Reusenheben - schulnote.de 
Akzeptieren

Unsere Webseite nutzt Cookies. Wenn Sie auf dieser Webseite bleiben, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Sie können unsere Cookies löschen. Wie das geht, erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr erfahren



Impressum | Datenschutzerklärung Startseite








Titel:

Reusenheben


  Note: 2+   Klasse: 10









Arbeit: Reusenheben
Inhalt
Die Kurzgeschichte Reusenheben von Wolfdietrich Schnurre handelt von einem Jungen, namens Willi, der die Schule schwänzt um zum Reusenheben zu gehen. Dort wird er unfreiwillig zum Augenzeuge eines Mordes. Als der Täter, der eine Frau gerade umgebracht hat,ihn entdeckt, fordert er Willi ihm bei der Beseitigung der Leiche zu helfen. Dadurch macht der Täter ihn zum Mitwisser und Mittäter. Willi jedoch bemerkt gar nichts davon, weil er die ganze Zeit über nur Angst davor hat, dass der Täter ihn wegen Schulschwänzen an seine Eltern verrät.Als beide zurück auf der Chaussee entlang gehen und Willi nach Hause gehen will, bittet er den Täter niemandem zu verraten, dass er geschwänzt hat.

Interpretationshypotese
1. Der Mensch ist naiv und verschließt vor allem die Augen. Ihn interessieren nur eigene Belange und Probleme und er greift erst dann in die Situation ein, wenn es ihn selbst betrifft. Auf dem 2. Weltkrieg bezogen, heißt das, dass die Menschen nichts getan haben um anderen, die im Not waren, zu helfen. Sie haben sich nur für ihre eigene Situation interessiert, hauptsache ihnen geht es gut. Sie haben ohne sich zu wehren dem stärkeren blind gefolgt.
2. Schnurre versucht uns an dem unschuldigen Jungen zu zeigen, wie angesichts gewalttätiger Verbrechen das Recht- und Unrechtbewusstsein völlig versagen können, so dass auch ursprüngliche Unschuldige in große Schuld verstickt werden und durch ihr Mitwissen zu Mittätern gemacht werden. Auf dem 2. Weltkrieg bezogen, heißt das, dass z.B. auch Soldaten die gezwungen wurden ihre Pflicht zu machen, auch als Mitschuldig gelten. Da der Autor auch im 2. Weltkrieg war, denken wir, dass er mit dieser Geschichte das Erlebte und damit die verbundene Schuldfrage verarbeitet und sich sogar villeicht im Krieg ähnlich wie der Junge in der Geschichte sah.

Überschrift
-"Reusenheben"- zeigt Alltäglichkeit
-"Reusenheben", weil der Junge auf dem Weg zu dieser Tat einen Mord beobachtet hat und sich unwissend zum Mittäter gemacht hat.
-Der Anfang einer verbrecherischen Treppe: Das Fischefangen ist noch erlaubt, das unbefugte Reusenheben sowie Schuleschwänzen schon verboten und der Mord ein Verbrechen.
-Wie die Fische durch die Reusen, so sind die Reusen durch den Jungen, der Junge durch den Mörder und der Mörder durch die Strafverfolgungsbehörde bedroht.

Merkmale einer Kurzgeschichte
- Abrupter Anfang, die W-Fragen werden nicht geklärt: Wer ist die Hauptperson?
- Offenes Ende: Was geschieht nun mit Willi und dem Mörder?
- Die Erzählerzeit ist relativ Kurz, sie erstreckt sich über einen Tag, es ist ein kurzer Abschnitt aus dem Leben zweier Menschen
- Die Szenen sind alltäglich,eine Fiktion der Wirklichkeit (kein Abbild einer historischen Realität z.B.Sage, Legende), aber nicht sehr realistisch, denn jedes normale Kind, das Augenzeuge eines Mordes wird, wäre entsätzt. Ebensowenig ist die Seelenruhe nachzuvollziehen, mit der der Mörder die Leiche wegschafft.
- Die Personen werden nicht charakterisiert, sondern werden nur in der Handlung benannt.
- Sprache: realistisch; sehr verdichtete Erzählweise; überwiegend kurze, knappe Dialoge, wo kein Wort zu viel gesagt wird; keine Metaphern; kindlich, schlicht, nüchtern, keine Fachbegriffe- der Autor will nichts schön reden.
- Die Geschichte hat ein Bruch (Wendepunkt): Z.35-erstmal alles normal beschrieben, auf einmal kommt der Mord ins Spiel; oder Z. 79-da wird er unbewusst zum Mittäter; oder Z.112-118-man denkt der Mörder will ihn umbringen, aber er tut es nicht, sondern hält ihn nur fest.
- Deutungen: z.B.Unfeste Boden und schaukelnde Kahn ist eine typische Raumdarstellung(Zwischenbereich)-entspricht der heiklen(schwiriegen) Lage des Jungen

Aufbau:
-2 Hauptfiguren: Willi und der Mann(Mörder)
-Zusammenstoß zweier Welten: Kindes und Erwachsenenwelt, Spiel und Todernst zugleich, zwei Situationen des Schuldigwerdens- Schulschwänzen von Willi und Mord vom Mann
-bis zum Schluss bleibt alles unaufgeklärt
-Zeit: Präsens und Präteritum
-Erzählbericht
-innerer Monolog
-Erzählerhaltung: Sarkastisch-während ein Mord passiert, denkt der Junge ans Schulschwänzen, starke Zurückhaltung des Erzählers
-Erzählerstandort:olympischer Standort
-neutrales Erzählverhalten, gibt keine Kommentare,
-Erzählerform:Er-Erzähler,
-Atmosphäre:triste, einsam, still, neutral, ausführlich beschrieben,gespannt(reden aneinander vorbei, jeder denkt an seine eigenen Probleme)
-Nachkriegszeit-Autor:Sein häufigstes Thema in seinen Geschichten ist "Schuld"
-Stilisch und erzähltechnisch gleicht die Geschichte dem Muster von Hemingway

Intention
-In den Reusen verfangen sich nun auch andere Tierchen, wie Enten und Barsch. Das zeigt, dass auch der harmlose Schulschwänzer sich in der Maschen der gleichen Ordnung verfängt, die die Gesellschaft vor Menschen wie dem Mörder schützen soll.
-Der Autor spiegelt ein Ereignis von zwei verschiedenen Perspektiven aus, und verwendet so ein Mord zum reizvollen Anlass für schwebende Vieldeutigkeit zwischen Tragik und Humor.
-Er kontrastiert zwei verschiedene Situationen von Rechtsverstößen miteinander.








Quelle: Internet, Selbstständig




ähnliche Referate Reusenheben



Hier könnt Ihr die DRUCKANSICHT für das Referat öffnen




Tipp:







(c) schulnote.de 2004-2018

MEDIADATEN --- Besucher seit dem 01.09.2006
gesamt: 6667430 - heute: 41 - gestern: 1006 - online: 3 - Rekord online: 340 - Rekord Tag: 2801


ID: 2383      Aufrufe seit dem 02.08.2011: 13982