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468 Gustav Freytag Biographien 9 1- 783
Kurzbeschreibung
Biografie über Gustav Freytag (1816-1895)
Inhalt des Referats
Gustav Freytag


Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 im schlesischen Kreuzburg geboren. Nach Gymnasialjahren in Oels und dem Philologiestudium in Breslau bei Hoffmann von Fallersleben und in Berlin war er bis 1847 Privatdozent in Breslau. In dieser Zeit entstanden die ersten Theaterstücke, 1844 Die Brautfahrt oder Kunz von den Rosen, 1847 Die Valentine.

Mit der Übernahme der Leipziger Zeitschrift Die Grenzboten (1848), des bis zur Reichsgründung führenden Organs des National-Liberalismus, begann seine Karriere als Journalist. Hier wie auch später in der Zeitschrift Im neuen Reich (1871–1873) vertrat er seine auf die Erziehung des Publikums im nationalliberalen Sinne zielenden Ansichten, wandte sich gegen philiströs-restaurative Enge, gegen Kleinstaaterei und verfocht die Idee eines kleindeutschen Einheitsstaates unter Führung Preußens. Freytag wurde zum Inbegriff des deutschen Liberalen.

Konsequente Fortsetzung des journalistischen Wirkens stellten die Jahre von 1867 bis 1870 dar; als Abgeordneter im Reichstag des Norddeutschen Bundes vertrat er einen thüringischen Wahlkreis; von der Politik Bismarcks enttäuscht, zog er sich aber bald aus dem politischen Leben zurück.

Als Berichterstatter im Hauptquartier des preußischen Kronprinzen nahm er 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil.

Den ersten literarischen Erfolg erzielte er mit dem Lustspiel Die Journalisten (1853), 1855 schließlich erschien der Roman Soll und Haben, der sich schnell zum Bestseller entwickelte. Nicht zuletzt durch ihn wurde Freytag in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum meistgelesenen Autor in Deutschland.

1859 bis 1867 kamen die fünfbändigen Bilder aus der deutschen Vergangenheit heraus, ein noch heute kulturgeschichtlich informatives, fundiertes Werk mit einer Fülle von Zeugnissen zur deutschen Geschichte.

Die Ahnen, ein neunteiliges Romanwerk (1872–1880), war als poetische Weiterführung der Bilder gedacht – beschrieben wird die Genese des deutschen Bürgertums anhand der sich über Jahrhunderte erstreckenden Geschichte einer Familie; jahrzehntelang galt das Werk als der deutsche Geschichtsroman.

Bereits 1863 war Die Technik des Dramas erschienen, ein noch immer häufig zitiertes, bereits bei den Zeitgenossen umstrittenes Lehrbuch zur Dramatik.

1878 siedelte er aus gesundheitlichen Gründen von Leipzig nach Wiesbaden um.

Nachdem er sich während einer Reise nach Gotha eine Lungenentzündung zugezogen hatte, starb Gustav Freytag am 30. April 1895 im Alter von fast 79 Jahren in Wiesbaden.
Quellenangaben des Verfassers
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