Tarquinius Superbus und seine Gewaltherrschaft - schulnote.de 
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Titel:

Tarquinius Superbus und seine Gewaltherrschaft


  Note: keine   Klasse: 12









Arbeit: Ablauf des Referates

1.) Überblick
2.) Abstammung
3.) Thronermächtigung
4.) Innenpolitisches Vorgehen
5.) Außenpolitik
6.) Legende zum Orakel in Delphi
7.) Sturz und Vertreibung

1.) Überblick
- ganzer Name: Lucius Tarquinius Superbus
- Superbus = der Hochmütige
- der Sage nach der siebte und letzte König von Rom
- Geschichtlichkeit heute kaum noch angezweifelt
- Regierungszeit: 534 v. Chr.- 510 v.Chr.

2.) Abstammung
- aus dem etruskischen Fürstengeschlecht der Stadt Tarquini stammend
- Sohn des fünften König Roms Tarquinius Priscus, der als weise und gerecht vom Volk verehrt wurde
- folgte seinem Schwiegervater Servius Tullius (578-534 v.Chr.) auf den Thron

3.) Thronermächtigung
- erfolgte gewaltsam
- Servius Tullius wurde von Tarquinius Superbus und seiner Gemahlin Tullia ermordet
- Tullia = Tochter von Servius Tullius
- Tullia stiftete Tarquinius Superbus an, seine bisherige Frau (Tullias Schwester) und den eigenen bisherigen Gatten namens Arruns Tarquinius, Bruder des Tarquinius Superbus, zu ermorden.
- Tarquinius Superbus besetzte mit jungen Anhängern das Senatsgebäude und bestieg den königlichen Thron. Als Servius Tullius versuchte, dieses zu verhindern, wurde er von Lucius Tarquinius Superbus hinaus auf die Straße geworfen und von dessen Anhängern erstochen.
- Tullia überfuhr mit ihrem Wagen die Leiche ihres Vaters, als sie triumphierend durch Rom fuhr.
- Tarquinius Superbus verhinderte ein rituelles Begräbnis und ließ die Anhänger des Servius Tullius umbringen.
- Tarquinius damit König

4.) Innenpolitisches Vorgehen
- schaltete seine innenpolitischen Gegner in Rom aus
- ließ also politische Feinde und Gegner ermorden, z.B.: Turnus Herdonius aus Aricia, der seine Kritikpunkte offen aussprach, wurde aufgrund des Vorwurfs die Monarchie stürzen zu wollen kurzerhand festgenommen und mit Steinen beschwert ertränkt
- willkürliche Justiz- und Finanzpolitik
- eignete sich das Vermögen und den Grundbesitz der Senatoren durch Lügen an
- machte politische Reformen seines Vorgängers rückgängig
- leitete Baumaßnahmen in Rom ein: z.B.:
· Ausbau der Stadtmauer
· Bau von Abwässerkanälen [Anlage der Cloaca maxima = großer auf dem Forum angelegter Entwässerungskanal, der in den Tiber führte]
· Vollendung des Baus des Jupitertempels auf dem Kapitol
· ließ die Bevölkerung weitgehend ohne Lohn arbeiten.

5.) Außenpolitik
- ausgezeichneter Feldherr
- Expansionspolitik, die durch Kriegszüge das Gebiet des römischen Stadtstaats bis Terracina erweiterte
- begann einen (zweihundert Jahre lange dauernden) Krieg gegen die Volsker (= italischer Volksstamm im südlichen Latium)
- eroberte dabei die Stadt Suessa Pometia
- maximale Ausdehnung seines Herrschaftsgebietes: 900km2



6.) Legende: Orakel in Delphi
- Tarquinius trieb es mit Ermordungen von Adligen und anderen Machtmissbräuchen zu weit → die Götter entschlossen sich ihre Wut mit einem Omen zu zeigen = einige Sklaven sahen eine Schlange aus einer Säule kommen
- Omen beängstigte sogar Tarquinius → deshalb sandte er seine beiden Söhne und den Sohn seiner Schwester (=Lucius Iunius Brutus) zum Orakel nach Delphi
- Tarquinius' Söhne verachteten ihren Vetter
- Orakel in Delphi: der erste, der die Mutter küsst = der nächste König Roms = typisch zweideutige Botschaft
- Tarquinius' Söhne dachten, dass ihre biologische Mutter gemeint sei
- aber Lucius folgerte, dass das Orakel nicht von seiner leiblichen, sondern von der gemeinsamen Mutter aller Menschen = der Erde, gesprochen haben musste
- Als sie das Orakel verließen, lies Lucius sich hinfallen und gab der Erde einen Kuss.
- Lucius Iunius Brutus wurde einer der ersten beiden Konsuln der jungen römischen Republik, damit das Orakel erfüllt (der 2te: Lucius Tarquinius Collatius)

- Tarquinius Superbus soll von Sybille aus Cumae die Sibyllinischen Bücher erworben haben
- diese wurden forthin in wichtigen Staatsangelegenheiten befragt

7.) Sturz und Vertreibung
- tyrannisches Regime und eine Opposition innerhalb des römischen Patriziats 510 v.Chr. (oder 508/507 v.Chr.) → zum Sturz von Tarquinius Superbus als dieser die latinische Stadt Ardea belagerte
- direkter Anlass war vielleicht die Vergewaltigung der als besonders sittsam geltenden Lucretia, deren Mann Superbus als Offizier diente, durch den Tarquiniussohn Sextus → daraufhin beging sie Selbstmord
- Unter Führung von Lucretias Mann Collatinus und seines Freundes Lucius Iunus Brutus (=Neffe von Tarquinius) organisierte man nun einen Volksaufstand und jagte König Tarquinius und Familie davon
- Superbus' Reichtum wurde unterdessen für das römische Volk zur freien Verfügung gestellt, da man es weder zurückgeben noch konfiszieren wollte
- damit Untergang der Monarchie
- es folgte die Einführung der römischen Republik (Collatinus und Brutus wurden die ersten Konsuln der neu begründeten Republik)
- damit beginnt neue Ära in Rom
- soll sich nach seinem Sturz über Gabii und Clusium (=heute Cumae) ins etruskische Caere (=Cerveteri; alte etruskische Stadt in der Toskana) zurückgezogen haben
- versuchte von dort aus die Etrusker von Veii und Tarquinii dazu zu bewegen Rom anzugreifen → Krieg gegen die Römer knapp verloren
- suchte deshalb weitere Hilfe bei einem anderen etruskischen Stamm → ebenfalls keine Machtwiedergewinnung
- Tarquinius Superbus zog sich nach Tusculum zurück
- in einer weiteren Schlacht verwundet
- ein paar Jahre später im kampanischen Cumae gestorben
- dort noch im 3. vorchristlichen Jahrhundert die Familie der Tarchna (=„Tarquinii“) als eventuelle Nachkommen des Königs zu finden








Quelle: - http://www.info-antike.de/koenigeroms.htm, abgerufen am 17.02.2005 - http://www.duerrholz.de/latein-welt/ geschichte/koenigszeit/superbus.html, abgerufen am 17.02.2005 - http://de.wikipedia.org/wiki/Tarquinius_Superbus, abgerufen am 17.02.2005




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