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Titel:

Referat Albert Einstein


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Referat Albert Einstein



Dieser Text wurde ursprünglich für ein Referat in dem Schulfach PHYSIK (Oberstufe) geschrieben. Ziel des Vortages sollte es sein, Kenntnisse der Spezielle Relativitätstheorie, der Allgemeine elativitätstheorie und der Einheitliche Feldtheorie (nur am Rande) in einer für Laien verständlichen Darstellungsform zu vermitteln. Dieser Text stellt die Grundlage des Referats dar. Daher sind einzelne Teile (z. B. die Bibliographie von Albert Einstein) nicht im Text enthalten. Auch erfolgt die Beschreibung zum Teil in Stichworten, genauso wie sprachliche Stolpersteine u. U. noch vorhanden sein könnten. Auf eine literarische Quellenangabe wurde hier verzichtet.

Tipp- und Rechtschreibfehler wurden nicht bereinigt.

Da die Auswirkungen von Einsteins Theorien für uns alle sehr gravierend sind, sollten grundlegende Kenntnisse der Relativitätstheorien zur Allgemeinbildung gehören.



Dieser Text ist Public Domain. Er kann als Basis für eigene Referate dienen. Ich gebe alle Rechte an ihm auf.



Geplante Dauer: ca. 120 Minuten (an Pausen denken!) zwischendurch zusammenfassen und Fragen entgegennehmen



Abkkürzungen: RT = Relativitätstheorie(en)




0. Vorwort



Die Relativitätstheorien werden im allgemeinen als Unverständlich angesehen, nicht weil die Ergebnisse schwer zu verstehen wären, sondern weil sie schwer zu glauben sind!


1. kurze Biographie



hier nicht enthalten


2. Einsteins Modell des wissenschaftlichen Denkens (Ähnlich der Rhetorik!)



S: Sinnerlebnisse und Wissen, Erfahrungen etc.

(ungeordnet!)

G: kühner Gedankensprung, Spekulation, Idee, Ahnung,

Hypothese: es gibt keinen logischen (folgernden) Weg von

S aus dorthin, nur eine Art von „Intuition“.

A: Systeme von Axiomen:

Grundlegende Behauptungen, die man zur Tatsache, zum Ausgangspunkt erhebt, um darauf aufbauend eine Reihe von Folgerungen und Theorien zu entwickeln.

En: Aus A werden auf logischem Wege Einzelaussagen deduktiv

(vom Allg. her) hergeleitet, die auf A aufbauen!

?: Schließlich werden alle Einzel-Aussagen an der Erfahrung

überprüft (durch Experimente etc.). Hinweis: Theoretisch ist es unmöglich, eine Theorie als „endgültig bewiesen“ zu betrachten!

Die zeitgenössischen Forscher gingen davon aus, daß man aufbauend auf S logische Folgerungen ziehen kann (sog. induktive Methode), welche zu immer mehr Wissen führt.

Dies erweist sich nicht immer als richtig, weil es viele Lücken im Wissen gibt und dieses auch unsortiert, widersprüchlich und teils fehlerhaft ist.

Einsteins Modell der Theorienbildung baut dagegen auf eine gewisse Intuition auf und überbrückt damit Lücken im Wissen.

In der Praxis erwiesen sich Einsteins Theorien als so

fortschrittlich, daß sie viele Jahrzehnte lang nicht

vollständig auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden

konnten.

Allg: Induktion (Folgerungen aus Einzelfällen)

contra

Deduktion (Folgerungen aus dem Allgemeinen herleiten)




3. Die Spezielle Relativitätstheorie (1905 veröffentlicht)


Allgemeines: Eigenschaften des Lichtes

!!! Licht hat im Vakuum eine Geschwindigkeit von rund 300.000

km/h, d. h. ein Lichtstrahl würde die Erdkugel mehr als 7 mal in einer Sekunde umrunden! Die Lichtgeschwindigkeit ist von der Dichte des Mediums abhängig (in Wasser um ¾, in Glas um 2/3 langsamer).

Licht gehört zur Gruppe der ELEKTROMAGNETISCHEN WELLEN, wozu u. a. auch Radiowellen, UV-Strahlen, Infra-Rot-Strahlen etc. gehören.


Damaliges Problem: Suche nach dem Medium des Lichtes

Schallwellen benötigen zu ihrer Fortpflanzung ein Medium:

Moleküle. Der Schall breitet sich durch Molekülschwingungen aus. Im Vakuum gibt es keinen Schall.

Man folgerte daraus, daß auch die Lichtstrahlen ein Ausbreitungsmedium benötigen. Man nannte dieses Medium den „Äther“ (daher: Radioprogramm im Äther...).

Der Äther müßte überall existieren, wo sich elektromagnetische Wellen ausbreiten können, auch im Vakuum, da sich Licht auch im Vakuum ausbreitet. Äther sollte im ganzen Universum und in allen Materialien in mehr oder weniger hoher Dichte vorhanden sein. Alle Planeten würden sich in diesem Äther bewegen, während der Äther stillstehend sein sollte. Das Licht müßte sich dann mit immer konstanter Geschwindigkeit im Äther bewegen.

Die Idee von Existenz des Äthers war so einleuchtend, daß sie schnell von vielen Seiten akzeptiert wurde.

Man versuchte also den Äther zu entdecken und zu beweisen. Doch alle Bemühungen hierzu hatten keinen Erfolg. Die Wissenschaft befand sich in einem frustrierendem Stadium, in einer scheinbaren Sackgasse.

An diesem Punkt kommt Albert Einstein ins Spiel. Er hatte die Forschungen zum Thema „Äther“ und „Eigenschaften des Lichtes“ kritisch verfolgt und zog daraus zwei wichtige Schlußfolgerungen (auch als „fundamentale Postulate“ bekannt):

1. Der Äther kann nicht entdeckt werden. Jede Bewegung ist relativ.

2. Die Lichtgeschwindigkeit ist für einen Beobachter immer konstant.



Die Relativität der Bewegung leuchtet ein, weil die Messung von Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung von einem fixen Bezugspunkt abhängig ist (Beispiel: zwei Raketen im Weltraum; Von Brücke auf fließendes Wasser starren).

Im gesamten Universum gibt es keinen absoluten Fixpunkt,

der als Bezugspunkt verwendet werden könnte. So dreht sich

z. B. die Erde um ihre eigene Achse, insgesamt aber um die

Sonne, unser Sonnensystem bewegt sich innerhalb der Galaxie

und der Milchstraße etc. Man kann folglich immer nur sagen,

daß sich ein Objekt mit einer bestimmten Geschwindigkeit

und Bewegungsrichtung relativ zu diesem oder jenem

Bezugspunkt bewegt! [“Rom ist Mittelpunkt des Universums...“]

Was hat dies mit dem Äther zu tun? - Ein stillstehender

(fixer!) Äther, nach dem man suchte, würde eine absolute

Bewegung voraussetzen, wir haben jedoch gerade

festgestellt, daß es nur eine relative Bewegung gibt.

Folglich kann man den Äther nicht entdecken!

Es sollte angemerkt werden, daß Einstein an dieser Stelle die Existenz des Äthers weder bestritt, noch voraussetzte! Vielmehr ist die Existenz des Äthers für die Gültigkeit der speziellen Relativitätstheorie unerheblich.

Daß die Lichtgeschwindigkeit immer dieselbe relativ zu einem Beobachter sein sollte, ist in der Tat kaum zu glauben. Was bedeutet dies? Wenn sich ein Planet mit einer Geschwindigkeit von 100.000 km/s auf die Erde zubewegt, dann treffen dessen Lichtstrahlen nicht etwa mit 400.000 km/s auf die Erde, sondern trotzdem mit 300.000 km/s. Dies läßt sich an dieser Stelle noch nicht beweisen, doch dazu später mehr.

Man beachte, wie Einstein gemäß dem bereits zuvor erläutertem Modell des wissenschaftlichen Denkens vorging und zuerst zwei Axiome (grundlegende Behauptungen) aufstellte!

Obwohl die konstante Lichtgeschwindigkeit dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheint, sprachen alle bisherigen Experimente dafür. Einstein glaubte, es handle sich dabei um ein grundlegendes Gesetz des Universums.

Die Relativitätstheorien sind nicht etwa deshalb als unverständlich bekannt, weil sie schwer nachzuvollziehen wären, sondern eher deshalb, weil man ihre Folgerungen nur schwer glauben kann! Das liegt daran, daß wir alles an unseren bisherigen Erfahrungen messen, die jedoch nur einen kleinen Teil einer Gesamtheit ausmachen (dem Universum, oder noch mehr?). Daher kommt man kaum auf die Idee, unsere Erfahrungen könnten nur ein Spezialfall von viel allgemeiner gefaßten Gesetzlichkeiten sein.
Folgerungen aus diesen Behauptungen

Wenn diese Axiome wirklich gelten, dann kann man aus ihnen

verschiedene Formeln ableiten. Um seine Theorie zu

bekräftigen und um experimentelle Bestätigungen zu

ermöglichen, entwickelte Einstein eine Reihe von Formeln. Mit Hilfe dieser Formeln konnte man jedoch auch vollkommen neue Vorhersagen ableiten, die später übrigens durch Experimente und Beobachtungen bestätigt wurden.

!!! Im Gegensatz zur Allgemeinen Relativitätstheorie gelten die

!!! nachfolgenden Formeln nur bei einer Beschleunigung von

· null, also einer konstanten Geschwindigkeit.



1. Gleichung



Die Längenverkürzung eines Objektes, das sich mit einer relativen Geschwindigkeit v zu einem anderen Objekt bewegt.
L’ = L * Wurzel aus [ 1 - (v² / c²) ]

Könnte man von einem Objekt aus die aktuelle Länge des anderen Objektes messen (und umgekehrt!), würde die Länge mit zunehmender Geschwindigkeit abnehmen. Zu beachten ist, daß die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten werden kann, weil dann ein negativer Wert unter der Wurzel stehen würde (mathematisch nicht erlaubt).

Eigentlich verkürzt sich nicht nur die Länge des Objekts mit seiner Geschwindigkeit, sondern auch die Entfernung zu anderen Objekten, die eine andere relative Geschwindigkeit haben.



2. Gleichung



Die Massenzunahme mit der Geschwindigkeit: Ein Objekt

mit der Masse m im Stillstand wird immer schwerer, je

schneller es sich relativ zu einem anderem Objekt

bewegt. Die Massenzunahme kann jedoch nur vom

Beobachter ermittelt werden, die Messung der eigenen Masse würde keine Veränderung ergeben!

m’ = m / Wurzel aus [ 1 - (v² / c²) ]

Es ist interessant, daß korpulente Menschen versuchen, durch Sport wie z. B. Laufen abzunehmen. Je schneller sie laufen, um so schwerer werden sie!

Auch diese Formel läßt den Schluß zu, daß die

Lichtgeschwindigkeit die maximal mögliche Geschwindigkeit

ist (weil die Wurzel sonst negativ würde). Man erkennt

außerdem, daß ein Objekt, welches sich mit der

Lichtgeschwindigkeit bewegt, eine unendliche Masse

besitzt (Grenzwert von Masse geteilt durch 0).



3. Gleichung



Die Addition von zwei Geschwindigkeiten (relative

Geschwindigkeit): Zwei Objekte, die sich mit einer

relativen Geschwindigkeit von v1 und v2 zu einem anderem Bezugssystem bewegen, haben im Bezug zum jeweils anderem Objekt eine Geschwindigkeit, die sich nach folgender Formel berechnet:

v = v1 + v2

-------------

1 + v1 * v2

-------



Folglich ist die bisher verwendete Formel v = v1 + v2 nur eine Näherungsformel, die bei hohen Geschwindigkeiten jedoch ungenau ist (man könnte die Lichtgeschwindigkeit überschreiten!). Für geringe Geschwindigkeiten (wie sie auf der Erde üblich sind) liefert sie jedoch ausreichend genaue Ergebnisse.



4. Gleichung



Die Gleichwertigkeit von Masse und Energie: Die Energie, die in einem Objekt steckt, hängt von seiner Masse ab.

Wir wissen, daß die Masse mit der Geschwindigkeit

zunimmt. Folglich muß auch die Energie zunehmen, weil

zwei verschieden schwere Objekt bei gleicher

Geschwindigkeit auch eine verschieden hohe Energie

besitzen (potentielle oder kinetische Energie).
E = m * c²

Diese Formel besagt, wieviel Energie man maximal von einer Masse erhält, wenn man die gesamte Masse in Energie umwandeln würde. Würde dies gelingen, könnte man wenigen Tonnen Masse die ganze Erde jahrelang mit Energie versorgen! Die Atombombe ist ein trauriger Beweis dafür.

Unsere üblichen Energieerzeugungsformen geschehen durch chemische Prozesse, bei der nicht etwa die Masse in Energie umgewandelt wird, sondern nur eine Veränderung molekularen Struktur unter Abgabe von Energie erreicht wird (z. B. Verbrennung). Die Umwandlung von Masse in Energie geschieht jedoch durch sog. nukleare Prozesse.

Aus dieser Formel kann man auch schließen, daß Objekt mit irgendeiner Masse nicht einmal GENAU die Lichtgeschwindigkeit erreichen können, weil ihre Masse dann unendlich groß sein würde. Folglich müßte man für diese Beschleunigung auch unendlich viel Energie zuführen, also alle Energie des Universums plus noch mehr Energie!



5. Gleichung



Verlangsamung der Zeit: Je schneller sich ein Objekt

bewegt, um so langsamer scheint dort für einen

außenstehenden Beobachter die Zeit zu vergehen.

t’ = t * Wurzel aus [ 1 - (v² / c²) ]

Die Zeit im bewegtem Objekt selbst vergeht gleich

schnell (weil die relative Geschwindigkeit zu sich

selbst immer 0 ist!).

Früher ging man davon aus, daß die Zeit für alle und überall im Universum gleich schnell abläuft, Zeit also eine unveränderliche Grundeinheit darstellt. Dies ist nicht der Fall.

Beispiel: Zwillingsparadoxon: Einer fliegt mit Rakete und kommt jünger zurück. Warum nicht Zwilling auf Erde jünger? Oder beide? -> wegen Beschleunigung (allg. RT!)

· > Raumfahrer altern immer weniger als Erdlinge






Experimentelle Beweise für die Spezielle Relativitätstheorie

Untersuchungen mit radioaktiven Substanzen haben bereits 1902 gezeigt, daß die Masse der Teilchen, die als Beta-Strahlen ausgesendet werden, mit der Geschwindigkeit zunehmen. Bereits damals schien es unlogisch, daß eine Substanz aus so vielen verschiedenen Teilchen bestehen könnte, die zusammen die Beta-Strahlung bewirken.

Gleiche Ergebnisse wurden bei den Atom-Beschleunigungs-

Anlagen festgestellt. Diese Maschinen benützt man zur

Atomzertrümmerung, um die Struktur der Atom-Teilchen zu untersuchen. Durch die angenäherte Lichtgeschwindigkeit nehmen die Atome stark an Masse zu, was sich auf ihre Trägheit und ihre Aufschlageigenschaften auswirkt.

Die Zeitverzögerung wurde mit einer genau laufenden Atomuhr bestätigt. Die Uhr befand sich in einem Düsenjet, das um die Erde flog.

Ebenfalls wurde die Zeitverzögerung mit beschleunigten Wasserstoffatomen nachgewiesen (veränderte Vibrationsfrequenz des Elektrons).

Bis wir Menschen den Zeitverzögerungseffekt jedoch am eigen Leib (als Raumfahrer) erleben können, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen.

Bindungsenergie (binding energy): Aufgrund der hohen Energiemenge in geringsten Massen hatte man wenig Hoffnung, Einsteins Formel jemals an normalen Mengen von Masse zu verifizieren. Die Wissenschaftler konzentrierten sich daher auf kleinste Maßstäbe: auf Atome. Ein Element wie z. B. Uran besteht aus 146 Neutronen und 92 (positiven) Protonen. Es bekannt, daß sich gleiche Ladungen abstoßen. Trotzdem halten die 92 Protonen des Urankerns auf engstem Raum zusammen. Aus diesem Grund müssen die Protonen durch eine sehr viel stärkere Energie zusammengehalten werden, die sog. „Bindungsenergie“. Würde man den Kern in viele kleine Teile zertrümmern, würde diese Bindungsenergie freiwerden. Wo kommt diese Energie nun her? Die Antwort gibt uns die Formel E = mc². Die freigewordene Bindungsenergie entstand aus einem Teil der Atomkernmasse. Folglich wiegen die einzelnen Atomteile nach der Zertrümmerung weniger als vorher. Die fehlende Masse muß der freigewordenen Energie entsprechen. Dieser Nachweis wurde bereits 1932 in England erbracht.

Ein weiteres Beispiel für die „Nutzung“ der Bindungsenergie ist die Atombombe (->Kernspaltung). Hier werden entweder Uran oder Plutonium gespalten. Es ist anzumerken, daß nur Elemente, die schwerer als Silber sind (Atomgewicht 108), bei ihrer Spaltung auch wirklich mehr Energie freigeben, als für ihre Spaltung vorher aufgewendet werden mußte!

Wie kann man nun Elemente, die leichter sind als Silber, dazu bewegen, Energie freizusetzen? Indem man den ganzen Vorgang umkehrt: anstatt Atomkerne zu spalten fügt man mehrere Teile zu einem Atomkern zusammen. Auch hierbei wird ein Teil der Masse der Einzelteile in Energie umgewandelt, wodurch das Verschmelzungsergebnis ein leichterer Atomkern ist. Diesen Prozeß der Energiefreisetzung durch Verschmelzen von mehreren leichten Atomkernen zu einem schweren Atomkern nennt man „Kernfussion“ (Verschmelzung). Die Wasserstoffbombe arbeitet nach diesem Prinzip!

Früher dachte man, unsere Sonne verbrennt irgendein Material, um diese Menge an Energie abzugeben. Sie wäre dann allerdings nach etwa 300 Jahren „ausgebrannt“. Heute weiß man, daß in der Sonne eine Kernfussion stattfindet. Sie wandelt über eine Kette von Kernreaktionen jeweils 4 Wasserstoffkerne (4 Protonen) in Helium um (2 Protonen). Der resultierende Massenverlust ist die freiwerdende Energie der Sonne, die noch für lange Zeit reichen wird (ca. 15 bis 30 Milliarden Jahre). Durch den Massenverlust schrumpfen Sonnen immer mehr Zusammen, bis sie verbraucht sind (=> Theorie über die Bildung von schwarzen Löchern...). Der Unterschied zwischen der Fussion einer Atombombe und der Sonne liegt jedoch in Geschwindigkeit, in der die Umwandlung erfolgt!

Ferner arbeiten auch Atomreaktoren nach dem Kernspaltungsprinzip. Auch hier erfolgt eine sehr langsame und „kontrollierte“ Kernspaltung. Die freiwerdende Energie wird in Form von Hitze zur Stromerzeugung verwendet.


Raum und Zeit in der vorrelativistische Physik

Vor der Anerkennung der Relativitätstheorie betrachtete man den Raum mit seinen drei Bestandteilen (x, y, z) und die eindimensionale Zeit (t) getrennt voneinander. Man beachtete nicht, daß Raum und Zeit eigentlich erst ein konkretes Ereignis beschreiben, weil zur Signalübermittlung eine bestimmte Zeit vergeht, bevor ein räumlich weit entferntes Ereignis auch wirklich wahrgenommen wird (vgl. Betrachtungen über Gleichzeitigkeit eines Ereignisses in verschiedenen Entfernungen).

Mit der Anerkennung der Relativitätstheorie mußte man zugleich die Trennung von Raum und Zeit aufgeben und die Raum-Zeit (sog. vierdimensionales Kontinuum) anerkennen.

Nicht der Raumpunkt alleine, in dem etwas geschieht, nicht der Zeitpunkt alleine, in dem etwas geschieht, beschreibt dieses Ereignis genau. Erst die Kombination dieser beiden Elemente beschreibt das Ereignis (vierdimensional) wirklich absolut (und nicht relativ wie bei der Aufspaltung in Raum und Zeit).

Man sollte jedoch nicht übersehen, daß die zeitliche

Koordinate der Zeit keinesfalls mit den räumlichen

Koordinaten gleichwertig ist. Dies ist bereits an der Erfahrung erkennbar, daß die Zeit nicht rückwärts laufen kann (auf einen mathematisch-physikalischen Beweis muß an dieser Stelle verzichtet werden).

So wurde aus dem dreidimensionalen Raum (von Newton) der vierdimensionaler Raum Einsteins.




4. Die Allgemeine Relativitätstheorie (1916 veröffentlicht)



Schon bald nach der Veröffentlichung seiner speziellen

Theorie 1905 begann Einstein mit dem Versuch, diese Theorie

zu verallgemeinern. Die spez. Theorie gilt nur bei

gleichbleibender relativer Geschwindigkeit, also einer

Beschleunigung von null. Die Allg. RT sollte nun auch Objekte beschreiben, bei denen sich die relative Geschwindigkeit verändert, also eine Beschleunigung bzw. Verzögerung vorkommt.

Beispiel: Aufzug steigt oder fällt BESCHLEUNIGT ->

Gewichtsveränderung der Personen bis hin zur

Schwerelosigkeit. Nun: Raumschiff mit schwerelosen Personen

darin: Beschleunigung / Verzögerung oder knapp

vorbeifliegender Planet (Massenanziehung) bewirkt

Gewichtsveränderung. Hätte Raumschiff kein Fenster, wüßte man nicht den Grund hierfür!

· > Äquivalenzprinzip: Die Auswirkungen der Gravitation und einer Beschleunigungsbewegung sind gleichwertig und können nicht voneinander unterschieden werden.



Dies ist die grundlegende Annahme der allgemeinen RT. Mit Hilfe eines verhältnismäßig neuen Zweiges der Mathematik, der Tensoren-Kalkulation entwickelte Einstein drei wichtige Schlußfolgerungen aus dieser Annahme.

1. Das bereits von Newton durch reine Beobachtung

ermittelte Gesetz der Massenanziehung wurde weiter

verfeinert.

F = G * M1 * M2 G = Gravitationskonstante

-------

2.00000016

d



Diese kleine Änderung des Exponenten hat große Folgen. Die stets gleichbleibende Elipsenbahn von Planeten ist nach Einstein eigentlich eine langsam rotierende Elipsenbahn! Die Rotation ist jedoch so gering, daß selbst die Erde 34 Millionen Jahre benötigt, um sich einmal einmal vollständig zu drehen.

Die rotierende Elipsenbahn wurde am Planeten Merkur

nachgewiesen, da sich dieser sehr schnell bewegt

(Umlaufgeschwindigkeit) und somit eine verhältnismäßig

schnelle Rotationsbahn zeigt.



2. Lichtstrahlen werden von Massen angezogen und ihre Laufbahn dadurch gekrümmt!

Dies wurde mit einer Beobachtung eines verfrühten Sternaufgangs bei einer Sonnenfinsternis bestätigt.

Interessant ist die Überlegung, wie groß und schwer ein Stern sein müßte, um alle Lichtstrahlen in seiner Umgebung zu verschlucken (schwarze Löcher!).

Die Berechnung der Lichtablenkung durch Massen erfolgt

ebenfalls durch die obige Formel der Massenanziehung.

Voraussetzung ist, daß Licht-Photonen ein Gewicht haben, solange sie in Bewegung sind. Dies ist der Fall. Würden die Licht-Photonen jedoch stillstehen, hätten sie keine Masse mehr (Restmasse 0, siehe Formel der spez. RT!).

3. Gravitationsmassen verlangsamen den Zeitablauf. Je mehr Masse, um so langsamer vergeht die Zeit!



Die Zeitverlangsamung wurde wie bei der spez. RT mit der verlangsamten Vibration von Atomen und der dadurch folgenden Rotverschiebung des Lichtes nachgewiesen.



5. Die einheitliche Feldtheorie



Bis zu seinem Tod im Jahre 1955 war Einstein dann mit der Entwicklung der einheitlichen FT beschäftigt. Er hat diese Theorie jedoch nie vollenden können.

Hierzu einige kurze Überlegungen (Auszug):
Massenanziehung: F = G * (m1 * m2) / d²

Anziehung zweier ungleicher Ladungen: (Coulomb-Gesetz)

F = C * (q1 * q2) / d²

Anziehung zweier ungleicher Magnetpole:

F = K * (M1 * M2) / d²

Diese drei Formeln drücken in mathematisch gleicher Weise drei vollkommen unabhängige physikalische Phänomene.

Lediglich bei der Massenanziehung ist bisher keine Abstoßung bekannt!!! (Antischwerkraft!?).

Historisch wurden diese Formeln vollkommen unabhängig

voneinander durch empirische Befunde entwickelt. Die

ähnliche Form der Formeln läßt jedoch den Schluß zu, daß alle drei Phänomene einer gleichen natürlichen Gesetzmäßigkeit zugrunde liegen. Die drei Formeln sind folglich nur Teilzweige einer allgemeineren und grundlegenderen naturgesetzlichen Formel.

Diese grundlegende Formel zu finden ist ein Teilbereich der einheitlichen FT.

Der zweite Zweck ist jedoch weitaus größer als der erste.

Es ist der Versuch, ALLE PHYSIKALISCHEN PHÄNOMENE aus

einigen wenigen EINFACHEN UND GRUNDLEGENDEN PRINZIPIEN der

Natur abzuleiten.



1953, zwei Jahre von seinem Tod, veröffentlichte Einstein die

bisherigen Ergebnisse seiner Forschung (ein 14-seitiges

Dokument mit 28 Formelbestandteilen). Die Formel war jedoch nur sehr beschränkt verwendbar.

Die einheitliche FT wäre also eine universelle Weltformel, die praktisch die letzten physikalischen Geheimnisse der Universums entschlüsseln würde (siehe Dürrenmatt „Die Physiker“ Seite 69).





7. Diskussion: Wissenschaft vs. Moral; Notwendigkeit der

Wissenschaft



· > „Goldener Mittelweg“

· Täuschung über die Wirklichkeit von Erfahrungen

· alles ist relativ (hängt vom Standpunkt = Axiome und deren Gültigkeit ab)

· > (experimentelle) Verifikationen erhöhen das Vertrauen

in eine Theorie, können jedoch nie deren allg.

Gültigkeit umfassend bestätigen. Eine einzige

Falsifikation erzwingt jedoch eine Einschränkung,

Änderung oder sogar die Aufgabe einer Theorie.











Quelle:




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