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1065 Die Entstehung von Krebs Biologie 10 1 1764
Kurzbeschreibung
Inhalt des Referats
Die Entstehung von Krebs Die Entstehung von Krebs -------------------------------------------------------------------------------- 1. Das Wachstum einer gesunden Zelle Je nach Herkunft im Organismus wachsen und teilen sich Zellen unterschiedlich schnell. Darmzellen beispielsweise werden ständig abgeschliffen und mit dem Stuhl ausgeschieden, so daß sehr schnell neue Zellen gebildet werden müssen. Zwischen der Neubildung und dem Absterben von Zellen herrscht ein streng kontrolliertes Gleichgewicht. Eine gesunde Zelle durchläuft von ihrer Entstehung bis zu ihrer ersten Teilung eine Art Zyklus. Je nach Zellart ist dieser Zyklus länger oder kürzer. 1. Wachstumsphase: Die Zelle nimmt an Größe zu und stellt neue Proteine her, die sie für die sie für die nächste Etappe benötigt. 2. DNA-Verdopplungsphase: Die Zelle verdoppelt ihren Gehalt an Erbsubstanz 3. Wachstumsphase: Die Zelle bereitet sich auf die Mitose vor. Wieder werden Poteine hergestellt. 4. Teilungsphase: Die Zelle teilt sich, wobei jede der Tochterzellen die gleiche Menge an DNA enthält. Zwischen den einzelnen Phasen entscheiden Wächterenzyme, ob sich die Zelle in die nächste Phase des Zyklus begeben soll. Genau diese Kontrolle fehlt den Krebszellen. Bei einer Zellteilung wird die gesamte Erbsubstanz an beide Tochterzellen weitergegeben, jedoch entstehen ständig Schäden an der DANN, die durch äußere Einflüsse (Strahlung, Chemikalien, aggressive Moleküle wie z.B. Radikale ) oder auch von innen (beim kopieren der DNA kann ein Fehler unterlaufen). Ist die DNA beschädigt, wird ein Reperaturmechanismus alarmiert, der aus einer Vielzahl von Proteinen besteht. Sie sorgen dafür das der Schaden behoben wird. Ers dann kann die Zelle weiterwachsen und sich teilen. Der Schaden kann aber auch unbemerkt bleiben, was zu ständiger schädigung der Tochterzellen führt. Solch permanente Schädigung nennt man dann Mutation . Treten zu viele dieser Mutationen auf, wird ein Selbstmordmechanismus (Apoptose) ausgelöst, der die befallenen Zellen zerstört. Allerdings können Mutationen auch unbemerkt bleiben. 2. Krebsauslöser Fast täglich steht es in den Zeitungen: Krebs durch Kosmetika, Elektrosmog, Krebs im Fleisch oder im Kaffee… Krebs holt man sich im Verkehr und an der Tankstelle. Sogar Haustiere kommen als Überträger sogenannter krebserregender Mikroorganismen in Frage. Wer alle diese Faktoren vermeiden könnte, würde sein Krebsrisiko kaum verringern, denn es gibt nur zwei bedeutende Auslöser von Krebs: Rauchen und falsche Ernährung. Beide Faktoren sind zu 30- 25% Ursachen für den Krebstod. Im Vergleich dazu fallen andere Krebserreger wie Strahlung (z.B. Sonnenlicht und Röntgenstrahlung) oder auch die Umweltverschmutzung ( Schadstoffe in der Luft, Wasser und Boden) mit je 2% kaum ins Gewicht. Vieren und genetische Veranlagung machen weniger als 5% der tödlichen Krebsfälle aus, ebenfalls krebserregende Stoffe, wie Asbestfasern , Chemikalien und Ruß. Die Ernährung ist deshalb so wichtig, da durch zu hohen Konsum an tierischen Fetten und gleichzeitig einer vitamin- und ballaststoffarmen Kost dazu führen, daß bei der Verdauung der gesättigten Fettsäuren aggressive Moleküle (Radikale) entstehen können, die dann schädigend auf die Erbsubstanz wirken. 3. Die Entartung einer Zelle Die Ursachen für entartetes Wachstum liegen im Erbgut der Zelle, der DNA. Im Laufe des Lebens einer Zelle, sammelt diese immer mehr Schäden an der DNA. Um so stärker die Erbsubstanz geschädigt wurde, um so höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, daß die DNA eines Wächterenzyms geschädigt wird. Ist die Erbinformation eines solchen Proteins beschädigt, kann es seine Kontrollfunktion nicht mehr ausführen, wodurch es zu einem unkontrollierten Wachstum einer Zelle kommt. Diese Vermehrung einer Zelle durch eine oder mehrere Mutationen der DNA nennt man Entartung. Die mutierte Zelle wächst nun unreguliert und teilt sich ohne Kontrolle. 4. Die Entstehung eines Tumors Teilt sich eine mutierte Zelle weiter, wird eine Falschinformation an alle aus ihr entstandenen Zellgenerationen weitergegeben. Wenn eine oder mehrere dieser Zellen die Eigenschaft besitzen, unabhängig und ständig zu wachsen, kann ein gutartiger oder auch bösartiger Tumor entstehen. Aus einer intakten Zelle wird eine potentielle Tumorzelle. Wird diese durch das Immunsystem nicht erkannt und vernichtet, teilt sie sich weiter und ein bösartiger oder gutartiger Tumor entsteht. 5. Der gutartige Tumor Der gutartige Tumor besteht aus Zellen, die den normalen Zellen ähneln und die an sich nicht bösartig sind. Da der Tumor sich in einer Kapsel aus Bindegewebe befindet, können die Zellen keine Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden. Die häufigsten sind die sogenannten Muttermale, die Fettgeschwülste, die Gefäßgeschwülste und die Muskelzellgeschwülste. Aber auch gutartige Neubildungen können lebesbedrohlich sein, wenn sie z.B. bei ihrem Wachstum auf lebenswichtige Organe wie das Gehirn oder das Rückenmark drücken oder wenn sie platzen und dabei eine starke Blutung entsteht. 6. Der bösartige Tumor Der bösartige Tumor besteht aus entarteten Zellen und sich somit anders verhalten als die gesunden Zellen. Sie teilen sich schneller und zerstören infolgedessen das gesunde Gewebe. Manche dieser Zellen wandern über das Blut von ihrem Ursprungsort, dem Primärtumor aus übers Blut oder das Lymphsystem in andere Organe wandern und sich dort als Tochtergeschwülste weiter vermehren. Es gibt zwei Gruppen von bösartigen Neubildungen: 1. die soliden also „festen“ bzw. „harten“ Tumoren a Karzinome Sie entstehen aus entarteten „Dreckzellen“ der Haut, der Schleimhaut sowie der Drüsenzellen. b Sarkome Sie entstehen aus entarteten Bindegewebszellen, Muskelzellen, Fettzellen und Knochenzellen. 2. die bösartigen Hämoblastosen wie z.B. Leukämien. Sie entstehen aus den Zellbestandteilen des Blutes und der Blutbildungsorgane. 7. Die Metastasenbildung Alle bösartigen Tumore haben die Eigenschaft, irgendwann einmal Tochterzellen in andere Organe zu entsenden, die sich dort wiederum vermehren und Tochtergeschwulste zu bilden
Quellenangaben des Verfassers