Titel: Magnetismus

Man hat schon sehr früh bemerkt, dass bestimmte Eisenstücke sich gegenseitig anziehen oder abstoßen. Dies bezeichnet man als magnetische Kraft. Diese magnetischen Kräfte strahlen bei jedem Magneten von zwei Punkten aus, den beiden Polen. Bei einem Stabmagneten liegt an jedem Ende ein Pol. Hängt man einen Stabmagneten in der Mitte an einem faden auf, so zeigt eines seiner Enden nach Norden. Dieser Pol heißt Nordpol, der andere Südpol. Das Hinweisen in eine bestimmte Richtung wird beim Kompass benutzt.
Da der Nordpol der Kompassnadel nach Norden gezogen wird, muss im norden der magnetische Südpol liegen, denn ungleichnamige Pole ziehen sich an, während sich gleichnamige abstoßen.
Von einem Pol eines Magneten zum anderen verlaufen die magnetischen Kraftlinien. Bringt man an einen Pol einen gleichnamigen frei beweglichen anderen Pol, so wird dieser längs einer Kraftlinie vom einen Pol abgestoßen und vom anderen angezogen. Die Gesamtheit dieser Kraftlinien nennt man magnetisches Feld. Der Magnetismus, den wir am Magneten beobachten können, ist Folge des Magnetismus der sich drehenden Elektronen, die jedes Atom enthält. In einem Magneten sind die Achsen dieser Drehungen in einer Richtung angeordnet. Bei einem nicht magnetischen Körper hingegen weisen sie in alle Richtungen, sodass sich ihre magnetischen Wirkungen gegenseitig aufheben.
Magnete werden in der Technik oft verwendet, z. B. bei Mikrophonen, Telefonen, Lautsprechern usw. Moderne Magnete sind meist aus Aluminium-, Nickel- oder Kobaltlegierungen hergestellt. Natürliche Magnete bezeichnet man als Dauermagnete. Außerdem gibt es noch Elektromagnete.



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