Titel: Im-Westen-nichts-neues

1) Erstelle einen kurzen Lebenslauf zum Autoren des Buches!

Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück als Sohn eines Buchdruckers Peter Remark geboren.

Er besuchte nach der Schule ein katholisches Lehrerseminar in Osnabrück.

1916 meldete er sich freiwillig an die Westfront, wurde später verwundet, und kam bis Kriegsende in ein Lazarett in seiner Heimat.

Nach dem Krieg nahm er diverse Berufe an, darüber hinaus erschienen von ihm auch Gedichte und Prosatexte.
1920 wurde sein erster Roman („Die Traumbude“) veröffentlicht.

Im Auftrag einer Werkzeitung reiste Remarque in verschieden Länder (Daher auch das Sprichwort, „reisender Remarque“)
1929 erschien sein berühmtester Roman „Im Westen nichts Neues“, der sofort ein Welterfolg wurde, in dem er von seinen eigenen Kriegserfahrungen berichtet und den Krieg als das beschreibt, was er ist.
In Deutschland rief das Buch geteilte Meinungen hervor:
Einerseits begeisterten sich Pazifisten für diese Schreckensdarstellung, andererseits empörten sich die Militaristen über die Beschreibung des Lebens an der Front, die sie als Beleidigung ansahen.
Auch die Nazis waren dieser Meinung und verbrannten die Bücher Remarques 1933.

Im Jahr 1930 wurde das Buch zum ersten Mal verfilmt, und auch dem Film wurde großer Ruhm zuteil.

1932 emigrierte Remarque in die Schweiz, dort bewohnte er die ehemalige Villa eines Schweizer Malers

Als die NS-Diktatur begann, suchte er zusammen mit Elke Lasker-schüler Fluchtwege für Emigranten.
Im Mai 1933 wurden seine Schriften aus allen Bibliotheken verbannt, und öffentlich verbrannt.

1937 wurde sein Roman "Three Comrades" in London veröffentlicht, ein Jahr darauf in Amsterdam in deutscher Sprache.

Im Jahre 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, und ein Jahr später floh er in die USA, wo viele seiner Werke verfilmt wurden. Er selbst spielte eine Nebenrolle in seinem Werk „A time to love, and a time to die“

Ab 1945 lebte Remarque abwechselnd in New York, und im schweizerischen Porto Ronco.

Im Jahre 1946 kam sein 2. literarischer Welterfolg, zunächst in Amerika heraus, mit dem englischen Titel „Arch of Triumph“. Ein Jahr darauf wurde Remarque amerikanischer Staatsbürger.

Remarques weitere Bücher konnten an seine zwei Welterfolge nicht mehr anschließen, waren aber trotzdem sehr beliebt.

2) Erkläre den Buchtitel

Zitat aus „Im Westen nichts Neues“, Seite 197, Zeile 19-22:

„Er fiel Im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war an der ganzen Front, dass der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im westen sei nichts neues zu melden“

3) Erstelle eine kurze Übersicht über die handelnden Hauptpersonen!

- Albert Kropp
- Detering
- Franz Kemmerich
- Frau Bäumer
- Gerard Duval
- Haie Whestus
- Himmelstoß
- Josef Behm
- Kantorek
- Leer
- Müller
- Paul Bäumer
- Stanislaus Katcinski
- Tjaden




4) Berichte über die Raktionen in Deutschland nach der Uraufführung der ersten Kinoverfilmung von 1930

Der Film hatte am 4.12.1930 im Berliner Mozartsaal erstaufführung, und lief tags darauf in den deutschen Kinos an.
Der Film wurde in Deutschland zunächst sehr negativ aufgenommen, da die deutschen, und auch Parteien, wie die DNVP, oder die NSDAP es als Beleidigung den deutschen gegenüber Empfanden, die für ihr Vaterland gestorben waren, dass der Film in Amerika gedreht wurde, doch Remarque antwortete auf Beschwerde-Briefe nur mit dem Satz: „Dolce et gloriorum est, pro patria morti!“ („Süß und ruhmreich ist es, für das Vaterland zu sterben!“)
Insbesondere in Berlin inszenierte jedoch Joseph Goebbels, zugleich dortiger Gauleiter der NSDAP und Reichspropagandaleiter seiner Partei, eine massive Kampagne gegen den Film. Mit Hilfe der SA organisierte er Massenaufläufe und handgreifliche Krawalle vor und in den Kinos. Mehrfach sprengten Nationalsozialisten, indem sie z.B. Rauch oder Stinkbomben warfen, oder an einer bestimmten stelle wilde Mäuse frei ließen, die Aufführung.
Zur selben Zeit attackierte die NS-Presse die preußischen Behörden, dass der Film verboten werden müssen, weil er die öffentliche Ordnung gefährde.
Als 1933 Hitler an die Macht kam, ließ er alle Werke Remarques verbrennen, und vernichten.

5)Beschreibe die Haltung der Schulklasse Paul Bäumers zum Krieg! Welche Rolle spielte der Lehrer?

- Die Klasse war generell nicht gegen den Krieg, aber auch nicht dafür. Der Lehrer spielte die entscheidende Rolle in dieser Geschichte, da er die gesamte Klasse anstachelte, sich freiwillig zu melden. Ja er bezeichnete es als eine Ehre, dem Vaterland im krieg zu dienen. Allerdings hatte er selbst nie an der Front eines Krieges gedient, sonst hätte er seine Schüler wahrscheinlich nicht zu so einer Tat inspiriert.
- Als der Herr Lehrer dann selbst seine Ausbildung vollzog, und an der Front kämpfen musste, hat sich wahrscheinlich seine Meinung über den krieg sehr schnell geändert.

6) Welche Ereignisse lassen Bäumer am Krieg zweifeln? Begründe!

- Es sind die toten Kameraden, die Bäumer erkennen lassen, dass sein Glaube an den Krieg ein Irrtum war. Zuerst der Tod des Kameraden Behm und dann der Tod seines Freundes und Klassenkamerad Kemmerich, der einen Oberschenkeldurchschuss erlitten hatte und mehrere Tage im Lazarett lag, bevor er starb. Dort haben sie ihm das Bein amputiert und als ihn die Kameraden besuchten, konnte jeder schon sehen, dass er sterben wird.
Bäumer musste an Kemmerichs Mutter denken, die bei der Abreise sehr geweint und ihn gebeten hatte, auf ihren Sohn acht zu geben, und er musste daran denken, wie Kemmerich nach seinem Tod verfaulen würde. Währenddessen denkt Müller vor allem an die guten Stiefel Kemmerichs und versucht, sie dem Sterbenden abzuluchsen, bevor die Sanitäter sie sich unter den Nagel reißen konnten. Kurze Zeit später starb Kemmerich und Bäumer musste an Kemmerichs Mutter schreiben.

- Ein weiteres Schlüsselereignis war das Ereignis im Bombentrichter, bei dem Paul einen französischen Buchdrucker, der zu ihm in den Bombentrichter gesprungen kam, um Schutz zu suchen.
Paul erstach ihn ohne nachzudenken, aus Angst um sein Leben. Erst danach bemerkte er die Brutalität seines Handelns, einen Mann, der nicht einmal Soldat war, die Kehle durchzuschneiden. Der Buchmacher lebte noch einige Stunden, töten wollte ihn Bäumer nicht, dazu fehlte ihm der Wille. Er versuchte noch, den Franzosen zu retten, als er einsah, dass er das nicht konnte, versuchte er, ihm die letzten paar Stunden seines Lebens so angenehm wie möglich zu machen.

- Seine Auffassung der Notwendigkeit des Krieges begann vollständig zu bröckeln, als Paul nach seinem Kriegsurlaub wieder in die Baracken gerufen wurde. Er sah die russischen Soldaten in dem Gefangenlager nebenan, die im Müll wühlten, um etwas zu essen zu finden. Er erkennt, dass sie bekannte, ja sogar seine Freunde sein könnten, und mit nur einer Unterschrift unter einem Befehl von einem Mann, den niemand kennt, genügt, um sie zu Feinden zu machen, sie sogar auf einander schießen zu lassen.

- Als schließlich auch noch sein letzter und bester Kamerad Katzynski stirbt, verliert er jede Hoffnung, jeden Glauben an Gerechtigkeit in diesem Krieg. Er vegetiert seine letzte Kriegszeit nur noch vor sich hin, ohne sich noch groß Gedanken über den Krieg zu machen.

7)Stelle das Verhalten Bäumers während seines Heimaturlaubes dar! Finde Erklärungen!

- Er fühlt sich nicht sonderlich wohl, und kann zwar begreifen, dass sie nicht wissen, wie es an der Front ist, aber er will eigentlich nicht darüber reden. Er hat Angst, dass ihn wieder die Vorstellung des Krieges überwältigt, und will, auch wenn er mit anderen im Wirtshaus sitzt, nicht über den Krieg reden, sich nicht ihre Kommentare oder Vorschläge anhören. Er will einfach bloß still dasitzen, und viele verstehen das auch, aber können es nicht richtig nach empfinden.

- Er versucht sich wieder in seine jugendlichen Gedanken zurück zu versetzen, aber schafft es nicht, weil wie er beschreibt, immer „ein Schleier und ein Schritt“ zwischen ihm und „Zuhause“ steht. Er kann sich nicht mehr für seine Jugendinteressen begeistern, z.B. seine Bücher. Er hat sich nur ein Jahr vorher noch so für seine Bücher interessiert, doch als er seinen zweiten Heimaturlaub antritt, weiß er nichts mehr mit ihnen anzufangen.




8) Schildere die Ereignisse zwischen Bäumer und dem Franzosen Duval im Bombentrichter! Welche Veränderung bei Bäumer vollzieht sich?

- Während eines Angriffes sucht Bäumer in einem Bombentrichter Deckung, plötzlich rutscht ein Körper zu ihm in den Trichter. In diesem Moment beginnt Bäumer wie rasend auf den Körper einzustechen, bis dieser zusammensackt, und nur noch röchelt.
Bäumer kriecht danach in die entfernteste Ecke, und hofft, dass sein Opfer bald stirbt, aber als der Mann am nächsten Morgen immer noch röchelt, kriecht er zu ihm hin. Als der Sterbende die Augen aufschlägt, und ihn ansieht, erschrickt Bäumer, und beginnt sich um den Mann zu kümmern. Ihm wird bewusst, dass dort ein Mensch stirbt, und dass dies sein Werk ist.
Als er endlich tot ist, kann Bäumer die Stille nicht ertragen, und spricht zu dem Toten:
„Kamerad, ich wollte dich nicht töten. ...Aber du warst mir vorher nur ein Gedanke, eine Kombination, die in meinem Gehirn lebte, und einen Entschluss hervor rief. – Diese Kombination habe ich erstochen. Jetzt sehe ich erst, dass du ein Mensch bist, wie ich. Ich habe gedacht an deine Handgranaten, an dein Bajonett, und deine Waffen. – Jetzt sehe ich deine Frau, und dein Gesicht, und das Gemeinsame. Vergib mir, Kamerad! Wir sehen es immer zu spät. Warum sagt man uns nicht immer wieder, dass ihr ebenso arme Hunde seit wie wir, dass eure Mütter sich ebenso ängstigen, wie unsere, und dass wir die gleiche Angst vor dem Tode haben, und das gleiche Sterben, und den gleichen Schmerz-. Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein. Wenn wir diese Waffen und diese Uniform fort werfen, könntest du ebenso mein Bruder sein, wir Kat und Albert. Nimm 20 Jahre von mir, Kamerad, und stehe auf – Nimm mehr, denn ich weiß nicht, was ich damit beginnen soll.
Bäumer findet in der Brieftasche des Toten Briefe, und klammert sich an den Gedanken, die Familie zu unterstützen.


Quelle: Wikipedia, Buch Im Westen nichts neues, Ich.