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Titel:

Wilhelm Tell


  Note: 1   Klasse: 8









Arbeit: Die Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden werden durch die Vögte Kaiser Albrechts hart bedrückt. Blutige Taten geschehen. Baumgarten von Alzellen erschlägt den Vogt Wolfenschießen, der seine Frau zu Ungebühr benutzen wollte. Von Reisigen verfolgt, wird Baumgarten durch Wilhelm Tell aus Uri gerettet, über den See zu Stauffacher nach Brunnen gebracht und dort verborgen. Stauffachers wackere Frau Gertrud fordert ihren Mann auf, mit anderen im Lande angesehenen Männern Rücksprache zu nehmen, wie man dem Drange ein Ziel setzen könne. Besonders schlimm treibt es der Landvogt Geßler. Um jeden Funken Freiheitssinn zu ersticken, lässt er auf dem Markt zu Altdorf einen Hut auf einer Stange aufstellen, mit dem Gebot, dass jeder den Hut zu grüßen habe.
Den Freiheitssinn kann er aber nicht unterdrücken. Der junge Arnold von Melchtal hatte des Landenbergers Knecht, der ihm die letzten Pflugstiere pfänden wollte, erschlagen und musste fliehen. Zu Uri, im Hause von Tells Schwiegervater Walter Fürst, findet er Schutz. Dorthin kommt nun auch Stauffacher, der auf seinem Weg hierher nur böses Walten der Vögte gesehen und bringt die grausige Kunde, dass der Vogt Landenberger, über Arnolds Tat erbost, den alten Vater des Jünglings von Haus und Hof vertrieben und ihm die Augen habe ausstechen lassen. Arnolds namenloser Schmerz bewegt die beiden älteren Männer endlich zum handeln, und alle drei besprechen eine nächtliche Zusammenkunft auf dem Rütli, einem Bergabhang am See, wohin jeder 10 vertraute Männer mitbringen soll - Unter den Edlen des Landes ist Zwiespalt eingetreten. Während z.B. der alte Bannerherr von Attinghausen treu zum Volke hält, steht sein Neffe Rudenz auf seiten Geßlers, doch weniger aus Ruhmsucht, sondern weil dort die schöne Berta von Bruneck zu finden, die er liebt.
Geßler ist furchtbar mit Reisigen umgeben und weiß sich Gehorsam zu verschaffen. Die Versammlung auf dem Rütli findet statt, der Bund wird besprochen und beschworen. Das Weihnachtsfest soll abgewartet werden und dann an einem Tage die allgemeine Erhebung geschehen. Ehe aber dieser von den Eidgenossen beschlossene Zeitpunkt eintritt, rückt ein Ereignis den Tag der Freiheit viel näher. Wilhelm Tell hat durch seinen Wagemut und freien Sinn schon längst des Vogtes Geßler Grimm erregt. Die neue Tat der Rettung Baumgartens bringt den Landvogt noch mehr auf, und er triumphiert, wie er den Tell in Altdorf in Haft erblickt, da dieser dem aufgestellten Hut den Ehrengruß verweigert.
Geßler spricht ihm das Leben ab, begnadigt ihn aber mit grausamem Hohn, indem er ihn als trefflichen Schützen preist und von seiner Schießkunst die Gnade abhängig macht. Zum Entsetzen der herzugeeilten Landleute verlangt der Vogt, dass Tell einen Apfel vom Kopfe seines Knaben schieße. Bei diesem ungeheuren Ansinnen kommt Tell um seine Fassung und bittet kniend, ihm das Leben zu nehmen, aber den Schuss zu erlassen. Kalt und grausam besteht Geßler auf seinem Willen, oder Tell und sein Sohn mit ihm sterbe. Da greift der Vater verzeiflungsvoll nach seiner Armbrust, steckt zwei Pfeile zu sich und wagt den Schuss, der ihm glückt. Auf Geßlers argwöhnisches Fragen, was er mit dem zweiten Pfeil wollte, gibt Tell, nach Versicherung seines Lebens, mit furchtbarem Grolle die Antwort, dass der zweite Pfeil sicher des Vogtes Brust getroffen hätte, wenn sein geliebtes Kind verletzt worden wäre. Betroffen und für sein Leben fürchtend, lässt Geßler den Tell gebunden ins Schiff bringen, um ihn auf seine Burg nach Küsnacht zu führen. Auf dem See bricht ein fürchterlicher Sturm aus, so dass man nur von dem kundigen Tell Rettung erwarten kann. Losgebunden, führt Tell das Schiff an eine vorspringende Uferstelle, ergreift seine Armbrust und springt, das Schiff mit dem Fuße zurückstoßend, ans Land. Er eilt in die hohle Gasse bei Küssnacht, erwartet dort den heimkehrenden Geßler und durchbohrt ihn mit dem letzten Pfeile.
Der Todesschuss auf GesslerIllustration von H. Schmidt Auf die Nachricht von Geßlers Tode erheben sich die Eidgenossen, zerstören die Zwingburgen und verkünden ihre Freiheit. Die Edlen des Landes treten alle auf Seite der Landleute, auch Rudenz, der gerade in Berta, die auch ihn liebt und ihm die Hand reicht, eine Freundin der Eidgenossen findet. Der alte, ehrwürdige Attinghausen hört noch in der Sterbestunde die freudige Nachricht von der Befreiung des Landes, zeigt prophetisch auf eine schöne Zukunft, wenn man einig sein werde. Nun ist nur noch der Kaiser zu fürchten, doch fast zur gleichen Zeit mit den Ereignissen am See ist Albrecht von seinem Neffen Johann aus persönlicher Rache ermordet worden, und sind die Eidgenossen von dieser Furcht befreit.
- Das gewaltige Dramna eines freiheitsliebenden Volkes klingt harmonisch in einer Schlussszene aus, wo der verfolgte Johann Parricida, der Kaisermörder, bei dem Tyrannenmörder Schutz sucht, der biedere Landmann, seine Hilfe zwar nicht versagt, aber doch jede Gemeinschaft entschieden zurückweist, denn er habe keinen Mord begangen, sondern seinen Herd, sein Weib, seine Kinder und die Freiheit seines Landes in gerechter Notwehr verteidigt.
So fassen es auch die Eidgenossen auf, die zu Tells Hütte wollen und ihm begeisterten Dank für seine










Quelle:




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