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Titel:

Sinn des Lebens


  Note: 1   Klasse: 9









Arbeit: Der Sinn des Lebens

Die Frage nach dem Sinn des Lebens, also ,ob sich das Leben lohne oder nicht, ist die Grundfrage der Philosophie. Auch ist diese Frage für jeden einzelnen Menschen von höchster Bedeutung. Sie lässt sich nicht beseitigen , indem man sie zu einem Scheinproblem erklärt, sowie manche Empiristen, vor allem die Mitglieder des Wiener Kreises, es taten. Da es wissenschaftlich keine Erklärung gab, wird die Beantwortung dieser Frage an den Glauben oft an den Glauben zurückverwiesen oder der Einzelne muss selbst schauen, wie er diese Frage für sich beantwortet.


Die Antwort der Religion

Unser Verlangen nach Sinngebung liegt sicherlich in den Wurzeln aller Religionen. Die meisten Lebensdeutungen fallen pessimistisch aus, z.B. „Das Beste für den Menschen wäre es, überhaupt nicht geboren zuwerden, das Zweitbeste, in früher Jugend zu sterben“ , laut dem alten Griechenland. Auch die großen Religionen mit ihren Erlösungsmythen sind im Grunde genommen auch pessimistisch, denn sonst wäre ja keine Erlösung notwendig.
Der gläubige Mensch klammert sich an den Gedanken, dass letztendlich doch alles von Gott gelenkt werde. Dies spendet im Lebensmut und rost selbst im schwersten Leid. Dieser Glaube schließt aus, irgendetwas im Leben sinnlos zu finden, auch wenn der Sinn des Geschehenen oft im Verborgenen blieb.
Die Antworten der Religionen werden heute noch von vielen Menschen angenommen, trotzdem machen sich Pseudoreligionen und Aberglaube immer mehr breit.


Leidet der Mensch unter einer „Sinnlosigkeitsneurose“?

Weiten Bevölkerungskreisen sind von Angst, Unzufriedenheit und Unsicherheit erfüllt. Viktor E. Frankl spricht hierbei von einer „Sinnlosigkeitsneurose“. Der Mensch fühlt sich existentiell frustriert. Dieses Symptom findet man aber nur in der Überflussgesellschaft. Der Verlust des Lebenssinn ist so gesehen eine „Wohlstandsneurose“. Gründe dafür sind die Vereinsamung des Menschen in der Masse, die fehlende Geborgenheit . Viele Menschen leiden unter Depressionen, die dadurch hervorgerufen werde, und die fallweise auch zum „Freitod“ führen können. Nach SCHOPENHAUER will der Selbstmörder zwar das Leben, aber nicht unter den gegebenen Bedingungen.


Sinngebung des Lebens muss den Tod mitbedenken

Der Mensch ist das einzige wesen, das weiß, dass es sterben muss. Instinktiv sträubt er sich dagegen; er will trotz Todesgewissheit als unsterblich gelten. Der Mensch scheint den Gedanken nicht zu ertragen, dass er all das Angefangene und Weiterwirkende nicht mehr miterleben darf. Er hat den Drang nach einer unbegrenzten Zukunft. Vielleicht fürchtet er auch, vor der Beendigung seines Lebenswerkes zu sterben. Der Tod macht alles, was wir tun, zweifelhaft. Ebenso kann uns die Tatsache, dass es ohne Tod kein neues Leben geben könnte, dass er also notwendig für die Evolution des Lebens sei, die Furcht vor dem Ausgelöscht sein auch nicht nehmen. Vermutlich fürchten sich auch viele Menschen nicht vor dem Tod als solchen, sondern haben Angst vor der Ungewissheit eines eventuellen danach.
Eine Sinngebung des Lebens hat daher die Tatsache des Todes mitzubedenken.

Die Religionen versuchen - wie schon vorher - erwähnt seit jeher dem Leben und dem Tod einen Sinn zu geben. Das Nirwana oder die Idee einer nach dem Tod in einer besseren Welt weiterzuleben, sind solche Versuche. Damit fällt es dem Gläubige nicht schwer, in seinem Leben einen Sinn zu finden, auch wenn vieles absurd erscheint. Für den nichtgläubigen Menschen ist es viel schwieriger, eine Lösung zu finden. Da für ihn weder Gott noch die Seele existieren kann es für ihn keinen transzendenten sinn des gesamten Lebens geben.
z.B. Versuchstier muss Qualen erleiden, damit der Mensch ein Medikament für die Krankheiten bekommt. Dieses Tier kann nicht begreifen, warum es solche Qualen erleiden muss, es liegt außerhalb seiner Vorstellungskraft. Ähnlich könnte es auch beim Menschen sein. Sein ihm sinnlos erschienendes Leid kann in einer höheren, für ihn nicht erfassbaren Dimension, sehr wohl einen Grund haben.


Sinn, Wert, Ziel und Zweck

Etwas erhält für einen Menschen Sinn, wenn er ihm einen Wert beimisst. Dieser Wert macht ein Ziel erstrebenswert. Von Zielen aber kann nur die Rede sein, wo es eine Zielsetzung gibt.
Sinn besteht in der Verwirklichung eines gesetzten Zieles, das von mir als Wert und damit als erstrebenswert angesehen wird. Mit dem Ziel muss man einverstanden sein und es für erreichbar halten, sonst scheint mir das Streben danach sinnlos.

Arten von Lebenssinn

Immanent: innerhalb von Grenzen

Welttranszendenter Lebenssinn: ein von außen gesetztes Ziel ist nicht empirisch- rational erfassbar; Visionen u. Intuitionen auch nicht für Allgemeinheit gültig, denn nicht einsichtig; keine Möglichkeit, einen vorgegebenen Weltenplan ausfindig zu machen, an dessen Erfüllung unser Lebenssinn hängen soll, außer man beruft sich auf Offenbarungen Gotte oder seinen Gesandten; wer diesen Glauben nicht übernehmen kann- kein Glaube an welttranszendente Sinnhaltigkeit des menschlichen Daseins;

Daseinstranszendent: ein außerhalb des individuellen Lebens liegender Sinn, der in das Einzelleben übergreifen.

Biologischer Sinn: vom Gesichtspunkt der Natur sind Leben und Tod durchaus sinnvoll, obwohl es relativ unwahrscheinlich ist, dass sich ein Mensch damit zufrieden stellen lässt, zu wissen, dass er einmal Futter für Würmer sein wird. Biologisch gesehen kann man das leben aber auch sinnvoll im Sinne der Arterhaltung und der Höherentwicklung im Rahmen einer Evolution. Ohne Tod wäre kein höherentwickeltes Leben möglich, da primitive Lebensformen die Welt bereits bewohnt hätten. Weiters sind ist die Erhaltung des Art nur Voraussetzung, aber nicht sinn des Lebens.

Evolutionärer Sinn: nachträglich lässt es sich leicht sagen, dass alles Vorhandene zuvor ein Ziel gewesen sei, auch wen kein will die Evolution auf den gegenwärtigen Zustand zusteuern ließ;

Historischer Sinn: Immer wieder haben Philosophen versucht, Ziel und Sinn der Menschheitsgeschichte zu erkennen, ohne zu bemerken, dass sie selbst jeweils dieses Ziel in die Geschichte hineininterpretieren und dass der Begriff des Selbstzwecks ein Widerspruch in sich selbst ist.

Daseinsimmanenter Lebenssinn: Wenn man nach dem Sinn des Lebens fragt, fragt man zwei Fragen gleichzeitig, nämlich, ob es sich lohne zu leben oder nicht und zum Zweiten, fragt man auch nach dem Warum.
Beide Fragen muss und kann letztlich nur jeder für sich beantworten.
Wenn das Leben als Ganzes keinen Sinn hat, bleibt aber immerhin noch eine zweite Möglichkeit: man kann sich mehrere kleine Ziele setzen und versuchen dadurch sein Leben mit Sinn anzureichern. Dadurch genießen wir Menschen die Freiheit, unserem Leben ein Ziel zu setzen und unserem individuellem Dasein dadurch einen Sinn zu geben. Dass heißt, unser Leben hat den Sinn, den wir ihm geben.
Dadurch, dass sich Menschen sehr ähnlich sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass gewisse oberste Lebensziele von sehr vielen Menschen angestrebt werden.
Charlotte Bühler hat vier verschiedene Menschentypen unterschieden, die sich durch ihre verschiedenen Lebensziele voneinander abgrenzen lassen:

· Der expansiv Schaffende ; er sieht die Erfüllung seines Lebens im Aufbau von Besitz, im Schaffen von Beziehungen und maßgebenden Stellungen oder in der Herstellungen von Produkten, die er seiner Nachwelt übermitteln will.
· Der sich beschränkende, anpassende Typ; er findet den Sinn seines Lebens in der erfolgreichen Einordnung in die gegebene Umwelt, in Kultur, Natur und Universum.
· Der dritte Typ setzt auf die Befriedigung von Genüssen, Liebe, Glück und Wohlleben.
· Der vierte Typ sehnt sich nach innerer und äußerer Harmonie, und einem guten Gewissen.

Lebensziele und Lebenskunst

Die meisten Menschen halten das für den sinn ihres Lebens, was ihnen in Gesellschaft mit anderen Menschen am meisten Glück bedeutet, z. B: Zusammensein mit Freunden und eine glückliche Ehe. Tatsächlich zeigt die Psychologie, dass die elementarsten menschlichen Glückseligkeiten gesellschaftlicher Natur sind.
Oft sind die so genannten einfachen Dinge des Lebens, also Kleinigkeiten, am wichtigsten. Vor allem gehört sicherlich auch die körperliche Gesundheit dazu, auch wenn wir das oft erst merken, wenn wir diese verloren haben.
Für die Mehrzahl aller Menschen ist die Frage nach dem Sinn des Lebens insofern beantwortet, als dass religiöse Überzeugungen ihre Lebensführung bestimmen und ihr Glaube an ein Fortleben nach dem Tode dem Leben ein Sinn gibt.
Trotzdem leiden über zehn Prozent der Menschen an einer Sinnkrise. Nach Frankl ist das Leiden am Sinn keine Krankheit, sondern eine Müdigkeit.
Das Leben kann nach Frankl durch verschiedenes mit sinn angereichert werden:

- Durch eine Tat, durch eine Werk
- Durch Erleben von Natur, Kunst und Wissenschaft
- Durch Begegnung und Liebe zu einem Menschen
- Durch Stellungnahme zu einem Leid, d. h. indem ich um einen Menschen trauere, blieb diesem das Leid erspart, um mich zu trauern, wenn ich zuerst gestorben wäre.

So ist es wahrscheinlich nicht das „große Glück“, sondern die vielen Kleinigkeiten, die unser Leben sinnvoll machen. Das Erreichen dieser kleinen Ziele in einem erfülltem Leben gibt schließlich auch dem Tod einen Sinn. Der Mensch muss immer das Bewusstsein haben, dass es für ihn eine Zukunft gibt.
Hoffnung schließt das endgültige Erreichen eines Zieles aus, denn in der Erfüllung wird das menschliche Leben sinnlos.
Nie war die Selbstmordrate so hoch wie jetzt im Wohlstand. Anscheinend scheint dem Menschen das Leben im größten Leid lebenswerter, denn er kann auf bessere Zeiten warten.
Das Glück von Liebe und Freundschaft, die Freuden der Arbeiten, das Gefühl, selbstlos gehandelt zu haben, und noch vieles mehr gibt dem Leben schließlich doch einen Sinn. Aber auch der Humor gehört zu solchen Dingen, denn er hilft uns ärgerliche dinge mit einem größeren Abstand zu betrachten.








Quelle: keine Angaben




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