Jean Paul Sartre - schulnote.de 
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Titel:

Jean Paul Sartre


  Note: 1   Klasse: 12









Arbeit: Jean-Paul Sartre
1905 - 1980

Biografie:

Jean-Paul Sartre wurde am 21. Juni 1905 in Paris als Sohn eines Marineoffiziers geboren. Er entstammt der bürgerlichen Mittelschicht. Als er fünfzehn Monate alt war, starb sein Vater an einer Darmkrankheit, und seine Mutter Anne-Marie – eine Nichte Albert Schweitzers – kehrte daraufhin mit dem Kind zu ihren Eltern zurück. 1916 heiratete sie den Direktor einer Schiffswerft. Nach der Matura begann Jean-Paul Sartre Philosophie zu studieren.
Er aß reichlich, liebte Süßigkeiten, rauchte, trank Unmengen Alkohol, schluckte abwechselnd Barbiturate und Amphetamine. Bei dieser ungesunden Lebensweise war es nicht erstaunlich, dass er im Alter von 26 Jahren zwei Gehirnschläge erlitt.
Auf dem rechten Auge war er seit seiner frühen Kindheit nahezu blind, später verschlechterte sich die ohnehin eingeschränkte Sehkraft seines linken Auges so stark, dass er nur noch groß gedruckte Texte mit dem Vergrößerungsglas lesen konnte und seine eigene Handschrift nicht mehr zu entziffern vermochte.
Von 1940 bis 1941 war er Kriegsgefangener der Deutschen.
Nach seiner Befreiung 1942 wurde er Lehrer und veröffentlichte philosophische Aufsätze. Er wurde zur Leitfigur des beginnenden Existenzialismus in Frankreich.
Großen Einfluss auf seine intellektuelle Entwicklung hatten seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir und die Philosophie von Martin Heidegger, insbesondere dessen Werk „Sein und Zeit“.
Trotz seines unattraktiven Aussehens war er wegen zahlreicher Affären mit Frauen berüchtigt. Sartre und Simone de Beauvoir lehnten beide die Monogamie ab, sie versprachen sich aber, einander weder zu belügen, noch voreinander etwas zu verbergen.
Trotz ihrer engen Beziehung blieben Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir ein Leben lang beim "Sie" und wohnten auch nie zusammen.
Jean-Paul Sartre erlangte Berühmtheit mit seinen Romanen und Theaterstücken.
Er war Kommunist und war das Musterbeispiel eines engagierten Intellektuellen, der politische Positionen vertreten und verbreiten will. Die Atombombe, der Wiederaufbau, der kalte Krieg, der Vietnamkrieg, die DDR und die Mondlandung – dies sind einige der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts die Sartre miterlebt hat und die ihn geprägt haben sollen. 1964 wird ihm der Literaturnobelpreis zuerkannt, den er aber ablehnt. In einer Presseerklärung sagt er: „Diese Haltung beruht auf meiner Vorstellung von der Arbeit eines Schriftstellers. Ein Autor, der politisch, gesellschaftlich und literarisch Stellung bezieht, sollte nur mit seinen eigenen Mitteln handeln, d. h. mit dem geschrieben Wort. Alle Ehrungen, die er annimmt, setzen seine Leser einem Druck aus, den ich nicht für wünschenswert halte. Es ist nicht das Gleiche, ob ich mit "Jean-Paul Sartre" unterschreibe oder mit "Jean-Paul Sartre, Nobelpreisträger".
Jean-Paul Sartre stirbt am 15. April 1980 in Paris.





Philosophie:

Der Existenzialismus geht von existenziellen Grunderfahrungen des Menschen aus wie zB. Leid, Angst, Krankheit, Erfahrungen der Sinnlosigkeit. Der Mensch müsse sich diesen Erfahrungen stellen.
Wichtigster Punkt von Sartres früheren Thesen ist, dass der Mensch zur Freiheit verurteilt sei. Er treffe in jeder seiner Handlungen eine Wahl, und sei es nur die, zu leben oder zu sterben.
Er ging davon aus, dass der Einzelne sich durch seine Handlungen überhaupt erst definiere: "Die Existenz geht der Essenz voraus." So formulierte er die Grundthese des Existentialismus und meinte damit, dass es anfangs nur die bloße Tatsache des Daseins gebe, eine Phase, in der das menschliche Individuum weder gut noch böse, sondern neutral wie die unbelebte Realität sei. Erst im Handeln entscheide sich das Individuum und entwickle einen bestimmten Charakter. Dabei sei jeder auf sich selbst angewiesen, ohne sich an vorgegebenen Werten orientieren zu können, und es komme darauf an, sich dieser Verantwortung zu stellen, sich nicht hinter Traditionen und Religionen, Doktrinen (Lehrsätze) und Ideologien zu verschanzen – auch wenn es Angst hervorrufe.
Am Beispiel der Angst illustrierte Sartre die Einmaligkeit des menschl. Selbstbewusstseins als eines der radikalen Freiheit und Verantwortung. Der Mensch werde sich bewusst, dass auch er abstürzen könnte. Seine Reaktion sei aufzupassen, sich zu sorgen und zu überlegen, welche Möglichkeiten er habe.
Angst sei Freiheitsbewusstsein – sie liefere den Menschen den Möglichkeiten aus, die er wählen kann, aber nicht muss. Der Mensch entwickle unzählige Wege der Flucht, dass er „nicht anders könne“ als so zu reagieren, wie er es gerade tut. Diese Flucht ist für Sartre Selbstbetrug, Flucht vor der Verantwortung, die der Mensch zu tragen hat.
Sartre bemerkte aber, dass diese Ansichten in der Wirklichkeit nicht so ganz zutreffen, als er einberufen wird. Durch diese Erfahrung, die ihm nicht freiwillig widerfährt, verändert er seine Philosophie zu einer politischen Stellung. Die große Bedeutung des Bildes, das sich Menschen von einem machen und dessen Handeln beeinflussen, veranlasst ihn zur Einsicht, dass das Wesen des Menschen, die Realität seines Daseins und Tuns, nachhaltig gesellschaftlich geprägt ist.
Bei Sartre gibt es keine objektiv verbindliche Ethik, wie bei Kant oder Schopenhauer, sondern eine existenzialistische Moral. Sartre betont die Ähnlichkeit mit dem Akt künstlerischen Schaffens. Man müsse die Moral mit der Gestaltung eines Kunstwerkes vergleichen. Ein Künstler lässt sich nicht durch festgelegte Regeln leiten. Er muss auch kein bestimmtes Bild malen. Er bindet sich in die Gestaltung seines Bildes ein, und das Bild, das zu machen ist, ist genau das Bild, das er gemacht haben wird.
Der Existenzialismus ist ein Humanismus. Der Mensch ist der einzige Gesetzgeber und entscheidet über sich selbst. Um den Gläubigen "gefährliche Zweifel" zu ersparen, wurden die Werke Jean-Paul Sartres 1948 auf den Index der verbotenen Schriften gesetzt, aber der Existentialismus wurde in der Nachkriegszeit von vielen Menschen wieder aufgegriffen. Allerdings engten die meisten den Existentialismus auf die Forderung individueller Freiheit ein und verwechselten die eigentliche Philosophie mit einer Lebensart, deren Anhänger sich durch unkonventionelles Verhalten und eine betont nachlässige Kleidung zu erkennen gaben.
Nachdem sie sich anfangs dagegen gewehrt hatten, fanden sich Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir schließlich damit ab, dass sie als die Idole der Bewegung angesehen wurden und Scharen von Neugierigen sie belagerten.
Jahr für Jahr wurden die beiden weltberühmten Schriftsteller zu ausgedehnten Reisen aufgefordert, weil sich Organisationen oder Regierungen davon eine positive Resonanz in der Öffentlichkeit versprachen. Auch privat reisten sie gern in andere Länder, um das Leben dort besser zu verstehen, über die politisch-sozialen Verhältnisse zu schreiben, durch diese Öffentlichkeitsarbeit Druck zu erzeugen und auf diese Weise zu positiven Veränderungen beizutragen.

Originalzitate:

+ „Die Existenz geht dem Wesen voraus“
+ „Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“
+ „Du bist nichts, als das was du lebst“
+ „Die Hölle, das sind die anderen“


Seine Werke:

Sein erster Roman, „Der Ekel“, erschien am Vorabend des Krieges und sicherte Sartre einen Platz in der Literaturgeschichte zu. Er leitet neben anderen Schriftstellern, wie zB Antoine de Saint-Exupéry, eine Phase der franz. Literatur ein, die stark vom amerikanischen Realismus geprägt ist. Charakteristisch ist der lakonische Sprachstil (knapp u. präzise), mit dem er seine komplexe Philosophie einer breiten Öffentlichkeit vermitteln will.


Werkübersicht: (deutsch)

- Die Vorstellung (1936)
- Der Ekel (1938)
- Die Mauer (1939)
- Die Fliegen (1943)
- Das Sein und das Nichts (1943)
- Bei geschlossenen Türen (1944)
- Das Spiel ist aus (1947)
- Die schmutzigen Hände (1948)
- Der Teufel und der liebe Gott (1951)
- Kritik der dialektischen Vernunft (1960)
- Die Wörter (1964)
- Bariona oder Der Sohn des Donners (1970)
- Der Idiot der Familie (1971-1972)



Geschlossene Gesellschaft (Huis Clos) von Jean Paul Sartre
Geschlossene Gesellschaft, wurde in etwa vierzehn Tagen zu Beginn des Herbstes 1943 geschrieben und ist zuerst unter dem Namen „Die Anderen“ erschienen. Das Stück wurde am 27. Mai 1944, also noch während des zweiten Weltkriegs, in Paris uraufgeführt. Inhalt: Drei Personen sind eingesperrt in einem scheußlichen Zimmer, einem Raum ohne Fenster, ohne Spiegel (Möglichkeit zur Selbstbestätigung, Selbstreflektion), ohne Bett (existentieller Augenblick), einem Raum, in dem das Licht ewig brennt; und da die Personen keine Lider haben, können sie die Augen nicht schließen (ewige Gegenwart). Garcin, ein Journalist, der seine Frau zu Tode gequält und als Politiker in der entscheidenden Situation versagt hat, Inès, die sich vom Leiden anderer nährt, die eine junge Frau verführt, ihrem Mann entfremdet, sie für die Ehe verdorben hat, worauf diese sich und Inès mit Gas vergiftet hat, Estelle, die ihr Kind ermordet und den Vater des Kindes, ihren Geliebten, in den Tod getrieben hat. Diese drei (toten) Mörder schmoren in einer Hölle, die aus drei Sofaplätzen besteht, auf denen sie ewig sitzen und sich, ihrem Wesen gemäß, ewig quälen müssen: Inès stellt Estelle nach, die jedoch Garcin für sich gewinnen will, der wiederum für seine Selbstreflektion auf die Anerkennung Inès’ angewiesen ist. Jeder von ihnen bedarf der Hilfe eines der beiden anderen, doch indem er sich diesem nähert, quält er den dritten. Erst als die drei sich ineinander spiegeln, werden sie zur Wahrheit vor sich selbst gezwungen.
Sartre stellt hier bloß Vorhandene dar, die sich nicht mehr selbst zu bestimmen vermögen, die ohne „Situation“ sind (Gestorbene, Tote), die ihre Existenz verloren haben. Erbarmungslos sind sie durch ihr Bedürfnis, die Existenz wiederzugewinnen, scheinbar aufeinander angewiesen, in Wirklichkeit einander ausgesetzt. Aber sie sind füreinander nur „vorhanden“ in einem zerstörenden Sinn: Verdammte, hinter „verschlossenen Türen“. „Die Hölle, das sind die anderen“ ruft Garcin am Ende des Stückes aus; das Gegenteil davon ist das frei sich bestimmende, in die Situation sich stellende und also existierende Ich. Sartres Hölle liegt nicht im Jenseits. Sie ist ein Bild für die höllischen Möglichkeiten des Diesseits. Sartre über die Bedeutung des Satzes: „Die Hölle, das sind die anderen“: Ich will sagen, wenn die Beziehungen zu andern verquer, vertrackt sind, dann kann der andre nur die Hölle sein. Warum? Weil die andren im Grunde das Wichtigste in uns selbst sind für unsere eigene Kenntnis von uns selbst. Wenn wir über uns nachdenken, wenn wir versuchen, uns zu erkennen, benutzen wir im Grunde Kenntnisse, die die andern über uns schon haben. Wir beurteilen uns mit den Mitteln, die die andern haben, uns zu unserer Beurteilung gegeben haben. Was ich auch über mich sage, immer spielt das Urteil andrer hinein. Was ich auch in mir fühle, das Urteil andrer spielt hinein. Geschlossene Gesellschaft ist Sartres eindeutigstes Bekenntnis zur Existenz, zur Existenz des Subjekts in seiner individuellen Freiheit zum Sein. Es bezeichnet klar seine existentielle Einstellung als Subjektivismus, als auf das Subjekt reduzierte Möglichkeit der Existenz, als Humanismus des autonomen Menschen.
















Quelle:




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