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Titel:

Leonardo da Vinci


  Note: 1   Klasse: 10









Arbeit: Leonardo da Vinci , eigentlich Leonardo di ser Piero ,
Sein Namenszusatz „da Vinci“ ist kein Familienname, sondern bedeutet aus Vinci,
wurde am 15. April 1452 in Vinci,
ca. 30 km von Florenz entfernt, geboren.


Herkunft

Leonardos Eltern waren der 25-jährige Notar Piero da Vinci und nach neuestem
Forschungsstand mit hoher Wahrscheinlichkeit die getaufte, damals 22-jährige
arabische Sklavin Caterina, die bei Piero vorübergehend als Magd arbeitete.

Die Mutter heiratete wenig später den Töpfereibesitzer Accattabriga di Piero del
Vacca aus Vinci und bekam fünf weitere Kinder.
Der Vater Piero war seinerseits viermal verheiratet und hatte von seinen beiden
letzten Frauen neun Söhne und zwei Töchter.

Nach der Trennung von Caterina nahm er Leonardo als leiblichen Sohn an.


Leonardo verbrachte den größten Teil seiner Jugend in Florenz. Schon früh
interessierte er sich für Musik, Zeichnen und Modellieren.
Sein Vater zeigte einige seiner Zeichnungen Andrea del Verrocchio, der die
künstlerische Begabung des Jungen erkannte und ihn in seine Werkstatt aufnahm.


Lehrjahre bei Verrocchio

Verrocchio war einer der bedeutendsten Bildhauer im damaligen Florenz,
außerdem als Goldschmied und Maler tätig.
In seinem Atelier lernte und arbeitete Leonardo etwa von 1470 bis 1477,
unter anderem in Gesellschaft von Lorenzo di Credi und anderen Schülern, die
weniger berühmt geworden sind.

Im Alter von 20 Jahren hatte Leonardo seine Lehrzeit abgeschlossen, arbeitete
aber weiter in Verrocchios Werkstatt.


Seit 1472 findet sich Leonardos Name in den Listen der St.-Lukas-Gilde, der
Malergilde von Florenz.
Hier lebte und arbeitete er weitere zehn Jahre.

Als sensibler Künstler begann er bereits früh, seine Gedanken und Gefühle in
Notizbüchern zu notieren.


Fast alle seine Porträts hat er mit einem Natur-Hintergrund gemalt und in seinen
Notizbüchern eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierstudien festgehalten.

1477 entstanden erste Porträts und Marienbilder.


Frühe Mailänder Jahre (1482–1499)

In Mailand entwickelte sich Leonardo zum führenden Künstler und zum
Organisator für Hofzeremonien und Festivitäten.

Anlässlich der Hochzeit des jungen Herzogs Gian Galeazzo im Jahre 1487 war
Leonardo für die Bühnenbilder und Kostüme der Masque Il paradiso
verantwortlich.
Weiterhin hat ihn wohl die 1484–1485 in Mailand wütende Pest veranlasst, dem
Fürsten Pläne vorzulegen, nach welchen die Stadt unterteilt und nach
verbesserten sanitären Prinzipien wiederaufgebaut werden sollte.

Leonardo, der im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen eine äußerst gepflegte
Erscheinung war und sehr auf Sauberkeit achtete (und den Zusammenhang
zwischen Pest und Schmutz erkannte), organisierte mit Hilfe von Booten die erste
Müllabfuhr in Mailand und trug somit zu einer wesentlichen Verbesserung der
Lebensqualität in der Stadt bei.


Bilder der Mailänder Epoche

Zwischen 1483 und 1486 entstand die erste Fassung der Madonna in der
Felsengrotte (Felsgrottenmadonna)

1499 gelangte dieses Gemälde nach Frankreich, heute ist es im Louvre
ausgestellt.

In den 80er Jahren beschäftigte sich Leonardo auch ausführlich mit technischen
Herausforderungen.

Seine Notizbücher sind voll mit Skizzen von Kriegsmaschinen, Flugmaschinen,
Schiffen und Waffen.
Um 1490 malte Leonardo als ein weiteres Madonnenbild
die Madonna Litta (zumindest den Entwurf dazu) sowie das bekannte Porträt der
Cecilia Gallerani


Das Abendmahl

Als Leonardo etwa 40 Jahre alt und davon fast zehn Jahre für den Mailänder Hof
tätig gewesen war, bekam er von Ludovico Sforza den Auftrag, ein Bild für die
Konventskirche von Santa Maria delle Grazie in Mailand zu malen.

Das bereits während der Entstehung von vielen Künstlern bewunderte Bild
Das Abendmahl (Cenacolo), entstand in den Jahren 1494 bis 1498.
Es stellt den Moment dar, in dem Jesus seinen Jüngern mitteilt, dass einer von
ihnen ihn in wenigen Stunden verraten würde.
Das Bild ist bis heute Gegenstand vieler Legenden.


Mona Lisa

In den Jahren 1503–1506 arbeitete Leonardo
auch intensiv am Porträt der Mona Lisa.
Die meisten Quellen belegen, dass die neapolitanische Hausfrau Monna Lisa del
Giocondo , für dies Bild das Modell war.

In Lisa Gherardini hatte er ein Modell gefunden, deren Antlitz und Lächeln einen
einzigartigen, rätselhaften Charme besaß.
Er arbeitete an ihrem Porträt während eines Teils von vier aufeinander folgenden
Jahren und ließ während der Sitzungen Musik aufspielen.

Erst nach seinem Tod wurde das Werk durch Franz den ersten. von Frankreich für
viertausend Goldflorin erworben.
Seit 1804 ist es im Louvre ausgestellt, vorübergehend gelangte es in den Besitz
von Napoléon, der es in seinem Schlafzimmer platzierte und von ihrem
rätselhaften Lächeln fasziniert war.


Im Dienste des französischen Hofes

Auch als Ingenieur war er gefordert, einerseits mit Planungen für einen neuen
Palast in der Nähe der Porta Venezia, andererseits mit großen hydraulischen
Projekten bzw. Bewässerungsarbeiten (Talsperren, Kanäle) in der Lombardei.
Er konstruierte den ersten Wasserzähler und beschäftigt sich in einer Studie
intensiv „mit dem Wissen des Wassers“


Alterssitz in Frankreich

Die letzten zwei Jahre seines Lebens verbrachte Leonardo da Vinci im Schloss
Clos Lucé in Amboise, das ihm zusammen mit einer großzügigen Pension
überlassen wurde.
Der Hof kam oft nach Amboise, und der König erfreute sich regelmäßig der
Gesellschaft seines Schützlings.
Er erklärte, dessen Wissen in der Philosophie und den schönen Künsten stehe
jenseits dem aller Sterblichen.
Im Frühjahr 1518 hatte Leonardo Gelegenheit, seine alten Talente als
Organisator von Festen einzusetzen.

Bis wenige Wochen vor seinem Tod war Leonardo aktiv, sei es als Planer für
einen neuen Palast in Amboise, als Projektingenieur für einen großen Kanal oder
als Zeichner anatomischer Studien.

Tod und Nachlass

Am Osterabend 1519, dem Tode nahe, machte Leonardo sein Testament.
Er bestimmte, dass in drei verschiedenen Kirchen in Amboise Messen gelesen und
Kerzen angezündet werden sollten.
Er wollte auf dem Friedhof in St. Florentin mit einer Zeremonie, an der sechzig
arme Männer als Fackelträger teilnehmen sollten, bestattet werden.


Bedeutung für Kunst und Wissenschaft

Leonardo schuf nicht nur zahlreiche Kunstwerke, sondern mehr noch eine große
Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Maschinen, Kunstgegenstände, Gemälde und
Skulpturen, zu deren Realisierung er nie kam.
Von sich selber sagte er, dass er die Idee mehr liebe als deren Ausführung, und
dass er am Anfang einer Tätigkeit bereits ans Ende dächte.
Wie andere Genies (Albert Einstein, Wolfgang Amadeus Mozart, Thomas Edison,
Richard Wagner) gehörte er zu den „Hyperaktiven“, denen man eine genetische
Veranlagung (ADHS) ihrer Genialität nachsagt.

Er schuf im Laufe seines Lebens eine große Zahl von künstlerisch wertvollen
Illustrationen zu verschiedenen Themen wie Biologie, Anatomie, Technik,
Waffentechnik, Wasserwirtschaft und Architektur und hinterließ Bauwerke,
technische Anlagen und Beobachtungen des Kosmos.
Besonders bedeutsam sind seine sehr genauen anatomischen u.a.
naturwissenschaftlichen Zeichnungen.
Bereits gegen Ende seiner Lebenszeit wurde er als Uomo Universale verehrt und wird auch von heutigen Historikern als eines der außergewöhnlichsten Genies
aller Zeiten bezeichnet.









Quelle: Wikipedia




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