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Titel:

Interpretation Die Küchenuhr von Wolfgang Borchert


  Note: 2   Klasse: 10









Arbeit:

Interpretation: Die Küchenuhr




Die Kurzgeschichte ,,Die Küchenuhr’’ wurde von Wolfgang Borchert geschrieben. Er lebte von 1921 bis 1947 und war ein Kriegsgegner. Die Kurzgeschichte handelt von einem Zwanzigjährigem mit einem alten Gesicht, dessen einzigstes Erinnerungsstück an die Vergangenheit eine Küchenuhr ist.

,,Die Küchenuhr’’ ist eine typische Kurzgeschichte, weil sie in einer unvermittelten Handlung beginnt und mit einem offenen Schluss endet.

Die Personen werden nicht vorgestellt. Das einzigste, was man erfährt ist, dass der Mann zwanzig Jahre alt ist und ein altes Gesicht hat.

Der junge Mann wird von den anderen beiden Personen nicht richtig beachtet, das merkt man an den Aussagen, wie z.B. ,,Die auf der Bank in der Sonne saßen, sahen ihn nicht an’’ (Zeile 21) oder ,,Einer sah auf seine Schuhe und die Frau sah in ihren Kinderwagen’’ (Zeile 21,22).
Die Küchenuhr ist für die anderen ein normaler Gegenstand, doch für den jungen Mann hat sie eine sehr große Bedeutung. Er sieht sie wie eine Person (Personifizierung), vielleicht sogar als ,,letzten Freund’’ an. Denn Wolfgang Borchert schreibt, dass er ihr etwas in des ,,weißblaue runde Gesicht’’ (Zeile 76) sagt und dass sie ,,innerlich kaputt’’ ist (Zeile 15, 16).
Über die Küchenuhr wird auf einer Bank an irgendeinem Ort geredet. Der Mann ist der Meinung, dass die Uhr zufällig um halb drei stehen geblieben ist. Aber das streitet der Zwanzigjährige ab, denn für ihn hat die Uhrzeit eine größere Bedeutung. Denn nachts um halb drei kam er täglich nach Hause, seine Mutter stand auf und machte ihm Essen.
An den Sätzen ,,Jede Nacht war das so’’ , „Das war selbstverständlich’’ ( Zeile 67,68 ) und „Ich dachte, dass könnte nie aufhören’’ ( Zeile 72) merkt man, dass er sich nicht viele Gedanken darüber gemacht hat . Wahrscheinlich hat er sich jeden Tag einfach in die Küche gesetzt und gegessen ohne darüber nachzudenken, wie gut er es hat. Die Küchenuhr ist für ihn ein Symbol für das verlorengegangene Paradies. Denn jede Nacht etwas zu Essen zu bekommen und eine Mutter zu haben, die für einen da ist, ist für ihn jetzt das Paradies.
Der Autor will uns sagen, dass der Krieg Dinge und Menschen zerstört. Mit der Beschreibung des Mannes „er hatte ein ganz altes Gesicht’’ (Zeile 2) will er uns zeigen, dass der Mann schon sehr viel durchgemacht hat und jetzt zerstört ist.
Der letzte Satz ,,Er dachte immerzu an das Wort Paradies’’ (Zeile 91,92) soll uns zeigen, dass der junge Mann jetzt auch den anderen Mann dazu gebracht hat, darüber nachzudenken, was das Paradies ist.


Stellungnahme

Durch die Wiederholungen ,,die Küchenuhr’’ , ,,nacht um halb drei’’ und ,,das Paradies’’ macht Wolfgang Borchert uns klar, wie wichtig diese Begriffe für die Geschichte und für den Mann sind.
Der Autor will uns zeigen, wie schrecklich der Krieg war und immer noch ist. Diese Geschichte könnte genauso gut heute in einem Land passieren, in dem Krieg herrscht.
Diese Kurzgeschichte bringt uns zum Nachdenken, jedenfalls war das bei mir so, denn wir in Deutschland leben in einem Paradies. Auch wenn es uns vielleicht manchmal nicht so gut geht, im Vergleich zu den Kriegsländern geht es uns gut. Wenn wir in einer Notsituation sind, sollten wir vielleicht mal darüber nachdenken, was gerade in anderen Teilen der Welt passiert.









Quelle: keine Angaben




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