Wie sich der Mensch aus dem Tierreich herrausarbteitete - schulnote.de 
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Titel:

Wie sich der Mensch aus dem Tierreich herrausarbteitete


  Note: 2   Klasse: 11









Arbeit: Wie sich der Mensch aus dem Tierreich herausarbeitete

Daß uns die Affen näher stehen, als wir lange Zeit geglaubt haben

Vor einiger Zeit nahm man noch an, daß schon vor 30 bis 35 Millionen Jahren Pongide (Affenartige) und Hominide (Menschenartige) getrennte Wege gegangen seien. Neuere Untersuchungen legen aber nahe, daß verschiedene Affenarten zu sehr verschiedenen Zeitpunkten den Weg verlassen haben, der zum Menschen führt: die Gibbons vor 20, die Orang-Utans vor 15 und die Gorillas vor 10 Millionen Jahren und als letzte, nämlich erst vor fünf oder sechs Millionen Jahren die Schimpansen. Die afrikanischen Menschenaffen sind - so sagen uns einschlägig bewanderte Wissenschafter – enger mit uns Menschen verwandt als mit den Orang-Utans, weshalb sie nicht mehr den Pongiden, sondern den Hominiden zugerechnet werden.

Daß die einen im Regenwald zu guten Turnern wurden, während sich andere in der Savanne den aufrechten Gang angewöhnten


Auf jeden Fall paß­ten sich vor Millionen Jahren unsere tierischen Vor­fahren verschiedenen Le­bensräu­men an: Im tropi­schen Regenwald entwic­kelten sich die einen zu spe­zialisierten Schwing-Hangel­kletterern, während sich aus den Lebensbedingungen der mit hohem Gras be­stan­denen Sa­vanne der aufrechte Gang der anderen ergab, der die Hände von der Fortbewe­gungs­funktion befreite.

Daß es entwicklungsgeschichtlich entschieden günstiger war, die Hände frei zu haben


In vielfältiger Weise konnten diese unspezialisierten Organe nun zur Beschaffung des zum Le­ben Notwendigen eingesetzt wer­den. Die Menschenartigen began­nen in Afrika auf der Stufe des Homo habilis (“befähigter Mensch”) vielleicht schon vor drei Mil­lionen Jahren damit, in der Natur vorge­fundene Gegen­stände als Werk­zeug zu benutzen und - was viel wichtiger ist - die­ses Werkzeug (und nicht etwa sich selbst als Art) bestimmten Pro­blemstellungen anzupassen, wäh­rend sich körpereigene Waf­fen und Werkzeuge (Gebiß) all­mählich zurückbildeten.

Daß man den Menschen am Werkzeuggebrauch und an der Werkzeugherstellung erkennt


Bearbeitungsspuren an Steinen, die von Hominiden als Werkzeug verwendet wurden, las­sen die ersten Ansätze spezi­fisch menschlichen Verhaltens, nämlich planmäßigen, bewußten Han­delns und damit des Denkens, erkennen. So unansehnlich die Faustkeile der Hominiden auch ne­ben einer Bienenwabe wirken, sie sind Ausdruck eines gewal­tigen Entwicklungs­sprungs.

Wie Hand und Hirn sich und einander im Wechselspiel entwickel­ten




Hand und Hirn, Praxis und Theorie, entwickelten sich und einander im Wechselspiel, for­der­ten einander mit immer neuen Problemstellungen heraus, bis sich aus dem Menschenarti­gen der Ho­mo sapiens entwickelt hatte. (H. habilis - H. erectus - H. neanderthalensis - H. sa­piens). Etwa 60.000 Jahre alte Reste, die in Frankreich, Is­rael und Äthiopien gefunden wurden, weisen bereits weitge­hend die Merkmale des Homo sa­piens auf.

Daß nur der Mensch sein Verhalten plant, denkt und spricht




Das Tier “arbeitet” nicht, es verhält sich instinktiv, un­bewußt. Selbstverständlich verhält sich auch der Mensch instink­tiv, hat aber als am weitesten ent­wic­kelte Lebensform darüber hinaus die Möglichkeit, sein Verhalten zu planen, es in Ge­dan­ken vorweg­zu­nehmen, zu denken. Bearbeitungsspuren an Steinen, die von Hominiden als Werk­zeug verwendet wurden, lassen auf die ersten Ansätze menschlichen Denkens schließen.

Die Sprache ist das “Vehikel” des Den­kens und mit diesem untrennbar verbun­den. Sie ist sozusa­gen dessen praktische Seite über die das Bewußtsein eines menschlichen Individuums auch den anderen zugänglich wird. Der Le­benskampf des “nackten Affen”, des Menschen, erfor­derte von Anfang an die Zusam­men­arbeit in der Gruppe und damit die Entwicklung eines Kommuni­kati­onssystems - der Sprache.

Welche Bedeutung der Nutzung des Feuers bei der weiteren Ent­wicklung des Menschen zukam


Von entscheidender Be­deutung für seine weitere Entwicklung war der Übergang zur Nut­zung des Feuers, der vielleicht eine halbe Million Jahre zurückliegt. Die über dem Feuer zuberei­tete tieri­sche Nahrung wurde besser aufgeschlossen und der Körper reichlicher mit hochwertigem Eiweiß ver­sorgt.

Bis der Mensch lernte, Feuer selbst zu erzeugen, vergingen 350.000 Jahre. Die erste Na­tur­gewalt, die der Mensch damit beherrschen lernte, stellt einen chemischen Prozeß dar, während der nächste große Schritt vorwärts mit der Beherrschung biologischer Prozesse ver­bunden ist: Ac­kerbau und Viehzucht. Die Nutzung mechanisch-physikalischer Naturkräfte durch Wasserräder etwa, gelang erst viel später. Andererseits gelang die wissenschaftliche Durchdringung mechanisch-physikalischer Gesetzmäßigkeiten viel früher als die chemischer oder biologischer Zusammen­hänge.

wie der Mensch von aneignenden zu produzie­renden Wirt­schaftsformen gelangte

Wie der Mensch aneignende Wirtschaftsformen perfektionierte


Bis ins zehnte Jahrtausend v. befleißigte sich der Mensch ausschließlich der aneignen­den Wirtschaftsformen des Sammelns, der Jagd und des Fischfangs. Inzwischen hatte er die dabei ein­ge­setzten Geräte und Methoden perfektioniert. Er stellte Fallen, jagte mit Speer, Pfeil und Bume­rang, erleichterte sich das Ausgraben von Wurzeln durch Grabegabel und Haken und verwendete Gefäße aus gebranntem Ton. In guten Jagdgebieten und an fischreichen Gewässern wurde der Mensch seß­haft.

Wie der Mensch mit produzierenden Wirtschaftsformen experi­men­tierte




Der seßhaft gewordene Mensch hatte Gelegenheit neue Beobachtungenzu machen. Er konnte die Entwicklung der Pflanzen über die ganze Wachstumsperiode verfolgen. Es sollte aber Jahrtausende dauern, bis sich solche Beobachtungen zu neuen Erkenntnissen verdichteten aufgrund derer die besten Körner des gesammelten Wildgetreides bewußt wieder ausgesät wurden.

Die Anfänge der Domesti­kation liegen dort, wo Tiere als lebender Fleischvorrat gefangengehalten oder von den Pflanzungen ange­lockt wurden.

Der Mensch hatte also begonnen, sich die Erde untertan zu machen, die Vorgaben der Na­tur seinen Bedürfnissen anzupassen. Die ältesten Befunde für Feldbau und Tierhaltung stammen aus den Bergländern Vorderasiens.

wie Ackerbau und Viehzucht soziale Gegensätze und or­ga­nisier­ten Krieg mit sich brach­ten




Die Änderung der Methoden, die der Mensch bei der Beschaffung des zum Leben Not­wendi­gen anwandte, zog - auch in späteren Epochen - Veränderungen in den Formen des Zu­sammenlebens nach sich.

Wie sich der organisierte Krieg entwickelte




Altsteinzeitliche Jäger hatten einander im Kampf um die Jagdbeute vielleicht getötet, oder gar einander als Jagdbeute aufgefressen, aber sie hatten einander nicht unterjocht, weil es so gut wie nichts gab, was sie einander nehmen konnten, außer dem Leben oder der Jagdbeute.

Mit der Ent­wick­lung produzierender Wirtschaftsformen aber entwickelte sich der organisierte Krieg, der nun die gewaltsame Aneignung von Viehherden, Weideplätzen und Wasserstellen, von Äckern Ernte und Ar­beitskräften zum Ziel hatte.

Als Jäger und Sammler hatte der Mensch von der Hand in den Mund gelebt. Die Produktivität seiner Arbeit hatte nur zur Aufrechterhal­tung seiner bloßen Existenz ge­reicht.

Ackerbau und Viehzucht aber gestatteten die Produktion von Überschüssen, um deren Aneig­nung sich seither die ganze menschliche Geschichte dreht.

Wie sich soziale Gegensätze entwickelten




Solange der Pflug nicht bekannt war, bestand der Zwang einer kollektiven Bewirtschaf­tung des Bodens. Durch den Einsatz des Pfluges (genauer: des “Hakens”, da er nur den Boden aufriß und die Scholle nicht wendete) und von Zugtieren vor dem Pflug konnte eine Familie ih­ren Land­anteil selbständig bearbeiten und die Vorstellung von privatem Eigentum an Land, Ar­beitsgeräten und Vieh entwickeln.

Die Produktion von Überschüssen war die Voraussetzung dafür, daß ein Teil der Ge­sell­schaft, dem nun organisatorische, kultische und dergleichen Aufgaben obla­gen, von unmit­telbar pro­duktiver Arbeit befreit werden konnte. Aus den Funk­tionären aber wurden Herren. Diejeni­gen, die den Boden bloß bearbeiteten, waren nicht dieje­nigen, die über ihn verfügten.

Die Spaltung der Ge­sellschaft äußert sich bereits deutlich in der unter­schiedlichen Ausstattung jungsteinzeitlicher Gräber und vor allem den aus riesigen Felsblöcken errichteten Grabmälern der Megalithkultur (Stonehenge).

Wie die Verwendung von Metallen die soziale Differenzierung för­derte




Die Arbeitsteilung und die mit ihr einhergehende soziale Differenzierung wurde durch die Verwendung metallischer Werkstoffe vorangetrieben. Im 6. Jahrtausend entdeckte der Mensch (zuerst in Vorderasien und Südosteuropa) das Kupfer, das im Vorderen Orient im 4. Jahrtausend v. mit Zinn legiert wurde. Seit etwa 3000 v. war das optimale Mischungsverhältnis (80-90% Kup­fer) bekannt. Der Besitz reichlicher Bronzevorräte war ein kriegsentscheidender Faktor. Durch Plünderung und Unterwerfung fremder Stämme kam es gelegentlich zur Anhäufung von Bronzeschätzen, die in der Verfügungsgewalt der Kriegshäuptlinge und Stammesführer verblieben, deren Ruhm vermehrten und allmählich als deren Eigentum betrachtet wurden.

Eisen wurde ebenfalls zuerst im Vorderen Orient verarbeitet (ab etwa 1500 v.).

Wie die Unterdrückung der Frau begann




Die Jahrtausende lange Unter­drückung der Frau, die Herrschaft des Mannes - das Patriarchat - begann, als die überle­gene Kör­perkraft des Mannes mit dem Übergang zu Ackerbau und Viehzucht und zum organi­sierten Krieg in den Vordergrund trat. Dazu kam die Entwicklung der Einzelfamilie mit priva­tem Grundeigen­tum, deren Angehörige - freie und unfreie Personen - der Gewalt des väterli­chen Familienober­haupts unterworfen waren. Ursprünglich bezieht sich der Begriff “Familie” wohl gar nur auf Skla­ven (lat. “famulus” - Sklave).

Wie sich die ersten HOCHKULTUREN entwickel­ten

Wie die Probleme der Bewässerung in den großen subtropi­schen Stromtälern zentrale Planung und staatliche Organisa­tion er­for­derten und hervorbrachten




Hochkulturen (durch schriftliche Quellen dokumentierte Kulturen) sind an der Wende vom 4. zum 3. Jahrtausend v. zuerst im Niltal, in Mesopotamien und im Südwestiran (Chusistan) ent­standen. Indien und China folgten um die Mitte des 2. Jahr­tausends v.

Die großen Stromtäler der subtropischen Zone konfrontierten den Menschen mit tech­ni­schen und organisatorischen Problemen, deren Meisterung mit dem im 4. Jahrtausend v. er­reichten Ent­wick­lungsstand der Produktion möglich wurde und gleichzeitig einen entscheiden­den Schritt vor­wärts erforderte.

Während die Hochwasserperiode des Nil in die Zeit zwischen Ernte und Saat fiel, wa­ren die von Euphrat und Tigris vorgegebenen Bedingungen für den Feldbau wesentlich ungün­sti­ger: Beide Ströme führten Hochwasser während der Wachstumsperiode.

Eine in den orientalischen Trockengebieten verbreitete Bewässerungsmethode wurde auf dem Gebiet des heutigen Iran entwickelt: Tief in die Erde gelegte Tunnel, die in regelmäßi­gen Ab­ständen durch Schächte zugänglich sind, leiten das, solcherart vor Verdunstung ge­schützte Wasser auf die Felder.

Welche konkreten Probleme die Bewässerung auch mit sich brachte, die erforderlichen Ar­bei­ten an Däm­men, Kanä­len, Zisternen und Schöpfwerken bedurften der ra­tionellen Zu­sam­men­fassung der Arbeitskraft der Bauern und ei­ner einheitlichen Planung, der sich die ein­zelnen Dorf­gemein­schaf­ten unterordnen mußten. Aus den leitenden Funktionären wurde eine herr­schende Klasse, an deren Spitze die altorientalischen Despoten standen, die die höhere Ein­heit personifi­zierten, die durch die Kooperation der Bauerngemeinden entstanden war, und im Na­men des je­weiligen Staatsgottes ein Obereigentum am Grund und Boden beanspruchten: in Ägypten der “Pharao”, in den Stadtstaaten Mesopotamiens der Priesterfürst, der “Ensi”. Als Rahmenbedin­gung großräumiger Kooperation war die altorientalische Despotie ökonomisch gerechtfertigt. Zu ihrer eigenen Verherrlichung aber zwang sie ganze Heere von Bauern zur Arbeit an den Kolossal­bauten.



wie sich der ägyptische Staat entwickelte




Ägypten, das ist im wesentlichen die nicht ganz 1000 km lange und 10 bis 20 km breite Fluß­oase des Nil bis zum ersten Katarakt (Assuan). Unter- und Oberägypten (auf die Strom­rich­tung des Nil bezogen) waren ursprünglich selb­ständige Staaten, die um 3000 (unter Menes) verei­nigt wurden. Die Pharaonen trugen weiterhin die Kronen der “beiden Länder” - die weiße, mitraähnliche Krone Oberägyptens und die rote Krone Unterägyptens - als Doppelkrone.

Wie man die ägyptische Geschichte periodisiert und dabei hauptsächlich Altes, Mittleres und Neues Reich unterscheidet


Der ägyptische Priester Manetho verfaßte um 280 v. eine Darstellung der Geschichte Ägyptens, die in griechischer Sprache überliefert worden ist. Er unterscheidet darin 30 Dyna­stien und ordnet sie folgenden Zeitabschnitten zu:

Frühzeit/Thinitenzeit (nach Thinis in Mittelägypten): 1. und 2. Dynastie

§ ALTES REICH: 3.-6. Dynastie (2778-2423)

Erste Zwischenzeit: 7.-9. Dynastie (2423-2065)

§ MITTLERES REICH: 10.-12. Dynastie (2065-1785)

Zweite Zwischenzeit / Hyksoszeit: 13.-17. Dynastie (1785-1580)

§ NEUES REICH: 18.-20. Dynastie (1580-1085)

Spätzeit: 21.-30. Dynastie (1085-341)

Wie der Pyramidenbau die Wirtschaft des alten
Ägypten bela­stete


In der Frühzeit wurden die Pharaonen mit dem Himmelsfalken Horus identifiziert. “Da nicht nur der Himmel, sondern auch die Sonne als Falke angesehen wurde, ergab sich die Glei­chung ›König = Sonne = Himmel‹, die schließlich in dem Königssymbol der Flügelsonne ihren Ausdruck fand”. Im Alten Reich wurden sie zu Söhnen des Sonnengottes Re degradiert. Dessen ungeachtet wurden ihnen Grabmäler von so gewaltiger Größe errichtet - die großen Py­ramiden von Saqqara, Giza, Medum und Dahschur -, daß deren Bau den Bauern allzu schwere Frondienste aufbürdete und ihre Arbeitskraft den Feldern allzu lange entzog. Hunger­revolten waren die Folge, die gemeinsam mit Selbständig­keitsbestrebungen der Gaufürsten und Noma­deneinfällen aus dem syrischen Raum den Zu­sammenbruch des Alten Reiches herbeiführ­ten. Pyramiden wurden wohl bis ins 16. Jahrhundert errichtet, erreichten aber nie mehr die Ausma­ße der zur Zeit der 4. Dynastie (2723-2563, “Pyramidenzeit”) errich­teten Anlagen.

Was in Ägypten zur Zeit des Mittleren Reiches geleistet wurde




Die Gaufürsten von Theben (heute: Luxor) gingen siegreich aus dem Kampf rivalisie­render lokaler Dynastien hervor und stellten die, von wirtschaftlichen Erfordernissen gebiete­risch gefor­derte, Reichseinheit wieder her (Mittleres Reich). Der thebanische Lokalgott Amon wurde zum Staatsgott befördert und mit Re fusioniert.

Zur Zeit des Mittleren Reiches setzte sich Gold als Wertmaßstab durch (nicht gemünzt) und der Werkstoff Glas wurde bekannt (Glasbläserei ist eine phönizische Erfindung). Eine der Depressionen in der libyschen Wüste - das Fajjum, etwa 75 km südwestlich des heutigen Kairo gelegen - wurde (unter Amenemhet III. [1842-1795]) durch einen Kanal mit dem Nil verbunden und kultiviert. Der solcherart entstan­dene Moerissee diente als Ausgleichsbecken für das Nilhochwas­ser. Überhaupt wurde im Mitt­leren Reich die Wasserwirtschaft perfektioniert.

Der ägyptische Staat expandierte in den Sudan und nach Syrien-Palästina (= Kanaan - “Land der roten Farbe), pflegte Han­delsbeziehungen mit dem sagenhaften Goldland Punt, worunter man wahrscheinlich Somaliland zu verstehen hat, und mit dem ägäischen Raum.

Bildende Kunst und Literatur (Märchen und die Erzählung von den Erlebnissen des Si­nu­het in Palästina) erreichten in dieser Epoche den Höhepunkt ihrer Entwicklung.

Wie es den Hyksos gelang, Unterägypten zu erobern




Das Ende des Mittleren Reiches war abermals von der Schwäche der Zentralgewalt und Bauernerhebungen charakterisiert. Den Schlußpunkt setzte der Einfall der aus Syrien kommen­den und schwer einzuordnenden (mehrheitlich wohl semitischsprachigen) “Hyksos”, die ihre vorübergehende Herrschaft in Unterägyp­ten dem (zuvor in Ägypten unbekannten) Pferd und ihren Streitwagen verdankten (als Reittier wurde das Pferd noch nicht verwendet).

Wie Echnaton vergeblich versuchte, die Amon-Priesterschaft zurückzudrängen


Die Wiederherstellung der Reichseinheit erfolgte abermals von Theben aus (Neues Reich). Ägyptische Heere stießen (unter Thutmosis I. [1557-1539]) erstmals. bis zum Euphrat vor. Mit Hatschepsut (1490-1468) kam ausnahmsweise eine Frau an die Macht. Amenophis IV.(1372-1354) versuchte, die allmächtige Amon-Priesterschaft auszuschalten und dem Sonnengott Aton als neuem zentralistischem Staatsgott mit dem Hang, keine anderen Götter neben sich zu dulden, zur Macht zur verhelfen, konfiszierte die Güter der Amon-Priester­schaft, brach mit den Tradi­tionen, verlegte die Haupt­stadt nach Norden (Achet-Aton / Tell el-Amarna), legte sich einen neuen Namen zu (Echnaton) und - scheiterte. Echnaton konnte mit seinen Reformen die Masse der Bevölkerung nicht mobilisieren, da sie sich von diesen keine Verbesserung ihrer Lebensver­hältnisse erwarten konnte. Sein berühmter aber bedeutungsloser Nachfol­ger unterwarf sich Amon und nannte sich wieder nach ihm: Tut-Anch-Amon.

Wie Echnatons Bruch mit den Traditionen sich auch in der Kunst seiner Zeit äußerte


Echnatons Bruch mit den Tradi­tio­nen äußert sich auch in dem naturalistischen Kunststil, den die Amarna-Zeit mit sich brachte, und dessen berühmtestes Beispiel die Portraitbüste Nofretetes, der Frau Echnatons, darstellt.

Daß die Auseinandersetzung mit den Hethitern um die Vorherrschaft in Kanaan mit einem Remis endete und die Ägypter auch mit der Bedrohung durch die “Seevölker” fertig wurden


Zur Zeit der 19. Dynastie (13. Jh. v.) kam es zu schweren Kämpfen mit Kanaanäern und Hethitern (einem indoeuropäisch sprechenden Volk unbekannter Herkunft, das das im zweiten Jahrtausend v. vom östl. Kleinasien aus einen bedeutenden vorderorientalischen Staat errichtet hatte) um die Herrschaft in Palästina. Die zwischen Ägyptern und Hethi­tern geschla­gene Schlacht von Kadesch (1286) endete unentschieden, und Palästina blieb in ägyptischer Hand. Der danach zwischen Ägyptern und Hethitern geschlossene Frieden wurde durch die Heirat Ramses´ II. (1290-1224) mit einer hethitischen Königstochter besiegelt.

Wer die “Seevölker” waren und, daß zu ihnen die “Philister” und vielleicht auch die Etrusker gehörten


Ein­fäl­le der sogenannten “Seevölker” (ein Völkerkonglomerat, das im Zusammenhang mit der Ägäischen Wanderung, in deren Verlauf die Landnahme griechischer Stämme erfolgte, in Bewegung geraten war) konnten durch Ramses II. und seine Nach­folger abgewehrt werden. In ägyptische Gefangenschaft geratene Gruppen wurden in dem spä­ter nach ihnen benannten Gebiet - Palästina - angesiedelt. Es handelt sich um die “Philister”. Durch den Niedergang der ägyptischen Macht erlangten sie bald die Selbständigkeit. Einer der in einem Papyrus aufgeführten Namen der Seevölker ist übrigens möglicherweise mit dem der Etrusker zu identifizieren.

Wie letztlich doch der Hohepriester des Amon sich zum Pharao aufschwang


Als der letzte der “Ramessiden” (19. und 20. Dynastie) starb, erhob sich Herihor, der Hohepriester des Amon, zum Pharao und begründete den Gottesstaat des Amon (1085). Mit Herihor begann die Spätzeit der ägyptischen Ge­schichte. Ägypten war in dieser Zeit vorübergehend den Assyrern tributpflichtig, die syrisch-palästinischen Besitzungen gingen unter Necho (609-594) verloren.

Daß vermutlich schon zur Zeit des Neuen Reiches der Nil und das Rote Meer durch einen Kanal verbunden waren


Nach ihm ist der Kanal be­nannt, der das Nildelta mit dem Roten Meer verband und solcherart einen Vorläufer des Suez-Kanals darstellte. Vermutlich aber war diese Wasserstraße schon zur Zeit des Neuen Reichs angelegt worden und war nur versandet.

Nachdem die Perser Ägypten schon einmal (525 unter Kambyses II.) unterworfen, aber (404) wieder verloren hatten, besetzten sie es neuerlich im Jahre 341 (unter Artaxerxes III.).

wie sich die mesopotamischen Staaten entwickelten

Daß die Sumerer die Begründer der mesopotami­schen Hochkultur waren


Die eigentlichen Begründer der mesopotamischen Hochkultur waren die Sumerer, die man - sprachlich gesehen - mit der (vorindogermanischen, drawidischen) frühen Induskultur (Harappa, Mohendjo Daro) in Verbindung bringt. Sie errichteten im Süden Mesopotamiens eine Reihe von Stadtstaaten, deren wichtigste Ur, Uruk, Lagasch, Kisch, Umma, Nippur und Eridu waren.

Daß im Lauf des dritten Jahrtausends semitischsprachige Stäm­me in Mesopotamien eindrangen und die sumerische Kultur über­nahmen und weiterentwickelten


Seit etwa 3000 wanderten semitischsprachige Stämme ein, die die sumerische Kultur übernahmen und weiterentwickelten und das Zweistromland erstmals (unter Sargon um 2350) zu einem Großreich vereinigten, das knapp 200 Jahre bestand, und dessen Zentrum die Stadt Akkad war, deren Name zugleich den Oberbegriff bezeichnet, unter dem die in Nord- und Südmesopotamien gesprochenen ostsemitischen Dialekte Assyrisch und Babylonisch zusam­mengefaßt werden: “Akkadisch”.

Daß die Geschichte Mesopotamiens durch den Wechsel der Zentren, von denen aus sich grössere Staaten bildeten, sowie durch den Einbruch semitisch sprechender Stämme von Süden und indoeuropäisch sprechender Stämme von Norden charakte­risiert ist


Die weitere Geschichte Mesopotamiens wird durch den Wechsel der Zentren, von de­nen aus sich größere Staaten bildeten, sowie durch den Einbruch weiterer semitischsprachiger Stämme von Süden (Aramäer, insb. Chaldäer) und indoeuropäisch sprechender Stämme von Norden (Hethiter, Meder, zuletzt Perser) charakterisiert.

Den Sumerern gelang es unter der III. Dynastie von Ur kurz vor 2000 vorübergehend noch einmal, fast ganz Mesopotamien zusammenzufassen.

Nach dem Zerfall des Reiches von Ur in kleinere Staaten vereinigte nach 1800 Ham­murapi, von der bis dahin ziemlich unbedeutenden Stadt Babylon aus unter seiner Herrschaft neuerlich ganz Mesopotamien.

Daß der Codex Hammurapi die bedeutendste Gesetzessammlung des Alten Orients darstellt und durch die Prinzipien der Un­gleichheit vor dem Gesetz und der Vergeltung charakterisiert ist


In der während seiner Regierungszeit verfaßten berühmten Gesetzessammlung spiegeln sich die sozialen Gegensätze der altorientalischen Gesellschaft. Der Codex Hammurapi begün­stigte die Herrschenden und Besitzenden und regelte Strafmaß und Ersatzansprüche nach dem sozialen Stand der Streitparteien. Neben dieser ausdrücklichen Ungleichheit vor dem Gesetz ist das Prinzip der Vergeltung (“Auge um Auge, Zahn um Zahn”) ein hervorstechendes Merkmal die­ser Gesetzessammlung.



Daß Codex Hammurapi und Gilgamesch-Epos grundlegende Werke der altorientalischen Literatur darstellen, die auch bei der Abfassung der Bibel als Vorbild gedient haben


Noch lange aber galt der Codex Hammurapi nicht einfach nur als Gesetzestext, sondern auch als Meisterwerk der Literatur, dem großen Epos gleichwertig, das auf sumerischen Er­zäh­lungen beruht, die von dem legendären König Gilgamesch von Uruk handeln, ein über viele Jahrhunderte weiterentwickelter Stoff, der in Babylonien unter das Leitmotiv der Suche nach dem ewigen Leben gestellt wurde. Das Gilgamensch-Epos wurde auch in andere Sprach- und Kulturkreise des Vorderen Orients übernommen (es gibt auch eine hethitische und eine churri­tische Version). Aus dem Text der Bibel geht hervor, daß ihren Autoren zweifellos so­wohl der Codex Hammurapi als auch das Gilgamesch-Epos bekannt waren.

Wie Assur das Zentrum einer Grossmacht wurde, deren Truppen Babylon zerstörten und vorübergehend sogar Teile Ägyptens besetzten


Zu Beginn des 16. Jahrhunderts besetzten die Hethiter Babylon vorübergehend. Sie wa­ren zu Beginn des zweiten Jahrtausends gemeinsam mit anderen - gleich ihnen indoeuropäische Dialekte sprechenden - Gruppen in Kleinasien eingedrungen. Danach wurde Babylonien mehrfach von Assur un­terworfen, das Zentrum eines kräftig expandierenden Staates in Obermesopotamien geworden war. Im Jahre 689 kam es (unter dem assyrischen König Sanherib) gar zur völligen Zerstörung Babylons. Assur eignete sich (671) auch Teile Ägyptens an.

Nach 1700 drangen die aus dem Iran kommenden und sprachlich schwer einzuordnen­den Churriter in Assyrien ein und gründeten dort eine Reihe von Staaten, deren wichtigster das Mitanni-Reich war. Die Herrscher der Churriterstaaten trugen seit etwa 1500 indoeuropäische Namen.

Wie sich ein neubabylonisches Reich unter aramäischer Führung entwickelte und in Babylon unter Nebukadnezar ein wahrer Bau-Boom einsetzte, schließlich aber Perserkönig Kyros
in Babylon einzog


Seit etwa 1100 waren Aramäer (Chaldäer) in Babylonien eingedrungen. Bereits im Jahre 626 befreite sich Babylonien unter chaldäischer Führung von assyrischer Herrschaft. Im Bündnis mit den Medern (unter Kyaxares) eroberten die Chaldäer (unter Nabopolassar) Assy­rien und machten Assur und Ninive dem Erdboden gleich.

Damit hatte die sogenannte neubabylonische Periode begonnen. Nebukadnezar (II. 605-562) unterwarf Syrien und Palästina. Während seiner Regierungszeit entfaltete sich in Babylon eine rege Bautätigkeit (Terassengärten, die “hängenden Gärten der Semiramis”, eines der “sieben Weltwunder”, ferner der “Turm zu Babel”, der etwa 90 Meter hohe Turm des dem Stadtgott Babylons [Marduk] geweihten Heiligtums).

Nebukadnezars Nachfolger Nabonid geriet in einen offenen Gegensatz mit der Marduk-Priesterschaft, der den vordringenden Persern den Sieg leicht machte. Der Perserkönig Kyros (II.) zog 539 in Babylon ein.

wie die Israeliten nach Ägypten kamen und heilfroh waren, als sie es wieder verlassen konnten, wonach sie einen eigenen Staat in Kanaan gründeten

Wie und warum überhaupt Nomaden in die Fruchtländer Mesopo­tamiens und Ägyptens kamen


Bereits gegen Ende des dritten Jahrtausends kamen semitisch sprechende Stämme auch nach Ägypten. Wie in Mesopotamien kamen sie , um die Produkte ihrer auf Kleinviehzucht beruhenden Nomadenwirtschaft einzutauschen (auf Kamelzucht spezialisierte Nomaden traten erst im 9. Jh. v. unter dem Namen “carab” auf), sie kamen als Eroberer oder - in Dürrejahren - vom Hunger getrieben, was oft das Gleiche war. Viele kamen als Kriegsgefangene. In der Hy­ksoszeit trugen etliche Machthaber Unterägyptens semitische Namen.

Es spricht einiges dafür, daß der Ausdruck “Hebräer” (in ägyptischen Quellen “capiru”, in akkadischen Texten “chabiru”) nicht als Bezeichnung eines Stammes, sondern einer niederen Sozialschicht zu deuten ist. Die Ägypter meinten damit jedenfalls die verschiedenen ausländi­schen Zwangsarbeiter. Die Bibel hingegen beschränkt die Verwendung des Begriffs “Hebräer” auf die Israeliten, die als Stammesgruppe erscheinen, die sich im östlichen Nildelta niederließ und aller Wahrscheinlichkeit nach von Ramses II. für Bauarbeiten an den Grenzfestungen Per-Atum und Per-Ramses (in der Bibel: Pitom und Ramses) herangezogen wurde, und unter des­sen Nachfolger Merneptah (1224-1204) abwanderte.

daß sich die Stammesgruppe der Israeliten wahrscheinlich erst bildete, nachdem sie aus Ägypten geflohen war


Es ist wahrscheinlich, daß die als “Israeliten” bezeichnete Gruppe sich überhaupt erst im Zu­sammenhang mit dem Exodus, der Flucht aus Ägypten, aus einigen semitisch sprechen­den Stämmen gebildet hat. Etwa gleichzeitig mit den Israeliten entwickelten sich im Raum Ka­naans (Syrien-Palästina) andere Nationen aus semitisch sprechenden Stämmen: Edom, Moab und Ammon. In der Erzählung von der Offenbarung am Berg Sinai spiegelt sich vielleicht das Wer­den der israelitischen Nation. “Die biblische Überlieferung unterstellt, daß der zusam­menge­würfelte Haufen von Menschen, der aus Ägypten entrann (Num 11, 4) den Bund am Sinai auf sich nahm und von Anfang an unter dem Namen Israel in Sippen geordnet und sau­ber in zwölf Stämme aufgeteilt war. Diese zwölf halbnomadischen Stämme überdauern durch eine Reihe von Wundern die Wüstenwanderung - woraus hervorgeht, daß sie keine richtigen No­maden, sondern dem Wüstenleben schlecht angepaßt waren. Sie waren offenbar ebenso­wenig ein starker Truppenkörper ...”[ii] In der Genesis (46,26) ist von nur 70 Personen die Re­de.

Daß die Landnahme der Israeliten in Kanaan etwas von Invasion, von Heimkehr und von Sozialrevolution an sich hatte und nicht ganz so schnell und glatt vor sich ging, wie´s in der Bibel steht


Jedenfalls dürfte die “Landnahme” zunächst höchstens von einigen tausend Mann un­ternommen worden sein. Vieles spricht dafür, daß es sich dabei nicht (wie die Bibel das Ge­schehen schildert) um eine rasche, zielstrebige Invasion, sondern um einen in mehreren Schrit­ten erfolgten Infiltrationsprozeß handelte. Verschiedene Indizien sprechen auch für eine Prä­senz israelitischer Stämme (Benjamin, Sebulon) vor der Landnahme sowie dafür, daß sich das Eindringen der Israeliten mit Bauernaufständen in den verschiedenen kanaanitischen Staaten verbunden habe.

Wie sich um 1000 ein israelitischer Staat bildete und Jahwe dort eine feste Behausung bekam, daß dieser Staat aber bald in
zwei Teile zerfiel


Die Herausbildung eines israelitischen Staates beendete die Herrschaft charismatischer Stammesführer (der “Richter”). Saul wurde (1010) zum König proklamiert. Unter David (1006-966) wurde Jerusalem den Philistern entrissen und zum politischen und kultischen Zen­trum eines kanaanitischen Großstaates, der bis an den Euphrat reichte. Davids Sohn und Nach­folger Salomo verlor allerdings die aramäischen Gebiete wieder. Der eine Gott der Israeliten erhielt nun im einen Staat der Israeliten mit dem (salomonischen, ersten) Tempel eine dauernde Heimstatt statt eines baulichen Provisoriums, wie es das “Stiftszelt” gewesen war. Im Allerhei­ligsten stand die “Bundeslade”, die die Moses übergebenen Gesetzestafeln enthielt.

Nach dem Tod Salomos zerfiel der israelitische Staat in das Nordreich Israel (mit der Hauptstadt Samaria) und das Südreich (mit der Hauptstadt Jerusalem).

Wie aus Rest-Kanaan Phönikien wurde


Im Zuge der Invasionen und Völkerbewegungen jener Zeit hatten die Kanaanäer neun Zehntel ihres Gebietes an die Aramäer, Israeliten und Philister verloren. Den selbständig ge­bliebenen etwa 200 km langen Streifen an der Mittelmeerküste, der sich im wesentlichen mit dem Gebiet des heutigen Libanon deckte, nannten die Griechen “Phönikien”, was ebenso wie die semitische Bezeichnung “Kanaan” “Land der roten Farbe” bedeutet. In der Tat waren mit dem Sekret der Purpurschnecke gefärbte Textilien das wichtigste Exportgut jenes Raumes.

Wie sich die Phönizier auf die Seefahrt spezialisierten, von Salomo aber auch als Baumeister und handwerker geschätzt wurden


Die Kanaanäer/Phönizier sahen sich genötigt, ihre Wirtschaft den neuen beengten Ver­hältnissen anzupassen, woraus sich geradezu der Zwang einer Spezialisierung auf die Seefahrt ergab, die ihnen auf diesem Gebiet bald einen Entwicklungsvorsprung verschaffte. Im gesamten Mittelmeeraum errichteten die Phönizier Handelsstützpunkte. Auf ihren Fahrten gelangten sie bis Westafrika und Britannien. Selbst die Machthaber der damaligen Großstaaten ließen bei den Phöniziern fahren. Die phönikischen Stadtstaaten (Ugarit, Byblos [Gebal], Arwad, Sidon, Tyrus) standen in besonders enger Beziehung zu Ägypten, das schon im Alten Reich Bauholz aus dem Libanon bezogen hatte. Intensive Beziehungen gab es auch mit dem Ägäischen Raum (Kreta, Mykene), Kleinasien und natürlich mit der näheren Umgebung: Salomo schloß mit Hiram, dem König von Tyrus, einen Vertrag, der die Lieferung von Baumaterialien und die Be­reitstellung spezialisierter Handwerker für den Bau des Tempels in Jerusalem vorsah. Phöni­kische und die Königshäuser Israels und Judas waren durch Heirat verbunden.

Wie die Assyrer das israelitische Nordreich eroberten und die dort ansässigen zehn Stämme deportierten, die seither als “verloren” gelten, und wie Nebukadnezar im Jahre 587 den salomonischen Tempel zer­störte und die Israeliten in die babylonische Gefangenschaft führte, die Perser sie aber wieder gehen ließen


Die Assyrer eroberten 722 Israel und zerstörten Samaria. Die - seither “verlorenen” - zehn Stämme des Nordreichs (oder wenigstens ihre Führungsschicht) wurden deportiert. Juda teilte später das Schicksal des Nordreichs: Die Aramäer zerstörten 587 unter Nebukadnezar den Tempel Jahwes (“erste” Tempelzerstörung) und deportierten einen Teil der Bevölke­rung (“babylonische Gefangenschaft”), dem die Perser (unter Kyros) aber die Rückkehr gestat­teten. Auch der Tempel wurde nun wieder aufgebaut.



wie sich die ersten Schriften entwickelten

Daß Die ägyptische Hieroglyphenschrift und die mesopotamische Keilschrift Mischsysteme aus Laut- und Begriffszeichen darstellen


Aus dem Bedürfnis der Nachrichtenübermittlung und der Speicherung von Daten und Fak­ten ergab sich im Alten Orient die Erfindung der Schrift. Die eigentliche Leistung bestand dabei nicht etwa darin, daß die Ägypter und Sumerer Dinge, Tiere und Menschen bildlich dar­stell­ten (das hatten viele tausend Jahre zuvor auch schon die Men­schen der Altsteinzeit getan), sondern darin, daß sie viele ge­eignete Zei­chen nicht nur als Träger des darge­stell­ten Be­griffs (Begriffszeichen, Ideo­gramme), sondern als Träger der entsprechenden Laut­kombinati­on, als Lautzeichen, Phonogramme, ver­wendeten. Die ägyptische Hieroglyphen­schrift und die meso­potamische Keilschrift stellen damit Mischsy­steme aus Laut- und Begriffszei­chen dar.

Was die Besonderheiten der Hieroglyphenschrift sind


Das Altägyptische gehört der Familie der hamitose­miti­schen Sprachen an, in denen den Voka­len nur sehr unterge­ordnete Bedeu­tung zukommt. Die Ägypter ver­standen da­her die Vokale nur als “Färbung” der sie umgeben­den Konsonanten. Das Zeichen men (Brettspiel) z.B. konn­te nun auch für die Kon­so­nantenkombination m+n stehen, das Zeichen wen (Hase) für w+n, das Zeichen pe (Sitz) für den Konsonanten p.

Etwas mehr als 150 der insgesamt ca. 750 Zeichen um­fassenden ägyptischen Hierogly­phen­schrift sind solche Laut­zeichen. Die Lautzeichen (Phonogramme) wurden ursprüng­lich den Begriffszeichen (Ideogrammen) beigegeben, um Mißverständnisse bei der Lesung auszu­schließen. Ferner fügte man jenen Zeichen, die für zwei oder drei Konsonanten standen, noch ein oder zwei Einkonso­nan­tenzeichen hinzu, die ebenfalls nicht gelesen werden dürfen, sondern nur die Eindeutigkeit der Lesung sicherstellen sol­len.

Etwa 100 von den Symbolen der Hieroglyphenschrift sind sogenannte Determinative. Das sind Deutzeichen, die - ans Ende eines Worts gesetzt - insbeson­dere bei gleichlautenden Begriffen Eindeutigkeit her­stellen sollen. So zum Beispiel ist die Grundbedeutung der Kon­son­antenkombi­nation n+f+r “gut”. Mit dem Determinativ “sitzende weibliche Person” versehen bedeutet diese Konso­nan­tenkombination “junges Mäd­chen”.

Die Hieroglyphenschrift kann von links nach rechts, von rechts nach links oder von oben nach unten geschrieben sein. Schriftzeichen, die Menschen oder Tiere darstellen. blicken immer zum An­fang der Zeile.

Für den alltäglichen Ge­brauch wurden Kursivschriften entwickelt (Hieratisch und De­moti­sch).

Im Jahre 1799 fand ein Of­fizier der französischen Expe­ditionsarmee nahe einer Ort­schaft im Nildelta namens La Rosette einen Stein aus ptole­mäischer Zeit (196 v.) mit hie­rogly­phischer, demoti­scher und griechischer Inschrift, an Hand dessen der französische Ägypto­loge Champollion die Hierogly­phenschrift entziffern konnte.

Was die Besonderheiten der Keilschrift sind


Als Sy­steme sind Keil­schrift und Hieroglyphenschrift gut miteinander vergleichbar, wenn sie sich auch in den gra­phischen Formen sehr stark un­terscheiden. Der Unterschied zwi­schen beiden ist hauptsäch­lich darin zu sehen, daß die Lautzeichen (Phonogramme) der sumeri­schen Keilschrift immer Silben, die Vokale enthalten, oder Vokale darstellen. Einzelne Konso­nanten kommen nicht vor.

Babylonier und Assyrer übernahmen die Keilschrift und paßten sie den Erfor­der­nis­sen semitscher Spra­chen an. Ein berühmtes Beispiel für die babylonische Keil­schrift ist die Ge­set­zesstele des Hammurabi.

Wie die Phönizier nurmehr Konsonantenzeichen verwendeten und die Schrift damit zum Alphabet vereinfachten


Die Phönizier vereinfachten die ägypti­sche Hierogly­phenschrift zum Konsonantenal­phabet mit nur 22 Zeichen. Das älteste Doku­ment der phönizi­schen Konsonan­ten­schrift stammt aus dem 17. oder 16. Jahrhundert.

Die Griechen übernehmen das phönizische Alphabet. Die älteste griechische Inschrift stammt aus der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts v.. Die Grie­chen ergänzten das semitische Kon­sonantenal­phabet durch Vo­kale, indem sie die Zeichen für typisch semitische Konsonanten, die das der indo­germanischen Sprachfamilie angehörende Griechisch nicht kennt, umin­terpre­tier­ten. Sie taten damit den letzten Schritt zur Ent­wicklung der vollständigen Lautschrift.

Letztlich haben alle Al­phabete ihren Ursprung im phö­nizischen Alphabet.

wie sich auch im ägäischen Raum Hochkulturen entwickelten

Daß Kreta der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des östlichen Mittelmeerraums war, daß der Palast von Knossos auch als Warenlager diente, und daß man sich dort leicht
verlaufen konnte


Seit der Mitte des dritten Jahrtausends traten “ägäische” Kulturen neben die Ägyptens, Mesopotamiens und Kanaans. Primär sind das die sogenannte “minoische” Kultur auf Kreta und die von ihr stark beeinflußte helladische Kultur auf dem griechischen Festland.

Die Bezeichnung “minoische Kultur” ist vom Namen des Minos abgeleitet, des sagen­haften Königs von Knossos, der ein Sohn des Zeus und der Europa gewesen sein soll. Der Sa­ge zufolge entprang einem Seitensprung seiner Frau mit einem Stier der Minotauros - halb Stier, halb Mensch, der in dem eigens für ihn erbauten Labyrinth Menschenopfer verspeiste, bis ihm Theseus mit Hilfe Ariadnes, der Tochter des Minos, den Garaus machte. Hierin spiegelt sich die Kompliziertheit der Palastanlage von Knossos und eventuell die Tributpflicht der (in der Sage Menschenopfer liefernden) Festlandskultur. Die minoischen Palastanlagen (Phaistos, Knos­sos) stellten gleichzeitig Herrensitz, politisches Zentrum und ökonomisches Zentrum dar, in dem auch die Waren, die Gegenstand des minoischen Handels waren, gelagert wurden. Die geographische Lage Kretas prädestinierte es zum Knotenpunkt der Schiffahrtsrouten, die Grie­chenland, Ägypten und Kanaan miteinander verbanden. Die durch die Wanderungen indoeuro­päisch oder semitisch sprechender Völker an den Küsten des östlichen Mittelmeeres hervorge­rufenen Wirren ließen dem kretischen Handel dort zunächst keine Konkurrenz erstehen. Der Handel bildete den Nerv der kretischen Palastwirtschaft.

Wie sich auf dem griechischen Festland unter kretischem Einfluss die “mykenische” Kultur entwickelte.
Daß ihre Spezialität besonders solides Bauen war


Ähnliche “Ballungszentren” entwickelte auch die helladische Kultur in Mykene, Tiryns, Pylos, Athen und Theben, deren monumentale Architektur - Festungsanlagen, Kuppelgräber - “kyklopische” Dimensionen hat (die Kyklopen, ungeschlachte Riesen der griechischen Sage galten als ihre Erbauer). Hauptfundort der helladischen Kultur ist Mykene, nach dem auch die helladische Spätphase (ab 1600) “mykenisch” genannt wird.

Die minoische Kultur stand in enger Beziehung mit Ägypten und Kanaan. Möglicherweise stammte auch die Bevölkerung Kretas aus dem Vorderen Orient. Jedenfalls sprach sie keine indoeuropäische Sprache. Eine schwache Erinnerung scheint sich in der Sage zu spiegeln: Europa wird von Syrien nach Kreta entführt und gebiert dort Minos.

Nach 1500 v. versetzten anscheinend Erdbebenkatastrophen der minoischen Kultur schwere Schläge, von denen sie sich nicht mehr erholte. Kreta stand nun im Schatten und bald unter der Herrschaft Mykenes, was sich auch in der Ablösung der alten (noch nicht entziffer­ten) minoischen Silben- oder Hieroglyphenschrift (Linear A) durch die auch aus Mykene be­kannte (nicht vollständig entzifferte) Schrift (Linear B) äußert.

wie die Griechen in die Geschichte traten und welche Gegensätze die griechische Gesellschaft kennzeichneten, bis es zur Errichtung der Demokratie kam, die aber einen entscheidenden Schönheitsfehler hatte

Wie die Griechen im ägäischen Raum einwanderten und die kretisch-mykeni-sche Kultur zerstörten


Schon seit dem Beginn des zweiten Jahrtausends waren indoeuropäisch sprechende Stämme in die Balkanhalbinsel eingewandert und hatten die frühe helladische Kultur (von einer nicht indoeuropäisch sprechenden Bevölkerung) übernommen und weiterentwickelt. Sie wer­den mit einem bei Homer entlehnten Ausdruck als “Achäer” bezeichnet. Ob man in ihnen be­reits “Griechen” sehen soll, ist zweifelhaft. Seit etwa 1250 v. aber erschütterte eine Völkerbe­wegung die Welt des östlichen Mittelmeers, die den schon erwähnten “Seevölkersturm” und das gewaltsame, von Verwüstungen begleitete Eindringen weiterer indoeuropäisch sprechender - griechischer - Stämme in den ägäischen Raum mit sich brachte, deren eisernen Waffen der kretisch-mykenische Kulturkreis lediglich bronzene Schwerter entgegenzusetzen hatte.

Als kurz nach 1000 v. das Hethiterreich unterging, siedelten sich Jonier, die dem Druck der Dorer wichen, an der Westküste Kleinasiens an, ein Vorgang, den man als sogenannte “Erste Kolonisation” bezeichnet. Von der kleinasiatischen Kultur, auf die die Griechen in den Kolonialgebieten trafen, gingen Impulse aus, die zu einer schnelleren Entwicklung als im eigentlichen Griechenland führten. Hier entstanden vermutlich die “Homerischen” Epen, hier liegen die Anfänge der griechischen Philosophie.

Nach der Zerstörung der kretisch-mykenischen Kultur traten die Phönizier deren Erbe als Vermittler zwischen den Kulturen an. Von ihnen übernahmen die Griechen die Schrift und paßten sie ihrer Sprache an.

Wie sich in der griechischen Gesellschaft soziale Gegensätze entwickelten und die Schuldsklaverei zu einer verbreiteten Erscheinung wurde


Die Eroberer teilten das Land unter sich auf, wobei die Stammesaristokratie sich mehr und besseres Land sicherte. Dabei mag schon eine Fläche von 20 Hektar als Großbesitz gegolten haben, während Kleinbauern nur ein, zwei Hektar ihr Eigen nannten. Die ungleiche Landverteilung zog weitere soziale Differenzierung und schließlich die Schuldknechtschaft nach sich: Der Kleinbauer wurden durch Mißernten, Krieg und Naturkatastrophen eher an den Rand seiner Existenz gebracht als der Großbesitzer. Nahm der Kleine die Hilfe des Großen in Form von Saatgut und Vieh in Anspruch und konnte er sich wegen eines Mißgeschicks der dafür eingegangenen Verpflichtungen (Entschädigung in Naturalien) nicht entledigen, so hielt sich der Gläubiger am Besitz und gegebenenfalls auch an der Person des Schuldners schadlos.

Daß die “Polis” im wesentlichen die gemeinsame Siedlung der Grundbesitzer eines bestimmten Gebietes darstellte und nichts zu melden hatte, wer nichts besaß


Die Grundbesitzer siedelten geschlossen in Städten, vielleicht, weil sie Schutz vor Erhebungen der geknechteten Vorbevölkerung, der “Heloten”, boten. Im Fall Spartas standen den Heloten so wenige Eroberer gegenüber, daß diese militärisches Training und militärische Lebensweise zu ihrem Lebensinhalt machen mußten.

Der griechische Ausdruck “Polis”, der eine solche Siedlung bezeichnet, meinte ursprünglich einen Verband von Personen, denen ein bestimmtes Gebiet gehörte. “Politische” Rechte waren an Grundbesitz gebunden. Der Polisbürger verlor sie, wenn er sein Grundeigentum verlor. Der Anteil der besitz- und daher rechtlosen Bevölkerung wuchs ständig.

Waren die politischen Verhältnisse der Wanderungszeit durch das Zusammenwirken der Volksversammlung mit dem Kriegshäuptling oder Heerkönig charakterisiert gewesen, so traten an dessen Stelle nun auf Zeit gewählte Beamte. In Athen waren das die neun “Archonten”, die jeweils für ein Jahr gewählt wurden.

Daß Drakon in Athen das bis dahin nur mündlich tradierte Gewohnheitsrecht aufschrieb und drakonische Strafen das Eigentum schützten


Drakon schuf eine gewisse Rechtssicherheit durch die schriftliche Fixierung des bis dahin nur mündlich tradierten Gewohnheitsrechts (621). “Drakonische” Strafen schützten das Eigentum: Auf den Diebstahl von Feldfrüchten etwa stand die Todesstrafe.



Daß Solon die Schuldknechtschaft abschaffte und den Bürgern Athens politische Rechte nach ihrem Vermögen zuwies


Solon milderte die Strafen, vor allem aber schaffte er die Schuldknechtschaft ab (594). Die eigentliche Sklaverei gewann damit an Bedeutung. Ferner schuf er eine Verfassung, die eine Staffelung der politischen Rechte nach Vermögensklassen vorsah. An den Besitzverhältnissen änderte sich nichts.

Daß in den meisten Poleis Volksaufstände Tyrannenherrschaften mit sich brachten


Es kam daher zu einer Volkserhebung, die den Tyrannen Peisistratos an die Macht brachte (560). In den meisten griechischen Poleis führten im 7. und 6. Jahrhundert Erhebungen der Unterschicht zu revolutionären Diktaturen sogenannter “Tyrannen”.

Wie die Kolonisationsbewegung den Unterprivilegierten die Möglichkeit bot, sich eine neue Existenz aufzubauen


Die Kolonisationsbewegung der Zeit zwischen etwa 750 und 550 (“Zweite” Kolonisation) bot den Angehörigen der Unterschicht griechischer Poleis die Möglichkeit, sich eine neue Existenz aufzubauen. Allenthalben an den Küsten des Mittelmeers und des Schwarzen Meers, besonders dicht aber in Süditalien, entstanden neue, unabhängige Griechenstädte.

Wie sich die griechische Sklavenhalterdemokratie entwickelte


Nachdem die Herrschaft des Adels vorübergehend wiederhergestellt worden war, gab sich Athen unter dem Archontat des Kleisthenes (507) eine demokratische Verfassung. Die demokratische Regierungsform setzte sich während der Perserkriege (erste Hälfte des 5. Jahrhunderts v.) in den Poleis durch. Gleichzeitig wurde die Sklaverei zum bestimmenden Faktor der Wirtschaft. Krieg und Handel sorgten für den Nachschub an Arbeitskräften. Griechenland ist die Wiege der Demokratie. Die Sklaven gehörten nicht zum “Demos” und hatten daher auch nichts zu “krateín”. Diejenige Bevölkerungsschicht, die die Hauptlast der Produktion zu tragen hatte war also rechtlos. Der freie Polisbürger erachtete körperliche Arbeit für seiner unwürdig.

In Athen wählte die Volksversammlung Jährlich die zehn “Strategen” als die höchsten Beamten.Die bedeutendste Politikerpersönlichkeit der attischen Demokratie ist Perikles, der in den Jahren 443 bis 430 zum Strategen gewählt wurde. Unter seiner Regie­rung entwickelte sich Athen zum kulturellen Zentrum der griechischen Welt.

wie die Griechen die Bedrohung durch die Perser abwehrten, einander in einem dreissigjährigen Krieg schwächten und schliesslich mit Makedonien zwangsvereinigt wurden

Wie die Perser in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. vergeblich versuchten, Griechenland zu unterwerfen, wobei ihre phönizischen Untertanen ihnen Schiffe zur Verfügung stellten, letztlich aber den Handel im Ägäischen Raum den Griechen überlassen mußten


Im 6. Jahrhundert v. gerieten die jonischen Griechenstädte Kleinasiens unter persische Herrschaft. Ein Aufstand, der im Jahre 500 v. unter der Führung Milets begann, endete mit dessen Zerstörung. Eine persische Invasion unter Dareios konnte an der Ostküste Attikas bei Marathon zum Stehen gebracht werden (490). Zehn Jahre später wurde ein von Xerxes unternommener abermaliger Angriff durch einen griechischen Seesieg bei der Insel Salamis abgewehrt. Zur weiteren Zurückdrängung der Perser schloß Athen mit den Jonischen Poleis und den Inselstaaten den Delisch-Attischen Seebund (478). Der Oberbefehl kam Athen zu. Das oberste Organ des Bundes war der Bundesrat, der auf Delos zusammentrat. Sparta blieb dem Bund fern. Weitere Niederlagen der Perser zu Lande und zur See folgten. Das Gros der persischen Flotte stellten die Phönizier. Die Perser sahen sich (449) genötigt, einen Kompromiß zu schließen: Die jonischen Küstenstädte Kleinasiens blieben unter persischer Oberhoheit, behielten aber ihre Autonomie, die Ägäis war für die persisch-phönikische Flotte gesperrt. Die phönikische Konkurrenz des griechischen Handels war nun weitgehend ausgeschaltet.

Mit dem Ende der Perserkriege zeigte sich deutlich die Absicht Athens, den Seebund zu seinem Herrschaftsbereich umzuwandeln. Die Tribute der Mitglieder dienten nun nicht mehr dazu, den Krieg gegen die Perser zu finanzieren, sondern wurden etwa für den Ausbau der Akropolis in Athen verwendet.

Wie es nach einem fast dreissigjährigen Krieg zwischen Athen und Sparta um die Vorherrschaft in Griechenland nur Verlierer gab


Unter der Hegemonie Spartas war schon um 550 der “Peloponnesische Bund” gegründet worden, dem auch Korinth angehörte, das die stärkste Handelsmacht des Peloponnesischen Bundes darstellte. Die Handelskonkurrenz zwischen Athen und Korinth bildete das Hauptmotiv für den sogenannten “Peloponnesischen Krieg” (431-404). Die Spartaner ließen sich nur ungern in den Krieg hineinziehen, da sie einen Helotenaufstand fürchteten, fielen schließlich aber in Attika ein. Unter der in Athen eingeschlossenen Bevölkerung brach die Pest aus, der auch Perikles zum Opfer fiel (429). Sparta blieb siegreich und installierte in Athen eine spartafreundliche Oligarchie. Letztlich aber gab es nach diesem fast dreißigjährigen Krieg, der systematische Verwüstungen mit sich gebracht hatte, nur Verlierer. Griechenland erholte sich nie mehr ganz.

Wie Philipp von Makedonien Griechenland unter seiner Herrschaft einte und sein Sohn Alexander die vereinigten Griechen und Makedonen gegen die Perser führte und ein Reich von gewaltiger Ausdehnung errichtete


Es konnte den nördlichen Nachbarn und Verwandten, den Makedonen nichts entgegensetzen. Viele, besonders die Aristokraten, wollten das auch gar nicht. Nach einem makedonischen Sieg bei Chaironeia (338) erkannten die Griechen Philipp II. von Makedonien als Hegemon an. Nachdem dieser ermordet worden war, realisierte sein von Aristoteles in griechischem Geist erzogener Sohn Alexander den Plan eines Feldzugs gegen die Perser.

Alexander brach 334 auf, eroberte Phönikien und Ägypten und brachte dem Perserkönig Dareios bei Gaugamela am Tigris 331 die entscheidende Niederlage bei. Dareios wurde auf der Flucht von einem seiner Satrapen ermordet. Alexander drang bis zum Indus vor. Dort verweigerte ihm die Truppe den Gehorsam und zwang ihn umzukehren.

Daß das Reich Alexanders keinen inneren Zusammenhang hatte und nach seinem Tod in die Herrschaftsbereiche seiner Nachfolger (Diadochen) zerfiel, inzwischen aber griechische und orientalische Kultur einander näher gekommen waren


Alexander machte Babylon zur Hauptstadt seines “Reiches” das allerdings keinen inneren Zusammenhang hatte und nur das Ergebnis eines Feldzuges darstellte. Er förderte die Verschmelzung griechischer und orientalischer Kultur zum “Hellenismus”, ermutigte seine Soldaten, Ehen mit Perserinnen einzugehen und heiratete selbst zwei persische Prinzessinnen.

Von den vielen Städten denen Alexander den Namen Alexandria gegeben hatte, war nur eine eine wirkliche Neugründung: die künftige Hauptstadt Ägyptens, westlich des Nildeltas gelegen.

Das “Reich” Alexanders zerfiel nach seinem Tod in die Herrschaftsbereiche seiner Nachfolger (Diadochen), von denen hier nur einige genannt seien: Ptolemaios, Seleukos und Antigonos, Dynastiegründer und Herren in Ägypten, Babylonien und Makedonien.

Wie die Römer in die Geschichte eintraten, eine Zeit lang die Herrschaft etruskischer Könige hinnehmen mussten, bevor sie eine unabhängige Republik gründen konnten, und welche sozialen Gegensätze in dieser Republik herrschten

Wie italische Stämme in die Apenninenhalbinsel einwanderten und sabinische und latinische Dörfer zur Stadt Rom zusammenwuchsen


Eng verwandte indoeuropäische Sprachen sprechende Stämme, die unter dem Begriff “Italiker” zusammengefaßt werden, wanderten seit dem 2. Jahrtausend auch in die Apenninenhalbinsel ein (Latiner, Osker, Umbrer, Bruttier, Kampaner, Lukaner, Sabiner, Samniten). Der römischen Überlieferung zufolge soll im Jahre 753 v. die Stadt Rom gegründet worden sein. Anscheinend wuchsen im 8. Jahrhundert v. die auf den “sieben Hügeln” des späteren Rom gelegenen latinischen und sabinischen Dörfer zu einer Stadt zusammen.

Wie Rom unter etruskische Fremdherrschaft geriet


Im 6. Jahrhundert geriet Rom unter die Herrschaft der Etrusker, die möglicherweise als eines der “Seevölker” zu identifizieren sind. Sie hatten sich in Nordwestitalien festgesetzt. Ihre - vor allem auf dem Gebiet der Metallbearbeitung - überlegene Kultur, die in etlichen Details nach Kleinasien als Ursprungsland weist, befähigte sie, sich zu Herren der Vorbevölkerung aufzuschwingen. Die Namen der letzten der sagenhaften sieben Könige, die in Rom vom 8. bis zum 6. Jahrhundert v. geherrscht haben sollen, sind etruskisch.

Wie Rom mit der Vertreibung der Etrusker zur aristokratischen Republik wurde, die kleinbäuerlichen Plebejer aber schrittweise ihre Gleichberechtigung durchsetzten


Mit der Vertreibung des Tarquinius Superbus (510 v.) erlangte Rom seine Selbständigkeit als aristokratische Republik an deren Spitze jährlich gewählte Beamte, die beiden Konsulen, standen. Bis 287 v. währten die “Ständekämpfe”, in deren Verlauf die persönlich freien aber politisch rechtlosen kleinbäuerlichen “Plebejer” ihre Gleichberechtigung mit den großbäuerlichen “Patriziern” erlangten. Durch die Verweigerung des Heeresdienstes setzten die Plebejer das Recht durch, Vertreter ihrer Interessen, die Volkstribunen, zu wählen (494 v.). Die Parallelen mit der griechischen Geschichte sind augenfällig: Im Jahre 449 v. erzwangen die Plebejer die schriftliche Fixierung des bis dahin nur mündlich tradierten Gewohnheitsrechts (“Zwölftafelgesetze”). Seit 396 v. wurden die Plebejer bei der Verteilung des Eroberungen in römischen Besitz gekommenen “Staatslandes” berücksichtigt. Niemand sollte mehr als 125 ha Staatsland besitzen (367 v.). Die Aufhebung der Schuldsklaverei erfolgte 326 v.. Seit 287 v. hatten die von den Plebejern in ihren Versammlungen gefaßten Beschlüsse (Plebiszite) Gesetzeskraft. Patrizier und wohlhabende Plebejer wuchsen nun zu einer neuen Oberschicht, zur “Nobilität” zusammen.

Daß die römische Verfassung drei verschiedene Formen der Volksversammlung vorsah


Eine Besonderheit der römischen Verfassung bestand darin, daß sie drei verschiedene Formen der Volksversammlung (comitia) mit jeweils verschiedenen Befugnissen vorsah:

Da waren zunächst die Kuriatskomitien, die es schon in der Königszeit gegeben hatte. Die Teilnahme an dieser ältesten Form der Versammlung war ursprünglich wohl den Patriziern vorbehalten. In der römischen Republik waren die Kuriatskomitien politisch bedeutungslos. In der Königszeit war eine ihrer Aufgaben die Inauguration des Königs gewesen. In der Republik kam es ihnen zu, den hohen Beamten (Magistraten) das imperium, die Amtsgewalt, zu übertragen, deren äußeres Zeichen die fasces darstellten (jeweils ein Beil umschließende und von Lederriemen zusammengehaltene Rutenbündel).

Gewählt wurden die hohen Magistrate aber von der Heeresversammlung, den Zenturiatskomitien, die auch über Krieg und Frieden entschieden und ursprünglich, nach Hundertschaften (Zenturien) gegliedert, außerhalb Roms auf dem Marsfeld antraten. Der römischen Überlieferung zufolge soll noch zur Zeit des vorletzten Königs (Servius Tullius) die Heeresversammlung ihren rein militärischen Charakter verloren haben und zu einem Instrument der “Timokratie” (gr. “Herrschaft des Reichtums”) geworden sein. Jedenfalls wurde in der Republik die Einteilung der Bürgerschaft in Zenturien mit einer Einteilung nach Vermögensklassen so kombiniert, daß den Besitzenden bei den Abstimmungen ein sattes Übergewicht zukam.

Daß die römische Verfassung nicht ganz so demokratisch war, wie es auf den ersten Blick scheint


In den Tributkomitien schließlich versammelten sich die Bürger nach Wohnbezirken geordnet, wählten die niederen Magistrate, darunter auch die Volkstribunen, und ermittelten den Willen des Volkes durch Plebiszit - die normale Form der Gesetzgebung bis zum Ende der Republik. Aber auch hier trügt der demokratische Anschein: Die Abstimmung erfolgte nach tribus - Wohnbezirken, wodurch die stimmenschwachen tribus ländlicher Grundbesitzer gegenüber den stimmenstarken tribus städtischer Habenichtse aufgewertet wurden.

Welche Macht der Senat hatte, obwohl ihm die Verfassung keine Gesetzgebende oder ausführende Gewalt zuerkannte


Der Senat, der “Rat der Alten” (lat. senex = Greis) stellte ursprünglich die Versammlung der Häupter des patrizischen Adels dar. In der Republik wandelte er sich zu einem Rat gewesener Magistrate. Hier versammelten sich die “großen alten Männer” der römischen Politik. ”Ohne eine eigentliche gesetzgebende oder ausführende Gewalt zu besitzen, hat der Senat als ständiger Beirat der jeweils amtierenden Magistrate [...] die wirkliche Leitung des Staates fest in der Hand gehalten. Seine in gutachtlicher Form abgefaßten und darum “Ratschläge” (senatus consulta) genannten Beschlüsse enthielten die maßgeblichen politischen Entscheidungen, und durch sein Verfügungsrecht über die Gemeindefinanzen sowie durch geschickte Ausnutzung der sich aus Annuität und Kollegialität ergebenden Schranken magistratischer Gewalt vermochte er auch widerstrebende Amtsträger seinem Willen zu beugen.”[iii]

Wie Rom espandierte, dabei aber manchen Rückschlag hinnehmen mußte


Nach der Abschüttelung der etruskischen Fremdherrschaft und dem Übergang zur Republik, hatte Rom begonnen zu expandieren, erlitt dabei aber auch mehrere Rückschläge: Die in Norditalien eingefallenen (indoeuropäisch sprechenden) Gallier (unter Brennus) verwüsteten Rom und konnten nur das Kapitol nicht einnehmen. Ihren Abzug ließen sie sich durch römischen Tribut bezahlen (387 v.). Während der Kämpfe mit den südlichen Nachbarn, den Samniten, mußte ein römisches Heer kapitulieren (321 v.). Im Verlauf der Auseinandersetzung mit den Griechen Süditaliens brachte deren verbündeter Pyrrhos, König von Epirus, den Römern zwei empfindliche Niederlagen bei (Heraclea 280 v., Ausculum 279 v.), wobei ihn aber die zweite gewonnene Schlacht soviel Substanz kostete, daß er ausrief: “Noch ein solcher Sieg, und ich bin verloren”. Der “Pyrrhussieg” ist seither sprichwörtlich. Die Ambitionen des Pyrrhos, die Wirren der Diadochenkämpfe zu nutzen und - nach dem Vorbild Alexanders - die Herrschaft über ganz Griechenland und letztlich die ganze damals bekannte Welt zu erringen, fanden bei einem Straßenkampf in Argos ein jähes Ende. In ihrem Ringen mit den Griechen Süditaliens waren die Römer seit 275 v. wieder Herren der Lage. Zehn Jahre später waren sie Herren Italiens.

Warum grad die Römer zu den Herren Italiens wurden


Unter dem Einfluß der Kulturen der Etrusker und der Griechen Süditaliens war bei den Römern die gesellschaftliche Entwicklung etwas rascher vorangeschritten als bei den übrigen Italikern. Plebejer wie Patrizier profitierten durch Landzuteilungen von der römischen Expansion und betrieben sie mit kriegerischem Elan. Die Etrusker und Griechen waren uneinig, ihren Söldnertruppen fehlte der Eifer und die Disziplin der römischen Legionäre. Die geschickte römische Diplomatie, die (erst in der Neuzeit) mit dem treffenden Schlagwort “divide et impera” - “teile und herrsche” umrissen worden ist, trug das Ihre zu einem letztendlichen römischen Sieg über Italien bei: Die Römer gliederten die Besiegten als “Bundesgenossen” ihrem Herrschaftsbereich ein und maßen ihnen unterschiedliche Rechte zu, wodurch sie unter ihnen eine Konkurrenzsituation schufen, die das Entstehen einer einheitlichen antirömischen Front verhinderte.

Wie Rom im Rahmen der “Punischen Kriege” die karthagische Konkurrenz im westlichen Mittelmeer ausschaltete, dabei aber in mancherlei Schwierigkeiten geriet


Als Rom zur Herrin Italiens geworden war, stießen seine Herrschafts- und Handelsinteressen mit denen Karthagos, der Herrin des westlichen Mittelmeers, zusammen. Im Rahmen der drei “Punischen” Kriege zwischen 264 und 146 v. verdrängte Rom die Karthager aus Sizilien, Sardinien, Korsika und Spanien, obwohl der karthagische Feldherr Hannibal die Römer (im zweiten Punischen Krieg 218 - 201 v.) an den Rand einer katastrophalen Niederlage brachte. Karthago selbst wurde im Jahre 146 v. von den Römern zerstört. Die den Karthagern entrissenen Gebiete wurden als “Provinzen” dem römischen Herrschaftsbereich eingegliedert.

Wie die Römer die Provinzen ausbeuteten


Die Abgaben der Provinzen bildeten die Haupteinnahmequelle des römischen Staates, der ihre Eintreibung privaten Pächtern (publicani) überließ. Diese hatten eine im voraus festgesetzte Summe an den Staat abzuführen. Was sie darüber hinaus aus den Provinzen herausholten, war ihr Profit. Die Vorauszahlung des Fixums überstieg oft die Möglichkeiten eines einzelnen publicanus, weshalb sich Steuerpächter häufig zu Pachtgesellschaften vereinigten.

Wie die Römer ihre Herrschaft auch über das östliche Mittelmeer audehnten und sich bei dieser Gelegenheit reichlich mit Sklaven versorgten, deren Arbeit den Kleinbauern Konkurrenz machte


Gegen Ende des 3. Jahrhunderts v. begannen die Römer, ihre Herrschaft auch über das östliche Mittelmeer auszudehnen. Bezeichnenderweise zerstörten die Römer Korinth, die wichtigste Konkurrentin im Ostmittelmeerhandel, und Karthago im gleichen Jahr (146 v.).

Bei den unterworfenen Völkern versorgten sich die Römer reichlich mit Sklaven. Die Sklaverei wurde zur Grundlage der römischen Wirtschaft. Es entstanden landwirtschaftliche Großbetriebe (Latifundien), die durch den rationellen und massenweisen Einsatz von Sklavenarbeit den kleinen Bauernwirtschaften Italiens überlegen waren. Diese hatten außerdem unter der Konkurrenz billigen Getreides zu leiden, das aus den Provinzen Sizilien und Africa eingeführt wurde. Und wachsende Entfernungen der Kriegsschauplätze von der Heimat hielten die römischen Bauern, die (vom 17. bis zum 60. Lebensjahr) als Legionäre dienten, für immer längere Zeiträume von ihren Feldern fern.

Wie viele Kleinbauern bald nichts mehr hatten außer einer zahlreichen Nachkommenschaft


Die Bauernschaft, die doch das Rückgrat der römischen Gesellschaft darstellte, verarmte. Viele gaben ihre Wirtschaften auf und vermehrten in den Städten die Zahl der besitzlosen proletarii (von lat. proles = Nachkommenschaft). Frei übersetzt bedeutet dieser Ausdruck etwa “diejenigen, die nichts besitzen außer einer zahlreichen Nachkommenschaft”.

Daß die “Proletarier” aber noch im Besitz ihrer politischen Rechte waren und ihre Wahlstimmen dem Meistbietenden verkauften


Das einzige, was sie außerdem noch besaßen, waren ihre Stimmen in der Volksversammlung. Wer ihnen Unterhalt und Unterhaltung bot - “panem et circenses”, “Brot und Spiele” - konnte ihre Stimmen haben. Von den Besitzenden verachtet und doch umworben - selbst Cicero schmeichelte ihnen in zehn Reden - waren sie zu einem Dasein als Parasiten verurteilt, denn die Mittel, die großzügige Getreidespenden, öffentliche Ausspeisungen und glänzende Zirkusspiele ermöglichten, stammten aus der Ausplünderung der Provinzen und der Ausbeutung der Sklaven. Solange die einzige Ware, mit der die Proletarier Handel treiben konnten, etwas galt, war ihr Leben erträglich, es hatte sogar seine Vorzüge gegenüber dem mühevollen Bauerndasein.

Daß politische und ökonomische Verhältnisse durch die Proletarisierung der Kleinbesitzer in einen schroffen Widerspruch geraten waren


Aber als sich die Realität der römischen Gesellschaft durch die Proletarisierung der Kleinbesitzer allzu weit von den überkommenen politischen Verhältnissen und der überkommenen Verfassung entfernte, die von einer gesunden Bauernschaft, von einem Volk von Kleineigentümern ausging, setzte sich eine Angleichung der politischen Verhältnisse an die ökonomischen Gegebenheiten auf die Tagesordnung der römischen Geschichte. Das konnte nur bedeuten, daß am Ende die große Masse der römischen Habenichtse ihre politischen Rechte verlieren mußte.

GESCHICHTE IST NICHT EINFACH ENTWICKLUNG. GESCHICHTE IST EBENSOSEHR DER GLEICHZEITIGE MANGEL AN ENTWICKLUNG.




Zwischen beiden baut sich allmählich jene Spannung auf, die sich in den Brennpunkten der Geschichte in sich überstürzenden Ereignissen entlädt. Es ist deshalb übrigens Unsinn, die Evolution gegen die Revolution auszuspielen, die eine als maßvoll-vernünftigen Normalfall der anderen als Inbegriff menschlicher Leidenschaften und Unvernunft gegenüberzustellen. Beide haben ihre Berechtigung im historischen Prozeß.

Wie die in der römischen Gesellschaft erfolgten Veränderungen zu einer politischen Dauerkrise führten, die römische EXpansion inzwischen aber fortgesetzt wurde

Wie die Brüder Gracchus bei dem Versuch, aus römischen Proletariern wieder Kleinbauern zu machen, scheiterten


Eine Periode des Umbruchs wurde in der römischen Geschichte durch die Reformversuche der Brüder Tiberius Sempronius Gracchus und Gajus Sempr








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