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2503 Flechten Biologie 13 keine 4328
Kurzbeschreibung
Lernmaterial
Inhalt des Referats
Flechten Allgemeines ● Symbiose zwischen Pilz und Fotosynthese betreibendem Organismus (z.B. Grünalge) ● kann auch als einseitiger Parasitismus beschrieben werden, da die Vorteile deutlich auf Seite des Pilzes liegen: Pilz kontrolliert Wachstum und Zellteilungsrate der Alge ● Pilz wird mit Fotosyntheseendprodukten versorgt (Kohlenhydrate, Zuckeralkohole) ● Alge wird von Pilz - in gewissem Maße - vor Austrocknung und Infrarotstrahlung geschützt, er liefert ihr Atmungskohlenstoff und Wasser ● gänzlich andere Eigenschaften als die Einzellebewesen ● besonders enge Symbiose: Pilz bildet eigentlichen Vegetationskörper und schließt anderen Organismus ein, z.T. sogar gemeinsame Fortpflanzungseinheiten ● es können aus mehrere Flechten untereinander geschichtet sein Wasserhaushalt ● Flechten besitzen keine Möglichkeiten, ihren Wasserhaushalt zu regulieren, da keine Wurzeln und kein Verdunstungsschutz --> Wasser wird über die Oberfläche aufgesaugt (Schwamm) ● Trockenheit --> schneller Wasserverlust --> Wechsel in den „leblosen“ Zustand = Ruhestarre/ Trockenstarre (weniger als 10% Wassergehalt ● der „leblose“ Zustand schützt auch vor ultravioletter Strahlung, hoher Temperatur u. Lichtintensität (,da sie mit einer Verdickung der Rindenschicht einher geht) ● bestimmte Flächten können 40 Jahre im ausgetrockneten Zustand überdauern Flechtensäuren ● wichtige Rolle bei der Verwitterung, greifen Gesteine an --> Bodenbildung Lebensraum ● nur dort, wo sie nicht durch andere Pflanzen an der Fotosynthese gehindert werden, da sie nur sehr langsam wachsen ● vielerorts können sie sich nicht gegen Mose durchsetzen ● ansonsten auch an die extremsten Standorte angepasst: Wüsten, auf und in blankem Fels, Himalaya, Permafrostböden, selbst auf verrostetem Metall, auf Rinden ● Versuche mit Flechtem im Weltraum ● bevorzugen saure Standorte ● an den extremen Standorten, wo Pilz und Algen nicht gedeihen können, können Flechten noch leben Flechten als Bioindikatoren/ Zeigerorganismen ● Indikatoren für Luftqualität: Nehmen Schadstoffe aus Regen und Luft ungefiltert auf --> reagieren empfindlich auf Luftverschmutzung ● Bioindikator allerdings auf lange Zeit gedacht ● gehen an basischen Standorten verloren ● Indikatoren für Schwermetalle ● speichern radioaktive Stoffe
Quellenangaben des Verfassers
- Linder, Biologie, Gesamtband, 11.-13. Schuljahr von Hermann Linder, Horst Bayrhuber, und Ulrich Kull (Gebundene Ausgabe - August 1998), Schroedel Verlag - http://de.wikipedia.org/wiki/Flechte - Abitur-Wissen Biologie. Ökologie. (Lernmaterialien) (Broschiert) von Ole Müller, Stark; Auflage: 1 (Dez. 2000)