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1343 Was ist Migräne Biologie 11 2 2116
Kurzbeschreibung
Was ist Migräne?
Inhalt des Referats
Was ist Migräne? Unter Migräne verstehen Fachleute attackenweise auftretende und wiederkehrende Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sind pulsierend und pochend und treten in der Regel einseitig auf. Häufig wechselt die Seite der Kopfschmerzen von einem Migräneanfall zum anderen oder sogar während einer Attacke. Die Attacke wird oft von weiteren Symptomen begleitet: die Betroffenen klagen über Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Sie sind besonders licht- und lärmempfindlich und reagieren extrem sensibel auf Gerüche. Zwischen den Migräneattacken verschwinden die Kopfschmerzen. Vor und nach den Attacken können sich die Stimmung, der Appetit, der Flüssigkeitshaushalt und die Darmfunktion verändern. In jedem Fall aber gehört die Diagnostik der Migräne in die Hand eines fachkundigen Arztes, denn nicht selten wird die Migräne sogar von anderen Kopfschmerzarten begleitet. Eine korrekte Diagnose ist für einen Kopfschmerzpatienten unabdingbar: sie ist die erste Voraussetzung für eine richtige und effektive Behandlung . Migränebehandlung Migräne ist eine komplexe Krankheit mit vielen möglichen Symptomen, Schweregraden und Ausprägungen. Daher kann es auch kein Patentrezept zu ihrer Therapie geben. Eine Migränebehandlung gehört in die Hand eines Arztes und muß in enger, ständiger und vertrauensvoller Zusammenarbeit von Arzt und Patient geschehen. Migräne ist nicht heilbar. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die das Leben mit Migräne erleichtern und ein ganzes Stück lebenswerter machen. Welche Medikamente für welchen Patienten sinnvoll sind, hängt von der Schwere der Migräneattacken ab. Kopfschmerzexperten setzen gegen eine leichte Migrneattacke andere Medikamente ein, als gegen mittlere und schwere Attacken .Gerade bei der Behandlung von mittleren und schweren Migräneattacken stehen heute verschiedene neue Substanzen zur Verfügung, die nicht nur den Kopfschmerz bekämpfen, sondern auch gegen die Begleitsymptome einer Migräne wie zum Beispiel Übelkeit und Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit wirken. Zusätzlich gibt es einige sinnvolle Strategien, die über die Behandlung des akuten Schmerzes hinausgehen. Diese ergänzenden Maßnahmen dienen vor allem der Migränevorbeugung. In schweren Fällen kann hier neben nicht-medikamentösen Verfahren auch eine Vorbeugung mit Medikamenten sinnvoll sein. Akutbehandlung von Migräneattacken Einige Migräneattacken lassen sich oft mit relativ unkomplizierten Maßnahmen behandeln. Beispielsweise hilft es vielen Betroffenen schon, sich in einen abgedunkelten, ruhigen Raum zurückzuziehen und ein wenig zu ruhen oder zu schlafen. Sind die Schmerzen nicht sehr intensiv, müssen es nicht gleich Medikamente sein: häufig lindert auch ein kühlender Eisbeutel die Beschwerden. Im Berufs- und Familienalltag ist es allerdings allzuhäufig kaum möglich, diese Ruhe und die nötige Zeit zu finden. Gegen leichte Migräneattacken stehen heute eine ganze Reihe von - auch freiverkäuflichen Medikamenten - zur Verfügung. Doch Achtung: allein die Tatsache, daß die Medikamente ohne Rezept zu erhalten sind, ist kein Freibrief für eine risikolose Selbstbehandlung! Auch wenn Sie sich Ihre Medikamente selbst kaufen können, gehört die Behandlung einer Migräne in die Hand eines Arztes. Bei der Behandlung der leichten Migräne bewähren sich vor allem drei Substanzen: Die Acetylsalicylsäure (ASS), das Paracetamol und die Substanz Ibuprofen. Diese Substanzen sind unter den unterschiedlichsten Präparatenamen im Handel. Auf der Medikamentenpackung stehen immer sowohl der Name der Wirksubstanz als auch der Name des Medikaments. In der Praxis haben sich Monopräparate bewährt, das sind Präparate die nur eine Substanz enthalten. Was tun bei Übelkeit? Viele Migränepatienten leiden gleichzeitig auch unter heftiger Übelkeit und sogar Erbrechen. Ihnen bereitet es Schwierigkeiten, Tabletten zu schlucken und bei sich zu behalten. Für sie gibt es zwei Tips: - Die gängigen Substanzen gegen leichte Migräne gibt es auch in anderen Formen, beispielsweise als Zäpfchen. - In besonders schweren Fällen können die Betroffenen auch eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Schmerzmittel ein Medikament gegen Erbrechen einnehmen. Dazu stehen vor allem die verschreibungspflichtigen Substanzen Metoclopramid und Domperidon zur Verfügung. Weitere Behandlungsmöglichkeiten Reichen diese Behandlungsstrategien nicht aus, sind verschreibungspflichtige Medikamente notwendig. Dann stehen zur Behandlung verschiedene weitere Substanzen zur Verfügung. Vorbeugende Behandlung Treten Migräneattacken häufiger als 3 mal im Monat auf oder handelt es sich um sehr lange Attacken, empfiehlt sich eine sogenannte Prophylaxe, d.h. vorbeugende Behandlung . Checkliste: Habe ich Migräne? Ob ein Kopfschmerzpatient tatsächlich an einer Migräne leidet, kann letztendlich nur der Fachmann feststellen. Experten gehen von einer Migräne aus, wenn folgende Kriterien auf einen Patienten zutreffen: 1. Der Patient hat schon mindestens fünf Attacken erlebt 2. die Kopfschmerzattacken dauerten zwischen vier und 72 Stunden an 3. die Kopfschmerzen weisen mindestens zwei der folgenden Symptome auf: - sie sind einseitig - sie sind pulsierend - gleichzeitig treten Übelkeit und Erbrechen auf - der Betroffene reagiert überempfindlich auf Licht und/oder Lärm - die Schmerzen sind mittelschwer bis schwer und verstärken sich bei körperlicher Anstrengung Diese Kriterien hat vor wenigen Jahren die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS = International Headache Society) formuliert. Natürlich können dieses nur die ersten Anhaltspunkte sein, die genauere Diagnose gehört in fachkundige Hände. Auf keinen Fall ersetzen Ihnen diese Informationen den Arztbesuch!
Quellenangaben des Verfassers