Titel: Nasen kann man so oder so sehen (Textinterpretation)

Für die 14jährige Irina (z. 4) spielt das Aussehen eine genauso große Rolle, wie für viele andere Jugendliche. Irina nämlich, steckt mitten in der Pubertät. Dies zeigt sich unter anderem mit ihren wechselnden Launen (z. 5-6) und ihre ständigen, selbstkritischen Betrachtungen vor dem Spiegel (z. 8-11).

Sie vergleicht sich und ihren Körper mit denen anderer Mädchen aus ihrer Klasse (z. 11) und schließt von anderen auf sich. Sie möchte genauso beliebt sein wie ihre Mitschülerin Manuela, weil schließlich alle Jungs hinter ihr her seien (z. 11-12). In gewisser Weise möchte sie begehrt werden.

Ihren Onkel und dessen Angewohnheiten findet sie nervig, weil dieser, ihrer Meinung nach einen kindlichen Umgang mit ihr pflegt, sie aber wie eine vollwertige, erwachsene Frau behandelt werden möchte (z. 16-20). Sie will eine Begegnung mit ihm ausschließen, in dem sie die Tür abschließen will, doch schon erscheint Onkel Thomas und bittet um Einlass (z. 24-25).

Sie ist durch das neue Aussehen ihres Onkels überrascht, dieser ist nämlich seit seinem letzten Besucht deutlich „männlicher“ geworden und wirkt auf Irina fast Anziehend (z. 26). Er behandelt sie so wie sie behandelt werden möchte – wie eine erwachsene Frau eben – und sagt ihr, sie sei eine richtig hübsche Dame geworden (z. 27-29). Irina beginnt daraufhin wieder sich selbst zu kritisieren und schildert ihrem Onkel ihre vermeintlichen Probleme (z. 30-31).

Ihr Onkel Thomas kennt diese Selbstzweifel aus seiner eigenen Pubertät und versucht systematisch, Irinas Selbstwertgefühl aufzubauen (z. 34). Er erklärt ihr, dass Schönheit im Auge des Betrachters liege (z. 40-41). Außerdem verdeutlicht er dies, in dem er auf seine eigenen Schönheitsvorstellungen zurückgreift (z. 44-45).

Dieses Gespräch baut Irinas Selbstwertgefühl in so hohem Maße wieder auf, dass sie nun doch zur Schulfete möchte. Voller Freude bricht sie auf (z. 49).


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