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Titel:

Paris


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Paris

Paris ist die Hauptstadt der Französischen Republik, Sitz des Staatspräsidenten, der R1egierung und der beiden Kammern des französischen Parlament (Nationalversammlung und Senat).

Paris liegt auf etwa 48° 50´ nördlicher Breite und 2° 20´ östlicher Länge im Norden Frankreichs inmitten einer schüsselförmigen Schichtstufenlandschaft, dem sogenannten Pariser Becken, dessen Kernstück kulturhistorisch als Region Ile-de-France bezeichnet wird. Dieser offene, durch Ebenen und Hochflächen gegliederte Landschaftsraum wird von der Seine, der Marne und der Oise durchflossen, die bis in die Gegenwart als Entwicklungsachsen bedeutsam sind. Die fruchtbaren Löß- und Lehmböden der agrarisch intensiv genutzten Ile-de-France ließen in Verbindung mit dem milden Klima bereits früh eine Kornkammer Frankreichs in diesem Raum entstehen, von dem Paris als Handelsplatz seit jeher profitiert hat. Die Stadt liegt zwischen 27 und 127 m (Absolute Höhe) im Tal der hier stark mäandrierenden Seine, die flußabwärts den Zugang zum Meer herstellt. Ausschlaggebend für die ersten Besiedlungen waren die beiden Flußinseln Ile de la Cité und Ile St-Louis, die eine leichte Überquerung der Seine ermöglichten. Hinzu kam, daß das Gelände am Südufer der Seine zur Montagne Sainte Geneviève ansteigt (Quartier Latin), wodurch dieses Gebiet ebenso hochwasserfrei war wie das rechte Seine-Ufer. So entstand zunächst auf dem linken Flußufer der römische Siedlungskern, das mittelalterliche Paris entwickelte sich nördlich der Seine. Die günstige Verkehrslage bewirkte hernach, daß die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im alten Frankreich von Flandern über Paris zum Mittelmeer führte und damit eine wesentliche Voraussetzung zur Stadtentwicklung lieferte.



Entwicklung:

Paris ist mehr als eine simple Hauptstadt, es ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Die im Pariser Becken beiderseits der Seine gelegene Metropole gilt darüber hinaus als eine der elegantesten Städte der Erde, deren Charme und Chic in aller Welt Bewunderer und Nachahmer gefunden hat.

Ihr Name kommt von den Parisii, einem keltischen Volk, das sich im 5. Jh. v. Chr. Auf einer Insel in der Seine ansiedelte. Gegen Ende des 13. Jh. lebten auf der Flußinsel, jetzt “Íle de la Cité” genannt, mehr als 200.000 Menschen. In diesem Jahrhundert errichtete man dort die 1163 gegründete Kathedrale Notre-Dame, die erst im 14. Jh. vollendet wurde. Mit der Macht der französischen Könige, die sich im 15. Jh. endgültig gegen den Hochadel in den Provinzen durchsetzen konnten, wuchs die Bedeutung der Hauptstadt. Paris blieb auch nach der Französischen Revolution, die hier am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille ihren Anfang nahm, als Hauptstadt unangefochten. Im Gegenteil, sie erhielt sogar noch mehr politische Macht, denn die Parlamente in den Provinzen wurden im selben Jahr aufgelöst. Mit dem Ausbau des französischen Eisenbahnnetzes, das auf Paris als zentraler Knotenpunkt ausgerichtet ist, wuchs die Bedeutung der Seinemetropole im 19. Jh. weiter. Ihr heutiges Bild wurde in den großen Zügen um die Mitte des 19. Jh. geschaffen und ist im wesentlichen das Werk eines Mannes: des Baron Georgs–Eugène Haussmann (1809-1891). Unter der Herrschaft Napoleons III., des Neffen Napoleon Bonapartes, wurde die Stadt mit breiten Straßendurchbrüchen, großen Parks und Avenuen, die wie Speichen eines Rades vom Zentrum ausstrahlen, von Grund auf neu gestaltet. Sein Konzept bezog auch ältere Bauwerke und Anlagen wie das ”Hôtel des Invalides” (17. Jh.), den “Place de la Concorde” und die “Champs-Élysées” (beide aus dem 18. Jh.) oder den 50m hohen “Arc de Triumphe de l´Étoile”, das gewaltige, 1836 vollendete Nationaldenkmal Frankreichs, mit ein. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts entstanden einige der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt wie der 307m hohe, nach seinem Konstrukteur benannte Eiffelturm (anläßlich der Weltausstellung von 1889) am linken Seineufer, die mit ihrer hohen Kuppel weithin sichtbare Kathedrale Sacré–Coeur auf dem als Künstler- und Vergnügungsviertel berühmten Montmartre oder die Métro, die Untergrundbahn, die seit 1900 das Verkehrschaos in den Straßen von Paris ein wenig verringert. Im 20. Jh. wuchs die französische Metropole weit in ihre ländliche Umgebung hinein und verschmolz dabei mit Bauerndörfern, Villenvierteln und Arbeitervororten. Sie füllt heute fast das Areal in einem Umkreis von 30km um die “Íle de la Cité” aus. Seit 1965 wird der weitere Ausbau der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise von größeren Zerstörungen verschont blieb, mit neuen Autobahnen, einem Schnellbahnnetz, Satellitenstädten, Einkaufszentren und vielen neuen Wohnvierteln nach einem für Stadt und Umland einheitlichen Rahmenplan vorgenommen. Der Charakter der Stadt hat sich, wenigstens im Kern, nicht grundlegend geändert. Sie ist, wie die Pariser behaupten, keine Millionenstadt, sondern ein Gebilde aus 100 Dörfern, von denen jedes sein Eigenleben führt. Die Quartiers (Stadtviertel) im Osten von Paris haben z.B. noch viele kleine Handwerksbetriebe, die Möbel und Kleidung herstellen. Das Quartier Latin am linken Ufer der Seine ist das Viertel der Studenten, die an der Sobonne, der ältesten Universität Frankreichs (1150 gegründet) studieren. Hier findet man die meisten Verlage und Buchhandlungen, aber auch unzählige nette kleine Cafés, in denen sich die Studenten treffen. Gegenüber, am rechten Ufer, haben die berühmten Modeschöpfer ihre Ateliers. An anderen Ecken der Stadt gibt es arabische, afrikanische, indochinesische und jüdische Viertel. Insgesamt leben etwa 1.250.000 Ausländer in Paris; das entspricht ungefähr einem Drittel aller Ausländer in Frankreich. Unter den verschieden Nationalitäten stehen die Portugiesen, Algerier, Marokkaner und Spanier zahlenmäßig an der Spitze.(Man denke an die ehemaligen Kolonien Frankreichs)



Paris:

Das heutige Paris hat eine Fläche von etwa 1800 km² (inkl. allen Vororten) und zählt knapp 11 Mio. Einwohner. Damit gehört es zu den dichtestbesiedelten Städten der Welt. Die französische Hauptstadt gliedert sich in 20 Arrondissements (Bezirke), jedes davon wiederum in vier Quartiers (Viertel). Die Anordnung der Arrondissements gleicht einer Spirale, die ihren Ausgangspunkt am Louvre (1.Arr.) hat und in einer doppelten Windung um den historischen Stadtkern Ile de la Cité zu ihrem Endpunkt (im 20. Arr.) bei der Place de la Nation führt. Die Namen für die Quartiers leiten sich in der Regel von den ursprünglichen Dörfern ab, welche eingegliedert wurden.

Die Staatsform ist eine Parlamentarische Regierung. Es gelten folgende Ein - bzw. Ausreisegesetze: (Einreise) Für Reisende aus Nicht-EU-Ländern gelten folgende Freimengenbegrenzungen: für Personen über 15 Jahre 500g Kaffee oder 200g Pulverkaffee und 100g Tee oder 40g Teeauszüge, 50g Parfüm und 0,25l Toilettenwasser (z.B. Rasierwasser) sowie für Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250g Rauchtabak, ferner 1l Spirituosen über 22% bzw. 2l Spirituosen unter 22% vol und 2l Wein.

(Wiedereinreise nach Österreich) Zollfrei sind Waren im Wert bis 1000öS, davon Lebensmittel und alkoholfreie Getränke einschließlich Reiseproviant bis max. 200öS; ferner für Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250g Rauchtabak sowie 2l Wein und 1l Spirituosen.

Die Flugzeit nach Paris beträgt rund 2 Stunden und es werden kein Visum oder irgendwelche besonderen Impfungen benötigt. Im Winterhalbjahr gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), von Ende März bis Ende September die Sommerzeit (MEZ +1Std.). In Paris (gilt auch für ganz Frankreich) leben die verschiedensten Rassen wie Portugiesen, Algerier, Marokkaner und Spanier. Durch die unglaubliche Vielfältigkeit gibt es eine Unzahl an unterschiedlichen Sprachen, die da sind: Französisch, Baskisch, Bretonisch, Elsässisch, Korsisch, Okzitantisch. In Frankreich leben rund 80% Christen (röm.-kath.) und 4,5% Moslems. Der Rest verteilt sich auf die anderen Religionen (z.B. Evangelisch,.....). Die Währung ist Französischer Francs: 1 Francs = 100 Centimes. Der aktuelle Wechselkurs beträgt: 100 Francs sind rund 213ö$.

Das Klima ist gemäßigt-ozeanisch, am Mittelmeer und im Rhônetal Winterregenklima mit heißen, trocken Sommern. Die Durchschnitts Temperatur in Paris beträgt im Jan. 3°C und im Juli 19°C.

Die österreichische Botschaft befindet sich unter folgender Adresse: 6. Rue Fabert (7.Arr.) Tel.: 45503446.







Kulinarium:

Die französische Küche ist weltberühmt – sowohl wegen ihrer Qualität als auch wegen ihrer Vielseitigkeit. Da die Franzosen größten Wert auf eine abwechslungsreiche Speisenfolge legen, und sich zur Einnahme der Mahlzeiten ein bis zwei Stunden Zeit nehmen, ist das Essen zu einem wichtigen Bereich des täglichen Lebens und die Pflege der Küche zu einem Bestandteil französischer Kultur geworden. Das sehr einfache Frühstück (petit déjeuner) mit Kaffee, Milchkaffee, Tee oder Schokolade, Croissants (Hörnchen) oder Brioche (luftiges Brötchen) wird vielfach in einem Café eingenommen. Das Mittagessen (déjeuner) wird in den Restaurants zwischen 1200 und 1430 Uhr entweder als festes Menü (Gedeck) mit Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise (Käse und/oder Dessert) und Kaffee serviert oder à la carte (nach der Speisekarte) selbst zusammengestellt. Das Abendessen (diner oder souper) ist ebenso reichhaltig wie das Mittagessen, doch wird die Vorspeise meist durch eine Suppe ersetzt. Zu den Mahlzeiten wird kostenlos Weißbrot gereicht, das von langen knusprigen baguettes bzw. flûtes geschnitten ist. Kostengünstiger als ein à la carte zusammengestelltes Essen sind die zu einem fixen Preis angebotenen Menüs. Empfehlenswert ist auch das meist traditionelle Tagesgericht (plat du jour). Zu den Mahlzeiten gehört fast selbstverständlich französischer Wein von dem einzelne Sorten weltberühmt sind. Im allgemeinen empfiehlt sich der offene Landwein (un petit blanc, un petit rouge), von dem man “une carafe” (etwa 0,5l) oder “un carafon” (etwa 0,25l) bestellt und – wie die Franzosen – oft mit Wasser verdünnt trinkt. Bei der Wahl von Flaschenweinen, von denen ganze (entière) oder halbe Flaschen (demie bouteille) serviert werden, lasse man sich vom Kellner beraten.



Verkehr und Aufenthalt:

Pariser Stadtverkehr erfordert – neben ausreichender Fahrpraxis – besondere Wendigkeit und Umsicht beim Einpassen in den Verkehrsfluß, ansonsten gelten im Grunde die gleichen Verkehrsregeln wie in Österreich. Ausnahmen sind:

Die breiten Markierungsstreifen am Fahrbahnrand von mittleren und großen Verkehrsadern kennzeichnen die Taxi- und Busspur, die von Privatwagen (bis 20.30) nicht benützt werden darf. Es drohen nicht nur Strafmandate, sondern auch Hupkonzerte von wütenden Taxi- und Busfahrern, die den Eindringling notfalls aus ihrem “Revier” hinausschieben. Zwar gilt rechts vor Links, doch kann man sich bei der Einfahrt von kleinen Straßen auf einen großen Boulevard oder bei der Einfahrt in den Kreisverkehr nicht auf sein Vorfahrtsrecht verlassen. (Tip: Auf einer ebenen Fläche sollte man keinen Gang einlegen und nicht die Handbremse ziehen! Dann übersteht der Wagen am besten Ein- und Ausparkmanöver der Nachbarn.) Ein Aufenthalt ist ohne größere Probleme möglich und eine Aufenthaltsbeschränkung ist (soweit wir ermitteln konnten) nicht von Nöten.



Wirtschaft:

Über 4,6 Mio. Menschen arbeiten in der Region Paris, d.h. jeder fünfte Beschäftigte in Frankreich ist in diesem Großraum tätig. Allein aus den Vororten pendeln mehr als 1 Mio. Arbeitnehmer täglich in die Stadt. Seit Kriegsende verschiebt sich das Arbeitsplatzangebot allerdings kontinuierlich zugunsten der umliegenden Départements der Region Ile-de-France; 1954 zählte man in Paris 55% der Beschäftigten der Region, 1992 waren es nur noch knapp 38%. Der Rückgang der Beschäftigungszahlen ist auf die Abwanderung der Industrie- und größeren Handwerksbetriebe in die Außenbezirke zurückzuführen. Ihren Platz nimmt zunehmend das Dienstleistungsgewerbe ein: über 74% sind heute im tertiären Sektor tätig, knapp 20% in der Industrie, ca. 6% im Baugewerbe und kaum mehr 1% in der Landwirtschaft. Auch die moderne Architektur spiegelt die wachsende Bedeutung des tertiären Sektors wider. Beispiele hierfür liefern u.a. der Bürokomplex Le Grand Ponant (1989), eine gewaltige Glas-Metall-Konstruktion auf einem ehemaligen Fabrikgelände von Citroen, die ebenfalls 1989 fertiggestellte La Grande Arche (das “Fenster zur Welt” – auch als moderner Triumphbogen bezeichnet – liegt mit dem Louvre, dem “Place de la Concorde” und dem “Arc de Triomphe” auf der “Champs Elysées”) im expandierenden Geschäftsviertel La Défense und das von Chemtov und Huidobro in Bercy erbaute monumentale Finanzministerium.

Die traditionell in Paris ansässigen Industriezweige sind elektronische, feinmechanische, Holz-, Textil-, pharmazeutische, chemische, Flugzeug und Automobil – Industrie. Von der Abwanderung in die Banlieue betroffen sind besonders die Metall-, Maschinen-, Holz-, Textil- und chemische Industrie; ihr Unternehmenssitz verbleibt jedoch häufig in Paris. Gründe für den Abzug sind vor allem die gestiegenen Grundstückspreise bei notwendigen Erweiterungen, Umweltschutzauflagen sowie Dezentralisierungsmaßnahmen. Geblieben sind hauptsächlich große Unternehmensgruppen sowie Klein- und Mittelbetriebe, oft an der Grenze zwischen handwerklicher und industrieller Produktion angesiedelt, die noch vielerorts das Gesicht ihres Quartiers bestimmen. Produzenten von Konfektionskleidung haben sich vor allem im 2. Arrondissement etabliert, Pressehäuser und Druckereien im 9. Arrond., Verlage im 6. Arrond., feinmechanische Betriebe im 10., 11. und 12. Arrondissement.

“Paris ist eine Messe wert!” sagte schon Heinrich IV. vor über 400 Jahren, wenngleich damit damals die Notre-Dame gemeint war. Heute veranstaltet die Geschäftswelt alljährlich über 100 Messen und mehr als 1000 Kongresse in der Seinemetropole. Für Messen, Seminare und Ausstellungen stehen mehrere Zentren zur Verfügung, darunter das Palais de Congrès an der Porte Maillot, der Parc des Expositions in Bourget und das Centre Pompidou.. Neben einer Wertpapierbörse gibt es noch eine Handelsbörse.

Mit mehr als 13 Mio. Besuchern pro Jahr stellt der Tourismus eine wichtige Wirtschaftsgröße dar. Zahlenmäßig rangieren an erster Stelle der ausländischen Gäste die US Amerikaner, gefolgt von Briten, Deutschen und Japanern.

Seit dem Abbruch der Markthallen (1969) im Zentrum der Hauptstadt liegt der “Bauch von Paris” außerhalb auf einem 600 ha großen Gelände im südlichen Vorort Rungis. Von hier aus werden Stadt und Großraum Paris täglich mit frischem Obst und Gemüse, Fleisch und anderen Lebensmittel versorgt. Etwa 25 Mio. Hektoliter Wein, 6 Mio. davon für Paris, lagern in Rungis in Reserve. Über 12000 Käufer finden sich hier jährlich ein, wo rund 2,5 Mio. t Ware für einen Umsatz von mehr als 45 Mrd. Francs pro Jahr sorgen.



Sightseeing:

Es muß ja nicht immer der Eiffelturm sein, deshalb beschlossen wir etwas über das “Château de Versailles” zu berichten.

Ein kleines Jagdschloß, ursprünglich 1631 – 1634 im Auftrag Ludwig XII. von Philibert Le Roy erbaut, wurde in den Jahren 1661 – 1710 von Ludwig XIV., dem Sonnenkönig, zum Residenzschloß ausgebaut. Zunächst wurden dem Jagdschloß um die Cour de Marbre durch den Baumeister Louis Le Vau die beiden östlichen Flügel angefügt. Dann wurde 1676 Jules Hardouin-Mansart als Schloßbaumeister berufen, der die Anbauten Le Vaus um ein Stockwerk erhöhte und an der Gartenseite die Spiegelgalerie sowie die langen Nord- und Südflügel errichtete. Zuletzt folgten die beiden klassizistischen Pavillonbauten an der Cour Royale, von Gabriel und Dufour. An dem Riesenbau, der, abgesehen von den Frondiensten der Bauern, 500 Millionen Goldfranken gekostet haben soll und 10000 Bewohner faßte, waren bis 36000 Menschen und 6000 Pferde gleichzeitig beschäftigt. Die Innenausstattung schuf Charles Le Brun, als Gartenarchitekt zeichnete sich André Le Nôtre verantwortlich. Die Nachfolger Ludwigs XIV. haben nichts Wesentliches verändert oder hinzugefügt. Allein die Außenansicht des Schlosses ist beeindruckend. Drei breite Straßen laufen auf der Place d´Armes vor dem Schloß zusammen. Daß auch die Pracht, die das Schloß im Inneren entfaltet, selbst zeitgenössische Königshäuser beeindruckte, kann auch der heutige Besucher nachvollziehen. Von den 20 wichtigsten Räumen können aus Platzgründen nur die Interessantesten genauer dargestellt werden:

· Schlachtengalerie:

In der 120 m langen und 13 m breiten Galerie der Schlachtengemälde, die sich fast über die gesamte Länge des Südflügels hinzieht, werden 14 Jahrhunderte französischer Geschichte in Gemälde dargestellt; 82 Büsten berühmter Heerführer säumen die Bildwände und die korinthischen Säulen im Mittelteil der Galerie.

· Spiegelsaal (Galerie des Glaces):

Der weltberühmte Spiegelsaal, der 73 m lang, 10 m breit und 12 m hoch ist, entstand nach Plänen von Jules Hardouin-Mansart (1646 – 1708), die Innenausstattung entwarf Charles Le Brun (1619 – 90), der Direktor der staatlichen Gobelin – Manufakturen. Wie alle Galerien in Hôtels, Palais und Schlössern wurde der Spiegelsaal als Durchgangsraum zwischen den Gemächern des Königs und der Königin genutzt, in dem die Höflinge ihre Aufwartung machten. Nur selten fanden hier Festlichkeiten statt. Seinen Namen erhielt der Saal von den 17 Spiegelbogen (mit je 18 d.h. 306 Segmenten), die den 17 Rundbogenfenster der Parkseite gegenüberliegen. In diesem historischen Saal wurden 1871 das Deutsche Reich proklamiert und 1919 der Versailler Friedensvertrag unterzeichnet. Seit der 1980 abgeschlossenen Restaurierung ist er mit echtem wie imitiertem Mobiliar, Figuren und Kronleuchter (vieles in goldbronziertem Plastikmaterial!) ausgestattet, die vor und während der Revolution entfernt oder zerstört worden waren. Die Gemälde im Tonnengewölbe des Spiegelsaals bilden in ihrer Gesamtheit das monumentalste Deckengemälde Frankreichs; es erzählt die Geschichte der Regentschaft Ludwigs XIV. bis zum Frieden von Nimwegen.

· Schlafzimmer des Königs:

Im ehemaligen Hauptsaal des Jagdschlosses von Ludwig XII. wurde 1701 das Schlafzimmer Ludwigs XIV. eingerichtet, in dem der König am 1.9.1715 starb. Hier fanden die berühmten Zeremonien morgens (“Lever du Roi”) und abends (“Coucher du Roi”) statt, bei denen ihre Majestät Audienzen gab. Nach jahrelangen kostspieligen Arbeiten war 1980 die Einrichtung gemäß den Vorlagen der Originale wiederhergestellt.

Weitere bedeutende Gebäude oder Plätze findet man in der Kurzübersicht, die sich im Anschluß von diesem Blatt befindet!


Quellenverzeichnis:

- Alle Länder Unserer Erde (Lexikon der Staaten, Städte und Landschaften) Verlag: Das Beste 1989

- Baedeker Reiseführer Paris, Verlag: Karl Baedeker 7. Auflage 1994

- Anderes Material wie Wirtschaftszeitungen, Reiseunterlagen und Reiseandenken









Quelle:




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