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Titel:

Wassily Kandinsky


  Note: 1-   Klasse: 11









Arbeit:



Wassily Kandinsky





Wassily Kandinsky war ein Künstler des Expressionismus und vor allem der abstrakten Kunst.
Er wurde als Sohn eines Teehändlers und seiner Frau am 4. Dezember 1866 in Moskau geboren. Nach einem Umzug nach Odessa und nach der Scheidung der Eltern besuchte Wassily Kandinsky ab 1876 das dortige Gymnasium. Bereits in dieser Zeit erhielt Kandinsky Mal- und Zeichenunterricht. Kandinsky hatte auch musikalische Begabungen, die er in seine späteren Kunstwerke Miteinfließen ließ. Nach dem Abitur begann er in Moskau Jura zu studieren. Während seines Studiums malte er gerne. Nach seinem Studium 1892 wurde er Assistent der Juristischen Fakultät an der Moskauer Universität und heiratete seine Cousine Anna Tschimjakin.
Nachdem er 1896 eine Professur an der Universität abgelehnt hatte, siedelte er mit seiner Frau nach München über. Damit hing sein Wunsch zusammen, sich stärker der Kunst zu widmen. München war damals die führende Kunststadt Mitteleuropas.
Im Jahr 1897 begegnete er in der Malschule seinen Landsleuten Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin. Im Zeichenunterricht bei Franz von Stuck lernte Kandinsky Paul Klee kennen. 1901 nach dem Kunststudium gründete er eine Künstlergruppe “Phalanx”. Dort stellten Maler des Impressionismus und des Jugendstils ihre Werke aus.
Außerdem gab es eine private Kunstschule, an der Kandinsky selbst unterrichtete und seine spätere Geliebte Gabriele Münter kennen lernte. Ab 1903 befand er sich auf Reisen durch Europa, nach Moskau und Nordafrika. Künstlerisch befand sich Kandinsky in einem Experimentierstadium, er war keinem bestimmten Malstil fest verpflichtet. Seine Materialien waren unter anderem Öl, Tempera und Holz. Zu dieser Zeit beeinflussten ihn die Impressionisten. Die Zeit des Reisens endete im Jahr 1907. Sie war für den Künstler auch eine Zeit des Suchens nach dem eigenen Stil.
1908 zog er mit seiner Geliebten zusammen, von seiner Frau lebte er getrennt, sie war schon länger zuvor nach Russland zurückgekehrt. 1909 kaufte Gabriele Münter in Murnau ein Haus, das zum Treffpunkt für die Münchner Künstler wurde. Im gleichen Jahr gründeten sie die “Neue Künstlervereinigung München”, zu der unter anderem Marianne von Werefkin, August Macke, Franz Marc und Alexej von Jawlensky gehörten. Er und seine Kollegen der Künstlervereinigung begannen sich allmählich vom Gegenständlichen abzulösen. Der Schwerpunkt verlegte sich mehr und mehr auf Farben und Formen. Ein 1910 angefertigtes Aquarell aus der Bilderreihe “Improvisationen” gilt als sein erstes Kunstwerk im abstrakten Stil.
In seinem 1910 veröffentlichten kunsttheoretischen Werk “Der blaue Reiter” fordert Kandinsky die Neuerung der Kunst und stellt das rein Formale in den Vordergrund.
Bis 1912 wurde es bereits dreimal aufgelegt. Darin wird aber auch die Wegtrennung von seinen Kollegen in der Künstlervereinigung deutlich. Als seine “Kompositionen V” (Bild 1) nicht in die Ausstellung von 1911 mit aufgenommen wurden, trennte er sich zusammen mit Gabriele Münter, Franz Marc und Alfred Kubin von der Vereinigung. Zur Verbreitung der eigenen Kunstauffassung wurde der Kunstkalender “Der Blaue Reiter” gegründet.
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs zog Kandinsky mit Gabriele Münter in die Schweiz. 1916 verbrachte er einige Zeit in Stockholm. 1917 heiratete er für seine Geliebte ganz überraschend in Moskau Nina von Andreewsky.
Mit der Oktoberrevolution von 1917 in Russland verband auch Wassily Kandinsky die Hoffnung auf eine Zeit der Erneuerung in der Kunst. Er fühlte sich berufen, daran teilzuhaben. So wurde er 1918 Mitglied der Abteilung Bildende Kunst im Kommissariat für Volksaufklärung und erhielt eine Professur für Kunstwissenschaften an den Höheren Staatlichen Künstlerisch-Technischen Werkstätten. 1920 wurde Kandinsky auf den kunstwissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Moskau berufen, und er gründete das Institut für Künstlerische Kultur mit. Er sorgte für die Gründung und Ausstattung zahlreicher neuer Museen in Russland.
Später beschäftigte er sich mit Hinterglasmalereien mit Heiligendarstellungen und Aquarelle und Radierungen mit abstrakten geometrischen Formen. Als seine Entzweiung zwischen seiner und der offiziellen russischen Kunstauffassung immer stärker wurde und offensichtlicher wurde, folgte er einem Ruf des Weimarer Bauhauses.
1922 trat er eine Professur an. Das “Staatliche Bauhaus in Weimar”, geleitet von dem Architekten Walter Gropius, war weltweit eine einmalige Institution, in der Kunst, Technik und Design zugleich gelehrt wurde. Ziel war die Schaffung einer Ästhetik, die dem Mensch und Fortschritt dient.
1923 folgte die erste Einzelausstellung in New York von Wassily Kandinsky. In Weimar traf er auch Paul Klee wieder, der dort unterrichtete. 1926 zog das Bauhaus nach Dessau um.
Die Ehepaare Kandinsky und Klee wohnten in dem von Gropius geplantem Meisterhaus.1924 wurde zusammen mit Alexej von Jawlensky und dem amerikanischen Maler Lyonel Feininger die Gruppe “Die blaue Vier” gegründet. 1926 erschien im Rahmen seiner Bauhaustätigkeit Kandinskys kunsttheoretische Schrift “Punkt und Linie zu Fläche” über die abstrakte Kunst.
1933 wurde das Bauhaus geschlossen. Kandinsky siedelte in die französische Neuilly-sur-Seine bei Paris über.
Drei Jahre später nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und beendete seine letzte große Arbeit”Komposition X” (Bild 2). 1944 fand seine letzte Ausstellung, die er miterlebte, in der Pariser Galerie l'Esquisse statt.

Wassily Kandinsky starb am 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine.










Quelle:




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