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Titel:

Vasco da Gama


  Note: 2   Klasse: 0









Arbeit: Inhaltsverzeichnis




1. Vasco da Gama – Wer er war
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2. Gründe und Motive für die Entdeckungsfahrt
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3. Entdeckungs- und Heimfahrt nach Indien/Portugal
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4. Folgen (ökonomisch, sozial)
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5. Quellen
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6. Die Verfasser und das Datum der Arbeit
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1. Vasco da Gama – Wer er war:

Vasco da Gama (geb. um 1469 in Sines; ges. am 24. Dezember 1524 in Cochin, Indien) war ein portugiesischer Seefahrer, der wie viele andere Seefahrer zur damaligen Zeit(z.B. Magellan) im Auftrag der portugiesischen Krone Entdeckungsfahrten leitete und so den Seeweg nach Indien entdeckte.

2. Gründe und Motive für die Entdeckungsfahrt:

Für die Entdeckungsfahrt nach Indien spielten sowohl persönliche, als auch ökonomisch relevante Motive eine wichtige Rolle.
Einerseits war, nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453, der ländliche Handelsweg nach Indien versperrt und andererseits kam einem Entdecker damals viel Macht, Ruhm, Ehre und Geld zu.
Da der ländliche Weg für den unverzichtbaren Handel mit Asien dringend notwendig war und er nur weitergenutzt werden könnte, wenn die europäischen Händler einen hohen Betrag an die türkischen Zollgrenzen zahlen müssten, sodass die Profite kaum lukrativ sein würden, war Prinz Heinrich von Portugal (oder auch Heinrich der Seefahrer) davon beflügelt den Seeweg nach Indien um Afrika herum zu finden. Denn dadurch sollten die Profite gesichert werden und gleichzeitig wollte er Portugal eine Monopolstellung im asiatischen Seehandel, welcher vorwiegend aus Gewürzen, Seiden und Diamanten bestand, ermöglichen (notfalls auch mit Gewalt). Damit würde sich auch gleichzeitig der Profit erheblich steigern, da Portugal so der einzig verfügbare Anbieter in dieser bedeutenden Handelsregion wäre. Für dieses Vorhaben engagierte Prinz Heinrich, Vasco da Gama, der dies auch wohlwollend annahm, da ihm neben Geld, Ruhm etc. auch eine höhere Stellung bzw. ein höherer Titel winkte.

3. Entdeckungs- und Heimfahrt nach Indien/Portugal:

Die Entdeckungsfahrt nach Indien, welche ca. ein Jahr dauerte, war aufgrund technisch und medizinisch schlechten Vorraussetzungen schwer zu meistern. Die Reise wurde mit vier Schiffen und etwa 160 Mann angetreten.
Vasco da Gama verließ am 8. Juli 1497 den Hafen Restelo in Lissabon mit seinem Flaggschiff. Der Flotte waren die besten Piloten (Steuerleute und Navigatoren) Portugals beigegeben, denen die Strömungs- und Windverhältnisse speziell im Südatlantik weitestgehend vertraut waren.
Über die Kanarischen Inseln umrundeten die vier Schiffe Westafrika.
Dabei durften sich die Schiffe aber nicht all zu weit von der afrikanischen Westküste entfernen, weil die damals meistgenutzten Schiffstypen, die Karacken, technisch noch nicht so weit fortgeschritten waren, dass sie



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genügend Lebensmittel und Wasser transportieren konnten. Daher mussten sie immer wieder an Land gehen, um neues Proviant zu besorgen und um die Schiffe gegebenenfalls zu überhohlen. Allerdings war man zwischenzeitlich gezwungen sich von der Küste zu lösen, um so die
besseren Windverhältnisse zu nutzen. Die noch dazu kommenden gefährlichen Strömungen, bei technisch nicht optimalen Schiffen, verschlechterten die Bedingungen der Entdeckungsfahrt ungemein und zeigen wie schwer eine ökonomisch so wertvolle Entdeckungsfahrt damals war. Aber auch ein schwerwiegendes medizinisches Problem trat auf: Skorbut. Kurz nachdem die Schiffe Ende November 1497 das Kap der Guten Hoffnung umrundet haben und die Windverhältnisse und Strömungen zu einem immer größeren Problem wurden (aufgrund der kalten Jahreszeit => Winter), brach auch noch Skorbut aus, woran viele Männer starben und was beinahe zum Abbruch der Expedition führte. Nur durch den Willen da Gamas wurde die Reise doch fortgesetzt. Im März 1498 entdeckten sie Mosambik. Der dortige Sultan war von den europäischen Neuankömmlingen nicht begeistert. Aber da Gama ließ sich davon nicht beirren. Er segelte weiter und erreichte im April Kenia. Dort kam ein indischer Lotse an Bord. Mit seiner Hilfe erreichte die übrig gebliebene Crew dann am 19.Mai Indien; der Seeweg nach Indien wurde gefunden.
Auf der folgenden Abbildung ist die Fahrtour, einschließlich Landgängen, noch einmal genau und übersichtlich skizziert (auch zu erkennen: Das notwendige Lösen von der Westküste, s. Text; nur schwarze Linie Entdeckungsfahrt von Vasco da Gama)



http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Caminho_maritimo_para_a_India.png&filetimestamp=20050823133112
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Nachdem Vasco da Gamas Täuschung gegenüber dem dort ansässigen König (sie befanden sich im indischen Ort Calicut), er sei ein Botschafter eines reichen Landes, fehlschlug und die erhofften Geschenke des Königs nicht erworben wurden, war da Gama dazugezwungen alles Entbehrliche von den Schiffen zu verkaufen, um im Gegenzug wertvolle Gewürze und Seiden zu erhalten. Doch diese billige Ware kam bei den Indern nicht gut an, sodass da Gama kurzerhand Geiseln nahm und die Inder dazu zwang, ihm die gewollten Seiden und Gewürze zu beschaffen. Durch solche Aktionen handelte sich Vasco da Gama wohl auch den Ruf als „brutaler und unberechenbarer Mann“ ein.
Aber auch dadurch, dass als er im August 1498 die Heimreise nach Portugal antreten wollte, seine Lotsen durch seine vorherige Geiselnahme aber selbst zu Geiseln wurden und er daraufhin wiederum arabische Händler als Geiseln nahm, um diese gegen seine Männer einzutauschen. Nach einigen weiteren Turbulenzen an Land, folgte dann der Beginn der Heimreise nach Portugal, welche mit nur zwei Schiffen erfolgte und sich als noch schrecklicher als die erste entpuppte. Starke Stürme und ein neuer Ausbruch von Skorbut dezimierte die Crew so stark, dass schon an der Ostküste Afrikas eines der beiden Schiffe verbrannt werden musste. Mit viel Mühe und Not erreichte die übrig gebliebene Crew dann endlich wieder Portugal und verkaufte die mitgebrachten Gewürze und Seide zu einem sehr hohen Preis. Der Profit war enorm. Finanziell gesehen war die Entdeckungsfahrt also erfolgreich.


4. Folgen (ökonomisch, sozial):

Mit der Entdeckung des Seeweges nach Indien verwirklichte Vasco da Gama 1498 nicht nur einen jahrhundertealten Traum, sondern
ermöglichte den Portugiesen ihr Kolonialreich in Indien und Ostafrika zu schaffen, was Portugal zur erfolgreichsten Seefahrernation und der größten Weltmacht der damaligen Zeit aufsteigen ließ.
Aber bei den Folgen, speziell dieser Entdeckungsfahrt, aber auch bei allen anderen, die zu der Zeit der maritimen Expansion stattfanden, sollte man nicht nur auf die wirtschaftlichen Folgen blicken. Denn viele Seefahrer verstarben und viele Menschen in den entdeckten bzw. eroberten Gebieten litten unter extremer Unterdrückung. Auch darauf haben wir Bezug genommen und hier die Folgen, welche speziell betrachtet auch noch Einfluss auf unsere heutige Zeit nehmen, strukturiert und zusammenhängend aufgeführt.
Durch die Entdeckung des Seewegs nach Indien, konnte Portugal direkten Handel mit den asiatischen Händlern betreiben und war nicht mehr auf Mittelsmänner angewiesen. Auch waren die Transporte über das Meer weit weniger gefährlich als der herkömmliche Weg den die Karawanen vorher genommen hatten. Durch diesen Direkthandel verlor Venedig nach und nach seine Bedeutung als Handelsmacht und sicherte Portugal so mehr und mehr eine Monopolstellung im asiatischen Seehandel.

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Die langfristige Folge war, dass die Portugiesen den kompletten Handel kontrollieren konnten und ein ganzes Netzwerk an Handelswegen um den afrikanischen Kontinent aufbauen konnten(also Niederlassungen entlang der afrikanischen Küste), sie waren nun der einzig wirkliche Anbieter, die Monopolstellung, die von Heinrich dem Seefahrer vom Anfang an als Ziel gesetzt wurde. Nun war es nicht mehr nur von Bedeutung Gewürze, Seiden und Diamanten ins eigene Heimatland zu transportieren, nein vielmehr ging es darum Waren zwischen den einzelnen asiatischen Handelstätten zu transportieren und dabei so viel Geld zu verdienen, dass man sich die Gewürze etc. selbst kaufen kann, um diese dann wieder mit deutlich erhöhtem Preis in Europa zu verkaufen. Und auch der Kauf von afrikanischen Sklaven begann ein blühendes Geschäft zu werden, was im Bezug auf die soziale Sichtweise wieder einiges über die negativen Folgen der Entdeckungsfahrt da Gamas aussagt.
Dieser gesamte Handel war jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Denn die Kapitäne der portugiesischen Handelschiffe mussten oftmals Schlachten gegen andere Schiffe und tlw. sogar auch gegen kleine Hafenstädte schlagen, wobei die Portugiesen letztere „nur“ besetzten oder zerstörten, Interesse weiter ins Hinterland einzudringen, bestand nicht. Dies zeigt auch, dass die damaligen Interessen Portugals die Verteidigung der Stellung der größten Seemacht waren. Das diese Verteidigung gegen die Gegner überhaupt so gut funktionierte, lag an den technisch aufgerüsteten Schiffen, die gleichzeitig auch die relativ schnelle Einnahme der Monopolstellung des asiatischen Seehandels ermöglichten.
Ein weiterer Aspekt, der veranschaulicht, wie wichtig der Seehandel für Portugal war, ist die Tatsache, dass nachdem der Seeweg nach Indien erschlossen wurde, eine beachtliche Menge an Geld von portugiesischen Herrschern, Aristokraten und Händlern investiert wurde, was durch Seehandel mit Asien (und später auch mit Afrika und Amerika) kompensiert werden sollte und zu der Ausgrenzung anderer Nationen, gegebenenfalls durch Gewalt, von diesem Geschäft dienen sollte.
Die portugiesischen Händler hatten dadurch also viel Geld zur Verfügung, was sie dafür nutzten neue „Luxusschiffe“ zu bauen, um somit, neben den schon erwähnten „Zwischenhandel“, die Reichtümer Afrikas, sowie Asiens auszubeuten. Denn Schiffe mit einer großen Ladefläche konnten selbstverständlich erheblich mehr tragen, als beispielsweise Nutztiere zu den Zeiten des Landweges. Die erstrebte Erschließung des Seeweges erfüllte die ökonomischen Motive (s. 2.) also durchaus und auch die persönlichen Motive da Gamas. Er wurde sogar zwischenzeitlich Vizekönig von Indien, bevor er dann nach drei Monaten im Amt starb.
Aber wenn man jetzt mal Soziales und Ökonomisches gegenüberstellt, dann muss man festhalten, dass die Strapazen und die Opfer der ersten Reisen, während der maritimen Expansion, in keinem Verhältnis zu den mitgebrachten Gütern stehen. Eine positive Auswirkung auf die

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europäische Wirtschaft ist hier also nicht zu erkennen, gerade wenn man die Tatsche mit einbezieht, dass mehrere Jahrzehnte nach den Entdeckungsfahrten von da Gama, Magellan etc. kaum ökonomische Auswirkungen zu verzeichnen waren, was wahrscheinlich daran lag, dass zunächst nur Portugal vom Seehandel profitierte. Natürlich kam es nachdem die Ausbeutung ihre Grenzen fand, dass andere Regionen, wie z.B. Amerika auch vom Handel profitierten, da der sogenannte Dreieckshandel entstand, welcher wiederum durch Handel mit zahlreichen Rohstoffen und Metallen indirekt den Weg zur Industriellen Revolution ebnete. Man erkennt hier also schon wie wichtig die Entdeckung Vasco da Gamas überhaupt war und sie einen erheblichen Anteil an der Entwicklung Europas, mehr aber noch an der von Asien und Afrika, auch im Bezug auf Kolonialisierung und Ausbeutung, hatte.
Eine ebenfalls weit in die Zukunft blickende These, die man aufgrund der Entdeckung da Gamas aufstellen kann, besagt, dass durch die Zentralisierung der Handelsmacht in Portugal und deren Kontrolle über die Handelsstützpunkte in Afrika es nicht übertrieben ist zu sagen, dass in dieser Zeit die Wurzeln der Globalisierung zu finden sind.
Denn vergleicht man die heutige Situation, die zwischen den Entwicklungs- und Industrieländern herrscht, mit der in unserer Arbeit bisher beschriebenen, lassen sich deutliche Parallelen erkennen. So gibt es in beiden Zeiten wirtschaftliche Zentren und nicht-relevante Peripherien oder auch ausgebeutete Länder. Aber auch andere wichtige Punkte, die Merkmale der Globalisierung sind und in dieser Zeit ihren Ursprung nahmen, wenn auch noch nicht so intensiv wie heute.
Wirtschaftliche Disparitäten(Unterschiede), die Abhängigkeit und die Fokussierung auf der bzw. die Wirtschaft und natürlich die Ausbeutung sind nur einige Merkmale, die sich vergleichen lassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entdeckung da Gamas bedeutende und weitreichende Folgen für die Entwicklung der globalen Wirtschaft hat. Denn dadurch wurde Portugal zur Seemacht Nr. 1 und prägte, wie in unserer Arbeit beschrieben, den Handel und die Wirtschaft zwischen Europa, Asien, Afrika und Amerika. Dies beeinflusste dann auch noch (indirekt) Jahre später wirtschaftliche Geschehen und Ereignisse














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Quelle: http://www.seemotive.de/html/dvasco.htm http://de.wikipedia.org/wiki/Vasco_da_Gama http://victoria-winkel.suite101.de/vasco-da-gama-und-der-seeweg-nach-indien-a53923 http://www.ruhse.ch/christian/joomla/media/stories/studium/WS0203_RK-Geschichte-Die_maritime_Expansion.pdf




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