René Wilhelm Johann Josef Maria Rilke - schulnote.de 
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Titel:

René Wilhelm Johann Josef Maria Rilke


  Note: 1   Klasse: 9









Arbeit: René Wilhelm Johann Josef Maria Rilke





Referfat : Rainer Maria Rilke

Kurzübersicht

Geboren am 4.12.1875



-Militärschule St. Pölten
-Studium Prag - München / Berlin


-Herausgeber von "Wegwarten" / "Larenopfer"



1899 Rußlandreise mit Lou Andreas-Salomé (lernt Leo Tolstoi



kennen)


1900 Worpswede

1901 Heirat mit Clara Westhoff / Geburts von Ruth Rilke



Privatsekretär von Rodin (schreibt zu dieser Zeit träumerische, gefühlvolle Lyrik / objektiven Dinggedicht [Der Phanter])


1901 "Buch der Bilder"

1902 - 1905 unstetes Wanderleben

1905 "Stundenbuch"

1905 - 1911 Frankreich / Italien / Nordafrika

1911 - 1913 Schloß Duino

1914 - 1918 1. Weltkrieg - trotz Krankheit eingezogen

1919 Umsiedelung in die Schweiz



verfaßt dort "Duineser Elegien" / "Sonette an Orpheus"
Hauptwerke


1923 Erkrankt an Leukämie

29.12.1926 Tod in Muzot
Grabsteinspruch: >Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern<

Biographie von Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke hieß mit vollem Namen René Wilhelm Johann Josef Maria Rilke und wurde am 04.12.1875 in Prag geboren. Er war ein strebsamer, guter Schüler jedoch oft krank. Prag hielt Rilke in schlechten Erinnerungen. Um ein gutes Gewissen gegenüber René zu haben als sie ihn in die Militärschule in St. Pölten steckte nahm ihn seine Mutter 1885 nach Italien mit, wo er Italien schon schätzen lernte. Die Zeit in der Militärschule beschreibt Rilke selbst als grausam. In dieser Zeit flüchtet er mehr und mehr in die Dichtkunst, mit dem er schon sehr früh begonnen hatte.
Seinen ersten kleinen Erfolg mit seiner Dichtung hatte er in Linz. Im Anschluß daran bestand er sein Abitur und begann zu studieren, erst in Prag, dann in München und Berlin. Er brachte während seiner Studienzeit die Zeitung "Wegwarten" heraus, die allerdings nur einige Male erschien. 1896 ging er nach München um in >Dichtergesellschaft< zu gelangen, wie er es nannte und um gleichzeitig von seiner Familie loszukommen. Welche ihn aber immer noch finanziell unterstützte. In München erschien, durch Rilke die Zeitung "Larenopfer", die wie "Wegwarten" kostenlos an einzelne verteilt wurde und eigentlich für die Arbeiterschicht bestimmt war. Rilke schickte einzelne Exemplare dennoch an andere Dichter um für sich zu werben. Er schrieb in dieser Zeit und auch später noch viele Briefe an seine vielen Freundinnen. Eine davon war Lou Andreas-Salomé, welche er in München kennenlernte. Er schrieb nebenbei aber ebenso Gedichte oder Geschichten, die er nicht veröffentlichte.
Außer ein paar Tagen in Italien verbrachte er die meiste Zeit in München oder Österreich. Im April 1899 fuhr er endlich nach Rußland: diese Reise hatte er schon länger geplant; begleitet wurde er von Lou. Dort widmete er sich der religiösen Kunst Rußlands, daneben machte er die Bekanntschaft mit Leo Tolstoi. Später verglich er Rußland und Italien in dem Satz: >>Italien ist ein Land wie im Traum, während Rußland voller tiefer unerwarteter Wirklichkeit ist.<<. Nach seiner Rußlandreise fuhr Rilke nach Worpswede. Rilke ließ sich dort für kurze Zeit nieder und heiratete Clara Westhoff, die ihm im Dezember 1901 seine Tochter Ruth auf die Welt brachte. Ein Jahr später erschien das "Buch der Bilder", dieses Buch besteht aus sorgfältig ausgewählten Gedichten, die in Meiningen, Schmargendorf und Worpswede entstanden sind. Als Anhang entstanden diese viel zitierten Zeilen:
Der Tod ist groß
Wir sind die seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
Wagt er zu weinen mitten in uns.
Ich denke, Rilke will hiermit die Unberechenbarkeit des Todes und unsere Machtlosigkeit ihm gegenüber beschreiben will.
Im selben Jahr machte er sich nach Paris auf. Dort besuchte er Rodin; einen französischer Bildhauer. Durch Rodins Einfluß wurde Rilkes träumerische, gefühlvolle Lyrik zum objektiven Dinggedicht. Die Form eines Dingedicht besteht daraus, das ein realer Gegenstand im Mittelpunkt der Texte steht, jedoch meist verfremdet dargestellt wird. Ein berühmtes Dingedicht z.B. ist ,,Der Phanter".
In Paris schrieb er nun auch weiter am "Stundenbuch", welches 1905 veröffentlicht wurde. Das ,,Stundenbuch besteht aus drei Büchern: alle drei sind sehr religiös und beziehen sich zum großen Teil auch auf die Bibel.
In Paris entstand auch das "Buch von der Armut und vom Tode", welches vom Armut Paris handelt. Dieses Buch ist in das ,,Stundenbuch" als drittes eingebunden.
1903 fuhr er nach Rom wo er wieder in Depressionen verfiel, weil er meinte nicht fähig zu sein, sich durchgehender Arbeit zu widmen. Ein Jahr darauf machte er sich anschließend auf den Weg nach Schweden. Im selben Jahr, als er auch das "Stundenbuch" veröffentlichte verschlechterte sich seine Gesundheit, wie er an Ellen Key, eine Bekannte schrieb. Im September fuhr er wieder nach Paris um Rodin zu besuchen. Als am 14.März 1906 Rilkes Vater starb reiste er sofort mit Clara nach Prag. Nachdem er kurze Zeit wieder in Frankreich war reiste er im November nach Neapel. Die Tage in Neapel beschrieb er als >>einen Art seelischen Gipsverband...in dem etwas heilt<<. In Italien angekommen schrieb er weiter an "Neue Gedichte".
Auszug aus ,,Neue Gedichte":
Lied vom Meer (geschrieben in Capri, Piccola Marina)
Uraltes Wehn vom Meer,
Meerwind bei Nacht:
Du kommst zu keinem her;
Wenn einer wacht,
so muß er sehn, wie er
dich übersteht:
uraltes Wehn vom Meer,
welches weht
nur wie für Ur-Gestein,
lauter Raum
reißend von weit herein...
O wie fühlt dich ein
treibender Feigenbaum
oben im Mondschein.

Nach seinem Italienaufenthalt machte er eine Nordafrikareise.
In der Zeit von 1911 bis 1913 hielt er sich in Spanien und Schloß Duino auf. 1911 erschien von Rilke "Ein Gottsucher". Zwei Jahre später im Februar kam er wieder nach Paris. Nach seinem Aufenthalt in Spanien fühlte er sich dort wieder >>unendlich heimatlich<<. 1914 - 1918 herrschte in Deutschland der 1.Weltkrieg. Rilke hatte gehofft wegen Krankheit nicht eingezogen zu werden. Wurde aber trotzdem 1916 nach Turnau in Nordböhmen zum Dienst im Landsturm einberufen. 1919 siedelte er in die Schweiz über, dort lebte er auf Schloß Muzot. Wo er seine Werke: "Duineser Elegien" und "Sonette an Orpheus" vollendete.
Um sich von seiner Krankheit abzulenken beschloß er nach Paris zu fahren. Dort hoffte er auf viele menschliche Kontakte, die er durch seine Bekanntheit in Frankreich bekam. Der Ortswechsel half jedoch nichts und so kehrte er nach Valmont zurück. Er bereitete alles für den Fall seines Todes vor. Rilke schrieb auf wo, wie er beerdigt werden wollte und auch wie der Grabstein aussehen sollte. Er verfaßte ebenfalls den Grabspruch:
"Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, Niemandes
Schlaf zu sein unter soviel Lidern."
Er starb am 29.12.1926 in Muzot an Leukämie.
Nach seinem Tod wurde er von einigen seiner Freunde als >>..wurzelloser Wanderer, der bald die Einsamkeit, bald die Gesellschaft suchte, anscheinend nach jeder Gelegenheit zur Veränderung griff, die der Zufall bot, doch unbeirrbar in seinem Ziel festhielt<<.
Stefan Zweig sagte über ihn: "eingehüllt in Schweigen und Geheimnis" Rilke selbst beschrieb sich zu Lebzeiten gegenüber Lou Salomé als >>immer am Fernrohr stehend, jeder Kommenden eine Seligkeit zu schreiben, die sicher bei keiner je zu finden war: meine Seligkeit, die Seligkeit, einst, meiner einsamsten Stunden<<.
Für Person und Werk Rilkes gilt, in einem Maße, wie kaum bei einem anderen Dichter und Künstler, daß sie ganz nach innen bezogen sind, daß ihn alle Richtung nach außen, auf ein persönliches und öffentliches Gegenüber fast gänzliches und öffentliches Gegenüber gänzlich fehlt.
Bei Rilke geht die menschliche Existenz ganz in der künstlerischen auf. Seine Übung und Rechtfertigung der Dichtung als ganz in sich geschlossen ist in ihrer Rigorosität ebenso großartig wie verzweifelt.









Quelle:




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