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75 Bertholt Brecht Biografie Biographien 11 1 1636
Kurzbeschreibung
Dies ist eine Biografie des berühmten Bertholt Brecht.
Inhalt des Referats
Biographie Berthold Brecht


Einleitung:

Eugen Berthold Friedrich Brechts Ruf gründete sich vor allen Dingen auf sein Dramenwerk und seine Theaterarbeit. Er gilt als bedeutendster Dramatiker und Theatertheoretiker des 20. Jahrhundert. Mit seinem Begriff vom epischen Theater entwickelte er neue Darstellungskonzepte.

Werdegang:

- 10.02.1898 geboren in Augsburg als Sohn einer angesehenen kaufmännischen Familie
- 1917 absolvierte er sein „Notabitur“
- in dieser Zeit lernte er auch die Frau seines ersten Sohnes Frank kennen, der im Juni 1919 geboren wurde
- Brecht war während des ersten Weltkrieges Sanitätssoldat im Lazarett, diese Zeit machte ihn zum erbitterten Kriegsgegner
- Brecht studierte Medizin und Philosophie, aber mit mäßigem Erfolg
- Ende 1919 lässt er sich exmatrikulieren, um sich voll und ganz der Literatur zu widmen
- 1922 wurde sein Stück „Baal“ an den Münchener Kammerspielen uraufgeführt, dies begründete seinen Weg als Dramatiker
- im November 1922 heiratete er Marianne Zoff in München
- auch aus dieser Beziehung geht ein Kind hervor; Tochter Hanne wurde im März 1923 geboren
- im Jahre 1924 zog Brecht nach Berlin und arbeitete hier mit Max Reinhardt (Leiter des dt.Theaters) zusammen
- 1925 Bildung der Gruppe 1925 (Zusammenschluss namhafter jüngerer dt. Schriftsteller zur Interessenkoordinierung; z.B. Kisch, Tucholsky)
- Ende 1927 ließ sich Brecht von seiner Frau scheiden
- 1928 gelang ihm mit der „Dreigroschenoper“ ein Welterfolg
- in „Anmerkungen“ zu „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagony“ formulierte Brecht erstmals seine Vorstellung vom epischen Theater
- 1929 heiratet Brecht ein zweites Mal und zwar die Schauspielerin Helene Weigel, die Brecht bei Proben kennen gelernt hatte, die Tochter Barbara kommt 1930 zur Welt
- einen Tag nach dem Reichstagsbrand am 27.02.1933 musste die Familie Brecht über Prag nach Dänemark flüchten
- es begann eine Odyssee mit vielen Zwischenstationen
- im Juni 1935 wurde ihm die dt. Staatsbürgerschaft aberkannt
- nachdem die Nazis in Dänemark und Schweden eingezogen sind, floh die Familie nach Finnland
- Brecht hielt in dieser Zeit Vorträge über das epische Theater und das Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ sowie „Das Verhör des Lukullus“ entstanden
- in Deutschland wurden seine Stücke verboten
- 1941 flohen die Brechts über die Sowjetunion nach Santa Monica, USA, und erhoffte sich Angebote aus der Filmindustrie zu bekommen

Zitat:“ Fast an keinem Ort war mir das Leben schwerer als hier in diesem Schauhaus des easy going.“ (Berthold Brecht)


- Brecht war u. a. Mitbegründer des „ Council for a Demokratic Germany“ 1944
- während seines Aufenthaltes in den USA beschäftigte sich Brecht intensiv mit dem Kommunismus und dem Marxismus
- in den USA wurde das Stück „Das Leben des Galilei“ uraufgeführt
- am 30.10.1947 wird Brecht vor das „ Committee for Un-American Activities“ vorgeladen, ein erniedrigendes und peinliches Verfahren bei dem sich Brecht wegen vermuteter kommunistischer Kontakte und Aktivitäten zu verantworten hatte
- das Verhör endete ohne Anklage, nachgewiesen werden konnte ihm nichts
- am darauf folgenden Tag verließ die Familie Brecht Amerika und flog in die Schweiz
- zwei Jahre später siedelte er nach Ost- Berlin um, nachdem ihm die Einreise in die Westzone verwährt blieb
- im Januar 1949 wurde „die Mutter“ uraufgeführt und Brecht führte Verhandlungen mit der DEFA
- im November 1949 gründete er mit seiner Frau Helene Weigel das „Berliner Ensemble“
- 1950 wird Brecht Mitglied der neu gegründeten Akademie der Künste , zu deren Vizepräsident er vier Jahre wird

- am 14.08.1956 erliegt Brecht im Alter von 58 Jahren den Folgen eines Herzinfarktes

Fazit:

Ein von Idealismus, Inspiration, Engagement und (sexuellen) Ausschweifungen geprägtes Leben ist zu Ende gegangen.

Zitat:„ Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt…“ (Berthold Brecht)
Quellenangaben des Verfassers
Werner Hecht: Brechts Weg zum epischen Theater
Henschelverlag 1962
Klaus Völker: Brecht- Chronik
dtv 1984