Römisches Kaiserreich - schulnote.de 
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Titel:

Römisches Kaiserreich


  Note: 1   Klasse: 7









Arbeit: Als römisches Kaiserreich wird die Zeitspanne bezeichnet, in der der römische Staat und die Mittelmeerprovinzen unter kaiserlicher Herrschaft standen, begann mit der Verleihung des Titels Augustus an Octavian im Jahr 27 v. Chr. und endete 476 n. Chr.

Augustus und die julisch-claudischen Kaiser (27 v. Chr. bis 68 n. Chr.)
Am Ende der römischen Republik behielt Augustus, als princeps oder Erster Bürger des Staates, die republikanische Verfassung bis 23 v. Chr. bei. Dann ließ er sich die tribunizische und die militärische Gewalt übertragen. Der Senat herrschte weiterhin formal über Rom, Italien und die älteren, friedlicheren Provinzen. Die Grenzprovinzen, in denen man Legionen stationieren musste, verwalteten Legaten, die von Augustus ernannt wurden und ihm allein unterstanden.
Augustus führte zahlreiche gesellschaftliche Reformen durch, die u. a. die moralischen Traditionen des römischen Volkes wieder herstellen sollten. Außerdem versuchte er, den ausschweifenden Lebenswandel seiner Zeitgenossen zu bekämpfen und die alten religiösen Feste wieder einzuführen. Im Augusteischen Zeitalter erreichte die Literatur mit Vergil, Horaz, Ovid und Livius ihren absoluten Höhepunkt. Die Herrschaft des Augustus war jedoch kaum weniger gewaltbestimmt und brutal wie die seiner republikanischen Vorgänger.
Nach Augustus teilt man die Geschichte Roms nach den Regierungszeiten einzelner Kaiser ein. Kaiser Tiberius folgte seinem Stiefvater Augustus 14 n. Chr. auf den Thron nach. Er führte das gewaltsame Regime fort und stützte sich dabei auf die Prätorianergarde; diese waren die einzigen Truppen, die innerhalb der Stadtgrenze erlaubt waren. Sein Nachfolger war Caligula, der von 37 bis 41 n. Chr. regierte. Der Kaisertitel ging danach auf Claudius I. über. Unter seine Regierungszeit (41-54) fiel die Eroberung Britanniens. Außerdem führte er den Bau öffentlicher Anlagen sowie die Verwaltungsreformen fort, die unter Caesar und Augustus begonnen hatten. Claudius’ Adoptivsohn Nero begann seine Herrschaft als gemäßigter Kaiser unter der Führung des Philosophen Lucius Annaeus Seneca. Neros spätere Ausschweifungen führten jedoch letztendlich zu seiner Entmachtung und seinem Selbstmord 68. Mit ihm endete die julisch-claudische Dynastie.

Die Flavier und die Adoptivkaiser (69-192)
Aus den Wirren des Vierkaiserjahres mit Galba, Otho und Vitellius (68/69 n. Chr.) ging Vespasian als Sieger hervor. Er und seine Söhne, die Kaiser Titus und Domitian, bildeten die 1. flavische Dynastie. Sie kehrten zu einem einfacheren Führungsstil zurück und versuchten, die Macht des Senats wieder herzustellen und das Wohl des Volkes zu fördern. In die Regierungszeit von Titus (79-81) fiel der Ausbruch des Vesuv, der das Gebiet südlich von Neapel mit den Orten Herculaneum und Pompeji verwüstete. Unter Domitian erlebten Kunst und Literatur eine große Blüte. In den letzten Jahren seiner Herrschaft wurde er aber ein grausamer Tyrann und machte seine Herrschaft zu einer Zeit des Schreckens, die erst mit seinem gewaltsamen Tod ein Ende fand.
Nach Domitians Tod führte der Senat das Adoptionsprinzip als neue Nachfolgeregelung ein. Marcus Cocceius Nerva (Regierungszeit 96-98 n. Chr.) war der erste der fünf guten Kaiser, zu denen auch Trajan, Hadrian, Antoninus Pius (Regierungszeit 138-161) und Marcus Aurelius gehörten. Jeder dieser Kaiser wurde aufgrund seiner Fähigkeit und Rechtschaffenheit ausgewählt und von seinem Vorgänger adoptiert. Trajan führte Feldzüge gegen die Daker, Armenier und Parther und war als hervorragender Verwalter bekannt; unter seiner Führung erreichte das Reich seine größte Ausdehnung. In seiner Regierungszeit lebten der Satiriker Juvenal, der Redner und Briefeschreiber Plinius der Jüngere und der Geschichtsschreiber Cornelius Tacitus. Die 21 Herrschaftsjahre Hadrians (Regierungszeit 117-138) stellten eine Zeit des Friedens und des Wohlstandes dar. Durch die Aufgabe einiger Gebiete im Osten festigte er den Rest des Reiches und seine Grenzen. Sein Nachfolger Antonius Pius regierte ebenso besonnen und friedlich. Nächster Kaiser wurde der stoische Philosoph Marcus Aurelius, der zusammen mit Lucius Aurelius Verus (Regierungszeit 130-169) bis zu dessen Tod regierte. Marcus Aurelius’ Nachfolger war sein Sohn Lucius Aelius Aurelius Commodus. Er gilt als einer der blutrünstigsten und ausschweifendsten Tyrannen der Geschichte und wurde 192 ermordet.

Niedergang und Fall (193-476)
Nach den nur sehr kurze Zeit regierenden Publius Helvius Pertinax (193) und Didus Severus Julianus (193) folgte Lucius Septimius Severus (Regierungszeit 193-211). Er gründete die Dynastie der Severer. Dazu gehörten die Kaiser Caracalla, Elagabal (Regierungszeit 218-222) und Alexander Severus (Regierungszeit 222-235).
Nach dem Tod des Alexander Severus folgte für Rom eine Zeit großer Wirren. Die zwölf Kaiser, die in den folgenden 33 Jahren regierten, kamen fast ausschließlich gewaltsam ums Leben. Eine kurze Zwischenphase des Friedens und des Wohlstandes brachten die illyrischen Kaiser, die aus dem Gebiet des heutigen Dalmatien stammten. Zu ihnen zählten Claudius II., mit Beinamen Gothicus, der die Goten zurückschlug, sowie Aurelian, der zwischen 270 und 275 die Goten, die Germanen und Zenobia, Königin von Palmyra, besiegte. Für kurze Zeit war die Einheit des Reiches wieder hergestellt. Bis zum Jahr 284, als Diokletian den Thron bestieg, folgten nach Aurelian in kurzen Abständen verhältnismäßig unbedeutende Kaiser.
Diokletian war ein geschickter Verwalter, der viele soziale, wirtschaftliche und politische Reformen durchführte. Um eine einheitlichere Verwaltung im ganzen Reich aufzubauen, schuf er die Herrschafts- und Thronfolgeordnung der Tetrarchie.
Dieses System wurde durch die Ausrufung Konstantins des Großen zum Augustus 306 beendet. Konstantin setzte sich gegen seine Gegenspieler durch und vereinte das westliche Reich unter seiner Herrschaft. Nach seinem Sieg über den oströmischen Kaiser Licinius 324 war Konstantin der Alleinherrscher der römischen Welt. Er trat zum Christentum über, das im späten 4. Jahrhundert offizielle Religion des Reiches wurde. Konstantin machte Byzanz zum neuen Regierungssitz, baute es zu einem neuen Rom aus und nannte es 330 in Konstantinopel (heute Istanbul) um. Mit dem Tod Konstantins 337 begannen die Bürgerkriege unter den rivalisierenden Caesaren. Sie endeten erst, als Konstantins einziger überlebender Sohn, Constantius II., 353 das Reich erneut vereinigte. Ihm folgten Julian Apostata und Jovian (Regierungszeit 363-364). Danach wurde das Reich unter den Söhnen von Theodosius I., Arcadius (Regierungszeit 395-408) und Honorius (Regierungszeit 395-423), in ein West- und ein Ostreich aufgeteilt.
Im 5. Jahrhundert verarmten die Provinzen des Weströmischen Reiches. Im späten 4. Jahrhundert besetzte der Westgotenkönig Alarich I. Illyrien und verwüstete Griechenland. 410 nahm er Rom ein und plünderte es. Sein Nachfolger Ataulf (Regierungszeit 410-415) führte die Westgoten nach Gallien. In der Regierungszeit von Valentinian III. eroberten die Vandalen unter ihrem König Geiserich Karthago, und Attila fiel mit seinen Hunnen in Italien ein. 455 wurde Valentinian, der letzte Nachfolger in der Dynastie des Theodosius, ermordet. Anschließend regierten bis 476 im Weströmischen Reich neun Kaiser. Der letzte weströmische Kaiser, Romulus Augustulus, wurde von dem herulischen Söldnerführer Odoaker abgesetzt. Das oströmische Byzantinische Reich bestand bis 1453.










Quelle:




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