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Titel:

Johann Sebastian Bach


  Note: 2   Klasse: 9









Arbeit: Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren.
Nach dem frühen Tod seines Vaters Johann Ambrosius Bach, einem thüringischen Stadtpfeifer, wurde Bach von einem seiner sechs Geschwister aufgenommen und zum Organisten vorgebildet.
1700 ging er als Stipendiat zur Lüneburger Michaelsschule.
1703 trat er zunächst als Violinist in die Dienste des Herzogs von Weimar ein.
Später war er als Organist und Kammermusiker am Hof der Herzogin von Sachsen – Weimar, später auch Konzertmeister.
Nach erheblichen Meinungsverschiedenheiten wechselte Bach 1717 als Hofkapellmeister an den Hof des Fürsten zu Anhalt – Köthen, wo er ein Jahr nach dem Tod seiner ersten Frau 1721 Anna Magdalena Wilken, die Tochter des Zeitzer Hoftrompeters, heiratete.
1723 entschloss sich Bach die Wahl zum Thomaskantor in Leipzig ( Nachfolger Kuhnaus ) anzunehmen.
Obwohl das Schul – und Kirchenamt in der Rangordnung niedriger stand, war die finanzielle Sicherung gefestigt.
In dieser Zeit komponierte Bach die Johannespassion – herb, gerafft und übersichtlich im Aufbau – elf Choralsätze als entscheidende Bauträger, nur wenige Arien. Der Erzähler ( Tenor ) schildert Vorgänge von Christi Gefangennahme bis zum Begräbnis.
Einzelpersonen geben nur knappe Einwürfe. Die verschiedenen Gruppen werden durch den Chor dargestellt. Das Orchester – bald stützend und bald selbstständig -. Das Ganze ist aufgeteilt in zwei Hauptabschnitte. Die Thematik ist auffallend bildhaft, zuweilen tonmalerisch, beziehungsreich im Zurückgreifen auf früheres Geschehen.
Dramatisch die abgestimmten Gegensätze zwischen homophonen und polyphonen Partien.
Die heute weltberühmte Passion wurde wie die Matthäuspassion zu seinen Lebzeiten nur drei – oder viermal aufgeführt. Ein weiteres bekanntes Werk ist das Weihnachtsoratorium, das 1734/35 aufgeführt wurde und für Sonn – und Feiertage gedacht war. Trotz der ursprünglichen Bestimmung, `weihnachtlich` wirkend, da weltliche und kirchliche Musik sich stilistisch noch vielfach glichen. Bach mag, als er die Bezeichnung Oratorium wählte, an eine Gesamtaufführung gedacht haben ( die sich bis heute nicht so richtig bewährt hat ).
1736 verlieh der Katholische Hof ihm für die h – Moll – Messe die erstrebte Titulatur eines ‚ Königlich Polnischen und Kursächsischen Hofkomponisten und Kapellmeister ’ und vermittelte einen Besuch bei Friedrich dem Großen in Potsdam.
Für die letzten Jahre des schließlich erblindeten Altmeisters traten weltliche und kirchliche Aufträge zugunsten teils didaktischer, teils absolut musikalischer Kompositionszyklen und harmonikal – kontrapunktischer > Rätsel< - Werke der musikalischen Weltliteratur zurück.

Sein Werk ist Gipfel und Abschluss jener älteren musikalischen Epoche, die den Begriff der „absoluten Musik“ noch nicht kannte, sondern von der Funktion der Musik im öffentlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Leben ausging.
Gattungen wie Konzert, Suite, Toccata, Orgelchoral, Kantate, Passion, die Bach auf Höhepunkte geführt hat, dienten den realen Bedürfnissen beim Gottesdienst, bei Staatsakten und auch bei Vergnügungen.
Auch kammermusikalisch und kontrapunktierten [ Studien] werke sind letztlich funktionale Musik im Dienste der Theologie, die mit der Anwendung und gestaltender Ordnung, Gott als Schöpfer von Ordnung preisen wollen.
Vor dem Hintergrund solcher Vorstellungen entwickelte Bach traditionelle Kompositionselemente weiter:
Cantus Firmus, Kontrapunkt, Zahlensymbolik und die musikalische Ausdeutung der zu vertonenden Texte.
Nach seinem Tod am 28. Juli 1750 in Leipzig – im Übergang vom Spätbarock zur Frühklassik und im Schatten seiner Söhne schnell vergessen – erlebte Bach im Historismus des 19. Jahrhunderts eine zum Teil romantisierende Wiedererweckung.
Erst seit dem setzt sich die Erkenntnis durch, dass Bach trotz seiner Tradition und Funktion gebundener Musik werke geschaffen hat, die aus ihrer zeitgeschichtlichen Bezogenheit heraustreten und den Rang höchster Vollendung erreichen. Im Konstruktivismus des 20. Jahrhundert, im Verbund mit der deutschen Orgelbewegung erfuhr er eine konstitutive Neubelebung.
Aufführungspraktisch und urtextkritische Fragen – zum Beispiel um die Vordatierung weltlicher Werke – dauern noch an.
In Leipzig wurde ein Bach – Archiv, in Eisenach ein Bach – Museum errichtet. 1946 wurde in Schaffhausen ( Schweiz ) eine internationale Bach – Gesellschaft gegründet, deren erster Präsident Albert Schweizer war.
Das 1951 errichtete Johann – Sebastian – Bach – Institut in Göttingen bereitet eine neue quellenkritisch gesicherte Gesamtausgabe der ( zur Hälfte verschollenen ) Werke des Komponisten vor, die 1954 erstmalig erschien.
Das Jahr 2000 wurde anlässlich seines 250. Todestages zum offiziellen Bach – Jahr erklärt. Der große Musiker Johann Sebastian Bach wurde durch zahlreiche Aufführungen seiner Werke geehrt.








Quelle: keine Angaben




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