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Titel:

ULRIKE MEINHOF


  Note: 2   Klasse: 10









Arbeit: ULRIKE MEINHOF

U.M. wird am 14.Mai 1934 in Oldenburg geboren. Ihr Vater ist Kunsthistoriker am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Die Eltern sind schon seit vielen Generationen Pastoren, Ärzte und Beamte.
U.M. und ihre Schwester werden von den Eltern christlich erzogen.
Die Eltern sind liberal dem Leben zugewandt und meinen der Christ müsse sich in der Welt bewähren. Im Elternhaus sind des öfteren viele Künstler zu Gast.
Der Vater nutzt als Direktor des Stadtmuseums in Jena die Position um während des Dritten Reiches bedrohte Freunde rechtzeitig warnen zu können und mit Ausstellungen, solange es geht, zu unterstützen. U. ist 6 Jahre alt als der Vater stirbt. Die Gegnerschaft des Vaters gegen die Nazis lebt in der Familie weiter. U. erfährt mit 10 Jahren was es mit dem KZ Buchenwald auf sich hat.
Die Mutter beginnt nach dem Tod des Vaters Kunstgeschichte zu studieren. Eine junge Mitstudentin, Renate Riemeck, teilt die Belastung von Studium und Haushalt und der Kindererziehung.

Das Kriegsende bedeutet für U. einen tiefen Einschnitt. Sie ist 11 Jahre alt. Den 8. Mai 1945 empfindet sie als Tag der Befreiung, glaubt, die Zeit der Lüge und des Schreckens sei endlich vorbei. Je mehr die Heranwachsende über die Vergangenheit nachdenkt, desto stärker wird ihr das Versagen der Generation der Eltern und Großeltern zum Thema. Die Angst davor ebenso wie die Elterngeneration zu versagen begleitet U. ihr ganzes politisches Leben lang.
Als es um die Atomrüstung geht, um den Vietnamkrieg, einen Völkermord, zu stoppen, fordert Ulrike Meinhof von sich selbst und anderen :"Man muss etwas tun !"
U.M. gilt als kontaktfreudiges und aufgeschlossenes Mädchen, hat einen starken Gerechtigkeitssinn und setzt sich immer für Schwächere ein.
Mit 15 Jahren stirbt ihre Mutter. Renate Riemeck übernimmt die Vormundschaft für U.M. und ihre Schwester, die früh lernen selbstständig zu sein. Sie ist selbstsicher in ihrem Auftreten und liebt das Diskutieren, ist begeistert für die Idee des vereinten Europas.
In Deutschland ist die DDR entstanden. Sie und die Bundesrepublik drohen zu militärischen Vorposten der jeweiligen Machten zu werden. Die Frage der Wiederaufrüstung Deutschlands beherrscht die politischen Diskussionen. Trotz großer Proteste in der Bevölkerung wird Deutschland Mitglied in der NATO und die ersten Soldaten der neuen Bundeswehr werden vereidigt. Die Bundesregierung plant eine Aufrüstung mit Atomwaffen. Die Studentin U.M. will sich nicht wegen ,,Verbrechen gegen die Menschlichkeit" schuldig bekennen. Die Studenten demonstrieren gegen die Rüstungspolitik. Für U.M. scheint ihre Generation ähnlich herausgefordert zu sein wie die der Eltern. Was hatten sie damals gegen Hitler tun können? Diese Frage betrifft sie nun unmittelbar selbst.
In Hamburg erscheint die Studentenzeitschrift ,,Konkret", die zu studentischen Aktivitäten aufruft. U.M. wird später Rainer Rohe, den Chefredakteur, heiraten und mit ihm Zwillinge haben.

10 Jahre arbeitet sie in der Redaktion von Konkret mit.
U.M. sorgt sich um den Zustand der Nachkriegsdemokratie. Sie erlebt das politisches Engagement unterdrückt wird. Die Lage der Studentenunruhen spitzt sich mehr und mehr zu. Man erhebt sich gegen die Nazivergangenheit vieler Politiker und Wirtschaftstiere sowie gegen den Vietnamkrieg. Auch ausländischen Besuchern wie z.B. dem Schah von Persien werden als Teil dieses Systems begriffen.
Der pompöse Empfang, des Schahs, erregt den Zorn der kritischen Öffentlichkeit. Die Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Staatsmacht wird zur Machtprobe. Die Studenten wollen eine demokratische Veränderung der Gesellschaft, einen Stop des Vietnamkrieges und die Entfernung ehemaliger Nazis aus dem Amt. Die Studentenbewegung spricht sich gegen das Regierungssystem wo sie nur kann. Unter dem Eindruck der Gewalt gegen die Protestbewegung, insbesondere der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 und der Mordversuch an Rudi Dutschke am 11. April 1768 lösen sich einige aus den Diskussions- und Demonstrationsauseinandersetzungen heraus und greifen zur Waffe. Die ,,Kaufhausbrandstiftung" von Andreas Bader und Gudrun Ensslin ist für viele der Beginn des Terrorismus in der Bundesrepublik. U.M. ,die als Journalistin, auch im Rundfunk tätig ist schreibt über soziales Elend, Unterdrückung, Benachteiligung und Heimkinder in Deutschland. U.M. lernt Bader und Ensslin kennen und trifft auf gegenseitiges Verständnis.
Nach anfänglich ablehnender Haltung befreundet sie sich mit Gudrun Ensslin. Diese stammt aus einem Pfarrhaus, engagiert sich in der evangelischen Jugendarbeit. Bei Ensslins späteren politischen Engagement lässt sie sie sich ähnlich wie U.M. von moralischen Aussichten leiten.
Andreas Bader ist eher ein Rebell. Durch antibürgerliche Lebensweise ist er zur Studentenbewegung gestoßen. Er drängt zu Tat und Aktion.
Als Bader und Ensslin in die Illegalität abtauchen, gewährt U.M. ihnen Unterschlupf. Den beiden ist der Weg in die bürgerliche Existenz abgeschnitten. Das wirkt sich auf ihre politischen Überlegungen aus. Ihre Gespräche drehen sich um die Möglichkeit mit Waffen und Gewalt ihre sozialrevolutionären Pläne durchzusetzen. Mit Sprengsätzen will man Wohnungsbaugesellschaften unter Druck setzen wenn kinderreiche Familien mit Mitzahlung in Verzug sind, man will leer stehende Häuser für einen Kinderladen besetzen.
Polizisten werden bei Razzien in einschlägigen Kneipen mit einem Steinhagel empfangen und Polizeiwagen werden in Brand gesetzt.
U.M. verhält sich weiter ablehnend gegenüber diesen Aktionen.
Erst nach einiger Zeit steht sie diesem positiv gegenüber. Sie hat Zweifel bekommen weiterhin mit legaler politischer Arbeit weiter zu kommen. Sie hat das Gefühl dass der Staat und nicht die Rebellen der eigentliche Rechtsbrecher sei. Die Sorgen und Probleme der Mieter verlangen eine handfeste Lösung.
Als 200 Mieter und Unterstützer eine leerstehende Fabrikhalle besetzen, räumt die Polizei die Halle sofort unter brutalem Schlagstockeinsatz. Es ist die erste Konfrontation die U.M. mit der Polizei hat.
Als Andreas Bader verhaftet wird plant man eine Befreiungsaktion. Es kommt unter den Beteiligten, darunter auch U.M., zu einer Kurzschlusshandlung. Ein Mensch wird getötet. Am nächsten Tag hängen Fahndungsfotos aus. U.M. wird gesucht. Es ist eine Belohnung von 10.000 DM ausgesetzt worden. Die Gruppe, die sich später Rote Armee Fraktion (RAF) nennt, ist nicht das Ergebnis von konkreter politischer Praxis sondern das Zufallsprodukt einer Verunglückten Aktion. Man knüpft Verbindungen zu einer palästinensischen Widerstandsorganisation in der Hoffnung, von dort Waffen erwerben zu können und eine militärische Ausbildung zu erhalten. Die Gruppe wird in ein spezielles Ausbildungslager aufgenommen. U.M. muss sich von ihren Kindern trennen. Illegalität und Kampf sind nur möglich wenn man alle Brücken hinter sich abbricht. Nach der Bader-Befreiung ist die Gruppe in Zugzwang gekommen. Es gibt kein zurück in ein bürgerliches Leben, als Staatsfeinde stehen die Mitglieder ganz oben auf der Fahndungsliste.
Autos besorgen, Wohnungen und Depots einrichten, Geld und Waffen beschaffen, Fluchtwege festlegen, Überfälle organisieren und durchführen, das sind die Tätigkeiten der Gruppe. 2 Jahre unternimmt sie nichts anderes. Sie führt keine einzige politische Aktion durch. In der Öffentlichkeit spricht man von der Baader-Meinhoff-Bande. U.M. ist die Staatsfeindin Nr.1.
Es kommt zu 6 Anschlägen, die gegen die U.S.-Kriegsführung in Vietnam gerichtet sind. Sie finden in einem Zeitraum von 14 Tagen statt. 3 Wochen später werden Mitglieder der RAF verhaftet, darunter Andreas Bader und Gudrun Ensslin. U.M. wird von der Polizei in einer Wohnung in Hannover-Langenhagen verhaftet.
Die Inhaftierten kommen in einen von der Strafanstalt Stammheim bei Köln abgetrennten Trakt, in dem außer ihnen keine anderen Gefangenen untergebracht sind. Auf diese Weise ist jeder für sich nicht nur sozial isoliert, sondern auch akustisch, kann weder Geräusche noch Stimmen wahrnehmen, lebt fast 24 Stunden täglich in totaler Stille. Nach vergeblichen Beschwerden ihrer Verteidiger tritt U.M. zusammen mit den anderen Gefangenen der RAF in einen Hungerstreik, um eine Änderung der Haftbedingungen zu erreichen. Die Behörden begründen ihre Weigerung, die Haftbedingungen zu lockern, damit, dass die Gefangenen ein Sicherheitsrisiko darstellen. U.M. ist fast 3 Jahre lang diesen Haftbedingungen ausgesetzt. Dies führt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden, so dass U.M. vernehmungsunfähig wird.
Am 9. Mai 1976 finden Justizvollzugsbeamte U.M. erhängt in ihrer Zelle auf. Bis heute ist man sich nicht sicher ob U.M. Selbstmord begangen hat oder ob sie schon tot war ehe man ihr den Kopf in die Schlinge legte.










Quelle:




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