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Titel:

Paul Celan Biografie


  Note: 1   Klasse: 13









Arbeit: Paul Celan

1920 – 1937

JUGEND

Paul Celan, eigentlich Paul Antschel, wurde am 23. November 1920 als Sohn deutschsprachiger Juden in der rumänischen Stadt Czernowitz (heute Tschernowzy) geboren. Das damals noch rumänische Czernowitz war kulturell sehr bedeutenden. Die sprachl. und kulturelle Vielfalt des Gebiets um seinen Heimatort, die jüd. Kulturtradition und nicht zuletzt die reiche literar. Tradition haben tiefgreifender und nachhaltiger Celans dichterische Entwicklung bestimmt.
Celans Vater war als Baumeister im Holzhandel tätig. Maßgebend geweckt und stimuliert wurde Celans Interesse für die dt. Sprache und Literatur von seiner Mutter Friederike Schrager.
Nach Besuch des Oberrealgymnasiums von Czernowitz, das Celan 1934 wegen des sich auch hier verschärfenden Antisemitismus verlassen muß, absolviert er 1938 das dortige rumänische Staatsgymnasium. Seine literarischen Interessen stehen im Zeichen von Hölderlin, Rilke, Jean Paul, der französischen als auch der modernen rumänischen Lyrik.

1938 – 1943 OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

1938 beginnt er das Studium der Medizin in Tours/Frankreich, da es für dieses Fach an rumän. Universitäten für Juden einen Numerus clausus gab. Nach den Sommerferien 1939 verhindert der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Fortsetzung des Studiums in Frankreich, und Celan nimmt noch im selben Jahr ein Studium der Romanistik an der Universität von Czernowitz auf. Celans erste bedeutende Gedichte entstehen (Schlaflied, Prinzessin Nimmermüd, Sternenlied. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Stadt wurde Celan 1941 als Jude zur Zwangsarbeit rekrutiert. Ein Jahr später mussten seine Eltern ins Arbeitslager und kamen ums Leben (Typhustod des Vaters); vor allem die Hinrichtung der Mutter durch Genickschuß wurde später immer wieder zum Bezugspunkt des eigenen Schreibens. Celan selbst war bis 1943 ebenfalls im Arbeitslager interniert.
1944 – 1946 BUKAREST

Im Febr. 1944 wird Celan aus dem Arbeitslager entlassen und kehrt nach Czernowitz zurück, das im März wieder sowjetisch wird. Er hat Umgang mit Rose Ausländer und den Dichtern Alfred Kittner und Immanuel Weißglas. In dieser Zeit entsteht das Typoskript 1944, eine Sammlung von 93 Gedichten, darunter die berühmte Todesfuge. Nach einem kurzen Studium der Anglistik fand er 1945 Beschäftigung als Lektor und Übersetzer bei einem Verlag in Bukarest. Während dieser Zeit kam er mit Rose Ausländer in Kontakt und veröffentlichte erste Gedichte als Paul Celan in der Zeitschrift »Agora«. Während des Krieges und in den Bukarester Jahren entstehen auch mehrere Gedichte in rumän. Sprache, surrealistische Texte und Kafka-Übersetzungen.

1947 – 1970 PARIS

1947 verließ Celan das vom Stalinismus geprägte Rumänien, um nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Wien 1948 (Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann) endgültig in Paris zu bleiben. Hier lernte er Claire und Ivan Goll kennen. In Paris betrieb Celan germanistische bzw. linguistische Studien und war anschließend an der École Normale Supérieure als Deutschlektor tätig.
Während dieser Zeit übersetzte er u. a. Werke von Arthur Rimbaud, Aleksandr Blok, Ossip Emilje-witsch Mandelstam, Sergej Jessenin und William Shakespeare jeweils aus der Originalsprache kongenial ins Deutsche.
Celan lebte zunächst mit Flüchtlingsstatus in Paris, bis er 1955 die französische Staatsbürgerschaft erhielt. In Paris lernte er die Malerin und Graphikerin Gisèle de Lestrange kennen, die er 1952 heiratete. Mit ihr hatte er zwei Kinder, von denen das erste jedoch kurz nach der Geburt verstarb.15 Jahre nach ihre Heirat jedoch, beschließen die Eheleute von nun ab getrennt zu leben. 1958 erhielt er den Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen, 1960 den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, 1964 den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. In Paris nimmt sich Paul Celan in der Nacht vom 19. zum 20. April 1970 das Leben.
Werke: Sand aus Urnen (1948), Mohn und Gedächtnis (1952), Von Schwelle zu Schwelle (1955), Sprachgitter (1959), Die Niemandsrose (1965), Atemwende (1967), Fadensonne (1968)


Paul Celan – Todesfuge

(entstanden 1944; veröffentlicht in Mohn und Gedächtnis, 1952)

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
wir trinken und trinken
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen
Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus Deutschland

dein goldenes Haar Margarete
dein aschenes Haar Sulamith








Quelle: keine Angaben




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