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Titel:

Jane Austen


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Jane Austen



Emma



Jane Austen (1775 - 1817) ist vielen Menschen durch die Verfilmungen ihrer Romane bekannt. ,,Sinn und Sinnlichkeit" mit Kate Winslet war ebenso ein großer Filmerfolg, wie ,,Emma" mit Gwyneth Paltrow. Doch diese beiden Romane sind nicht die einzigen aus der Hand von Jane Austen. Insgesamt konnte sie sechs Romane vollenden: Sense ans Sensibility (Verstand und Gefühl) (1811), Pride and Predjudice (Stolz und Vorurteil) (1813), Mansfield Park (1814), Emma (1816), Northanger Abbey (Die Abtei von Northanger) (1818) und Persuasion (Überredung) (1818). Zusätzlich hinterließ sie noch zwei unfertige Romane und verschiedene kleinere Werke, die nicht für die Veröffentlichung gedacht waren.
In der Literaturgeschichte ordnet man sie der Englischen Klassik zu, den Übergang der englischen Literatur vom Neoklassizismus des 18. Jahrhunderts zur Romantik des 19. Jahrhunderts.

Um ihre Werke und ihr Leben zu verstehen, muß man sich die Welt des 19. Jahrhunderts vor Augen führen. Als Frau war es das einzige Lebensziel einen respektablen Mann zu finden und zu heiraten. Bildung war nicht unbedingt eine sehr wichtige Eigenschaft für eine junge Frau, wie es Jane Austen selbst, wenn auch etwas ironisch, in Emma beschreibt ,,... es handelt sich um ein richtiges, solides, altmodisches Pensionat, wo eine angemessene Menge von Fertigkeiten für einen angemessenen Preis erworben wird und wohin man ein Mädchen schicken kann, damit sie aus dem Weg sind und sich ein bißchen Bildung zusammenkratzen können, ohne Gefahr zu laufen, als Genie zurückzukommen." (Kapitel 3) Das zeigt natürlich den Konflikt, den Jane Austen durchlebt haben muß. Einerseits eine Frau aus gutem Hause zu sein und andererseits eine schöpferische Kraft zu besitzen, wie sie Homer oder Shakespeare nachgesagt wird.
Und Jane Austen stammte aus gutem Hause. Sie war Tochter eines relativ wohlhabenden Landpfarrers, sie führte ein ruhiges und behütetes Leben im Kreise der Familie, die man für heutige Verhältnisse als relativ groß bezeichnen würde, sie hatte immerhin fünf Brüder und eine Schwester (Cassandra), mit der sie sich bis zu ihrem Lebensende, sie starb mit 42, ein Zimmer teilte. Jane war übrigens nicht die einzige in ihrer Familie mit literarischen Kenntnissen, ihr ältester Bruder James war selbst in bescheidenem Maße ein Schriftsteller, er brachte immerhin eine eigene Zeitung heraus ,,the Loiterer", von der anzunehmen ist, dass Jane Austen ebenfalls ein paar Artikel beisteuerte.

Über die Hälfte ihres Lebens lebte sie in Steventon, einem kleinen beschaulichem Dorf im Süden Englands. Aus dieser Umgebung entsprangen auch ihre Charaktere, alle Werke Jane Austens spielen im Bürgertum und niederem Adel auf dem Lande. Ihre Romane spiegeln somit eher die Lebensweise des achtzehnten als des neunzehnten Jahrhunderts wider, politische Themen wie Industrialisierung oder die napoleonischen Kriege haben in Jane Austens Romanen kaum einen Platz, ihr geht es vielmehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen. Lange Zeit war man der Meinung, dass die Geschichte und die sozialen Verhältnisse im ausgehenden 18. Jahrhundert für die Romanschriftstellerin Jane Austen keine Rolle gespielt hätte, jedoch Lionel Trilling (siehe Anmerkungen) schreibt, dass man heute kaum ,,geneigt [ist] dieser Auffassung zuzustimmen, vielmehr sieht man die Bedeutung des Werkes von Jane Austen gerade in der Feinfühligkeit, mit der sie auf den sozialen Wandel reagiert. Sie stellt ihn, ganz ähnlich wie Rousseau und Hegel, nicht unmittelbar in seinen auffälligsten Äußerungsformen dar, sondern sie, wie er sich in dem neuen Bewußtsein zeigt, das damit - sei es als Ursache oder Wirkung - im Zusammenhang steht."1

Jane Austen blieb ihr Leben lang, genau wie ihre Schwester, unverheiratet. Die letzten zehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie, zusammen mit ihrer verwitweten Mutter und ihrer Schwester in einer ,,Cottage", ähnlich wie in ihrem Roman ,,Sense and Sensibility".

Ruhm war Jane Austen zu ihren Lebzeiten nur wenig gegönnt, aber das war auch gar nicht ihr Ziel, sie schrieb um des Schreibens selbst willen, weil es ihr Freude machte und um ihre Familie zu erheitern. Trotzdem schaffte sie es Generationen von Schriftstellern zu beeinflussen, ihr Werk gilt als Höhepunkt klassizistischer Romankunst: Formvollendet, klar, präzise, ironisch, human, ihre Prosa ist ein reifes Produkt der gesellschaftlichen Kultur ihrer Zeit.2 Doch trotz ihres kreativem Schaffens, darf man sich Jane Austen nicht nur mit Papier und Feder vorstellen, sie führte pflichtbewußt ein von der Kunst unabhängiges häusliches und gesellschaftliches Dasein, was ihre Briefe zur genüge bezeugen. Niemand hätte vermutet, das Jane eine Schriftstellerin ist, sie versteckt sogar ihre Schriftstücke vor Fremden. Trotzdem kann man nicht sagen, dass Jane Austen nicht von ihrer Familie unterstützt wurde, ihr Vater bot schließlich einem Verleger ihr Buch ,,Stolz und Vorurteil" an, und ihr Bruder Harry half ihr bei Verhandlungen mit den Verlegern.
Nur vier ihrer vollendeten Romane wurden zu ihren Lebzeiten veröffentlicht. (Verstand und Gefühl 1811; Stolz und Vorurteil 1813; Mansfield Park 1814; Emma 1816) Es war für Jane Austen, die ihre Bücher nicht unter ihrem Namen, sondern mit ,,By a Lady" unterschrieb, nicht leicht ihre Romane zu veröffentlichen. Ihr erstes Buch Verstand und Gefühl, musste sie sogar auf ihre eigenen Kosten herausbringen, wohl weil man es einer Frau nicht zugetraut hatte, einen Bestseller zu schreiben.
Doch ihre Werke wurden Bestseller, der 1811 Publizierte Roman ,,Verstand und Gefühl" wurde bereits nach kurzer Zeit in mehreren Auflagen gedruckt.

Jane Austens Werke sind wohl konzipiert. Ihre Romane, und besonders Emma sind als formvollendet und symmetrisch bekannt, weswegen Emma auch als ihr reifster Roman gilt. Dieser Roman wurde mehrfach verfilmt, zum einem 1996 mit Gwyneth Paltrow, dann existiert noch ein Film, der die Essenz von Emma in die heutige Zeit überträgt (Clueless mit Alicia Silverstone). Auf Literarischer Ebene wurde Emma ebenfalls fortgeführt, zum Beispiel mit dem Roman ,,Later Days at Highbury", von Joan Austen-Leigh, einer Nachfahrin von Jane Austen, und dem Roman Jane Fairfax, von Joan Aiken, der die Geschichte Emmas aus der Sicht von Jane Fairfax erzählt.

Emma ist der einzige von Jane Austens Romanen, der den Namen der Heldin als Titel trägt. Dies vollkommen zu Recht, da sich der ganze Roman um die zentrale Gestalt Emma Woodhouse dreht. Der Leser weiß immer, was sie gerade denkt, fühlt und tut, obwohl sie selber nicht die Erzählerin ist. Besonders auffällig an diesem Roman, wie an allen Werken Jane Austens ist die feine Ironie, die sie überall durchblicken läßt, mit dieser Ironie setzte sie ihrer ganzen Epoche einen Spiegel vor, ohne dabei jedoch revolutionär oder aufsässig zu sein.
Im Roman Emma spricht sie sich gegen diese ,,Ehestifterei" aus, die sowohl in ihrer Epoche als auch im Roman wie eine Epidemie grassierte.

Der Inhalt des Stückes ist schnell erzählt, Emma Woodhouse, 21 Jahre alt und unverheiratet, liebt es Ehen zu stiften. Sie ist der festen Überzeugung für die Hochzeit ihrer ehemaligen Erzieherin verantwortlich zu sein. Zu Miss Taylor, die Mr. Weston heiratete, hatte Emma stets ein sehr freundschaftliches Verhältnis. So kommt ihr die junge Harriet Smtih, eine 17-jährige Waise, sehr gelegen. Ihr redet sie eine Heirat mit dem jungen Farmer Robert Martin aus, weil er ihr angeblich im Stand unterlegen ist. Statt dessen versucht Emma Herrieth mit dem jungen Vikar Mr. Elton zusammenzubringen, der in seinem Verhalten extrem freundlich und entgegenkommend ist. Es stellt sich jedoch heraus, dass Mr. Elton mehr an der reichen Emma als an ihrer mittellosen Freundin interessiert ist, er ist jedoch vollkommen beleidigt weil Harriet seiner Meinung nach weit unter ihm steht. Mr. Knightley, einer der engsten Freunde ihrer Familie und auch ihr engster Vertrauter, hatte sie bereits vorher vor diesem Fehlschlag gewarnt. Kurz nach diesen dramatischen Ereignissen tritt Jane Fairfax in Hartfield auf, dem kleinem Dorf indem die ganze Geschichte spielt. Emma mag Jane nicht besonders, was zum einen an Janes Reserviertheit und Zurückhaltung liegt, zum anderen mit Sicherheit mit der Beliebtheit Janes in Hartfield zusammenhängt. Kurz nach Jane taucht endlich der lange erwartete Frank Churchill auf, Stiefsohn von Emmas ehemaliger Erzieherin, den diese bereits in Gedanken mit Emma verheiratet hat. Frank und Emma flirten auch heftig miteinander, Emma wird sich aber relativ schnell bewußt, dass sie kein ernsthaftes Interesse an Frank hat. Unterdessen taucht der frisch verheiratete Mr. Elton wieder auf, der sich nach der peinlichen Entdeckung, das Emma ihn nur für Harriet wollte, aus Hartfield abgesetzt hatte. Begleitet wird er von seiner Frau, die für Emma ein Stilloser, wichtigtuerischer Emporkömmling ist. Mrs. Elton, die keinerlei Zweifel an ihrer Person hat, möchte eine Gönnerin für Jane Fairfax sein und diese als Erzieherin in einer guten Familie unterbringen. Diesmal empfindet Emma das erste mal richtig Mitleid für Jane, da diese offensichtlich nicht von Mrs. Elton vermittelt werden möchte. Emma, die immer noch nicht eingesehen hat das Robert Martin die perfekte Partie für Harriet ist, würde nun gerne Harriet und Frank als Paar sehen. Emmas Saht scheint zum zweiten mal aufzugehen, Harriet verliebt sich tatsächlich wieder, jedoch nicht in Frank, wie es von Emma geplant war, sondern in Mr. Knightley. Mr. Knightley hatte Harriet zuvor in einer Gesellschaft vor Mr. Elton und seiner neuen Ehefrau gerettet als diese Harriet geschnitten haben. Erst als Harriet Emma ihre Liebe zu Mr. Knightley gesteht wird Emma bewußt, wie sehr sie selbst Mr. Knightley liebt. Emma ist jedoch der festen Überzeugung, Mr. Knightley wäre ebenfalls in Harriet verliebt. Die Geschichte klärt sich erst auf, nachdem Mr. Knightley, der selbst seit Jahren im Emma verliebt ist, Emma trösten möchte, weil sich herausgestellt hat, dass Jane Fairfax und Frank Churchill seit längerer Zeit miteinander verlobt sind, dies klärt auch die Zurückhaltung Janes auf, die sich nicht entblößen durfte, da die herrische Stiefmutter, nicht Mrs. Weston sondern Mrs. Churchill, eine solche Verbindung niemals geduldet hätte, doch nach ihrem Tod steht der Liebe zwischen Jane und Frank nichts mehr im Wege. So klärt sich alles auf, selbst Harriet wird glücklich, da es zu einer Aussprache zwischen ihr und Robert Martin und einem erneuten Heiratsantrag kam. So kommt es am Ende des Buches zu drei Hochzeiten und drei glücklichen Paaren.

Über ihren zentralen Charakter des Buches, Emma Woodhouse, sagte Jane Austen ihren Verwandten, sie habe eine Heldin gewählt, welche niemand außer ihr selbst gern haben werde. Nun, dies trifft nicht ganz zu. Emma ist so liebenswürdig, dass man ihr ihre Fehler und Eigenheiten gerne verzeiht. Einer ihrer wohl, für die Zeit, merkwürdigsten Eigenheiten ist ihr Wunsch, ja ihre feste Überzeugung niemals zu heiraten. Unverheiratet als alte Jungfer durchs Leben zu gehen, konnten sich nur die reicheren Damen der Zeit leisten, schließlich war man als Frau nicht erbberechtigt und somit auf die Unterstützung von Verwandten angewiesen. Deswegen war auch der Druck, der auf Unverheirateten Frauen lastete relativ groß, was sich auch in diesem Roman anhand der negativen Beschreibung der älteren unverheirateten Miss Bates niederschlägt, die als geschwätzig und merkwürdig gezeigt wird. Auch Jane Austen selbst stand unter diesem Druck, vergeblich war ihre Suche, und die ihrer Schwester, nach einem Ehemann. Doch Emma konnte sich diese Einstellung leisten.
Einer der wenigen Beschreibungen Emmas befindet sich bereits auf der ersten Seite, mit den Worten: ,,Schön, aufgeweckt und reich, bei einem sorgenfreien Zuhause und einem glücklichen Naturell war Emma Woodhouse offenbar mit einigen der erfreulichsten Vorzüge des Daseins gesegnet und hatte beinahe einundzwanzig Jahre fast ohne jeden Anlaß zu Kummer und Verdruß auf dieser Welt verbracht." leitet Jane Austen ihren Roman ein.
Auf den ersten Blick wirkt Emma wie ein durch und durch glückliches Mädchen. Erst bei näherer Betrachtung wird einerseits die feine Ironie von Jane Austen und andererseits das wohl größte Problem Emmas sichtbar. Man muß genau auf das Wörtchen ,,offenbar" achten, denn wie man bereits beim weiterem Lesen des Romans bemerkt befindet sich Emma in einem goldenen Käfig, alles geht einfach zu sehr nach ihrem Willen, alles fällt ihr in den Schoß, ohne dass sie dafür arbeiten oder gar kämpfen muß. Das mag daran liegen, dass ihr Vater, ein alter Mann mit merkwürdigen Eigenschaften und Ansichten, die den Leser zum schmunzeln bringen, früh zum Witwer wurde und für seine Tochter nur schöne Worte und Verständnis übrig hat.
Emmas Schwester heiratete ziemlich früh, so dass Emma schon in sehr jungen Jahren Herrin des Hauses war, ,,seit ihrem zwölften Lebensjahr ist Emma Herrin des Hauses und all seiner Bewohner" (Kapitel 5) was selbstverständlich ihr Selbstbewußtsein und ihre Eigenwilligkeit gestärkt hat. Auch die Erzieherin war letztlich auch nur eine gute Freundin für Emma. Die Neigung ihre Taten und Gedanken nicht allzusehr in Frage zustellen tut ihr übriges. Noch nicht einmal Mr. Knightley, ihr Schwager und engster Vertrauter, hat die Macht Emma von ihren Ideen abzubringen. Ganz im Gegenteil, auf Kritik reagiert sie mit einem wissenden Lächeln ,,Und im Weitergehen dachte sie belustigt an die Fehlurteile, die sich oft aus einer nur teilweisen Kenntnis der Umstände ergeben; an die Irrtümer, in welche Leute, die sich auf ihr Urteilsvermögen viel zugute tun, ständig verfallen; und sie grollte ihrem Schwager ein wenig, dass er sie für blind und unwissend und guter Ratschläge für bedürftig hielt". Es ist ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewußt, dass eben sie die Person ist, die sich zu viel auf ihr Urteilsvermögen einbildet und ständig Fehlurteile fällt, während der Leser dies jedoch bereits erkannt hat und über Jane Austens Ironie schmunzelt.
Dramatisch werden ihre Fehlurteile erst durch die Hochzeit von Miss Taylor mit Mr. Weston, und der logischen Konsequenz ihres Auszuges aus dem Heim Emmas. Emma ist natürlich einsam und gelangweilt, da ihr alter, etwas kauziger Vater kaum ein Ersatz für eine Freundin, wie Miss. Taylor sein kann. In Hartfield richtet sie deshalb, vollkommen ungewollt, ein heilloses Chaos an, indem sie die junge Harriet Smtih unter ihre Fittiche nimmt, und sie, ähnlich wie es Miss Taylor es mit ihr getan hat, in die Gesellschaft einführen möchte. Doch nicht nur dass, sie möchte auch für Harriet einen passablen Ehemann finden, und wählt Mr. Elton als passend aus. Doch so egozentrisch Emma auch sein mag, sie hat dennoch ein großes Herz, was sie nicht nur damit beweist, dass sie Besuche bei kranken armen Menschen in der Umgebung macht, was durchaus üblich war, nein auch ihre Gefühle und ihr Mitleid für Harriet, als sie die wahren Absichten von Mr. Elton erfährt, sind echt. Auch die Art und Weise, wie sich Emma um ihren Vater kümmert ist wirklich rührend. Sie begeht nur einen wirklichen Fauxpas, indem sie einen gemeinen Witz über die geschwätzige Miss Bates, eine in die Jahre gekommene Jungfer, macht. Doch auch diesen kleinen Fehler kann man Emma als Leser verzeihen, weil man selber vermutlich nicht die Geduld hätte einer ewig geschwätzigen älteren Dame zuzuhören.
Doch Mr. Knightley nimmt ihr diesen Witz sehr übel. Er, als perfekter Gentleman, erkennt die mißliche Lage, in der sich Miss Bates befindet. Miss Bates war in der Vergangenheit eine angesehene Person, doch durch die Tatsache, dass sie unverheiratet blieb sank ihr finanzieller und sozialer Status. Allgemein kann man sagen der sechzehn Jahre ältere Mr. Knightley hat ein weitaus höheres Urteilsvermögen als Emma. Er steht ihr immer mit gutem Rat zur Seite, den sie jedoch leider stets ablehnt. Mr. Knightley, Emma nannte ihn bereits als Kind so, ist immer offen und ehrlich zu Emma, er ist der einzige Mensch, der sie kritisiert. Trotzdem ist er gerade durch seine Liebe zu Emma nicht vollkommen frei von Fehlern, seine schlechte Einstellung Frank Churchill gegenüber, dem Sohn von Mrs. Westons/Miss Taylors Gatten, rührt daher vermutlich mehr aus seiner Eifersucht heraus, als über das tatsächliche Verhalten Franks. Auch sieht Mr. Knightley das Verhältnis zwischen Emma und Harriet nicht besonders positiv. So sagt er zu Mr. Woodhouse: ,,Harriet Smith ist meiner Meinung nach die denkbar schlechteste Gesellschaft für Emma. Sie weiß selbst nichts und hält Emma für allwissend. Sie schmeichelt ihr von morgens bis abends, und daß sie es unabsichtlich tut, macht es nur noch schlimmer. Ihre Unwissenheit allein ist schon schmeichelhaft genug. Wie soll Emma begreifen, dass sie selbst noch etwas lernen muß, wenn sie Harriet in ihrer ganzen Unbedarftheit täglich vor Augen hat? "(Kapitel 5). Natürlich hat Knightley nicht unrecht, wenn er das behauptet.
Harriet ist eigentlich nicht mehr als ein Findelkind. Sie wurde in Mrs. Goddards, Leiterin des zu Beginn erwähnten Mädchenpensionats, Hände gegeben und erhält finanzielle Unterstützung von einem Unbekannten. Sie kennt weder Vater noch Mutter und hat auch bisher keine Ambitionen gezeigt ihre wahren Eltern ausfindig zu machen, sie hält sich halt immer an die Regeln, die ihr vorgeschrieben sind. Sie versucht es Emma unter allen Umständen recht zu machen, weswegen sie, zumindest zum Teil Robert Martin, einen angesehenen Farmer, der in sie verliebt ist und auch sie hegt offensichtlich Gefühle für ihn, vergißt und sich tatsächlich in Mr. Elton verliebt. Ihr ist vollkommen klar, dass diese Beziehung sehr zu ihrem Vorteil wäre, was Emma offensichtlich nicht so stark empfindet, schließlich hat auch Harriet ihre Vorzüge. ,,Sie war ein ausgesprochen hübsches Mädchen und genau der Typ von Schönheit, den Emma besonders bewunderte. Sie war klein, mollig und blond, mit zartem frischen Teint, blauen Augen, hellem Haar, regelmäßigen Gesichtszügen und einem lieblichen Ausdruck" (Kaptiel 3).
Doch diese Vorzüge scheinen auf Mr. Elton nicht besonders zu wirken. Er ist mehr an Geld interessiert wie dies Mr. Knightley, so treffend beschreibt: ,,Verlaß dich darauf, Emma, mit Elton wird es nichts. Elton ist ein netter jungen Mann und ein höchst ehrenwerter Pfarrer von Highbury, aber er wird sich hüten eine unvorteilhafte Ehe einzugehen... Er weiß, dass er ein sehr gutaussehender Mann ist und beliebt, wo er hingeht... Ich habe ihn mit Begeisterung von einer großen Familie mit lauter jungen Damen reden hören, die mit seinen Schwestern eng befreundet sind und eine wie die andere 20.000 Pfund haben.". Mr. Elton ist tatsächlich sehr beliebt, auch bei Emma, bis sie sein Spiel durchschaut. Mr. Elton ist zwar sehr aufmerksam und zuvorkommend, aber nur wenn er sich etwas davon erhofft, während ein wahrer Gentleman wie Mr. Knightley gerne und vollkommen uneigennützig einer Dame jeden Wunsch erfüllen würde. Besonders deutlich wird Mr. Eltons schlechter Charakter, wenn er sich bei einem kleinem Ball weigert mit Harriet Smith zu tanzen, nur um sich für den Korb von Emma und für die Anmaßung Harriets, ihn als möglichen Ehepartner ins Auge zu fassen, zu rächen. Seine Ehefrau, die er nach Emmas Abfuhr erstaunlich schnell vorweisen konnte, ist damit die beste Partie für ihn. Sie wird von Jane Austen als eine so schlechte Person beschrieben, dass es einem fast so scheint, als würde der angenehm warme Ton von Jane Austens Erzählung, mit dem auftauchen von Mrs. Elton in einer Szene etwas kühler werden. Mrs. Elton ist so sehr von sich eingenommen, dass der Leser und ihre Umwelt sie nur belächeln. Jane Austen beschreibt sie als ,,überheblich, anmaßend, plump-vertraulich, ungebildet und schlecht erzogen. Sie war nicht häßlich und gesellschaftlich nicht ungewandt, aber so beschränkt in ihrem Urteil, dass sie sich einbildete, sie komme mit überlegener Weltkenntnis in eine ländliche Gegend, um sie zu bereichern und zu verfeinern." (Kapitel 33). Ihre Takt- und Distanzlosigkeit, lässt sie an der gesamten Gesellschaft von Highbury aus. In dem sie mit einer unglaublichen Penetranz von dem Gut ihrer Schwester, Maple Grove, dass sie ihrer Hochzeit mit einem Emporkömmling zu verdanken hat. Diese Herkunft zeichnet sie nahezu eindeutig als Emporkömmling aus, was selbstverständlich in der geordneten Welt von Highbury, zumindest von Emma und Mr. Knightley als negativ gesehen wird. Bei Jane Austen ist dieses Verhältnis ähnlich wie bei Theodor Fontane, die Neureichen, die selbstverständlich ein schlechteres Ansehen haben als der alte Adel kommen aus der Stadt, während man den echten Adel an seinen ländlichen Wurzeln erkennt. Ebenfalls auffällig an Mrs. Elton ist, neben ihrem ständigen Gerede von Maple Grove, ihr zweites Lieblingsthema, der mondäne englische Kurort Bath. Jane Austen selbst hatte eine Zeit ihres Lebens in Bath gelebt und kannte somit den Ort und seine Bewohner ziemlich genau. In Bath spielte sich zu dieser Zeit das gesellschaftliche Leben ab. Dementsprechend fiel man natürlich den Konventionen zum Opfer, so dass man sich in feinen Stoff hüllen müsste, um ,,feine Dame" zu spielen. Dieser Ort war sehr beliebt bei Heiratswilligen, wie Mr. Und Mrs. Elton, die sich dort gefunden haben, denn die jungen Damen der feineren Gesellschaft wurden den heiratswilligen jungen Herren nahezu vorgeführt. Man nimmt auch an, das dies einer der Gründe für den Umzug der Familie Austen nach Bath sein könnte, um die beiden Töchter Jane und Cassandra trotz ihres relativ hohen Alters, Jane war zu diesem Zeitpunkt 25 und Cassandra bereits 28 Jahre alt, doch noch unter die Haube zu bringen.
Doch nun wieder zurück zu Mrs. Elton, die wie alles in diesem Roman in einem besonderen Verhältnis zu Emma steht. Mrs. Elton ist nämlich eine Kontrastfigur, eine Karikatur von Emma. ,,Sie erinnert uns an Emmas Sünden und zeigt zugleich den Unterschied zwischen dem Tasten und Irren eines suchenden Menschen und der Herrschsucht einer beschränkten Person."3 Einer dieser Sünden Emmas ist das Bedürfnis Gönnerin für eine ihr vermeintlich unterlegenen Person zu sein. Doch die Person, die sich Mrs. Elton ausgesucht hat ist ihr keinesfalls so unterlegen wie Harriet Smith Emma unterlegen ist. Jane Fairfax ist Mrs. Elton zwar finanziell unterlegen, doch das macht sie durch Bildung, Stil, Intelligenz und Feingefühl leicht wieder wett. Auch sie ist eine Waise und wurde von dem besten Freund ihres Vaters und seiner wohlhabenden Familie den Campbells großgezogen. Jane Fairfax wird als blaß und sehr kränkelnd beschrieben. Trotzdem scheint Emma ein kleines bißchen Eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit und den Stand, den Jane in Highbury geniest. Emma fühlt sich jedenfalls von den sich ewig wiederholenden Erzählungen von Miss Bates, der Tante Janes, über sie genervt. Auch muß Emma zugeben, die nie die Muße und die Geduld aufbrachte, ihre künstlerischen Fähigkeiten auszubauen, seien sie musischer oder malerischer Natur, so dass Jane ihr im Klavierspiel vollkommen überlegen ist. Sie wurde zu einer Erzieherin ausgebildet, die einzige von der Gesellschaft anerkannte, standesgemäße Art Geld zu verdienen. Und eben in diese Bresche springt Mrs. Elton, sie möchte Jane, die alles geduldig über sich ergehen lässt, fördern. Doch indem sie ihr eine ungeliebte Stelle als Erzieherin verschafft, und sie sogar noch zwingt diese Stelle anzunehmen, geht sie eindeutig zu weit. Jane hat ihre Gründe, die sie niemanden sagen kann, Zeit zu schinden und ihre Erzieherinnenkarriere herauszuzögern. Dieses Geheimnis, die Verlobung mit Frank Churchill, darf sie nicht preisgeben, da die Stiefmutter von Frank vehement gegen diese Verbindung wäre. Deswegen ist sie die leidende Person des Romans, sie ist durch ihr Leiden seelisch gereift und sie ist sich ihrer Lage bewußt, während Emma unreif und mit tastenden Schritten ihren Weg durch das Leben sucht. Man spürt nahezu die Anteilnahme, die Jane Austen bei der Schilderung ihres Schicksals hat.
Frank Churchill, der Sohn von Mr. Weston, wurde nach dem Tod seiner Mutter zu deren wohlhabenden Familie gegeben. Dadurch hat er nicht nur ein großes Vermögen hinter sich, welches er eines Tages Erben wird, sondern auch eine äußerst selbstsüchtige und kranke Stiefmutter. Mrs. Churchills Einfluß auf Frank ist nicht ganz geklärt. Er hat bereits mehrere Besuche in Highbury abgesagt, um es angeblich seiner Stiefmutter recht zu machen, aber wie Mr. Knightley treffend bemerkt: ,,ich bin überzeugt, wenn er wirklich wollte, könnte er kommen" (Kapitel 18) Als Leser weiß man nicht so recht, was man von der schillernden Gestalt Frank Churchill halten soll, so fährt er nur zum Haarschneiden nach London, er kann wunderbare Entschuldigungsbriefe schreiben und ist ein phantastischer Tänzer. Man ist sich nicht sicher, ob er ein charmanter Geck, Egoist oder Windbeutel ist. Fest steht jedoch, dass er in seiner Position mit den Menschen spielt, obwohl er mit Jane verlobt ist flirtet er hemmungslos mit Emma, auch wenn er dies nur tut, damit die heimliche Verlobung nicht auffliegt ist dieses Verhalten natürlich sehr verletzend für Jane. Dieses zweifelhafte Versteckspiel Franks gehört zur Unterhaltung und Würze des Romans.
Der Reiz dieses burlesken (siehe Anhang) Romans wird unter anderem eben durch dieses Versteckspiel ausgemacht. Der Leser hat eine große Freude daran mit der Heldin des Romans Rätsel zu lösen, wie zum Beispiel die Herkunft eines Pianos, welches Jane Fairfax als großzügiges Geschenk erhalten hatte. Es macht eine große Freude die verschiedenen Hinweise, die Jane Austen gibt, richtig zu deuten. Größere und kleinere Rätsel sind versteckt. Während ein Leser mit normalen Spürsinn recht schnell rät, dass Mr. Elton mehr an Emma als an ihrer kleinen Freundin interessiert ist, ist es um so schwieriger die heimliche Verbindung zwischen Jane Fairfax und Frank Churchill aufzudecken. Doch gerade beim zweiten lesen des Romans, machen diese Hinweise den besonderen Reiz aus und man amüsiert sich köstlich über Emmas Fehleinschätzungen. Doch nicht nur dieses Ratespiel beinhaltet komische Züge, auch die Charaktere, die Jane Austen gewählt hat bieten viel Angriffsfläche für Spott, da wäre zum einen der kauzige Vater Emmas, der einfach nicht verstehen kann, das nicht jeder Mensch in einem so starken Maße wie er auf seine Gesundheit achtgibt und nicht jeden Tag Haferschleim ißt, dann ist natürlich die Plaudertasche Miss Bates zu erwähnen, deren unglaublicher Redeschwall jedes Kapitel in dem sie anwesend ist dominiert, und als letztes natürlich die vulgäre Mrs. Elton, die ebenfalls einen recht regen Redefluß hat.

Auffallend ist jedoch, dass alle Liebesszenen in diesem Roman drastisch von Jane Austen gekürzt wurden. Selbst als sich Emma und Mr. Knightley ihre Liebe gestehen greift Jane Austen in das Geschehen ein und sagt nur, dass Emma das gesagt hat, was sich für eine Dame gehört.

Dieser Roman wurde sehr gut vom Publikum aufgenommen und gilt als einer der schönsten Frauenromane des neunzehnten Jahrhunderts. Denn ,,Emma" verschaffte Jane Austen auch außerhalb der literarischen Welt ein Ansehen, wie sie es zuvor nicht gekannt hatte. Selbst der König Georg IV. (Siehe Anmerkungen) liebte Jane Austens Werk. Auch in literarischen Kreisen wurde sie anerkannt, so entstand eine ungewöhnlich lange Rezension des Romans ,,Emma", obwohl dieser als minderwertig geltende literarischen Gattung normalerweise weniger Kritik erhält. So heißt es aus dieser Rezension von Sir Walter Scott (siehe Anmerkung): ,,Jane Austens Werke gehören zu einem Typ von Roman, der beinahe erst in unserer eigenen Zeit entstanden ist und die darin vorkommenden Charaktere und Ereignisse in stärkerem Maße dem alltäglichen Leben entnimmt, als die Regeln des Romans bisher gestatteten. [...] Wir machen der Autorin deshalb kein kleines Kompliment, wenn wir sagen: Indem sie sich eng an alltägliche Ereignisse und an Charaktere hält die ein Durchschnittsleben führen, hat sie Skizzen von solcher Lebendigkeit und Originalität geschaffen, daß wir auf den Reiz gar nicht angewiesen sind, den uns eine Erzählung voller außergewöhnlicher Ereignisse verschafft, indem sie uns die Begegnung mit Menschen vermittelt die uns an Geist, Gefühl und Lebensart weit überlegen sind. Diesen Typus vertritt sie nahezu allein. ..." Dieses Lob nahm sie eher mit belustigtem Ernst als mit großer Dankbarkeit an, schließlich war das Schreiben für sie zwar eine Passion, jedoch nicht ihr einziger Lebensinhalt.

Mit nur 42 Jahren starb Jane Austen an der damals unheilbaren Addison-Krankheit (siehe Anmerkungen), doch ihr heiteres Gemüt lebt in ihren Romanen noch heute, zweihundert Jahre später, weiter.

Meiner Persönlichen Meinung nach ist Emma ein durchaus lesenswerter Roman, der durch den feinen ironischen Unterton manche Abendstunde erheitern kann. Trotz seines hohen literarischen Stellenwertes ist er leicht und angenehm zu lesen. Und auch der Film Emma (Mit Gwyneth Paltrow), der sich sehr stark an die Romanvorlage hält, ist empfehlenswert. Doch trotz allem Lob muß ich einräumen, dass dieser Roman keinen besonders nachhaltigen Eindruck bei einem von Reizen überschütteten Schüler, wie ich es einer bin, hinterlassen hat. Er macht weder nachdenklich noch hinterläßt er einen bittersüßen Nachgeschmack, wie es beispielsweise Gefährliche Liebschaften von Choderlos de Laclos getan hat.

Anmerkungen:
Trilling, Lionel (1905-1975), amerikanischer Literaturkritiker, geboren und gestorben in New York. Trilling lehrte lange Zeit als Professor an der Columbia University und war als Mitherausgeber mehrerer Zeitschriften tätig. In seinen kritischen Schriften analysierte er kulturelle Werte der Moderne nach psychologischen und soziologischen Kriterien. Zu seinen Schriften zählen u. a. die viel beachtete Essaysammlung The Liberal Imagination (1950), Freud and the Crisis of Our Culture (1955), The Opposing Self (1955), Beyond Culture (1965) und Mind in the Modern World (1972). Trilling verfasste außerdem Studien über Matthew Arnold, Sigmund Freud und E. M. Forster und einige Erzählungen. In seinem einzigen Roman The Middle of the Journey (1947) beschäftigte er sich mit intellektuellen Strömungen in den dreißiger und vierziger Jahren.
Burleske (italienisch burla: Scherz; burlesco: scherzhaft), allgemein und gattungsunabhängig eine Darstellungsform derber Verspottung und karikierender Verzerrung, im engeren Sinn als literarische Gattung ein kleines derb-komisches Lustspiel (Possenspiel), das sich dieser Darstellungsform bedient. Häufig verwendetes Stilmittel ist die Satire. Gerne wird ein an sich triviales Thema mit scheinbarem Ernst abgehandelt oder aber eine ernste Gattung aus Lyrik, Dramatik oder Epik durch auffällige Diskrepanz zwischen äußerer Form und inhaltlicher Behandlung mit einem Augenzwinkern ins Lächerliche gezogen, wie z. B. im mittelalterlichen Ritterroman Don Quixote. Die Posse hat starke Affinität zu anderen Gattungen der komisch-satirischen Darstellung, wie Farce oder Parodie, und lässt sich nicht immer klar von diesen abgrenzen.
Georg IV. (von Großbritannien und Irland), (1762-1830), König von Großbritannien und Irland (1820-1830), König von Hannover (1820-1830).
Georg wurde am 12. August 1762 als ältester Sohn König Georgs III. in London geboren. Als Prince of Wales provozierte Georg einige Skandale, die ihn von den Briten entfremdeten: 1785 ging er eine morganatische Ehe mit der Katholikin Maria Anne Fitzherbert ein; weniger als zwei Jahre später gestattete er dem Parlament, die Ehe für rechtswidrig zu erklären, was sie nach den königlichen Ehe- und Thronfolgegesetzen auch tatsächlich war, um im Gegenzug Geld zur Begleichung seiner Schulden zu erhalten; 1795 deckte das Parlament erneut Georgs Schulden; im gleichen Jahr heiratete er seine Cousine Karoline von Braunschweig; aber nach der Geburt ihrer Tochter, Prinzessin Charlotte, trennten sich die beiden 1796 wieder. Als Georg sich scheiden lassen wollte, wurde Karoline von der Londoner Bevölkerung so überschwänglich unterstützt, dass der Scheidungsprozess abgebrochen werden musste. 1811 übernahm Georg für seinen geistig erkrankten Vater die Regentschaft und nach dessen Abdankung 1820 den Thron. Wichtigste innenpolitische Neuerung während seiner Regierungszeit war die Katholikenemanzipation, gegen die er heftig opponiert hatte. Georg IV. starb am 26. Juni 1830 in Windsor. Sein Nachfolger wurde sein Bruder Wilhelm IV.
Scott, Sir Walter (1771-1832), schottischer Schriftsteller, der mit seinen Werken als Dichter, Erzähler und Historiker sowie seiner Arbeit als Übersetzer, Verleger und Kritiker zu einer zentralen Gestalt der englischen Romantik wurde. Er wurde am 15. August 1771 in Edinburgh geboren, studierte Jura und schlug anschließend eine Beamtenlaufbahn ein.
Scott war der erste bedeutende Autor historischer Romane. Er vereinte in seiner Prosa facettenreiche Darstellungen des Zeithintergrundes und der schottischen Landschaft mit einer spannenden Erzählhandlung und markanten Charakteren. Ferner erwies er sich als Meister des Dialogs und präziser Beobachter gesellschaftlicher Verhältnisse. Sein Stil wurde richtungweisend für den englischen Roman des 19. Jahrhunderts. James Fenimore Cooper, Honoré de Balzac, Charles Dickens und William Makepeace Thackeray zählten zu seinen prominenten Bewunderern und Nachahmern. Verschiedene seiner Gedichte wurden von Franz Schubert vertont, und sein Roman The Bride of Lammermoor wurde die Vorlage von Gaetano Donizettis Oper Lucia di Lammermoor.
Addison-Krankheit, chronische Krankheit infolge Insuffizienz (Unterfunktion) der Nebennierenrinde. Die Krankheit wurde erstmals 1855 von dem britischen Arzt Thomas Addison beschrieben. Diese Insuffizienz kann als Folge einer schweren Infektion, beispielsweise Tuberkulose, oder nach starker Blutung der Nebennieren auftreten oder auch nach einer Nebennierenoperation, z. B. der Entfernung eines Tumors. In den meisten Fällen ist die Ursache jedoch nicht bekannt. Die Unterfunktion der Nebennierenrinde führt zu einer verringerten Ausschüttung von Corticosteroidhormonen. Dieser Mangel ruft wiederum folgende Symptome hervor: Schwäche, Ermüdbarkeit, Gewichtsverlust, niedrigen Blutdruck, unausgeglichenen Mineralhaushalt, Verdauungsstörungen, geringen Blutzuckerspiegel, Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit sowie verstärkte Pigmentierung der Haut. Diese ehemals unvermeidbar tödliche Krankheit kann mittlerweile erfolgreich mit täglichen Cortison- oder Hydrocortisongaben sowie salzreicher Diät behandelt werden.










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