Titel: Entwicklung der Industrie im Ruhrgebiet um 1800

Die frühe Industrialisierung erreichte das Ruhrgebiet von England und Belgien aus. Das damalige Ruhrgebiet war eher idyllisch, und keiner konnte sich vorstellen, dass innerhalb von 2 Jahrhunderten hier einmal das größte Industriegebiet Europas Europas entstehen würde.
Es gab zwar schon Bergbau, jedoch diente der rein zur Eigenproduktion, nur im Gebiet um Witten fand Bergbau in größerem Stil schon statt.
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts konnte sich das spätere Ruhrrevier nicht als einheitlicher Wirtschaftsraum entwickeln.

Grund: Das Ruhrrevier ist aus der Grafschaft Mark, dem Herzogtum Berg dem preußischen Westfalen und mehreren kleinen Besitzungen zusammengesetzt. Diese haben alle keine einheitlichen Maße und Normen, genauso wenig wie Gesetze und Gewerbeverordnungen.

Erste Schritte:
Preußen erhöht den Stand des Bergmannes auf den eines Beamten, somit braucht er keinen Kriegsdienst leisten. Die Knappenkasse sichert ihn ab. Zudem wird die Ausbildung und Rangordnung gerichtlich festgelegt.

Um den erhöhten Ausstoß der Zechen zu bewältigen wird die Ruhr schiffbar gemacht, da die Straßen nur unzureichend befestigt waren.

Durch Spionage wird im Ruhrgebiet die erste Dampfmaschine nach geschmuggelten Plänen aus England gebaut. Der nun mögliche Tiefbau verdoppelt die Tragfähigkeit der Zechen. Die Kohle wird auf der Ruhr transportiert und um Ruhrorter Hafen verschifft.

Im Gegensatz zur Kohlenindustrie gestaltet sich die Eisenindustrie als schwieriger und nur durch Spionage in England war es möglich, dass überhaupt Stahl im Ruhrgebiet erzeugt werden konnte. Des weiteren gewinnt der Maschinenbau immer mehr an Bedeutung.

1830-1848

1830: technologische und infrastrukturelle Bedingungen für die Industrialisierung erfüllt.
1831: Alle Güter lassen sich auf der Ruhr transportieren
1832: 1830 wird belgisches kapital erstmals zum Aufbau der Industrie zur Verfügung gestellt
1833: Erster Koksofen wird entwickelt
1834: Erste Eisenbahn in einer Zeche gebaut
1835: 1843 erste deutsche Eisenbahngesellschaft gegründet
1836: Rückstand zu England komplett aufgeholt

Kinder im Alter von 9 Jahren leisten täglich 10 Stunden arbeit als Schlepper der Loren.
Erste Arbeitersiedlungen werden errichtet.



1848-1870

1837: der „Unternehmer“ tritt ins Rampenlicht
138: durch Geschick können Unternehmen wie Krupp und Grillo Imperien aufstellen.
1839: Deutscher Zollverein wird gegründet und es entstehen einheitlich genormte Maße und Gewichte.
1940: Erfindung des Wetterschachtes, zur Versorgung des Bergmannes mit Luft
1841: Die Architektur der Bergwerke gewinnt an Bedeutung du dient als repräsentativer Zweck um Macht zu zeigen.
1842: Die ersten Sicherheitslampen werden entwickelt.

Der Staat zieht sich aus der Industrialisierung zurück und die Unternehmen bekommen die Macht des Staates. Arbeiter werden nun direkt beim Unternehmen angestellt, worauf sich ihr Stand wieder senkt, sie sind nun ganz normale Industriearbeiter. Zudem werden neue Siedlungen angelegt, die den prägenden Kreuzgrundriss haben.

Durch den Sieg Deutschlands über Frankreich entsteht ein Run auf die Erzvorkommen rund um Lothringen. Der Bergbau wächst inner halb kürzester Zeit zu einem internationalen Imperium heran.
Großschachtanlagen fördern nun in 500m tiefe, wodurch kleine Bergewerksunternehmen Konkurs anmelden müssen, da sie nicht mithalten können.
Der Strom wird zum ersten Mal in Bergwerke eingebracht. Es dominieren nun Presslufthammer, -Bohrer.
Die Dampfmaschine wird aus den Bergwerken komplett verdrängt.
Aus Polen und Schlesien werden 700.000 Hilfsarbeiter angefordert, da der Bedarf an Arbeitern nicht gedeckt werden kann.

Erster Weltkrieg:

1843: Männer müssen in den Krieg ziehen
1844: Frauen arbeiten nun mit Kriegsgefangenen unter Tage
1845: Kleine Betriebe werden den Rüstungsbetrieben zugeordnet

Nach dem Krieg übernimmt der Schacht 12 des Bergwerkes Zollverein die Förderung aller anderen Schächte und liefert 12.000 Tonnen pro Tag.


Quelle: