Kleist Der zerbrochene Krug - schulnote.de 
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Titel:

Kleist Der zerbrochene Krug


  Note: 15 Punkte   Klasse: 11









Arbeit: Heinrich von Kleist Der zerbrochene Krug

Biographie Kleist

18.10.1777 als Sohn von Joachim Friedrich v. Kleist und dessen zweiter Ehefrau Juliane Ulrike von Pannwitz in Frankfurt an der Oder geboren

1782 Privatunterricht bei Chr. Ernst Martini (1762-1833)
1788 Tod des Vaters --> H.v.Kleist kommt nach Berlin in Pension u. Erziehung von frz Professor Catel
1792 Eintritt in das Garde-Regiment zu Potsdam (Kadettendienst)
1793 Tod der Mutter; Teilnahme an der Belagerung von Mainz
1795 Rückkehr nach Potsdam
1797 Beförderung zum Leutnant; Harzreise (mit Rühle und anderen Kameraden)
1799 Kleist beendet militärische Laufbahn --> geht zurück nach Frankfurt; Studium: Philosophie,
Mathematik, Physik
1800 Verlobung mit Wilhelmine von Zenge (1780-1852); Reise nach Berlin
1801 Absturz in die Verwirrung durch Kant; mit seiner Schwester Ulrike (1774-1849), aus der ersten Ehe des Vaters, reiste er von Dresden nach Paris; "Die Familie Schroffenstein" erscheint; Wanderung in die Schweiz;
Begegnung mit Heinrich Zschokke (1771-1848); Trennung von Wilhelmine
1802 Aufenthalt auf Arae-Inseln; erster Entwurf des "Zerbrochnen Kruges"; "Die Familie
Schroffenstein" wird gedruckt; fanatische Arbeit am "Robert-Guiskard"-Stoff ;
durch Ludwig, den Sohn Wielands (in Schweiz wohnend), gelangt Kleist nach Weimar
zur Familie Wieland
1803 Kleist reist von Weimar über Leipzig nach Dresden, von Dresden aus mit seinem
Freund Pfuel (1779-1866) reist er weiter nach Genf, Lyon und Paris
Guiskard-Krise: verbrennt Manuskripte und sucht Tod; eine schwere Krankheit folgt
1804 Rückkehr nach Potsdam, eventuell auch Rückkehr in den Staatsdienst, der König braucht
jedoch keine "Versche"macher
1805/06 Arbeit an Domänenkammer in Königsberg;
Meisterwerke des Realismus: "Zerbrochene Krug";"Michael Kohlhaas" und Novellen
1807 Reise nach Berlin und Verhaftung unter Spionageverdacht; als Gefangener nach Fort
des Joux (Portalier), Charlons sur Marne; Rückkehr nach Berlin, Entlassung und
Übersiedlung nach Dresden;
"Amphytrion" beendet und Beginn der Arbeit an "Phenthesilia"
1808 Zeitschrift "Phöbus"(ein Journal für die Kunst) zusammmen mit Adam Müller(1779-1829)
herausgegeben; Fragmente von Werken in Journal veröffentlicht, z.Bsp.: "Michael Kohlhaas",
"Der zerbrochene Krug", " Phenthesilia", "Robert Guiskard", "Marquise von O.", "Käthchen
von Heilbronn"; Uraufführung des "Zerbrochnen Krug" unter der Leitung Goethes (in Weimar)
---> erfolglos, somit veränderte sich das Verhältnis von Kleist gegenüber dem Theater;
"Hermannsschlacht" erschien
1809 "Phöbus" scheitert; er unternimmt eine Reise von Dresden nach Prag zu Fuß; Plan der
"Germania"
1810 Rückkehr nach Berlin; Gründung der "Berliner Abendblätter" (übernimmt Leitung des
Kulturteils und schreibt für Journal Aufsätze und Anekdoten);
Bekanntschaft mit Rahel, Brentano, Arnim; "Friedrich von Homburg" das "Erste Band der
Erzählungen" erscheint
1811 "Der Zerbrochene Krug" das "Zweite Buch der Erzählungen" erscheint; Zusammentreffen mit
Gneisenau; Zusammenbruch der "Abendblätter"
21.11.1811 Freitod mit seiner Geliebten, Henriette Vogel (1777-1811), die todkrank war, am Wannsee
in Berlin
Ursachen für diese Tat: Mißerfolge seiner Werke; durch Begegnungen mit Brentano,
Arnim ... weiterer Verfall in Depressionen; fand auch durchs Studium keinen Sinn im Leben;
der Zusammenbruch der Abendblätter ---> Leben ist sinnlos für Kleist

Wieland über Kleist: "... Kleist sei dazu geboren, die große Lücke in unserer dramatischen Literatur
auszufüllen, die, meiner Meinung wenigstens, selbst von Schiller und Goethe
noch nicht ausgefüllt worden sind."










"Der zerbrochene Krug"

- Anregung für das Lustspiel durch einen Kupferstich mit dem Titel "Der Zerbrochene Krug"
- Kleist beschreibt: - Richter sitzt auf dem Richterstuhl
- vor dem Richter steht eine Frau mit einem zerbrochenen Krug, die das ihm
widerfahrene Unrecht symbolisiert
- Beklagter ist ein junger Bauernkerl, der sich jedoch nur schwach verteidigt

Uraufführung: 02.03.1808 in Weimar ---> Mißerfolg, somit änderte sich auch Kleists Meinung über
das Theater

Handlungsort: Gerichtsstube eines Dorfes in den Niederlanden bei Utrecht, namens Huisum

Besonderheit: in Auftritte gegliedert
es gibt zwei 12. Auftritte: einen kurzen und ein Variant
- Variant ist wahrscheinlich die umgearbeitete Fassung, also eine später
verfasste Arbeit
- Folge des Variant: Verlagerung des Schwerpunktes von Adam auf Eve
Abschwächung der Bühnenwirkung
Handlungsverlauf:

= Gerichtsverhandlung um einen zerbrochenen Krug, bei der der Täter ermittelt werden soll
- Dorfrichter Adam wacht morgens auf mit Verletzungen am Kopf und einem ledierten Bein, seine
Perücke ist ebenfalls verschwunden
- bei der anstehenden Verhandlung (um den zerbrochenen Krug) wohnt der Gerichtsrat Walter bei
- Walter ist auf einer Revisionsreise
- Frau Marthe Rull, die Besitzerin des Kruges, ist die Klägerin; sie beschuldigt Ruprecht,
den Verlobten von Eve, den Krug zerbrochen zu haben, welcher seine Unschuld beteuert
- wärend der Verhandlung werden Zeugen zur Aussage aufgefordert ---> Eve, Ruprecht, Frau Rull,
Frau Brigitte
- Eve möchte am Anfang jedoch nicht aussagen, wer der Täter war
- Ruprecht sagt aus, daß er Eve mit einem Mann sah, welcher mit zu ihr ins Zimmer ging, so ging er
hinterher, als er bei ihr im Zimmer war, flüchtete dieser durchs Fenster
- der Flüchtling fiel in die Rosenhecke und verletzte sich somit, er bewarf ebenfalls Ruprecht mit
Sand, sodaß dieser rücklinks ins Zimmer fiel und somit der Krug kaputt ging, so kann Ruprecht
nicht schuld sein
- Adam wird während der Verhandlung immer unruhiger und fühlt sich ertappt
- da Ruprecht jedoch den falschen Mann verdächtigt, fühlt sich Adam zeitweise sicherer
- es stellt sich jedoch noch heraus, daß der Verdächtigte gar nicht in Huisum ist
- mit der Zeit wir Adam meher und mehr in die Enge getrieben
- Frau Brigitte bringt als Zeugin die Perücke mit, welche sie in der Hecke fand
- es ist Adams Perücke
- Brigitte erzählt von Spuren, die sie im Schnee entdeckte
- die Spuren führen zum Haus des Dorfrichters (er hat Holzbein, so konnte es leicht herausgefunden
werden)
- Gerichtsrat Walter vermutet Adam als Täter, um sicher zu gehen läßte er ihn aufstehen, um das
Bein zu sehen
- somit wurde Täter erfasst
- Adam verlässt flüchtend die Gerichtsstube, als Ruprecht ihn angreifen möchte
- später erklärt Eve alles: Ruprecht bekam Brief, indem stand, daß er nach Ostindien in den Krieg
ziehen muß; Eve hat Angst um ihn, so wendet sie sich an Adam, der will
ihr ein Krankheitszeugnis für Ruprecht ausstellen, daß dieser nicht mehr
in den Krieg ziehen muß; Adam bedrängt Eve, daß er das Zeugnis nur bei
ihr zu Haus schreibt, so kommt er abends zu Eve,wo er sie unsittlich
bedrängt, bis Ruprecht die Tür aufbricht und Adam dann flieht
- Brief an Ruprecht war gefälscht, Bestätigung von Licht und Walter, so muß Ruprecht nicht nach
Ostindien, sondern nur ins Landinnere ---> Versöhnung von Eve und Ruprecht
- Licht wurde zum Richter ernannt und Adam gerecht bestraft
- was mit dem Krug geschieht bleibt offen, Frau Marthe Rull soll nur nach Utrecht gehen --->
Verhandlung








Quelle: keine Angaben




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