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Titel:

Pompejanische Fresken und Graffiti


  Note: 2- (gut minus)   Klasse: 12









Arbeit: Pompejanische Fresken und Graffiti


Pompejanische Fresken:



Pompeji war eine antike Stadt in Kampanien (Süditalien), die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n. Chr. völlig verschüttet wurde. Bei dem Unglück starben mehr als 20 000 Menschen.
Heute ist Pompeji eine riesige Ausgrabungsstätte. Einer der erstaunlichsten Aspekte bei der Freilegung der Stadt war der gut erhaltene Zustand der antiken Funde. Die Vulkanasche des Vesuvausbruchs bildete einen Schutzschild über die Stadt, und führte zum Erhalt vieler öffentlicher Gebäude, Tempel, Theater, Bäder, Läden und privater Wohnhäuser. In diesen Gebäuden haben sich viele kostbare Wandbilder, auch Fresken genannt, in ihrer ursprünglichen Schönheit und Frische erhalten.
Der Begriff Fresko (italienisch pittura a fresco: Malerei auf der frischen Wand) bezeichnet eine Maltechnik, bei der die Farben auf den noch nassen Kalkputz aufgetragen werden um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. Die Farben eines Freskos sind meist sehr dünn, transparent und hell und haben häufig einen kreidigen Unterton.
In Pompeji unterscheidet man seit der Frühzeit der archäologischen Grabungen zwischen vier verschiedenen Dekorationsstilen. Der erste Stil dominierte in der Zeit zwischen 120 und 80 v. Chr. (Haus des Sallust in Pompeji). Er wird auch als Inkrustationsstil bezeichnet, da die Wände mit gemalten oder stuckierten Quadern dekoriert waren, die marmorverkleidete Wände der Häuser wohlhabender Bürger imitierten. Die Malerei des zweiten Stiles (etwa 80 bis 15 v. Chr.), der auch als Architekturstil bezeichnet wird, ist gekennzeichnet durch das illusionistische Aufbrechen der Wand mit den Mitteln der Perspektive. Der dritte Stil (etwa 15 v. Chr. bis 63 n. Chr.) hingegen vermeidet diese Illusionsmalerei und bringt die Wand wieder als zweidimensionale Fläche zur Geltung. Der vierte Stil (etwa 63 bis 79 n. Chr.) ist der komplexeste Stil, der sich vor dem Ausbruch des Vesuv ausbildete. Er greift wieder verstärkt auf architektonische Motive zurück mit denen er fast schon bühnenreife Szenarien gestaltete, wie auf einem Fresko im Haus des Kryptoportikus. An den Wänden des Hauses stehen eine Reihe von Karyatiden (weibliche Gewandfigur mit einer korbähnlichen, oben abgeflachten Kopfbedeckung als Ersatz für eine Säule) darüber umfasst sich ein verziertes Gewölbe, das viele verschiedene Paneele mit bemaltem Stuck darstellt. Die mit pompejanisch- rot grundierte Wand hinten zeigt eine Szene aus dem Trojanischen Krieg.
Nach längerer Betrachtung dieses Freskos hat man das Gefühl in das Bild einzutauchen und die auf dem Bild dargestellte Szene wirklich zu erleben.
Im Haus des L. Ceius Secundus findet man überall an den Wänden hübsche Wandbilder, wie zum Beispiel die Malerei einer reich dekorierten Jagdszene. Nur noch Spuren von einer Jagdszene mit einer Landschaft sind im Atrium im Haus des Menandros zu finden. Auch Liebesszenen sind auf den pompejanischen Fresken verewigt, so zum Beispiel im Haus des Epheben, das auf einer Wand die griechischen Götter Mars und Venus als Liebespaar zeigt. Im selben Haus sind auch mehrere Gartenszenen dargestellt. Sehr amüsant ist ein Fresko in der Casa di Successus; es zeigt eine süße kleine Putte, die aufgeschreckt vor einer Ente flüchtet. Im Haus des Obstgartens, bezeichnenderweise das ehemalige Wohnhaus eine Obsthändlers finden sich viele Motive aus der Natur wie Obstbäume, Vögel, Schlangen oder Birnen und Feigen. Für unmoralische Regelbrecher wurden im Haus des Moralisten drei Anstandsregeln in einem Fresko verewigt, wie zum Beispiel „die Frauen achten und unflätige Regeln vermeiden“. Im Haus der Venus findet man schlißlich drei Gemälde von außergewöhnlicher Schönheit. Alle drei zeigen das Meer, jedoch aus verschiedenen Ansichten, inmitten die Venus auf einer großen Muschel sitzt. Die Farbenpracht dieser drei Gemälde erstaunt hier besonders, sind sie doch über zweitausend Jahre alt.
Die Fresken in Pompeji zeigen also meist mythologische(Venus), idyllische(Obstgarten) oder reale(Jagdszene) Themen, die auf die römische Mentalität zu dieser Zeit hinweisen: den eigenen hohen Bildungsanspruch, den Geschmack und das eigene gesellschaftliche wie politische Selbstverständnis.
Mich persönlich beeindruckten bei der Betrachtung der Fresken besonders die Pracht der Farben, die über zweitausend Jahre gehalten haben, und die moderne Maltechnik.




Pompejanische Graffiti:
In Pompeji kann man noch heute zahlreiches antikes Graffiti bewundern. Leider sind schon sehr viele aufgrund des mangelnden Schutzes verbleicht und unkenntlich.
Die mit meist roter oder blauer Farbe gemalten Inschriften sind in Latrinen, Thermen, Bordellen und Imbissen zu finden. Vielfach zeigen diese „Kritzeleien“ einfach nur Obszönitäten oder Karikaturen, politische und gesellschaftliche Kritik kann man aus keinen Wandinschriften als Botschaft entnehmen. Zudem zeigen sie oft Werbung für zum Beispiel Gladiatorenkämpfe oder verschiedene Läden.









Quelle:




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