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Titel:

Inflation


  Note: 1   Klasse: 8









Arbeit: Die Inflation


So wie der Krieg das denkbar größte Gewaltverbrechen ist und der Zins die größte vorstellbare Ausbeutung, so kann man die Inflation ohne Übertreibung als den größten denkbaren Betrug bezeichnen.

Die beste Methode um einen Geldschein zu halbieren ohne das Papier zu verletzen.


Periodisch wiederkehrender Beweis für die Tatsache, dass bedrucktes Papier bedrucktes Papier ist.


Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer, und am Schluss explodiert die Wanne.


Die Brieftaschen werden immer voller und die Einkaufstaschen immer leerer.



Das Inhaltsverzeichnis:

1. Die Definition der Inflation: 2
2. Die Berechnung der Inflation: 3
2.1 Allgemein: 3
2.2 Der Warenkorb und die Gewichtung: 4
3. Die Geschichte der Inflation in Österreich: 5
3.1 Die Münzinflation: 5
3.2 Die Papiergeldinflation: 5
3.3 Der erste Weltkrieg und seine Folgen: 5
3.4 Der zweite Weltkrieg und die Zeit danach: 6
4. Ursachen der Inflation: 6
4.1 Angebotsinduzierte Inflationstypen: 6
4.1.1 Kosteninflation: 6
4.1.2 Gewinninflation: 6
4.1.3 Steuerinflation: 7
4.2 Nachfrageinduzierte Inflation: 7
4.2.1 Nachfrageinflation: 7
4.2.2 Importierte Inflation: 7
4.2.2.1 Auslandsnachfrageinflation: 7
4.2.2.2 Exportüberschussinflation: 7
4.3 Monetäre Inflation: 7
4.3.1 Quantitätstheorie: 7
4.3.2 Neoquantitätstheorie: 7
5. Die Arten der Inflation: 8
5.1 Erkennbarkeit: 8
5.2 Dauer: 8
5.3 Tempo: 8
6. Die Wirkung der Inflation: 9
6.1 Stagflation: 9
6.2 Inflation und Einkommen: 9
6.3 Inflation und Vermögen: 10
6.4 Inflation und Schulden: 10
6.5 Inflation und Staat: 10
6.6 Inflation und Beschäftigung: 10
6.7 Inflation und Außenwirtschaft: 11
6.8 Inflationserwartungen: 11
7. Meine Quellen: 11


1. Die Definition der Inflation:

Unsere heutigen Marktwirtschaften sind zugleich auch Geldwirtschaften, in denen das Geld bzw. der Preis eines Gutes den objektiven Tauschwert eines Gutes wiederspiegelt. Das heißt, der Geldwert wird bei uns dadurch bestimmt, dass man einer bestimmten Geldmenge eine bestimmte Gütermenge zuordnet. Dies nennt man die Kaufkraft des Geldes. Dieses System des Wirtschaftens mit Geld stellt die Basis für eine mögliche Inflation dar. Die Kaufkraft unterliegt ständigen Veränderungen, so dass man mit ein und dem selben Geldbetrag immer wieder unterschiedliche Gütermengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhält.
Im Allgemeinen ist die Inflation (von lat.: "das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen") eine Steigerung des Preisindexes oder eine Schwächung der Kaufkraft einer Währung. Ursprünglich bezog sich der Begriff lediglich auf eine Ausweitung der Geldmenge, was bei mangelndem Wirtschaftswachstum zu einer Geldentwertung führen kann.

2. Die Berechnung der Inflation:

2.1 Allgemein:
Die Berechnung der Inflation erfolgt über den Verbraucherpreisindex (VPI). Der VPI ist eine der wichtigsten und bekanntesten Kennzahlen der Statistik Austria. Er zeigt das Ausmaß der Teuerungen in einer Volkswirtschaft an. Von einem Basisjahr ausgehend, dessen durchschnittliches Preisniveau gleich 100 gesetzt wird, gibt der jeweilige monatliche Indexwert an, um wie viel Prozent sich die Preise im Durchschnitt gegenüber dem Basiszeitraum verändert haben. Ein Indexwert von beispielsweise 102,5 bedeutet, dass sich das Preisniveau gegenüber der Basisperiode um 2,5% erhöht hat. Die Preiserhebungen finden jeweils an dem zwischen dem 6. und 12. liegenden Mittwoch eines Monats statt. Die Preise für mehr als die Hälfte der Positionen des Warenkorbes werden monatlich in zwanzig österreichischen Städten durch Bedienstete der Stadtverwaltungen festgestellt, sowie teilweise zusätzlich aus Katalogen oder durch Telefongespräche durch Statistik Austria erhoben. Aufgrund der einheitlichen Preisgestaltung mancher Artikel (z.B. Zeitungen, Zigaretten) bzw. Dienstleistungen (z.B. Tarife) ist es möglich, die Preise für solche Güter des Warenkorbes monatlich im direkten Weg durch Statistik Austria zu erheben. Derzeit müssen monatlich die Preise von 812 Positionen erhoben werden. Weiters ist es wichtig, dass man weiß, dass für die unterschiedlichen Waren eine unterschiedliche Gewichtung im VPI gilt. Somit wird sichergestellt, dass Dinge, die wir im täglichen Leben benötigen eine größere Gewichtung als zum Beispiel Luxusartikel bekommen.
In Österreich wird auch noch der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) berechnet. Er soll die Änderungen in einem makroökonomischen Sinne messen, damit man die nationalen Indizes einzelner Staaten besser miteinander vergleichen kann. In Europa basiert auch die Inflationsmessung der Währungsunion auf dem HVPI. Der Unterschied zum VPI besteht darin, dass es im Warenkorb nur 802 Positionen gibt, die auch eine unterschiedliche Gewichtung haben.

2.2 Der Warenkorb und die Gewichtung:

VPI-Waren und Dienstleistungen klassifiziert
nach COICOP
VPI Gewicht 2000 (gültig bis Dezember 2005)
Positionen VPI
Positionen HVPI
00
Österreich Gesamt
100
812
802
01
Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke
13,6070
127
127
02
Alkoholische Getränke und Tabakwaren
3,1576
78
78
03
Bekleidung und Schuhe
6,9665
57
57
04
Wohnung, Wasser, Energie
17,9175
50
49
05
Hausrat und laufende Instandhaltung
des Hauses
8,8188
74
74
06
Gesundheitspflege
3,5102
30
31
07
Verkehr
14,2583
144
139
08
Nachrichtenübermittlung
3,0871
13
13
09
Freizeit und Kultur
11,9930
113
110
10
Erziehung und Unterricht
0,7647
12
12
11
Restaurants und Hotels
6,8017
40
39
12
Verschiedene Waren und Dienstleistungen
9,1176
74
73


3. Die Geschichte der Inflation in Österreich:

3.1 Die Münzinflation:
Die ersten Inflationen gab es zur Zeit von Friedrich III. Der Grund dafür war, dass er so genannte „Schinderlinge“ (geprägt 1458-62) an das Volk verteilte. Diese Münzen hatten einen sehr niedrigen Edelmetallgehalt, was den Wert dieser Münzen stark senkte. Zu dieser Zeit war es üblich den Wert einer Münze über den Silbergehalt zu definieren.

3.2 Die Papiergeldinflation:
Ab 1762 wurden in Österreich "Bancozettel" im Nennwert von 5-100 Gulden ausgegeben, die zunächst auf dem Kredit des Wiener Stadtbanco basierten und im Kurs lange pari blieben. Um den Krieg gegen das revolutionäre Frankreich zu finanzieren wurde die Ausgabe von Bancozetteln vervielfacht. Später wurden dann noch 1 und 2 Gulden-Zettel ausgegeben. Dies beschleunigte den Kursverfall enorm. Im Jahr 1800 entsprachen 115 Gulden Bancozettel noch 100 Gulden Conventionsmünze. 10 Jahre später brauchte man schon 489 Gulden Bancozettel für 100 Gulden Conventionsmünze! Der unglückliche Krieg von 1809 führte schließlich in die galoppierende Inflation. Durch das Patent vom 20.02.1811 wurden die Bancozettel im Wert von 1.060,000.000 Gulden auf ein Fünftel ihres Werts herabgesetzt und in Einlösungsscheine von 212 Millionen Gulden gewechselt. Ihnen folgten so genannte "Anticipationsscheine" (ab 1813), die ab 1816 (Gründung der Österreichischen Nationalbank) sukzessive eingelöst wurden. Von da an blieb die neue Papiergeldwährung ("Wiener Währung") in einem stabilen Verhältnis zur Conventionsmünze von 250:100, bis sie 1860 von der einheitlichen "Österreichischen Währung" abgelöst wurde.

3.3 Der erste Weltkrieg und seine Folgen:
Mit Beginn des ersten Weltkrieg begann eine neue Welle beschleunigter Inflation. Der Krieg wurde über Anleihen finanziert. Der Ausweitung der Geldmenge entsprach keine entsprechende Gütermenge. Durch die Verknappung der Waren auf fast allen Gebieten kam es zu Teuerungserscheinungen. Das Preisniveau betrug nach Kriegsende fast das 15fache des Jahres 1914. Enorme Budgetdefizite auch nach Kriegsende (unter anderem zur Subventionierung der Lebensmittel) und eine Anti-Krone-Spekulation trieben die Inflation weiter. Die meisten Maßnahmen zur Kaufkraftabschöpfung waren wirkungslos. Daher fiel der Wert der Papierkrone gegenüber der Goldkrone bis zum August 1922 auf 14400:1. Erst nach der Genfersanierung vom Oktober 1922 festigte sich der Kurs der Krone. 1924 wurde dann schlussendlich der Schilling eingeführt (10000 Papierkronen war 1 Schilling).
3.4 Der zweite Weltkrieg und die Zeit danach:
Auch der 2. Weltkrieg führte zu inflationären Erscheinungen, die aber bis Kriegsende verdeckt blieben. Die wichtigsten Stabilisierungsschritte waren das Schillinggesetz (November 1945), das Währungsschutzgesetz (1947) mit Streichung von Sperrkonten aus dem Krieg, 5 Lohn-Preis-Abkommen der Sozialpartner (1947-50), sowie Preissenkungsaktion der Wirtschaft, eine Einschränkung des Bundesdefizits (1951/52), sowie eine Verlangsamung des Geldmengenzuwachses. Die nachkriegsbedingte Inflation (unter anderem durch Besatzungskosten und Reparationszahlungen) endete 1951.
Seither bleibt die Inflation in Österreich einigermaßen im üblichen Rahmen der europäischen Länder. Eine starke Erhöhung des Budgetdefizits zur Bekämpfung der Stagnationserscheinungen hat nach 1975 und nach 1991 überdurchschnittlich hohe Inflationsraten hervorgerufen. Im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt und der Einführung des Euro sank die Inflationsrate bis 1999 auf unter 1% (1999: 0,6%) und damit auf den tiefsten Wert seit 1952/53. Heute bewegt sich die Inflation konstant zwischen 1-2,5%.

4. Ursachen der Inflation:

Über die Ursachen der Inflation gibt es viele Theorien und Ansätze, die sehr unterschiedlich sind. Eine Möglichkeit um sie zu unterscheiden, ist sie nach Angebot und Nachfrage zu trennen. Der Grund dafür ist, dass die Marktpreise immer durch ein Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage entstehen.

4.1 Angebotsinduzierte Inflationstypen:
Hier geht die Steigerung des Preisniveaus von der Angebotsseite aus. Es muss mindesten einer, der zur Bildung des Preises notwendigen Bestandteile steigen. Nach diesen Bestandteilen, kann man noch einmal unterscheiden:

4.1.1 Kosteninflation:
Damit eine Firma ihre Kosten decken kann, muss sie Preise erhöhen. Die Gründe dafür können sein:
die Arbeiter haben überhöhte Lohnforderungen durchgesetzt
die Kostensteuern und Lohnnebenkosten sind gestiegen
die Zinsen wurden erhöht
bei gleicher Kapazitätsauslastung sind die Stückkosten höher
die Preise für Rohstoffe oder Vorprodukte sind gestiegen

4.1.2 Gewinninflation:
Um die Gewinne zu steigern erhöhen die Firmen ihre Preise. Das ist aber nur möglich, wenn diese Firma eine monopole oder zumindest eine oligopole Stellung hat.

4.1.3 Steuerinflation:
Im Marktpreis ist immer die Mehrwertsteuer enthalten. Wenn man diese Steuer erhöht, dann steigt auch der Preis für diese Ware.

4.2 Nachfrageinduzierte Inflation:
In diesem Fall geht die Steigerung des Preisniveaus von der Nachfrageseite aus. Es wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage größer als das Anagebot ist. Auch hier kann man noch weiter differenzieren.

4.2.1 Nachfrageinflation:
Das tritt ein, wenn bei privaten Haushalten, den Unternehmen und dem Staat die Sparneigung abnimmt oder sie Kredite aufnehmen. So entsteht eine große Nachfrage, die die Inflation erhöhen kann.

4.2.2 Importierte Inflation:
Die importierte Inflation zeigt die Auswirkungen des Ausland auf unser Preisniveau. Auch hier kann man noch weiter unterscheiden:

4.2.2.1 Auslandsnachfrageinflation:
Sie besagt nur, dass eine Steigung der Auslandsnachfrage auch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage erhöht.

4.2.2.2 Exportüberschussinflation:
Das bedeutet, dass in einer Volkswirtschaft mehr exportiert als importiert wird (=Exportüberhang). Das hat zur Folge, dass das Geld (Devisen), die man durch die Exporte einnimmt, nicht wieder ausgegeben wird, sondern in inländische Währung umgetauscht wird. Durch diesen Umtausch wird das inländische Geldvolumen erhöht, was zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führt, wodurch eine Preissteigerung herbeigeführt wird.

4.3 Monetäre Inflation:
Bei dieser Theorie werden nur Veränderungen der Geldmenge für die Inflation verantwortlich gemacht.

4.3.1 Quantitätstheorie:
Bei dieser Theorie ist Geld nur ein Tauschmittel für Güter. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird vernachlässigt.

4.3.2 Neoquantitätstheorie:
Die Ansätze der Neoquantitätstheorie sind ähnlich wie die der alten Quantitätstheorie, nur berücksichtigt die neuere Theorie nicht nur das Geldangebot, sondern auch die Geldnachfrage.

5. Die Arten der Inflation:

Im allgemeinem unterscheidet man die Inflationsarten anhand der Erkennbarkeit, der Dauer und dem Tempo des Inflationsprozesses.

5.1 Erkennbarkeit:
Man unterscheidet hier zwischen der offenen und der verdeckten Inflation:
Offene Inflation: Die Preissteigerung ist „offen“ und ganz klar erkennbar. Das heißt, dass man sie in Statistiken erfassen kann. Sie sorgt für eine unmittelbare Schwächung der Kaufkraft in einer Volkswirtschaft. Die Entwicklung der Preise wird vom Markt bestimmt und der Staat nimmt in diesem Fall keinen Einfluss auf den Preis.
Verdeckte Inflation: Die Preissteigerungen sind nicht offen erkennbar. In diesem Fall versucht der Staat die Preise stabil zu halten. Dies kann er durch Preis- und Lohnstops, Festlegung von Höchstpreisen, Subventionen usw. erreichen. Diese Inflation ist nicht ersichtlich und wird daher als verdeckte oder zurückgestaute Inflation bezeichnet.

5.2 Dauer:
Bei den zeitlichen Aspekten unterscheidet man nach ,,temporärer" und ,,permanenter" Inflation:
Temporäre Inflation: Sie ist eine sehr kurzfristige Preissteigerung, die sich nur auf einen Konjunkturzyklus beschränkt. Die Dauer von dieser Inflation ist so kurz, dass man sie vernachlässigen kann.
Permanente Inflation: In diesem Fall gibt es eine beständige Preissteigerung, die sich über mehrere Konjunkturzyklen halten kann und daher bekämpft werden muss.

5.3 Tempo:
Schleichende Inflation (2-10%): Diese Art der Preissteigerung tritt über einen langen Zeitraum konstant niedrig auf. In den meisten Fällen ist die Preissteigerungsrate niedriger als der Zinssatz für langfristige Geldanlagen. Diese Art der Inflation tritt fast in jeder Volkswirtschaft auf, da Preissteigerungen immer schneller an den Kunden weiter gegeben werden als Preissenkungen.
Trabende (=beschleunigte) Inflation (10-20%): Sie ist der Übergang von der schleichenden zur galoppierenden Inflation. Die Preissteigerung ist hier mäßig, sollte aber bekämpft werden.
Galoppierende Inflation (20-50%): Die Rate der Preissteigerung ist sehr hoch und nimmt laufend zu. Sie liegt auch über dem Zinssatz für langfristige Geldanlagen. Hier besteht die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale. Das heißt, dass die Arbeiter auf Grund der hohen Preise höhere Löhne wollen. Die Betriebe müssen ihnen dann die höheren Löhne zahlen, was sich in den Preisen der Waren widerspiegelt (Preis steigt).
Hyperinflation (ab 50%): Wenn die Inflationsrate über 50% liegt, dann spricht man von einer Hyperinflation. In den 90er gab es diese Problem in Brasilien. Hier waren die Inflationsarten drei- und vierstellig.

6. Die Wirkung der Inflation:

Bei jeder Inflation gibt es immer Gewinner und Verlierer. Auch wenn viele Leute mit Schrecken an die Inflation denken, hat das Phänomen der Inflation bei uns bei weitem an Bedeutung verloren, da es bei uns eine unabhänige Notenbank gibt.
Die Wirkungen der Inflation kann man im weitesten Sinne damit beschreiben, dass man für eine bestimmte Geldmenge immer weniger Güter bekommt. Doch die Wirkungen nur dadurch zu beschreiben wäre zu ungenau, deshalb hat man die Inflation in verschiedene Bereiche unterteilt:

6.1 Stagflation:
Die Stagflation ist die schlimmste Folge der Inflation. In diesem Fall kommt es zu einer Stagnation des Wirtschaftswachstums mit einer gleichzeitig hohen Inflationsrate. Die Stagflation entsteht zum Beispiel dadurch, wenn Unternehmen ihre steigenden Kosten aus Konkurenzgründen nicht mehr durch Preiserhöhungen ausgleichen können. Das führt dazu, dass solche Unternehmen Verluste machen und daher ihre Investitionen sinken. Somit sinkt das Wirtschaftswachstum, da keine neuen Inovationen auf den Markt gebracht werden können.
Die Stagflation trat erstmals in den 1960er und 1970er Jahren in Großbritannien, und in den späten 70er Jahren in Folge des Ölschocks dann auch in den Vereinigten Staaten und Deutschland auf.

6.2 Inflation und Einkommen:
Wer ein fixes Einkommen bezieht und Kaufkraftverluste durch die Inflation verhindern will, sollte sein Einkommen entsprechend der Inflationsarte erhöhen und somit den Verlust ausgleichen. Meist geschieht diese Anpassung der Löhne durch Gewerkschaften, die zumindest einen Inflationsausgleich durchsetzen können.
Am schlechtesten geht es in diesem Fall den Rentnern, da ihre Renten durch politische Entscheidungen bzw. durch gesetzliche Regelungen bestimmt werden. Diese Wirtschaftssubjekte haben von sich aus überhaupt keine Möglichkeit sich der Preissteigerung anzupassen. Sie müssen meistens noch ein time-lag (= eine Verzögerung bei der Anpassung) hinnehmen. Es kann ihnen aber auch passieren, dass ihre Renten überhaupt nicht angepasst werden.

6.3 Inflation und Vermögen:
Ist der Zinssatz von Sparbüchern und Konten niedriger als die Inflationsrate, dann nimmt das Geldvermögen ab. In den meisten Fällen sollte es aber so sein, dass das Geldvermögen, das man an der Bank angelegt hat, zunimmt.
Ganz anders sieht die Sache bei Aktiva (= Sachvermögen) aus. Da die Preissteigerungsrate meistens über der Inflationsrate liegt, werden Besitzer von Sachvermögen kaum benachteiligt. In den meisten Fällen ist es sogar so, dass das Vermögen von Leuten mit Aktiva zunimmt. Das erklärt auch die Flucht von vielen Leuten in Sachvermögen, wenn die Inflationsrate sehr hoch ist.

6.4 Inflation und Schulden:
Bei Schulden gilt das Nominalprinzip, das heißt, dass auch bei einer sehr hohen Inflationsarte 100 Euro Schulden immer 100 Euro Schulden bleiben. In diesem Fall sind die Schuldner ganz klar begünstigt und die Gläubiger benachteiligt.

6.5 Inflation und Staat:
Im Allgemeinen wird der Staat oft als Inflationsgewinner dargestellt. Der Grund dafür ist, dass durch die Inflation sich das Einkommen des Staates erhöht. Die Haupteinnahmequellen des Staates sind die einkommesnabhängigen Steuern und die Mehwertsteuer. Wenn jetzt die Inflationsrate steigt, erhöhen sich die Einkommen, wodurch der Staat mehr Steuer einnimmt. Da die Mehrwertsteuern vom Nettopreis einer Ware erhoben werden, erhöhen sich auch die Mehrwertsteuereinnahmen, da der Preis der Güter durch die Inflation steigt.
Die Aussage, dass der Staat immer ein Inflationsgewinner ist, ist nicht zu 100% richtig, da auch der Staat Ausgaben hat. Wenn sich jetzt die Güterpreise erhöhen, muss auch der Staat diese erhöhten Preise zahlen und die Löhne der Beamten an das neue Preisniveau anpassen.

6.6 Inflation und Beschäftigung:
Der Zusammenhang zwischen Beschäftigung und Inflation ist nicht ganz klar. Oft kann man beobachten, das bei steigender Inflationsrate auch die Beschäftigung zunimmt, was aber nicht heißt, dass sie in irgendeinem Zusammenhang stehen.
Dargestellt wird dieser komplizierte Zusammenhang mit der sogenannzen Phillips-Kurve.
6.7 Inflation und Außenwirtschaft:
Wie man bei der importierten Inflation erkennen kann, beeinflussen die außenwirtschaftlichen Beziehungen die Inflation; auf der anderen Seite kann man sagen, dass die Inflationsrate Einfluss auf Export und Import hat.

6.8 Inflationserwartungen:
Eine entscheidene Rolle spielt die Inflationserwartung der betroffenen Wirtschaftsobjekte. So stellt sich zum Beispiel etwa ein positiver Effekt der Inflation auf die Beschäftigung ein, wenn die Preissteigerungen den Lohnerhöhungen vorauseilen. Wird hingegen in den Tarifverträgen die erwartete Inflation bereits vorweggenommen, bleibt ein Beschäftigungsanstieg aus.
Bei der Art wie man die Inflation für die Zukunft berechnet, haben sich drei Formen entwickelt:
Extrapolative Erwatungen: Hier werden die Erfahrungen, die man mit der Inflation aus der Vergangeheit hat, in die Zukunft projeziert. Das heißt, wenn die Inflation in der Vergangenheit stetig gestiegen ist, geht man davon aus, dass sie in der Zukunft genau gleich weiter steigen wird.
Adaptive Erwartungen: Hier haben die Wirtschaftsobjekte aus fehlerhaften Prognosen gelernt und berücksichtigen diese Fehler in den zukünftigen Prognosen.
Rationale Erwartungen: Hier versuchen die Wirtschaftsobjeket alle möglichen Informationen zu sammeln und daraus mit wissenschaftlichen Theorien auf die Inflationsrate in der Zukunft zu schließen.

7. Meine Quellen:

Die Statistik Austria: http://www.statistik.at
Das AEIOU: http://www.aeiou.at
Wikipedia: http://www.wikipedia.de
Die Microsoft Encarta
Viele andere Internetseiten, einige Lexika und auch einige Bücher








Quelle:




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Ursachen für die Machtübernahme der Nationalsozalisten 1933
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Großbritannien



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