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Titel:

einführung in die ernährung (1172 wörter)


  Note: 1   Klasse: 14









Arbeit: Allgemeine Grundlagen


Die täglich zugeführte Nahrung dient:
 zum Aufbau und zum Erhalt von Körpersubstanzen
 zur Aufrechterhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit
 zur Aufrechterhaltung der Organfunktionen

Zur Gesundheit tragen bei:
 eine sinnvolle Ernährung
 körperliche Bewegung
 positives Denken


Ernährung als Unterrichtsgegenstand


Die Ernährungslehre soll die notwendigen Kenntnisse vermitteln:
 damit falsche Ernährungsgewohnheiten erkannt und verändert werden können.
 damit Sie sich als Konsument kritisch, d. h. verantwortungsvoll und umweltbewusst, verhalten können.

Der Unterrichtsgegenstand Ernährungslehre beschäftigt sich mit folgenden Themenbereichen:
 Ernährung und Gesundheit
 Bestandteile der Nahrung
 Lebensmittelkunde (Lebensmittelproduktion und Lebensmittelangebot)
 Ernährungsformen
 Diätkunde
 Welternährung

Ernährung als Wissenschaft


Die Ernährungswissenschaft liefert uns ständig neue Forschungsergebnisse. Es handelt sich um ein sehr breit gefächertes Fachgebiet. welches sich als eigenständiges Teilgebiet der Naturwissenschaften erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.


Naturwissenschaften Lebensmittelproduktion
(Physik, Chemie, Biologie, Physiologie) Lebensmittelverarbeitung

Lebensmittelhandel Pflanzen und Tierproduktion

Ernährungswissenschaft Psychologie



Gesundheitswesen (Medizin) Nahrungszubereitung Religionswissenschaften


Lagerung Bodenkunde
Konservierung


Ernährungsverhalten einst und heute


Das Ernährungsverhalten des Menschen hat sich im Laufe der Geschichte verändert.

Der Steinzeitmensch war Jäger und Sammler. Die Nahrungsaufnahme war nicht immer leicht, und auch oft gefährlich.

Heute können wir uns beim Essen und Trinken fast jeden Wunsch erfüllen.

Einflüsse auf das Ernährungsverhalten


 Verbesserung der Lebensmittelproduktion
Verbesserung von Milchprodukten, Fleischwaren, Konserven und Convenience Produkten,...

Ziel: Herstellung von möglichst naturbelassener und einfach zu verarbeitender Lebensmittel

 Fortschreitende Technisierung der Haushalte
Kühlschränke, Gefriertruhen, und diverse elektrische Kleingeräte sind heute nicht mehr wegzudenken.

Folge: Verbesserung der Versorgung mit Vitamienen, vermehrte Aufnahme von mehr oder weniger naturbelassener Lebensmittel.

 Mobilität
Dem wirkt der durch das Auto ermöglichte Einmal-Einkauf pro Woche entgegen: zu lange Lagerung frischer Lebensmittel.

 Vermehrter Bedarf an Convenience Produkten
Durch die Zunahme der Berufstätigkeit von Frauen, die Zunahme der Single- Haushalte, Kleinfamilien ... steigt der Bedarf an Fertig- und Halbfertigprodukten (Kartoffelpüreepulver, Fertiggemüse, Suppen-, Soßen-, Cremepulver, Kaffeeextraktpulver...)

 Gesundheitsbewusstsein
Der Wunsch sich gesund zu ernähren, lässt die Menschen gerne auf Light. und mit Vitaminen angereicherte Produkte zurückgreifen, aber auch die Nachfrage nach „Bioprodukten“ steigt.


Ernährungssituation in den Industrieländern


Zirka die Hälfte der Bevölkerung leidet derzeit an Erkrankungen, die auf Ernährungsfehlverhalten zurückzuführen sind.

Die Gründe für diese Gesundheitsprobleme bestehen darin, dass die Nahrung:
 zu kalorienreich, zu fett, zu süß, zu salzig und
 zu viel Alkohol und zu wenig Ballaststoffe enthält.

Folgen dieses jahrelangen Ernährungsfehlverhalten sind Zivilisationserkrankungen wie:
 Übergewicht
 Bluthochdruck
 erhöhte Cholerestin- und Fettwerte im Blut
 Diabetes im Erwachsenenalter
 Verstopfung
 schlechte Zähne

Psychische Erkrankungen

Als Reaktionen treten bei Jungendlichen die Magersucht (Anorexie) und die Ess- Brechsucht (Bulimie) auf: es sind schwere, seelisch bedingte Ess- Störungen.


Steuerung der Nahrungsaufnahme


Ein wichtiges Zentrum für die Steuerung der Nahrungsaufnahme ist das Gehirn. Grundsätzlich wirkt aber eine Vielzahl von Faktoren auf die Appetit- und Sättigungsregulation ein, was folgende Abbildung zeigt (im Buch, S.7)
Grundbestandteile unserer Nahrung


Als Lebensmittel bezeichnet man Nahrungsmittel und Genussmittel.

Lebensmittel: Im Sinne des Lebensmittelgesetzes sind „Stoffe, die dazu bestimmt sind, von Menschen unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand überwiegend zu Ernährungs- oder zu Genusszwecken gegessen, gekaut oder getrunken zu werden.“

Genussmittel: sind Stoffe, die eine anregende Wirkung auf den Menschen ausüben, aber keinen oder fast keinen Nährwert besitzen (z.B: Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze). Auch Alkohol gehört zu den Genussmitteln, er besitzt jedoch eine hohen Nährwert (Energiegehalt)

Nahrungsmittel: dienen der menschlichen Ernährung. Man unterscheidet pflanzliche und tierische Nahrungsmittel. Im Körper werden die Nahrungsmittel (z.B: Brot, Butter, Eier, Obst, Gemüse) durch die Verdauungsvorgänge in ihre Bestandteile zerlegt. Die für den Körper verwertbaren Bestandteile werden aus dem Darm aufgenommen, man bezeichnet sie als Nährstoffe.

Die verwertbaren Nahrungsbestandteile (Nährstoffe) sind: Kohlenhydrate, Fette, Eiweißstoffe, Wasser, Mineralstoffe und Vitamine.



Aufgaben der Nahrungsbestandteile


Begriffserläuterung:

Nährstoffe:

 Brennstoffe
Kohlenhydrate und Fette liefern dem Körper vorwiegend Energie:
- zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels
z.B: Herztätigkeit
- zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur
- zur Arbeitsleistung, z.B: Radfahren

 Baustoffe
Eiweißstoffe, Mineralstoffe, und Wasser werden zum Aufbau und zur Erhaltung des Körpers benötigt:
- für das Wachstum, neue Zellen des Körpers (neues
Gewebe) werden aufgebaut.
- für die Zellerneuerung, Zellen werden nach 10 bis 100
Tagen abgebaut und wieder neu aufgebaut.


 Wirkstoffe
Mineralstoffe und Vitamiene werden als Regler- und Schutzstoffe im Körper benötigt:
- zur Regelung von Körpervorgängen
z.B: Eisen für den Sauerstofftransport, Vitamin A für den
Sehvorgang
- als Schutz z.B: vor Krankheiten: Vitamin C vor Skorbut,
B1 vor Beri- Beri- Krankheit

Ballaststoffe (Faserstoffe)

Das sind die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung. die haben die Aufgabe, die Darmbewegung anzuregen. Eine ballaststoffarme Nahrung führt zu Verstopfung.
Ballaststoffe sind überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

Diese Bestandteile müssen nicht nur in der Nahrung enthalten sein und so dem Körper zugeführt werden, es ist auch wichtig, dass sie in der richtigen Zusammensetzung und Menge aufgenommen werden.

Farb-, Duft-, und Geschmacksstoffe

... wirken Appetitanregend: Farbstoffe, z.B: Blattgrün; Geschmacksstoffe, z.B.: Röststoffe.


Energiebedarf und Energiegewinnung



Energiegewinnung in den Zellen
Die Pflanzen brauchen für das Wachstum und zum Reifen Sonnenenergie. Auch der Mensch benötigt zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen, zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und für die tägliche Arbeitsleistung Energie.
Der Vorgang der im Körper über mehrere Reaktionsschritte abläuft nennt man biologische Oxidation
(Wasserstoff+ Sauerstoff = Wasser+ Energie)
Gesamtenergiebedarf


Der Gesamtenergiebedarf setz sich aus Grundumsatz und Leistungsumsatz zusammen.

Grundumsatz: Als Grundumsatz bezeichnet man jene Energiemenge, die ein Mensch
1. Bei völliger Ruhe
2. im Liegen
3. 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme
4. leicht bekleidet
5. in einem Raum mit der Temperatur von 20°
durchschnittlich benötigt.

Benötigte Energie für einzeln Organe:
Gehirn 25%
Magen- Darmtrakt, Leber, Niere: 35%

Der Grundumsatz ist abhängig von:
1. Alter: Die Stoffwechselvorgänge verlangsamen sich mit zunehmendem Alter
2. Geschlecht
3. Körperoberfläche: Gewicht und Größe
4. Hormonen: Überfunktion der Schilddrüse steigert den Stoffwechsel, eine Unterfunktion lähmt den Stoffwechsel.


Leistungsumsatz: Bezeichnet man die Energiemenge, die über den Grundumsatz hinaus geht.

Muskeltätigkeit, geistige Tätigkeit:
Der Leistungsumsatz durch die tägliche Arbeit ist in den letzten Jahren stark gesunken. Etwa 78% unserer Bevölkerung üben eine leichte Tätigkeit aus.
Nach unseren Essgewohnheiten müssten wir Schwerstarbeiter sein.

Wärmeregulation:
Bei einer Umgebungstemperatur von unter 20°, muss mehr Energie/ Wärme aufgewandt werden, um die Körpertemperatur konstant zu halten.
Eine höhere Umgebungstemperatur bedingt eine höhere Schweißbildung und durch die entstehende Verdunstungskälte wiederum eine Senkung der Körpertemperatur.

Leistungsumsatz bei speziellen Tätigkeiten:
siehe Buch S. 13!



Gesamtenergiebedarf bei durchschnittlicher Körpergröße. durchschnittlichem Körpergewicht und bei leichter Arbeit

15 –18 Jahre
M W
174cm 166cm
67kg 58kg
12 500kJ p.T 10 000kJ p.T
3 000kcal p.T 2 400kcal p.T

Tabelle Seite 14!


Nährstoffbedarf


Es ist nicht nur wichtig, dass mit der Nahrung der tatsächlicher Energiebedarf gedeckt wird, vielmehr müssen auch alle Nährstoffe in der richtigen Menge und Zusammensetzung aufgenommen werden.
Folgende Nährstoffzufuhr wird allgemein empfohlen:
KH: 55 –60%
F: 25 – 30%
E: 10 – 15%

Täglicher Durchrittsverbrauch von Nahrungsenergie pro Person in Österreich:
Siehe Buch Seite 15!


Ernährungszustand


Normalgewicht nach Broca:

Für Männer: Körpergröße in cm minus 100
Für Frauen: Körpergröße in cm minus 100 minus 10%

Normalgewicht nach Body Mass Index (BMI):

Körpergewicht in kg/ Körpergröße in cm zum Quadrat.
Bewertung:
Untergewicht: unter 18
Normalgewicht: 18 – 25
Übergewicht: 26 – 30











Quelle:




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