Scheitern der bürgerlichen Revolution in Deutschland - schulnote.de 
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Titel:

Scheitern der bürgerlichen Revolution in Deutschland


  Note: 1-   Klasse: 10









Arbeit: Scheitern der bürgerlichen Revolution in Deutschland


Alle Opfer der Revolution und der Napoleonischen Kriege schienen vergeblich gewesen zu sein: Der Wiener Kongreß verordnete Frankreich wieder die verjagten Bourbonen in Gestalt von König Ludwigs XVIII. der die Trikolore durch das Lilienbanner ersetzen ließ. Er erließ auf Rat Talleyrands eine Verfassung. Er lavierte damit mit Geschick zwischen Reaktionären, Konservativen und Liberalen. Der seit 1824 regierende Karl X. versuchte das Rad der Geschichte durch ein Bündnis zurückzudrehen, er entschädigte die Emigranten & plante die Wiederherstellung der katholischen Staatskirche und erließ die Einschränkung der Pressefreiheit. In dieser Entwicklung erschien Napoleon als Sachverwalter der Revolution & als Opfer von aristokratischen Blutsaugern. Als die Regierung einen Staatsstreich versuchte, und das Parlament auflösen wollte, entwickelten sich im Juli 1830 gewalttätige Proteste gegen die Staatsmacht. Das Bürgertum siegte und berief Louis Philippe von Orleans zum neuen Herrscher und erzwang eine parlamentarische Monarchie.

Der Erfolg der Julirevolution in Paris elektrisierte auch die deutsche Freiheitsfreude. Es kam zu Volkserhebungen in Braunschweig, Hannover, Kurhessen und Sachsen wo Verfassungen durchgesetzt werden konnten. Aber auch in anderen Ländern meldete sich der Liberalismus zu Wort und verlangte die Pressefreiheit, eine Reform der Deutschen Bundes und Verfassungen. Frankreich war das Vorbild, seine Ideen wurden von der Bewegung des "Jungen Deutschland" und ihren Vorkämpfern, den Dichter Heine und Ludwig Börne aufgegriffen.

Zur Feier des Jahrestages der bayerischen Verfassung versammelten sich auf dem Hambacher Fest (27.5.1832) Tausende von Menschen. Das Forum nutzten Redner zur Forderung der nationalen Einheit Deutschlands.

Als wenig später radikale Studenten den Frankfurter Bundestag stürmten verschärfte Metternich die Demagogenverfolgung, die sich besonders gegen Professoren und gegen die akademische Jugend richtete.

Im Jahre 1837 traten in Hannover 7 Professoren, unter ihnen die Gebrüder Grimm gegen ihren König auf. Er hatte sich des Rechtsbruches schuldig gemacht, weil er die alte honnoversche Landesverfassung für ungültig erklärt hatte. Die Professoren verweigerten ihren Eid auf die neue Landesverfassung.

Sie wurden ihres Amtes enthoben und ausgewiesen.

Diese Reaktion erstickte den nationalen und Liberalen Aufbruch mit polizeilichen Mitteln. Nach 15 Jahren Ruhe blies aus Frankreich das Signal zum Aufstand. Es hätte in Deutschland nicht gezündet, wenn die Fürsten völlig reformunfähig gewesen wären. Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. sprach vom "Sakrament der Ehe zwischen Volk und König", für liberale Forderungen hatte er nichts übrig. Er wollte keine Verfassung, die vom Volk gefordert wurde. Im Februar 1848 kam es zu Demonstrationen und die Nationalgarde verweigerte dem König dem Gehorsam. Er hatte den Befehl gegeben die Revolte niederzuschlagen. Er trat daraufhin zurück. In Deutschland war man an einen Sturz des Königs nicht interessiert, man wollte nur die Freiheit und die Einheit. Im März gingen deshalb in Deutschland die Menschen auf die Straße, deswegen werden die folgenden Ereignisse als Märzrevolution und die vorausgehenden Jahre als Vormärz in die Geschichte eingehen. Aus Angst erließen die Fürsten überall widerstandslos Verfassungen und versprachen Reformen. In Frankfurt bildete sich ein "Vorparlament", die die Wahlen vorbereiten sollte.

In Österreich stürzte am 13. Metternich. Der Vielvölkerstaat drohte auseinanderzubrechen. Die Deutsch - Österreicher wollten nicht außerhalb des entstehenden Reiches bleiben.

Am 18. März strömte eine Menschenmenge zum Berliner Schloß. Man wollte dem König danken, daß er die sog. Märzerrungenschaften, liberale Reformen im Sinne einer konstitutionellen Monarchie gebilligt hatte. Der König ließ aus Angst Truppen aufziehen. Durch möglicherweise versehentlich gelöste Schüssen, entstanden blutige Straßenkämpfe, die den revolutionären Prozeß beschleunigten. Im allen Ländern des Deutschen Bundes wurden Wahlen zur Nationalversammlung abgehalten, die am 18. Mai in der Frankfurter Paulskirche zusammentrat. Hier sollte eine liberale Reichsverfassung erarbeitet und der nationale Staat vollendet werden. Es gab in den politischen Gruppen unterschiedliche Meinungen. Die Rechten verweigerten jede Einschränkung der Befugnissen der Einzelstaaten, die Linken erstrebten eine zentralistische Republik und lehnte Vereinbarungen mit den Regierungen ab.

Die Beratungen der politisch unerfahrenen Männer schleppten sich entsprechend lange hin. Mitten in den Beratungen platzte der Konflikt mit Dänemark, das sich Schleswig einverleiben wollte. Preußen führte erfolgreich einen Krieg, überließ die Deutschen in Schleswig und Holstein ihrem Schicksal, nachdem sie in Mälmo einen Waffenstillstandsvertrag geschlossen hatte. Der Zorn traf die Nationalversammlung, diese konnte wegen Mangels an Exekutive nicht an den Fakten ändern konnte. Den "Verrat" an Schleswig wollten Radikale rächen und versuchten deshalb die Paulskirche zu stürmen und ermordeten zwei Abgeordnete der Rechten. Das Ansehen der Nationalversammlung erhielt einen Todesstoß. Die Verfassung blieb nur auf dem Papier. Es war ein bürgerliches - freiheitliches - demokratisches Dokument, das Grundrechte festschrieb und eine bundesstaatliche - kleindeutsche Lösung vorsah. In Österreich verschärfte sich die Revolution.

Rädelsführer, unter ihnen der von der Nationalversammlung entsandte Robert Blum wurden erschossen. Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden, daß die Zeit der Nationalversammlung abläuft. In Österreich siegten die Habsburger nach der Abdankung des Kaisers Franz Ferdinands zugunsten seines Neffen Franz Joseph und in Preußen übernahm das Militär wieder die Macht. Der König Friedrich Wilhelm IV. distanzierte sich von seinen Versprechungen und verfügte im Dezember eine Verfassung. Als ihm die Nationalversammlung die Kaiserwürde anbot, lehnte er dies ab. Die Revolution war gescheitert . Doch es bleiben die Errungenschaften, wie die Formulierung der Grundrechte, die den Keim zu einem demokratischen Anlauf in sich trugen. Damit aber sollte es noch eine gute Weile dauern, denn Otto von Bismarck erkannte, als er noch ein junger Abgeordnete war, daß man dem Volk die Freiheit weiterhin vorenthalten kann, wenn man dem Volk die Einheit bietet.

Nach meiner Meinung scheiterte die Revolution zum einen an der Nichtnutzung der Machtposition nach der Märzrevolution.

Sie scheiterte nach meiner Meinung auch daran, daß die Regierung nicht vollständig entmachtet wurde und weil die Bauern und das Bürgertum nicht auf einer Seite gekämpft hatten, weil die Bauern und Bürger unterschiedliche Interessen hatten.

Weitere Gründe waren die straffe Organisation und Strukturierung des Gegners, die politische Erfahrenheit des Gegners.

Ein wichtiger Grund war, daß die Regierung sich nachgiebig verhielt, um die Revolutionäre zu bestätigen, um doch dann wieder die Macht zu übernehmen.

Ein weiterer Grund für das Scheitern war die Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV.








Quelle: keine Angaben




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