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Titel:

Rede eines Betriebsratsmitgliedes an die Belegschaft


  Note: 3   Klasse: 11









Arbeit: Gliederung:
1. Einleitung
1.1. Begrüßung (direkte Ansprache der Anwesenden)
1.2. Situation (Zusammenarbeit und spätere Fusion unserer Firma mit dem Betrieb XY)
1.3. Problematik (Was bedeutet die Kooperation für unsere Firma?)
1.4. Ziele (innerbetriebliche Veränderungen)
1.5. Grundstruktur (a. Kooperation im Allgemeinen
b. notwendige Maßnahmen
c. Schlusswort)
2. Hauptteil
2.1. Kooperation im Allgemeinen
2.1.1. Zustandekommen der Kooperation
2.1.2. Termine der einzelnen Phasen zur Kooperation
2.1.3. Informationen zu Einzelgesprächen
2.1.4. Zusammensetzung der späteren Geschäftsführung
2.1.5. Informationen zur Nutzung der beiden Betriebsgelände
2.1.6. Informationen zur Umzugsphase
2.2. notwendige Maßnahmen
2.2.1. Zusammensetzung des Partnerunternehmens
2.2.2. notwendige Kündigungen
2.2.3. notwendige Versetzungen
2.2.4. Termine für Kündigungen und Versetzungen
2.2.5. neue Arbeitsverträge bei Versetzungen und Fusion
2.2.6. Abfindungen und weitere Vergünstigungen bei Kündigung
2.2.7. Informationen zum Betriebsrat
2.2.8. Löhne und Gehälter
2.2.9. Änderungen der Arbeitsmittel
3. Schluss
3.1. Ergebnis (positive Auswirkungen auf unser Unternehmen)
3.2. Allgemeines (Ansprechpartner für Fragen, Terminlisten Einzelgespräche)
3.2. Appell (Motivation nicht verlieren)
3.3. Verabschiedung



Text:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich möchte Sie hier, auch im Namen des Geschäftsführers Herrn Bohlsen sen., herzlich willkommen heißen. Das Thema wird heute sein: die Zusammenarbeit und spätere Fusion mit dem jetzigen Konkurrenzbetrieb XY. Ich möchte dabei näher auf die Veränderungen in unserem Betrieb eingehen. Zum Ersten spreche ich im Allgemeinen über die Kooperation, dann über die notwendigen Maßnahmen und am Ende folgt ein kurzes Schlusswort.

Seit zwei Jahren sind die Umsätze in unserem Unternehmen stagniert. Deshalb konnten auch keine Lohnerhöhungen mehr vorgenommen werden. Diese Stagnation lässt sich teilweise dadurch begründen, dass das Unternehmen XY preiswertere Produkte anbietet und wir somit Kunden verloren haben. Vor einem Monat machte uns die Geschäftsführung von XY den Vorschlag eng miteinander zu kooperieren und später die Unternehmen zu fusionieren. Herr Bohlsen sen. und seine Berater haben sich dann, nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, für eine enge Zusammenarbeit mit XY ab dem 1. Januar 2005 entschieden. Dem Geschäftsführer ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, weil eine Kooperation auch einige Versetzungen und zehn Kündigungen mit sich bringt. Die Wirtschaftlichkeit unserer Firma kann aber nur durch diese Maßnahmen gesichert werden.
Herr Bohlsen sen. möchte vor den weiteren Verhandlungen und Beratungssitzungen mit jedem Mitarbeiter einzeln ins Gespräch kommen. Am 1. Juni dieses Jahr beginnen wir mit den Einzelgesprächen. Daran teilnehmen wird der jeweilige Arbeitnehmer, die Herren Bohlsen sen. und jun., die Personalchefin Frau Strunz sowie ein Betriebsratsmitglied Ihrer Wahl. Dabei wird Ihnen mitgeteilt ob und in welchem Bereich des Unternehmens sie, entsprechend Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten, eingeplant sind. Natürlich haben sie auch die Möglichkeit Einwände zu äußern. Der Betriebsrat wird Ihnen hilfreich zur Seite stehen. Die Einzelgespräche sind dann spätestens in der ersten Juliwoche abgeschlossen. Die Geschäftsführung entscheidet dann konkret über die notwendigen Kündigungen und Versetzungen. Ende Juli bekommen Sie die Ergebnisse mitgeteilt. Ab 1. Januar 2005 werden die Versetzungen vollzogen. Einige der Mitarbeiter die eine Kündigung erhalten haben, sind dann aus dem Unternehmen schon ausgeschieden. Das ist natürlich abhängig von der jeweiligen Kündigungsfrist. Ebenfalls werden ab genanntem Datum die Kolleginnen und Kollegen von XY mit uns zusammen arbeiten.

Es bestehen auch nach dem 01.01.2005 zwei Firmen. Die angesprochene Fusion wird frühestens 2007 stattfinden. Doch auch die Geschäftsführung wird während der Kooperationsphase eng zusammen arbeiten. Unser jetziger Geschäftsführer Herr Bohlsen sen. wird am 31.12.2004 seine Position an seinen Sohn übergeben. Er wird weiterhin eine Beraterfunktion im Betrieb zeitweise übernehmen. Nach der Fusion 2007 wird der Betrieb mit Herrn Bohlsen jun. und Herrn Maier von XY zwei Geschäftsführer haben.

Das Betriebsgelände des Unternehmens XY wird ab Januar 2005 als Materiallager genutzt. Auch das Verwaltungsgebäude wird dort beibehalten. Das hat zur Folge, dass unsere Lagerarbeiter und Verwaltungsangestellten ab genanntem Datum auf dem Betriebsgelände von XY tätig sein werden. Die Produktionshallen, das Verkaufsgebäude und der Fuhrpark werden weiterhin hier sein. Unsere alte Fertigungshalle, welche im Oktober 1998 stillgelegt wurde, wird auch wieder in Betrieb genommen. Im Dezember diesen Jahres wird die Produktion in beiden Betrieben stillgelegt. Dieser Zeitraum soll für den Umzug genutzt werden.

Nun noch einiges zu den erforderlichen Maßnahmen, welche die Kooperation mit sich bringt. Das Partnerunternehmen XY hat insgesamt 85 Arbeitnehmer. Aufgrund der Zusammenarbeit entstehen in den Abteilungen Verwaltung, Verkauf, Lager und Fuhrpark Mitarbeiterüberschuss. In diesen Abteilungen sind leider Kündigungen notwendig. Des weiteren sind in allen Abteilungen Versetzungen geplant. Die Auszubildenden sind davon natürlich nicht betroffen. Sollten Arbeitnehmer die Kündigung einer Versetzung vorziehen sind auch Neueinstellungen möglich. Genaueres werden dann die Einzelgespräche ergeben. Wir versuchen natürlich für jeden Arbeitnehmer den besten Weg zu finden. Mit den Kolleginnen und Kollegen die von einer Versetzung betroffen sind, werden im November dieses Jahr die geänderten Arbeitsverträge abgeschlossen. Für alle Arbeitnehmer werden dann im November 2006 neue Arbeitsverträge erstellt, weil im Januar 2007 die Firmen verschmolzen werden. Über den späteren Namen des Betriebes wird noch verhandelt.
Die 10 Kolleginnen und Kollegen, die von einer Kündigung betroffen sind, bekommen natürlich eine angemessene Abfindung. Auch die Kosten für einen professionellen Arbeitsvermittler trägt im ersten Jahr nach der Kündigung unser Betrieb. Sollten Termine für Vorstellungsgespräche und Einstellungstests in den Zeitraum fallen, in dem Sie noch bei uns tätig sind, werden Sie natürlich für diese freigestellt.

Die Zahl der Arbeitnehmer steigt nach der Zusammenlegung auf 165. Aus diesem Grund sind gemäß Betriebsverfassungsgesetz 7 Mitglieder des Betriebsrates zulässig. Bis jetzt hat jeder Betrieb 5. Die neue Betriebsratswahl findet in der ersten Woche im Januar 2005 statt.
Die Löhne und Gehälter werden ab Januar 2005 auf das Lohnniveau des Betriebes XY angepasst.
In der Produktion von XY werden größtenteils modernere Arbeitsmittel verwendet als bei uns. Die Geräte und Maschinen werden in der Umzugsphase im Dezember in unseren Produktionshallen montiert. Die Kollegen von XY werden Sie natürlich in die Bedienung der Arbeitsmittel einweisen. Auch die Software in der Verwaltung wird umgestellt. Ein zweitägiger Lehrgang zum Umgang mit der neuen Software wird ebenfalls im Dezember dieses Jahr stattfinden.

Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen, ich weiß dass diese Rede viele Neuigkeiten für Sie mitgebracht hat. Bei den meisten von Ihnen werden jetzt Zweifel oder vielleicht sogar Ängste aufgekommen sein. Unser Geschäftsführer Herr Bohlsen sen., sein Nachfolger Herr Bohlsen jun., der Betriebsrat sowie Wirtschaftsberater und sonstige Beteiligte sind von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt, mit XY zu kooperieren. Nur das ist der richtige Weg unseren Betrieb langfristig ökonomisch gesund zu halten. Sollten Sie noch Fragen haben: Ich stehe Ihnen noch eine Stunde hier zur Verfügung. In den nächsten Tagen und Wochen können Sie Ihre Fragen natürlich auch an Ihren Abteilungsleiter richten. Die Liste mit den Terminen für die Einzelgespräche werden morgen früh im Eingangsbereich ausgehängt. Ich möchte dringend an Sie appellieren: Bitte verlieren Sie nicht Ihre Arbeitsmotivation! Wir werden mit Hilfe von Fachleuten für jeden Arbeitnehmer einen sozial tragbaren Weg finden. Das verspreche ich Ihnen auch im Namen von Herrn Bohlsen. Ich möchte mich für Ihre Aufmerksamkeit recht herzlich bedanken und wünsche Ihnen einen angenehmen Feierabend.









Quelle:




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