiefe gestürzt, oder verbrannt um zu sehen, ob sie Hexen sind. Wer wirklich eine Hexe war wäre einfach geflogen oder hätte sich mit ähnlichen Mitteln der Zauberkunst gerettet.
Keiner konnte der Hexenverfolgung entgehen, egal welchen öffentlich Stand man einnahm.
Allerdings gab es auch „leichtere Fälle“, die Folgen hatten wie Staupenschlag, öffentliche Kirchenbuße, Güterkonfiskation, Landesverweisung oder eine Anordnung von Schutzaufsicht für Kinder.
Die „Hexenverbrechen“ richteten sich nach vier strafrechtlichen Einzelbeständen:
Der Gotteslästerung, Sodomie, Zauberei und Ehebruch bzw. Kuppelei ( lenocinium).
Auch Reformenten wie Luther glaubten an die Hexerei und unterstützten die Hexenverfolgung.
Die schwersten Hexenverfolgungen setzten in der Mitte des 15. Jahrhunderts ein, steigerten sich im Laufe der Zeit und nahmen gegen 1700 wieder ab.
Aber nicht alle glaubten an die Zauberei. Von der katholischen Seite wandten sich z.B. Friedrich Spee und P. Tanner, von der evangelischen Seite Ch. Bekker und Thomasius gegen den Hexenwahn. Darüber hinaus wirkten das Reichskammergericht, der Kaiser, sowie Maria Theresa fortschrittlich dagegen.









Quelle:




ähnliche Referate Hexenprozesse



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