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Titel:

Judenbuche


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Simon Semmler, der Onkel von Friedrich Mergel, hat einen zwielichtigen Charakter. Zum einen ist er nachtragend und untreu. Dabei macht er sogar vor seiner eigenen Familie nicht halt. Seit der Hochzeit seiner Schwester Margaret hat er diese nicht mehr besucht. Erst 14 Jahre nach der Hochzeit und 3 Jahre nach dem Tod von Hermann Mergel tritt er in ihr Haus. Allerdings nur mit der Absicht Friedrich unter seine Fittiche zu nehmen. Er wirkt unruhig, verschlossen, undurchschaubar und ist auch nicht sehr beliebt unter den Leuten. Seiner Schwester gegenüber wird er sogar frech bei seinem Besuch. Mit den Worten “Ja, Mädel, zu spät gefreit, hat immer gereut!” versucht er sie einzuschüchtern. Simon ist auch sehr eingebildet und selbstsicher. Als Margaret ihm sagt, dass Friedrich viel vom ihm hat, antwortet Simon: “Ei, das muss ein rarer Kerl sein, ich werde alle Tage schöner.” Margret kommt seine Art am Tag des Besuchs “...einschüchternder vor als je...”. Sein gesamtes Auftreten ist eindrucksvoll. Wenn er geht, sieht es so aus, als wenn er “... mit seinem Gesicht die Luft durchschneidet, während ihm die Schöße des roten Rocks wie Feuerflammen nachzogen...”. Margaret sieht in ihm “... das Aussehen eines feurigen Mannes, der unter dem gestohlenen Sacke büßt...”. Er wirkt auch arrogant indem er zu Friedrich sagt: “So, so, Geselle!”. Kurze Zeit später versucht er Friedrich heraus zu fordern, indem er ihm fragt, ob er das Brederholz kennt und weiß was darin vorgefallen ist. Dann zeigt er dem völlig verängstigten Jungen den Baum, unter dem sein Vater tot aufgefunden wurde. Als sich Friedrich dann aus Angst an seinen Onkel klammert wird der streng und uneinfühlsam: “Was fällt dir ein? Du wirst dich doch nicht fürchten? Satan von einem Jungen, du kneipst mir den Arm! Lass los, los!” Simon ist zu dieser Zeit finanziell besser gestellt als die meisten Leute. Zu erkennen ist das an der Beschreibung des Dorfes Brede “...mit seinen Lehmhütten und den einzelnen besseren Wohnungen von Ziegelsteinen, zu denen auch Simons Haus gehörte...” Simon ist auch unhöflich und unfreundlich Johannes Niemand gegenüber. Friedrich gibt Johannes von seinem Brot ab, weil er weiß, dass Simon ihm nichts zu essen aufhebt, wenn er später nach Hause kommt. Als Margaret Johannes fragt wer für ihn sorgt, antwortet er: “Niemand”. Simon kümmert sich also nicht um ihn. Es wird zwar im Buch nie ausgesprochen, aber es liegt nahe, das Johannes Niemand Simons unehelicher Sohn ist. Doch Simon war auch ängstlich. Er hält zum Beispiel Friedrich von der Beichte ab, weil er Angst hat, Friedrich könnte dem Pfarrer seine Vermutungen erzählen, das Simon am Tod des Försters Brandis beteiligt war. Das Semmler “Dreck am Stecken” hatte wurde dadurch belegt, dass er später verarmte. Durch Prozesse und Schuldner mit denen er illegale Geschäfte betreibt, verliert er viel Geld.
Zum anderen kann Simon aber auch freundlich sein und schmeicheln. Meistens versucht er dadurch aber seine Gesprächspartner “einzuwickeln”. Er lobte zum Beispiel Friedrich vor Margaret: “... dein Jung ist schlau und gewichst ... es ist ein Junge wie`n Reh”. Darüber war Margaret natürlich sehr froh und vor allem stolz. Simon arbeitet auch ständig an öffentlichen Projekten (z.B. Wegebau). Wahrscheinlich tut er das um Anerkennung von den Leuten zu bekommen. Es geht aber aus dem Text nicht hervor, ob er das unentgeltlich macht oder aus öffentlicher Hand bezahlt wird. Zusammengefasst wird Simon Semmler eher negativ dargestellt und als schlechtes Vorbild für seinen Neffen Friedrich Mergel.









Quelle: Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff




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