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Titel:

Steppenwolf Hermann Hesse


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: ---------------------------------------------------------------------------+

| 1) Informationen über Hermann Hesse (Lebenslauf, Werke, etc. |

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Hermann Hesse wurde am 2.Juli 1877 in Calw/Würtemberg als Sohn eines balten-

deutschen Missionars & der Tochter eines würtembergschen INDOLOGEN geboren.

1890 schlug er die Theologenlaufbahn ein & besuchte die Lateinschule in

Göppingen. Im darauffolgenden Jahr entfloh er aber dem Evangelischen

Seminar & wechselte von da an ständig seinen Beruf: Buchhändlerlehrling,

Mechanikerlehrling, Antiquar, etc. 1904 wird er freier Schriftsteller in

Gaienhofen am Bodensee, es folgt eine Heirat mit Maria Bernoulli. Im den

Jahren 1910-1912 unternimmt er viele Reisen, u.a. nach Österreich, Italien,

in die Schweiz & nach INDIEN. 1919 zieht er nach Montagnola bei Lugano um, 4

Jahre später wird er Schweizer Staatsbürger, kurz darauf wird er geschieden.

1924 heirat er erneut (Ruth Wenger), doch auch dieser Ehe folgt noch eine

weitere mit der Kunsthistorikerin Ninon Doblin. Hesse starb am 9.August 1962

in Montagno bei Lugano.



Auszeichnungen (1905-1955):

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Hesse, dessen Bücher millionenfach verkauft wurden, wurde im Jahr 1946 für

seine schriftstellerischen Leistungen mit dem Nobelpreis für Literatur

ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen sind u.a der Bauernfeld-Preis,

Gottfried-Keller-Preis, Goethe-Preis, Wilhelm Raabe-Preis, Orden pour la

mérite, Friedenspreis des dt. Buchhandles.



Frühwerke: (meist von romantischer Art)

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- "Peter Camenzind" (1904)

- "Unterm Rad" (1906)

- "Aus Indien" (1913)

- "Roßhalde" (1914)

- "Knulp" (1915)

Werke: (meist von nachdenklicher, analysierender Art)

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- "Demian" (1919)

- "Klingsors letzer Sommer" (1920)

- "Siddhartha (1922)

- "Der Steppenwolf" (1927)

- "Narziß & Goldmund" (1930)

Spätwerke: (Harmonisierung von Hesses östlicher & westlicher Gedanken)

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- Die Morgenlandfähre (1932)

- Gedenkblätter (1937)

- Das Glasperlenspiel (1943)

- Traumfährte (1945)

- Späte Prosa (1951)

- Beschwörungen (1955)



Hesse war zugleich Lyriker, Erzähler, Essayist (z.B NOVALIS/GOETHE/

HÖLDERLIN), als auch Kritiker & Maler.

Hesse, ein eifriger Briefschreiber hatte u.a regen Briefkontakt mit

folgenden Personen:

Döblin, Eich, Freud, Heuss, Hofmannsthal, C.G.Jung, E. Laske-Schüler,

W.Rabe, Rilke, A.Schweitzer, A.Zweig, St. Zweig



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| 1.1) zur Entstehung des "Steppenwolfes" |

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Hesses Roman "Der Steppenwolf" entstand in einer schweren seelischen Krise

des damals knapp 50jährigen Autors. Die Vorarbeiten dazu reichen bis in Jahr

1922 ("Aus dem Tagebuch eines Entgleisten": "Ich schmeiße alles hin, mein

Leben, ..., ich alternder Mann").

Hesses Familienleben zerbrach bereits 1918, er zog sich daraufhin nach

Montagnola zurück. 1923 erwirbt Hesse die Schweizer Staatsangehörigkeit,

nachdem er während des Kriegs in Deutschland als VATERLANDS-VERRÄTER

verachtet wurde.

In einer Ende 1924 gemieteten Mansardenwohnung in Basel schreibt der von

GICHT geplagte Schriftsteller, der sich von jeher als Außenseiter empfand,

den 1. Teil des "Steppenwolfes".

("... Auf Eure Welt anders zu reagieren als durch Krepieren oder durch den

Steppenwolf, wäre für mich Verrat an allem, was heilig ist")

Auch die gelegentliche Ausbrüche aus seiner Verzweiflung & Einsamkeit, der

Versuch sich "irgendwo ganz naiv & kindlich dem Leben und Tun der

Allerweltsmenschen anzuschließen", TANZEN zu lernen, sich zu verlieben,

konnten Hesses Lebenüberdruß nur vorübergehend mildern.

Wie Harry Haller (= Hermann Hesse !) setzte er seinen 50. Geburtstag als den

Tag fest, um seinem Leben ein Ende zu bereiten.

("Ich nahm mir vor, daß ich an meinem 50.Geburtstag, also in 2 Jahren, das

Recht haben werde mich aufzuhängen")

Um seine Lebenskonflikte zu bewältigen nahmt er deswegen wiederholt an

therapeutischen Gesprächen mit J.B.Lang, einem Schüler des berühmten

Psychoanalytiker C.G.Jung teil, in dessen Club er auch vorab Teile des

"Steppenwolfes" veröffentlichte.



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| 1.2) Kommentar vom Autor |

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"... es ist die Geschichte eines Menschen, welcher komischerweise darunter

leidet, daß er zur Hälfte ein Mensch, zur andern Hälfte ein Wolf ist. Die

eine Hälfte will fressen, saufen, morden und dergleichen einfache Dinge, die

andere will denken, Mozart hören und so weiter, dadurch entstehen Störungen,

und es geht dem Mann nicht gut, bis er entdeckt, daß es zwei Auswege aus

seiner Lage gibt, entweder sich aufzuhängen oder aber sich zum Humor zu

bekehren."

(aus einem Brief an Georg Reinhardt, 18.8.1925)



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| 1.3) Kommentare von anderen (Schriftstellern, etc.) |

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"Ist es nötig zu sagen, daß der "Steppenwolf" ein Romanwerk ist, daß an

experimenteller Gewagtheit dem "Ulysses", den Faux "Monnayeurs" nicht

nachsteht ? Der "Steppenwolf" hat mich seit langem zum erstenmal wieder

gelehrt, was Lesen heißt."

THOMAS MANN



"Ein Autor für die siebziger Jahre: Umweltschützer, Kriegsgegner, Feind der

computergesteuerten Technokratie. Für seine Freiheit ist er bereit alles

aufzugeben außer seiner Integrität."

THE TIMES



"Hermann Hesse hat seit meiner Jugend zu denen gehört, aus deren Schriften

ich Besinnung, Hoffnung und Kraft geschöpft habe"

HERBERT WEHNER



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| 1.4) sonstiges |

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Hesses Werk basiert vorwiegend auf Gedanken, Meinungen & Erkenntnissen der

Hauptfigur, deswegen ist eine genaue Wiedergabe der eher handlungsarmen,

dafür mehr auf Gedanken, Betrachtungen & Erkenntnissen bezogenen, Geschichte

nicht oder nur schwer möglich. Der Roman ist durchgehend geschrieben &

nicht in Kapitel aufgeteilt.

Das Buch, daß sich deutlich von seinen Vorgängern wie z.b. Demian, war das

am meisten mißverstandene Buch Hesses, da viele fälschlicherweise meinten,

das darin Hoffungen zerstört werden, was, wie der Autor nachdrücklich

bekräftigte, nicht der Fall war.



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| 2) Inhaltsangabe |

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Harry Haller, der "Steppenwolf" ist ein Außenseiter des normalen, des

bürgerlichen Lebens. Er mietet sich eine Mansardenwohnung in einem, der ihm

eigentlich verhaßten bürgerlichen Häuser, nach denen er dennoch hin und

wieder Sehnsucht verspürt. Während seiner Aufenthalt führt er alles andere

alles ein geregeltes Leben, ohne Beruf und tägliche Pflichten, er lebt in

einer Bücherwelt. Eines Tages verschwindet er spurlos aus der Stadt und

hinterläßt nur ein Manuskript, das den Namen "Harry Hallers Aufzeichnungen

- Nur für Verrückte" trägt.

In diesen Aufzeichnungen erfährt man mehr von H.H., einem hoch-

intelligenten und übersensiblen Menschen, der am Alltag allmählich

verzweifelt:

Als er eines späten Abends wieder einmal durch die regennassen

Gassen streift, erhält er unerwarteterweise ein kleines

Büchlein überreicht (von Pablo), den "Traktat vom Steppenwolf",

worin von Harry, dem Steppenwolf zu lesen ist, einem Menschen der

mit zwei Seelen, einer menschlichen & einer wölfischen, mehr

schlecht als recht lebt, da diese selten im Einklang sind. In

dieser Seinsspaltung, von der Wissenschaft häufig als

Schizophrenie abgetan, glaubt sich der wirkliche Haller ebenfalls

zu befinden, doch das Büchlein kommt letztendlich zum Schluß, das

dies nicht wahr ist, denn in jeden Menschen leben nicht nur 2

Seelen, sondern hunderte und aberhunderte.

Nach einem weiteren gescheiterten Versuch nochmals ins normale Leben zurück

zukehren, einem Besuch bei einem mit Haller befreundeten [äußerest

bürgerlichen] Professor, "vergißt" er sich und beleidigt den Professor.

Nach dieser Tat beschließt er durch seinen Freitod entgültig aus dem, ihm

verhaßten, Leben zu scheiden.

In seiner Verzweiflung verschlägt es ihn in ein Wirtshaus, wo er auf Hermine

trifft, die mit ihm sympathisiert und ihm hilft seiner Vereinsamung Herr zu

werden. Sie nimmt sich seiner an und führt ihn in ihre (für H. vermeintlich)

einfache & unkomplizierte Welt ein. Harry lernt unter ihrer Aufsicht zu

Tanzen, andere Leute wie z.B. Pablo, einen leichtlebigen Südamerikaner kennen,

er lernt Feste zu feiern, er verliebt sich in die schöne Maria & versucht die

ihm verhasste Welt wieder mit anderen Augen, positiver zu sehen. Doch auch

diese "Ablenkung" läßt ihn nicht glücklich werden, denn er sehnt sich in

seinem tiefstem Inneren nach Leiden und Not. Am Ende führt Pablo ihn & Hermine

in sein magisches Theater, wo Harry das befreiende Lachen lernen soll. Dort

läßt Haller nochmals sein Leben Revue passieren, denn ihm wird die Möglichkeit

gegeben nochmals von vorne anzufangen. Dies fällt ihm schwer, da er immer noch

in seiner inneren Einstellung verharrt, doch seine "Hinrichtung" (Haller wird

ausgelacht), die er aufgrund seines fehlerhaften Verhalten auf sich geladen

hat läßt ihn den tieferen Sinn hinter allem erkennen. Durch dieses Erlebnis,

aus der er neue Kraft geschöpft hat, ist er bereit das Lebenspiel nochmals zu

beginnen & eines Tages wird es ihm gelingen es besser zu spielen.



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| 2.1) zum Stil |

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Das Buch steigt nicht direkt in die Handlung ein, sondern wird durch das

Vorwort des Herausgebers (dem Neffen von Hallers Vermieterin) eingeleitet

um die Authenzität des Werkes zu bekräftigen, indem er dem Leser seinen

persönlichen Eindruck dieses fremdartigen Menschen schildert, dessen

unkonventionelles Leben ihn in gewisser Weise fasziniert.

In den ersten 32 Seiten wird die Figur H. Haller aus der Sicht des

Herausgebers dem Leser vorgestellt, es erfolgt dann ein Hinweis auf dessen

zurückgebliebene Aufzeichnungen, die ein umfassenden Einblick in die Seele

des Steppenwolfs liefert.

Zum sprachlichen Stil ist zu sagen, daß hier eine nüchterne, trockene,

teilweise auch in Bezug auf das Bürgertum abwertende Sprache dominiert,

der, nach Art des Steppenwolfs, alle umschweifenden & unnötigen Worten

fehlen. Obwohl Haller ein Geistesmensch ist, werden seine geistigen

Tätigkeiten im Vergleich zu der verhaßten bürgerlichen Welt nur unzureichend

beschrieben.



Gedichte: Hesses Gedichte (z.b."Die Unsterblichen") sind äußerst einfach

aufgebaut, oftmals im ABAB-Schema & scheinen oftmals nur zum

Zweck der Verständlickeit bestimmter Themen ....



"Das Hesse so vernichtend viele völlig niveaulose Verse veröffentlicht hat,

ist eine bedauerliche Disziplinlosigkeit, eine literarische Barbarei."

Karlheinz Deschner



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| 2.2) wichtige Textbeispiele |

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Auf Seite 145 findet sich ein treffendes Beispiel für Hallers Hin-und-

Hergerissen sein zwischen seiner geistigen & der fremdartigen, bürgerlichen

Welt:

Hermine gibt ihm ein Stück Entenbein von ihrer Gabel zu essen. Harry zögert,

denn ihm ist dies peinlich, denn die Leute könnten ihn ja beobachten. Nach

Harry Einstellung dürfte er sich aber eigentlich nicht um die Meinung der

anderen kümmern.



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| 3.1) Harry Haller |

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Harry "Der Steppenwolf" Haller ist annähernd 50 Jahre alt, er ist durch

langjährige Leiden sowohl durch Krankheit, deren wegen er sich nur mühsam

und unter Schmerzen bewegen kann (GICHT), als auch durch "geistiges Leiden"

körperlich & seelisch gezeichnet. Er ist ein hochgeistiger Mann, auch wenn

er ein wenig unordentlich aussieht (er ist von seiner Frau geschieden), ist

dies doch gleich erkennbar, der unter anderem für Zeitungen schreibt, als

auch viele Bücher liest.

Es fällt ihm sehr schwer die heutige Welt, in der er keinen Fuß fassen kann

zu verstehen, er persönlich hätte wohl lieber zu Zeiten der "Genies" Goethe

& Mozarts, mit denen er sich auf geistiger Ebene verbunden fühlt, gelebt.



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| 3.2) Der Wolf |

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Der Wolf ist Harry Gegenspieler, den da er neben Harry Seele in ihm "wohnt"

& jeder der beiden Platz beansprucht, liegen die beiden fast ständig im

Clinch, trotzdem können beide, ja wollen nicht ohne einander existieren.

Der Wolf steht für das Animalische in jedem von uns, den ihn interessieren

weder hochgeistige Schriften noch klassische Musik, stattdessen sind die

niederen Instinkten wie morden (z.b. Die Jagd auf die Automobile zusammen mit

seinem Jugendfreund Gustav), saufen & fressen alles was ihn interessieren.



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| 3.3) Hermine |

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Hermine ist Harry Spiegelbild, denn sie hat kein Ekel vor der realen, der

bürgerlichen Welt. Sie ist eine gläubige Christin, die schon mehrmals Heiligen

erscheinungen erlebt hat.

Da sie ebenfalls wie Haller in der jetzigen Welt nicht bestehen kann, fällt

es ihr leicht seine Probleme zu verstehen. Aus diesem Grund führt die

dominante Sie ihn Schritt für Schritt zum realen Leben hin, sie lehrt ihn

tanzen, macht ihn mit Maria & Pablo bekannt & zeigt im was (bürgerliches)

Leben bedeutet.

Als letzen Gehorsam verlangt sie von Haller, daß er sie tötet & von dieser

Welt mit all ihren Problemen erlöst.



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| 3.4) Pablo |

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Pablo, der Besitzer des "Magischen Theaters" ist ein (vermeintlich)

leichtlebiger Südamerikaner, dessen einzige Passion das Saxophon spielen

ist. Er lebt im Gegensatz zu Harry, der eher den alten Künsten anhängt,

im "Jetzt". Pablo wird als ein junger, schöner Südamerikaner beschrieben,

der allein schon vom Äußeren das Gegenbild zu Harry darstellt. Er beherrscht

mehrere Sprachen, aber selbst spricht er nur wenig (s. Hallers Gespräche mit

ihm über Musik).

Nach Hallers Meinung ist er ein anscheinend ständig lächelnder, denoch

temperamentvoller (<- nach Hermine Aussage) Gigolo, der immer nett & höflich

ist, aber alles andere als intellektuell ist. Auch wenn es nicht gleich

offensichtlich ist, so ist er neben Harry die wichtigste Person im Roman,

denn er lenkt/beeinflußt den Steppenwolf schon von Anfang an (er überreicht

ihm das Traktat, etc.)



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| 3.5) Maria |

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Maria ist eine Art Personifizierung des "oberflächlichen" Lebens, denn

die recht einfach ausgewachsene Schönheit ist in Hallers Augen eher

ungebildet, sie interessiert sich nicht für ein geistiges Leben

(H.H: '...sie hatte die Umwege & Ersatzwelten nicht nötig...), sie

bevorzugt lieber das reale Leben. Maria hat keine feste Beziehung (sie liebt

aber Pablo), sie läßt sich lieber von Männern aushalten, aber nicht von Harry

(der ihr dennoch Geschencke macht), um möglichst viel Abwechslung in ihrem

Leben zu genießen. Sie lehrt auf Hermines Wunsch Haller das richtig Leben,

beide gehen einkaufen,etc.

s. S. 156/157

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| 3.6) Der Professor |

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Der Professor, ein langjähriger Freund Hallers ist ein Bürger wie er im

Buche steht. Er geht, im Gegensatz zu den anderen im Roman vorkommenden

Personen einem geregelten Leben nach, was auch an seiner biederen Wohnungs-

einrichtung & seiner distantzierten Art deutlich wird (er ist Sinologe &

untersucht Zusammenhänge zwischen vorderasiatischer & INDISCHER Mythologie),

ist absolut vaterlandstreu & konservativ.

(S.103: 'Er hat den Krieg nicht miterlebt,...er hält Juden & Kommunisten für

hassenswert, er ist ein gutes & gedankenloses Kind ...') .



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| 3.7 Charaktere <-> Wirklichkeit |

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Manche der im "Steppenwolf" vorkommende Personen hat es in Wirklichkeit

zumindest vom Namen her gegeben bzw. wurden von Hesse übernommen &

verfremdet:

Hermine : femine Form von Hesses Vorname, Abbild von Julia Laubi-Honegger,

Hesses ehemaliger Tanzpartnerin

Professor: vermutlich Anlehnung an die Gestalt Richard Wilhelms (1875-1930),

Sinologe & Pfarrer, der Hesse am 2.6.1926 eine Postkarte mit

einem GOETHE-Bild schickte.

Gustav : Gustav Zeller, Hesses Schulfreund

alte Dame: Frl. Martha Ringier, Hesses Vermieterin

Harry : entspricht Hesse selbst, mögliche Bezüge aber auch zu Hermann

Haller (schweiz. Bildhauer)

Erika : vermutlich Ruth, Hesses zweite Frau



Pablo, Maria, etc. sind hingegen von Hesse frei erfundene Personen.



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| 4.1 Hesse - ein Autor der 70er Jahre |

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In den 70er Jahren setze ein regelrecht Revival des Steppenwolfes-Romands ein.

Der Grund war in der damaligen Lebensauffassung zu finden, denn damals in der

"Hippie"-Zeit war man sehr stark an allem was unkonventionell & fremdartig

interessiert, so auch das Interesse an fernöstlichen Dingen (betr. auch

Drogen). In der Lebenseinstellung des Steppenwolfes haben sich viele

wiederkannt, denen es vergleichsweise ähnlich geht.



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| 4.2) H.Hesse = H.Haller ? |

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Wie einem bereits nach kurzer Zeit auffällt ist Harry Haller mit Hermann

Hesse nahezu identisch, was ja auch vom Autor beabsichtigt war, denn mit

diesem Roman hat er versucht seine damaligen Probleme zu lösen, indem er

sie analysiert & aufgeschrieben hat.

Die Parallen zwischen dem Leben des Steppenwolfes & Hesses eigenem Leben

finden sich zuhauf.

Beide:

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- sind von Gicht geplagt

- sind ca. 50 Jahre

- lieben die Lektüre der Dichter & Philosophen, die Malerei & Musik

- sind Brillenträger

- fühlen sich Außenseiter

- sind hochintelligent

- zutiefst depressiv

- kommen mit dem bürgerlichen Leben nicht zurecht

- sind trotz allen zum bürgerlichen Leben hingezogen

- wurden von Staat als Vaterland-Verräter beschimpft

- arbeiten gern nachts, mögen Rotwein, etc.



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| 4.3) Das magische Theater |

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Pablos magisches Theater bietet Harry die Möglichkeit sein Leben nochmals zu

durchleben & seine Fehler zu erkennen, zu erkennen was er versäumt hat, zu

erkennen das man das Leben mit Humor betrachten muß, um nicht an der Welt zu

verzweifeln.

Er lernt in verschiedenen Szenen alle seine Einzelseelen, junge, alte, "

ernste & lustige, würdige & komische" (s. 229) kennen, von denen er nicht

(mehr) wußte, daß sie existieren.



verschiedenes:

''''''''''''''

Spiegel: Im magischen Theater wird Harry mehrfach mit Spiegeln konfrontiert,

denn Hesse will seinem Steppenwolf "einen Spiegel vorhalten", damit

er (hesse) sich selbst aus einem anderen Blickwinkel sehen lernt.

(auch "Spiegel der Wahrheit")



Auch hier im Theater wird anhand mehrere Türinschriften wieder einmal

Hesses Hang zum fernöstlichen (speziell Indien) deutlich (s.244/245) :

"Wollen Sie sich vergeistigen ? - Weisheit des Ostens"

"Untergang des Abendlandes"

"Kamasutram"



"Jagd auf die Automobile":

'''''''''''''''''''''''''

In dieser Szene trifft Haller auf seinen Jugendfreund Gustav, mit dem er

zusammen gegen die technisierte Welt, die Schuld am Krieg hat, ankämpft.

Gemeinsam schießen sie in einer anarchischen Welt auf alle Automobile,

retten eine Frau, Harry verliebt sich in sie, etc.

Hier wird klar daß der Steppenwolf (bzw. Hesse) "ein Feind der computer-

gesteuerten Technokratie (The Times)" ist, der "bereit ist alles für seine

Freiheit aufzugeben, außer seiner Integrität". Bei der Jagd auf die Auto-

mobile wird deutlich, daß hier der Wolf in Harry die Oberhand hat & sich

"abreagieren" will, denn Harrys sämtliche Moralvorstellungen scheinen

verschwunden, als er auf Leute & Autos schießt.

("Ich sah, wie allen die Zerstörungs & Mordlustso hell & aufrichtig aus

den Augen lachte, & in mir selbst blühten diese roten wilden

Blumen ...")



"Das Schachspiel"

'''''''''''''''''

Harry trifft auf einen Schachspieler, der für ihn frappierende Ähnlichkeit

mit Pablo hat, seine Identität aber nicht preisgibt. Dieser zeigt Haller

dessen Einzelpersönlichkeit & verwendet diese als Schachfiguren. In einem

Schachspiel läßt Pablo alle Figuren miteinander agieren: Manche Figuren

schließen Freundschaften, andere wiederum bekämpfen sich, wieder andere

heiraten, etc. ("es war in der Tat ein vielfiguriges, bewegtes & spannendes

Drame", S. 247). In dieser Szene wird ihm deutlich, wieviele Einzel-Seelen

in ihm wohnen & wie unterschiedliche diese sind, die dennoch unter Harrys

Regie zu einer (zu mindest zeitweiligen) Einigung kommen können.



"Die Steppenwolf-Dressur"

'''''''''''''''''''''''''

Hier gelangt der Steppenwolf in eine Art Zirkus, in der gerade ein

Tierbändiger auftrifft, der, obwohl einiger äußerlichen Unterschiede, Harry

auf "recht widerwärtige Weise" ähnlich sieht. Dieser Dompteur läßt

einen halbverhungerten, scheuen Wolf allerlei Kunststücke vollführen, es

geht sogar soweit das er auf Befehl seines Herrn & Meister ein Lamm

verschont & dieses kurioserweise umarmt. Haller findet dieses Verleugnung des

wahren Ichs des Wolfes einfach widerwärtig, doch im zweiten Teil der

Vorstellung wird er dafür wieder entschädigt, als Dompteur & Wolf ihre

Rollen tauschen. Nun muß der Mensch auf Befehl des Wolfs alles ihm angetanene

ebenfalls ausführen, doch dieser führt sich, als ihm das Lamm vorgesetzt wird

auf, wie man es von einem Wolfen erwartet: Er zerreißt & frißt die Tiere.

Dieses ungewohnte Bild läßt Harry vor entsetzen fliehen.

In dieser Szene werden Hallers einmals so feststehende Vorstellungen von

Moral & Ethik, von Wolf & dem wahren Haller durcheinander gewirbelt, es

scheint nunmehr alles möglich zu sein & nichts wie es scheint.



"Alle Mädchen sind dein"

''''''''''''''''''''''''

Harry wird in seine Jugendzeit zurückversetzt & trifft dort auf Rosa

Kreisler, seine Jungendfreundin, in die er sich prompt verliebt. Mit

steigenden Alter trifft er auf andere Mädchen, die in seinen Leben eine

mehr oder weniger wichtige Rolle hatten. Er lernt allerlei Frauen kennen &

lieben, eine Möglichkeit, die ihm im realen Leben nicht gegeben war. So

verwundert es auch nicht, daß das letzte Mädchen Hermine ist.

Dieser Teil aus Harrys Leben zeigt ihm, was Liebe bedeuten kann, und was er

in seinem Leben alles verpaßt hat. Diese Szene geht vermutlich auf Maria

zurück, dem leichten (leichtlebigen) Mädchen, mit der er mehrfach sexuelle

Kontakte hattte.



"Wie man durch Liebe tötet"

'''''''''''''''''''''''''''

Hinter dieser Tür endet Harry Ausflug in eigenen Ich, denn dort wird er

auf einmal wieder unsicher & depressiv. Aus Verzeiflung greift er in die

Tasche um die vom Schachspieler erhaltenen Figuren zu betrachen, aber

stattdessen findet er darin er Messer. Vor Schreck flieht er aus dem Zimmer &

trifft auf Mozart (pablo), der mit ihm ein Streitgespräch über klassische

Musik führt. Dieser erzählt ihm das es nur eine Möglichkeit gibt dem Irrsinn

der Welt zu trotzen: Humor. Plötzlich scheint Mozart verrückt zu werden, er

spricht wirre, sich reimende Sätze aus & hüpft hin & her, ein Zustand den

Harry wütend macht & so wirft er ihn hinweg. Ob dieser seltsame Szene verläßt

er den Raum & sieht sich in einem großen Wandspiegel wieder. Darin sieht er

nochmals in Sekundenbruchteilen alles was ihm in seinem Leben widerfahren

ist, & wenig davon scheint ihm richtig gewesen zu sein. Deswegen nimmt er

sich zusammmen & bereitet sich innerlich auf seine letzte Tat vor, bevor er

die letzte Tür öffnet.

Hier wird Harrys Leben nochmals ihm vorgeführt, ein Leben das er

in dieser Form nicht will, deswegen beschließt er, schließlich &

endlich das zu tun, wozu er hier hergekommen ist.



Im diesem Raum liegen Hermine & Pablo, vom Liebespiel noch erschöpft,

schlafend auf dem Boden. Ohne zu zögern ersticht Harry seine Freundin

Hermine, die noch ein letztes Mal verwundert aufschaut ("Warum ist sie

verwundert", S. 268). Als Pablo erwacht, lächelt er & verläßt den Raum, so

daß Harry sich frägt, ob dieser Mord an der Frau, die ihn Leben gelehrt hat,

gerechtigfertigt war. Doch nach kurzer Zeit kommt unerwarteterweise Mozart

wieder herein & schaltet einen Radioapparat ein, etwas was Haller nie von

einem der Unsterblichen, seinen Idolen gedacht hätte, doch dieser beruhigt

ihn, daß man so etwas mit Humor hinnehmen sollte.



"Harrys Hinrichtung"

''''''''''''''''''''

Haller findet sich in einem Hof zusammen mit mehreren Richtern wieder.

Diese verurteilen ihn aufgrund seines Fehlverhalten im magischen Theater

dazu auf ewig zu leben (unsterblich zu werden wie Goethe & Mozart) & zu

einem kurzzeitigen Ausschuß aus dem Theater, außerdem lachen sie ihn zur

Strafe aus.

Nach seiner Verurteilung findet er sich bei Mozart wieder, der ihm ein

letzes Mal erklärt, worin der nun der Zweck von Harrys Besuch im Magischen

-- GIGO+ sn 253 at infox vsn 0.99 pl3

Theater besteht:

Er soll mittels Humor lernen in dieser Welt zu bestehen.



Auf Harry letzten Einspruch verwandelt sich Mozart schlagartig in Pablo,

der die tote Hermine, eine der vielen Spielfiguren in Hallers Leben

einsteckt. Endlich wird Haller alles klar:

"Oh, ich begriff alles, begriff Pablo, begriff Mozart ...,ahnte

erschütternd den Sinn, war gewillt das Spiel nochmals zu beginnen,

seine Qualen nochmals zu kosten, vor seinem Unsinn nochmals zu

schaudern, die Hölle meines Innern nochmals zu durchwandern."

'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

So verbleibt das Roman mit Harry Erkenntnissen: "Einmal würde ich das

Figurenspiel besser spielen. Einmal würde ich das Lachen lernen. Pablo

wartete auf mich. Mozart wartete auf mich ...



In diesem Schluß wird klar, daß der Steppenwolf nun endlich den Sinn oder

Unsinn der Welt durchschaut hat & bereit ist, diese, nun deutlich

gelassener, zu ertragen.



+---------------------------------------------------------------------------+

| 4.4) Der Traktat |

+---------------------------------------------------------------------------+

Das Traktat vom Steppenwolf ist eine Selbstdarstellung H. Hs, eine Art

"innere" Biographie, die der eigentlichen Geschichte schon vorweg nimmt,

was Haller Probleme sind & worin deren Lösung zu finden ist (meiner Meinung

eine der wichtigsten Textstellen des Romans).

Im Trakat analysiert & präzisiert der auktoriale Erzähler (vermutlich einer

der Unsterblichen) die Probleme von H.H. und entlarvt den Gegensatz von

Mensch/Wolf als Illusion, Begriffe wie "Unsterbliche" sowie "Selbstmörder"

werden definiert, anschließend werden Auswege aus H.H. jetzigem Lebem

aufgezeigt:

a) Ausgliederung verschiedener (Unter/Einzel)Seelen (WOLF !)

b) Humor als Ausweg (s. "Unsterbliche")

Nach Meinung des Verfassers steht H.H außerhalb dieses "so ordentlichen &

systematisierten Lebens", denn diesem hochgeistigen Menschen ist dieses

zutiefst zuwider. Trotzdem kann oder will Harry nicht wirklich von dieser

Gesellschaft ausgeschloßen werden, denn auch er ist in gewissen Maßen

"bürgerlich" - er hat Bankkonten, benutzt Bibliotheken, er hat eine Geliebte,

etc. Das erklärt auch, warum er immer die Nähe zum Bürgerlichen sucht. (z.B.

seine Mansardenwohnung bei der alten Dame, ["Oh, hier riecht es gut !"])



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| 4.5) Die Unsterblichen |

+---------------------------------------------------------------------------+

Haller steht in enger Verbindung mit den "Unsterblichen", insgeheimt möchte

er selbst einer, dieser von ihm verehrten Menschen sein.

Laut NIETSCHE, der gleich H.H. ein Meister des Leidens war, sind diese

Unsterblichen starke & geniale Persönlichkeiten, die durch ihre besondere

Art die Menschheit am Leben erhalten, da sie aus der gedankenlosen Einheits-

Masse (die ohne die Unsterblichen vermutlich schon zu grunde gegangen wäre)

herausragen.

Nach Harrys Vorstellung zählen gerade Mozart & Goethe zu diesen

"Unsterblichen", deswegen war H.H. auch umso verwirrter als die beiden beim

Treffen mit Harry aus der Rolle fielen.



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| 4.6) Drogen & deren Bedeutung |

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Dem ein oderen anderen kritischen Leser mag vielleicht aufgefallen sein,

daß im "Steppenwolf" exzessiver Gebrauch von Drogen gemacht wird, sei es

nun zur Linderung von Schmerzen (Hallers Gicht), zum Selbstmord, oder um

die reale Welt zu vergessen & stattdessen in neue, unentdeckte Bewußtseins-

ebenen vorzudringen (Pablo, Magisches Theater). Egal wie man heutzutage dazu

steht, so muß man das Ganze aus der damaligen Zeit sehen:

Die Geschichte des Steppenwolfes spielt in den Ende der 20er Jahren dieses

Jahrhunderts, die auch als berühmtberüchtigte "Goldenen Zwanziger" bekannt

wurde, einer Zeit in der Drogengebrauch/usw. weit selbstverständlicher

waren als heute. Deswegen findet man auch keinerlei Kritik dazu im

"Steppenwolf", aber wäre der Roman aus der heutigen Zeit, so wären Hesses

Äußerungen dazu höchstwahrscheinlich kritischer gewesen.



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| 4.7) sonstiges |

+---------------------------------------------------------------------------+

Was nach Ende des Romans geschieht, wohin Harry nach seinem monatelangen

Aufenthalt weiterzog, etc. bleibt offen, immerhin glaube ich daß er, wie

auch der Herausgeber vermutet, jetzt in irgendeiner anderen Wohnung lebt &

sein Leben so gut wie möglich lebt. Das Haller sich umgebracht hat, halte

ich praktisch für ausgeschlossen, denn obwohl er stets den Drang dazu

hatte, glaube ich, gerade nach seinen Erlebnissen im magischen Theater,

das er den Mut dazu nicht hat, denn insgeheim hängt er doch am Leben, auch

wenn er dies nicht immer zugeben will.



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| 5) Literaturverzeichnis |

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Primärliteratur:

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"Der Steppenwolf", Hermann Hesse, Suhrkamp Verlag (Frankfurt am Main),

Taschenbuchausgabe, 1.Auflage von 1975, sowie die Ausgabe von '93



Dem Referat liegt hauptsächlich folgende Sekundärliteratur zugrunde:

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- H.H, Der Steppenwolf: Interpretationen, von Helga Esselborn-Krumbiegel,

1.Auflage, Oldenburg, 117 S., ISBN 3-486-87491-8

- Hoppe, Ottfried: H.H. - Der Steppenwolf:

Die Krise der bürgerlichen Bewußtseins

aus Werk & Rezeption, Stuttgart '77, Metzler

- Michels, Volker. : Materialien zum Steppenwolf, Frankfurt/M. Suhrkamp '72

- Sammelinterpretationen von H. Lüthi, E. Middell) ...

- u.a.



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| 5.1) Anmerkungen/internes |

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- Dieses Referat ist auch im FIDONET im Brett SCHULE.GER erhältlich.

/* Größe ca. 40 KB /*

- Das Referat hat einen Umfang von > 13 DIN A4 Seiten.



zeitliche Konzeption des Referates:

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· Sommerferien '94 - Buch wurde zum erstenmal gelesen

· Herbst '94 - Sekundärliteratur wurde besorgt

· Dezember '94 - erste, stichpunkartige Notizen

· Januar '95 - Hauptarbeit/Ausarbeitung

· 8. Februar '95 - letzte Korrekturen ...

· Anfang Februar '95 - Abgabe des Referates



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| 5.2) abschließener Kommentar |

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Es bleibt zu fragen, warum Haller seine Aufzeichnungen zurückgelassen hat,

bzw. wieso er überhaupt Aufzeichnungen geführt hat. Ich persönlich glaube

nicht, daß er sie schlicht & einfach "vergessen" hat, sondern daß er sie

bewußt zurückgelassen hat. Zum einem natürlich damit andere überhaupt

verstehen, wieso der Steppenwolf ein solcher war & was in ihm vorging, zum

anderen um Menschen, denen es ebenso geht zu helfen aus ihrer Abschiedenheit

zu entkommen.

Am Anfang des Buches sah es eher so aus, als ob alles was darin geschildert

wird negativ ist, daß es also eher noch schlimmer wird, doch am Ende wird,

für manche nicht deutlich genug, daß das Buch eine positive, bejahende

Lebenseinstellung vermitteln soll (ein Grund warum der "Steppenwolf" das am

meisten mißverstandene Buch von H.H ist:

"..daß das Buch zwar von Leiden & Nöten berichtet, aber keineswegs das Buch

eines verzweifelten ist, sondern das eines Gläubigen [Hesse '41]).

Auch wenn ich das Referat mit seinen über 13 Seiten nun abschließe, ist

längst noch nicht alles über den "Steppenwolf" gesagt, es wäre ohne weiteres

möglich das zwei oder dreifache zu schreiben, ein Zustand den ich persönlich

vor Beginn der Arbeit nicht glauben konnte, das es mir möglich wäre auch nur

annähernd 9/10 Seiten zu schreiben.

Mir persönlich hat dieser empfehlenswerte Roman sehr gut gefallen, da ich

an vielen Stellen mit dem Steppenwolf sysmpathisieren konnte, denn vielen,

vielleicht mehr als man glaubt, geht es oft ähnlich & dank diesem Buch

können sie lernen damit umzugehen.








Quelle:




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