Titel: Hermann Hesse Unterm Rad

Hans Giebenrath gilt als äußerst begabtes Kind und wird deshalb als einziger Schüler der Stadt zum Landexamen geschickt. Für diesen Erfolg werden ihm seine Lieblingsbeschäftigungen verboten und statt dessen bekommt er zusätzliche Übungsstunden vom Pfarrer und seinem Lehrer. Die von ihm verlangten Leistungen werden immer höher geschraubt. Ein Tag vor dem Examen in Stuttgart wird ihm ein freier Tag zugesprochen, um erholt dort antreten zu können. An diesem Tag denkt er an seine schönen Zeiten zurück, die er mit August, seinem Kaninchen und dem Angeln verbracht hat. Trotz ungutem Gefühl besteht er das Examen als Zweiter. Nach dem Examen darf er sich wieder dem Angeln und seinen anderen Hobbies widmen, doch die gewonnene Freiheit ist nicht von langer Dauer, denn der Pfarrer will, dass er weiter lernt. Er wird von den anderen Schülern verspottet.

Mit seinem Vater Joseph Giebenrath, seine Mutter ist bereits tot, fährt er nach Maulbronn zum Kloster in dem Hans studieren wird. Die Zimmer in diesem Kloster sind nach griechischen Göttern benannt. Hans bewohnt zusammen mit neun anderen Jungen sie Stube "Hella". Zu Beginn ist Hans ein Einzelgänger, er freundet sich aber mit Hermann Heilner an, der ihn eines Tages überrascht küsst. Sie reden nicht darüber, beginnen aber zusammen zu lernen. Nachdem Hermann den Jungen Emil Lucius verprügelt, meidet ihn Hans. Ihr Kontakt bricht auseinander. Weihnachten verbringen alle Schüler bei ihren Familien.

Noch im selben Winter ertrinkt Hindinger, ein Mitbewohner der Stube "Hellas" in einem Weiher. Nach diesem Ereignis wird Hans erwachsen und er fühlt sich Hermann gegenüber schuldig. Er will sich mit ihm versöhnen. Dieser blockt zunächst ab, aber es kommt schließlich doch zur Versöhnung. Sie verbringen wieder mehr Zeit miteinander. Hans' Leistungen lassen nach, worauf die Lehrer beginnen, Druck auf ihn auszuüben. Man verbietet ihm den Kontakt zu Hermann. Daraufhin haut Hermann aus dem Kloster ab. Die Folge dieser Flucht ist dessen schandvolle Entlassung. Hans wird als Mitwisser beschuldigt.

Durch den starken Leistungsdruck erleidet Hans einen Schwächeanfall. Man vermutet ein Nervenleiden und schickt ihn nach Hause. Dort wird er von Albträumen geplagt. Er spielt mit Selbstmordgedanken und fällt in sein kindliches Denken zurück.

Hans wird melancholisch. Er besucht Schumacher Flaig und mostet bei ihm. Dort lernt er dessen Nichte Emma kennen und verliebt sich in sie.
Auch sie erwidert seine Liebe. Sie küssen sich. Unterdessen stellt Joseph Giebenrath seinen Sohn vor die Wahl, ob er Schreiber oder Mechaniker werden will. Nach dem Gespräch mit seinem alten Freund August will er Mechaniker werden. Emma will Zärtlichkeiten von Hans, aber dieser blockt ab. Emma verlässt Hans ohne Abschied. Er beginnt seine Lehre als Mechaniker. August lädt ihn ein, seinen ersten Wochenlohn zu feiern. Auf dieser Feier betrinkt er sich so sehr, dass er auf dem Weg nach Hause in einen Bach stolpert und ertrinkt. Auf seiner Beerdigung sind sehr viele Leute aus der Stadt.

Quelle: Die Ganzschrift von "Unterm Rad"