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644 Delfine in Delfinarien Biologie 12 1- 1997
Kurzbeschreibung
Aktuelle Gesetzeslage, Verhaltensänderungen und Krankheiten in Gefangenschaft, Dressur, Posistiv- und Negativbeispiele
Inhalt des Referats
[b]Delfine in Delfinarien[/b] [b]1. Einleitung[/b] Ich habe mich zunächst aus reinem persönlichen Interesse ohne viel Vorkenntnisse für das Thema „Delfine in Delfinarien“ entschieden. Erst während meiner Recherchen wurde ich mir über den eigentlichen Umfang des Themas und die vielen Standpunkte (z.B. tierschutzrechtliche Sicht, ethische Aspekte) und involvierten Interessengruppen bewusst. Auch meine eigene Meinung hat sich während der Anfertigung dieser Arbeit verändert. Daher auch die Themenformulierung „Delfine in Delfinarien“ und nicht wie zuerst geplant „Delfine in Gefangenschaft“ (Gefangenschaft ist definiert als Haltung bei Brot und Wasser ohne Sozialkontakte und damit tut man den Delfinarien die bemüht sind, den Tieren bestmögliche Pflege zu bieten, Unrecht). Ich habe versucht, dieses kontroverse Thema möglichst neutral zu behandeln und sowohl Argumente der Verfechter von Delfinarien, als auch die der Gegner einzubringen. Durch die Fülle an Informationen konnte ich einige Aspekte, wie z.B. die Auswilderung von Delfinen, nicht mehr einbringen. [b]2. Rechtliche Aspekte der Gefangenhaltung von Delfinen[/b] Warum die Haltung von Wildtieren wie Delfinen so problematisch ist, wird schon bei kurzer Betrachtung deutlich. Ob ein Tier mit enormen Bewegungsbedürfnis und empfindlichen Sozialstrukturen überhaupt für die Gefangenschaft geeignet ist, stellt sich in Frage. Ohne jetzt schon eine Wertung abzugeben, will ich nun zuerst näher auf die juristischen Bestimmungen die dieses Thema betreffen eingehen. Unabhängig vom normalen Tierschutzgesetz wurde „den Tieren in einzelnen Staaten eine Würde oder ein intrinsic value zugesprochen (Schweiz, Niederlande), oder sie werden als Mitgeschöpf bezeichnet“ . Dementsprechend „[...]sind ihre Gefühle zu achten, ihr Leiden ist zu vermeiden oder zu vermindern, ihr Lebenswille zu achten“ . Daraus geht hervor, dass die ökonomischen Interessen niemals denen des Tieres vorgezogen werden dürfen. Tierschutzrechtlich gibt es in Europa einzelstaatliche Unterschiede bezüglich der Wildtierhaltung. „Deutschland schreibt vor, dass der Betreiber eines Zoologischen Gartens oder einer anderen Einrichtung, in der Tiere zur Schau gestellt werden, der Erlaubnis der zuständigen Behöre bedarf. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn Ernährung, Pflege und Unterbringung art-, verhaltens- und bedürfnisgerecht ist (§ 11 Abs. 2a, § 2 Tierschutzgesetz 1998)“ . Aus derartigen Gesetzen ergibt sich jedoch wiederum eine neue Problematik, sogenannte „unbestimmte Rechtsbegriffe [...], die im Einzelfall interpretationsbedürftig sind“ . Diskussionen um den Begriff „artgerecht“ entstehen, weil die Haltung von Delfinen in Delfinarien laut Kritikern nicht artgerecht sein kann, da die Größe des Beckens nicht mit der des Ozeans im Verhältnis steht. Delfinarienbesitzer berufen sich wiederum auf die gesetzlich vorgeschriebenen Beckengrößen als Garant für artgerechte Bewegungsmöglichkeiten der Tiere . Die Vorschriften bezüglich dieser Beckengrößen variieren ebenfalls, da „nach der neuen Tierschutzverordnung das Bassin für Delfine und Tümmler für Gruppen bis zu fünf Tieren über eine Fläche von mindestens 450m², eine Tiefe von mindestens 3,5 m und ein Volumen von mindestens 1575m³ zu verfügen“ . US Standarts schreiben lediglich eine Tiefe von 6 feet und Länge von 30 feet vor (ca. 1,80m tief und 9m lang) . Zu den baulichen Bestimmungen gehört auch die Absicherung von elektrischen Leitungen im Bereich des Beckens, da man in der Vergangenheit aus fatalen Fehlern gelernt hat. Eine Beleuchtung des Delfinariums die den Zeitraum von 16 Stunden überschreitet, wird ebenfalls nicht empfohlen (Art.1 Abs. 1 u. 2. Tierschutzverordnung). Da Delfine über einen weitaus größeren Hörbereich als Menschen verfügen, sind sie vor „irritierendem Schall“ zu schützen. Dazu zählt beispielsweise die Musik während der Vorstellung und die daraus resultierenden Vibrationen, sowie durch Besucher erzeugter Lärm (durch klopfen an Scheiben etc.). Die Umwälzpumpe muss ausreichend isoliert werden, um deren Geräuschpegel möglicht niedrig zu halten (Art. 42 Abs. 2 Tierschutzverordnung) . Des weiteren ist der Frage nachzugehen, aus welchem Grund das Delfinarium betrieben wird. Handelt es sich um einen reinen Vergnügungsbetrieb oder dient es der Forschung, verfolgt die Ziele der Arterhaltung und unterstützt die Aufklärung der Öffentlichkeit? In der rein gewerbsmäßigen Wildtierhaltung sind die Anforderungen des Tierschutzes noch stärker einzuhalten. Außerdem besagt eine 1999 in Kraft getretene Richtlinie, welche die Haltung von Tieren im Zoo betrifft, dass sicherzustellen ist ob die Zoologischen Einrichtungen ihre oben genannten „höheren Pflichten“ erfüllen . Das Delfinarien diesen Ansprüchen jedoch nur schwer gerecht werden können und in wieweit sie trotzdem fähig sind die Bedingen zu erfüllen, wird im Laufe dieser Arbeit noch deutlich. [b]3. Technische Voraussetzungen 3.1 Beckengröße[/b] Delfine schwimmen in freier Natur bis zu 100 Kilometern am Tag. Dabei erreichen sie (abhängig davon ob sie langsame küstenbewohnende Beute oder schnell schwimmende Fische bevorzugen) Geschwindigkeiten von 27 km/h (Großer Tümmler, am häufigsten in Delfinarien gehalten) oder sogar 40 km/h (Fleckendelfin). Sie tauchen zwischen 300 (Großer Tümmler) und 1000 Meter (Schwertwal) tief . Das Revier eines Delfins ist etwa 100 Quadratkilometer groß . [b]3.2 Filtersysteme[/b] Der Gesundheitszustand der Delfine hängt zu einem großen Teil von der Wasserqualität ab. Es gibt unterschiedliche Filtersysteme, die jedoch auch oft miteinander kombiniert werden. Aufgrund seiner leichten Bedienung wird in den meisten Fällen ein Sandfilter eingesetzt, welcher jedoch sehr viel Platz in Anspruch nimmt. Die Nachteile liegen bei den hohen Chlor-, Nitrit- und Ammoniumwerten (da diese anorganischen Stoffe schlecht herausgefiltert werden können). Außerdem ist die Zugabe eines Flockmittels erforderlich, um Kot und Urin im Filter zu binden. Dieses Flockmittel beeinflusst jedoch den pH-Wert, was wiederum die Zugabe von Salzsäure erforderlich macht. Der Kieselgur-Aktivfilter ist platzsparender, erfordert jedoch aufwendige Wartungsvorgänge. So muss etwa alle 2 Tage eine Rückspülung durchgeführt werden, bei der der gesamte Filterinhalt ausgetauscht werden muss. Es können jedoch anorganische Stoffe besser herausgefiltert werden und der Einsatz eines Flockmittels ist ebenfalls nicht notwendig. Ein Biofilter arbeitet ähnlich wie eine biologische Kläranlage und stellt somit ebenfalls eine Alternative dar. Falls nicht die Möglichkeit besteht einen Biofilter zu benutzen, ist ein Sandfilter mit einer Aktivkohleschicht aus ökonomischer- und praktischer Sicht die beste Lösung. Die Leistung der Filteranlage muss den Gegebenheiten angepasst sein und sollte die gesamte Wassermenge in einer Zeit von 2 höchstens 3 Stunden umwälzen. Die Umwälzleistung des Filters im Quarantänebeckens sollte etwa 1 Stunde betragen . Durch kürzere Umwälzzeiten können niedrigere Chlorwerte erzielt werden. [b]3.3 Wasserqualität[/b] Die Chlorung ist die meistverbreitete Methode der Desinfektion des Wassers. Es wird entweder sogenanntes freies Chlor eingesetzt, das geschmacks- und geruchsneutral sowie ungiftig ist, oder gebundenes Chlor, das zu Reizung der Schleimhäute führen kann und einen Nährstoff für Bakterien und Pilze bietet. Chlor wirkt generell stärker gegen Bakterien als gegen Pilze, was zu Pilzinfektionen und anderen Hauterkrankungen führen kann . Angeblich werden die Augen der Delfine vom Chlor so stark verätzt, dass sie erblinden können , oder es bleicht ihre Haut aus. Delfinarienbetreiber erklären jedoch, das Chlor aufgrund der Schleimhäute der Delfine (die auch Schutz gegen das Salzwasser bieten) keinen derartigen Einfluss hat. Des weiteren habe das Wasser in modernen Delfinarien eine bessere Qualität als das oft verschmutzte Wasser der Meere . Umso irritierender ist dann jedoch der permanente Einsatz von Breitbrand-Antibiotika, pilztötenden Mitteln und Hormonen (siehe auch „Krankheiten“). In modernen Delfinarien wird das Wasser nicht mehr chloriert sondern anderweitig behandelt, was die Frage aufwirft, ob gechlortes Wasser doch nicht so unschädlich ist wie behauptet wird. Für Chlorgehalt, pH-Wert und Salzgehalt sind folgende Richtwerte angegeben: freies Chlor: 0,1-0,3 mg/l gebundenes Chlor: 1-2 mg/l pH-Wert: 7,4-8,3 Salzgehalt: 1,5-3,6 % Temperatur: 15°-30°C Angaben über Aluminium, Nitrit und Nitrat liegen nicht vor oder variieren stark. Es sollten jedoch täglich Wassertests durchgeführt werden . [b]4. Sozialverhalten in Freiheit und Gefangenschaft[/b] Delfine leben in sogenannten Schulen zusammen. Nicht in menschenähnlichen Familien, sondern in vom Verwandtschaftsgrad relativ unabhängigen Gemeinschaften. Die Gruppen richten sich z.B. nach Geschlecht und Alter unter Berücksichtigung der Geschlechtsreife (z.B. Männchen unter 10 Jahren oder Weibchen unter 7 Jahren ohne Kälber). Altere Männchen beschützen Gruppen in denen es Weibchen mit Kälbern gibt . Wie stark die Bindung der Delfine einer Schule ist, belegen Untersuchungen des Center für Post Traumatic Stress Disorder (Zentrum für posttraumatische Krankheiten in den USA). Das Herausreißen aus den gewohnten sozialen Strukturen bei der Gefangennahme bedeuten für die Tiere unüberwindbare Traumata, die zu physischen und emotionalen Störungen, übermäßiger Adrenalinausschüttung, Panikattacken sowie Depressionen führen. Vermutungen zu Folge sei die hohe Todesrate während der ersten beiden Jahre in Gefangenschaft auf diese Traumata zurückzuführen . In Delfinarien sind die Tiere zwangsläufig einer künstliche Sozialordnung ausgesetzt. Mangels Rückzugmöglichkeiten zeigen männliche Delfine oft übermäßige Dominanz . Durch die fehlenden Versteckmöglichkeiten gibt es keine Möglichkeit Konflikten aus dem Weg zu gehen. Ein Delfin der im Ozean fliehen würde um einem aggressiven Artgenossen aus dem Weg zu gehen, wird im Becken gejagt und die Tatsache, dass er nicht flieht, wird als Provokation empfunden die letztendlich zum tatsächlichen Angriff führt . In der Natur kommt es zwar auch zu Rangkämpfen und Konfrontationen, diese beschränken sich jedoch meist auf die stärkeren und aggressiveren Tiere. Im begrenzten Raum des Beckens werden Delfine „oft von ranghöheren Delfinen gebissen oder misshandelt“ . Kranke und Schwächere werden regelrecht tyrannisiert, so ist ein Fall aus einem Ozeanarium in Florida bekannt, in dem Große Tümmler einem kranken Artgenossen das Futter stahlen oder ihn daran hinderten, überhaupt zu fressen . Es entsteht eine sogenannte Hackordnung . Durch diesen Dauerstress wurden einige Tiere sogar aggressiv gegenüber ihrem Trainer (klappern mit dem Kiefer -> Drohgebärde, täuschen an, den Trainer zu rammen). Angeblich gewöhnen sich die Tiere jedoch an die Situation in Gefangenschaft , so dass sich das Problem von selbst erledigt . Vorstellbar, da der Delfin in erster Linie als ausgesprochen friedvoll bekannt ist. „Delfine stützen [in Freiheit] kranke Artgenossen und bringen sie so zum atmen an die Wasseroberfläche. Auch betätigen sie sich als Hebammen.“ . Auf der anderen Seite gibt es jedoch Quellen die besagen, dass sich die Verhältnisse in einer Gruppe von Delfinen schnell ändern können, auch wenn es vorher keine Probleme gab. In Seaword San Diego, musste ein „Schwertwalweibchen [...] mit gebrochenem Kiefer und inneren Blutungen sterben [...], nachdem es mit voller Wucht gegen die Beckenwand geschwommen war. Die führende Mutter des knapp ein Jahr alten Walbabys hatte eigentlich ihre Rivalin im selben Becken rammen und vermutlich töten wollen. Grund genug für tödliche Kämpfe in einem Becken ohne Ausweichmöglichkeiten kann es schon geben, wenn ein Weibchen trächtig ist und noch mehr, wenn ein Baby geboren wird.“ . Eine Möglichkeit dieser „grundlegenden Desozialisierung der Tiere mit krankhaftem Egoismus und Sadismus“ entgegen zu wirken, sind Aufzuchtbecken. Sie bieten „Mutter und Kind viel Ausschwimmplatz“ und begünstigen die Entwicklung der Jungtiere. Generell begünstigen Mehrbeckensysteme die sozialen Verhältnisse der Tiere untereinander (bieten Rückzugmöglichkeiten, beugen Hackordnung vor), sind aber in kaum einem Delfinarium zu finden , obwohl Wildtierhaltung eigentlich grundsätzlich darauf ausgerichtet sein sollte, optimale Lebensbedingungen und gute Voraussetzungen für Zucht und Aufzucht zum Zweck der Arterhaltung zu schaffen. [b]5. Krankheiten und Verhaltensstörungen 5.1 Verkümmerung des Sonarsystem[/b] Im Laufe ihrer Entwicklung haben sich die Delfine ihrem Lebensraum, dem Wasser, angepasst. Wasser ist ein meist trüber, relativ lichtundurchlässiger Stoff. Rote Farbe ist bereits in einer Tiefe von 10 m nicht mehr erkennbar, gelb verschwindet in 30 m und ab einer Tiefe von 50 m erscheint alles graublau. Die Lichtstärke verringert sich ebenfalls, ab 400 m Tiefe herrscht völlige Dunkelheit . Daher haben sich die Delfine akustisch orientiert, ihr wichtiges Sinnesorgan sind die Ohren und nicht die Augen. Sie verfügen über ein Sonarsystem, das heißt sie senden Schallsignale aus die als Echo zurückkommen sobald sie auf einen Gegenstand treffen . So erkennen sie Beutetiere und kundschaften ihre Umgebung aus. Dieser Trieb verkümmert in den Delfinarien, da die Schallsignale sofort auf die Wände des Beckens treffen. Oft wird der vergleich des „[...] optisch orientierte[n] Mensch[en] in einem Spiegelkabinett“ gezogen. „Sie stellen den Gebrauch weitgehend ein, verstummen buchstäblich, [...] entwickeln sich zu Behinderten“ . Delfinarienbefürworter interpretieren dieses Verhalten anders. Sie erklären, dass der Gebrauch des Sonar für Delfine mit hohen Energiekosten verbunden ist und nur dann eingesetzt wird, wenn die optische Orientierung nicht mehr ausreicht. Im lichtdurchlässigen Wasser der Delfinarien ist dies nicht notwendig und das Sonarsystem wird nur noch im Spiel eingesetzt . [b]5.2 Zoochotisches Verhalten[/b] Zu den durch Delfinhaltung bedingten Verhaltungsstörungen gehört zunächst neben dem Aufbau von Hackordnungen (siehe Sozialverhalten) auch das sogenannte stereotype (Schwimm-) Verhalten, welches nicht nur bei Delfinen, sondern auch bei anderen Zootieren zu beobachten ist . Stereotypes Verhalten ist auf die Haltungsbedingungen zurückzuführen . Des weiteren ist die Entwicklung von Stresssymptomen wie Nahrungsverweigerung, Muskelverkrampfung und Verschlucken von Gegenständen im Becken zu beobachten. Als Gründe für dieses Verhalten werden mangelnde Beschäftigung mit den Delfinen oder Stress, verursacht durch Training und Vorführungen, angegeben. Durch erfahrene Trainer und eine Veränderung der Haltungsbedingungen lässt sich dieses Verhalten jedoch wieder ausmerzen . Neben diesen gängigen Verhaltensauffälligkeiten wurde auch homosexuelles Verhalten und Masturbation bei einigen Delfinen beobachtet. Ob es sich dabei um zoochotisches Verhalten handelt, ist jedoch ungeklärt . Ebenso gibt es Delfine, die sehr individuelle Verhaltensauffälligkeiten zeigen. So kommt es vor, dass Tiere die Fugenmasse ihres Beckens essen, was jedoch auf die monotonen und sterilen Verhältnisse ihrer direkten Umgebung zurückzuführen ist, die auch zoochotisches Verhalten verursachen . [b]5.3 Selbstmord[/b] Selbstmord ist definiert als die bewusste Zerstörung des eigenen Lebens und dazu sind, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, nur Menschen fähig . Delfinariengegner behaupten jedoch häufig, dass Delfine sich selbst das Leben nehmen, indem sie aus dem Becken springen oder unter Wasser die Luft anhalten . Da Aussage gegen Aussage steht, kann man nur vermuten, dass der häufige Tod von Delfinen nach dem Transport, Fang oder anderen traumatischen Erlebnissen fälschlicherweise als Selbstmord ausgelegt wurde. Auf der anderen Seite ist es ebenso möglich, dass die Betreiber der Delfinarien derartige Vorfälle nur vertuschen wollen. [b]5.4 Krankheiten[/b] Wie bereits erwähnt, sterben viele Delfine aufgrund des beim Fang entstandenen Stresses und dem daraus resultierenden Schock. Konkrete Todesursachen sind Magengeschwüre oder Herzattacken. Eine weitere Problematik ist die Nahrungsverweigerung in Folge von Stress (z.B. durch Lärm etc.) und die Nahrungsumstellung auf tote Kost, was zu Mangelerscheinungen führen kann . Im chemischen zusammengesetzten künstlichen Meerwasser erleiden die Delfine häufig Pilzinfektionen oder Schleimhauterkrankungen. Des weiteren sind sie mit bestimmten (menschlichen) Krankheitserregern in ihrer, entgegen aller Vermutungen relativ keimfreien, Umwelt nicht konfrontiert. Durch den Kuss eines Kindes, welcher häufig die Attraktion in Delfinshows ist, können menschliche Infektionskrankheiten übertragen werden, die für den Delfin tödlich enden. „Lungenentzündungen [...], Blutvergiftungen und Organveränderungen gehören unter den gefangenen Delfinen zu den häufigsten Todesursachen“ . Daher werden die Tiere von Anfang an kontinuierlich mit Breitsprektrum-Antibiotika (durch dessen Gabe Hauterkrankungen verursacht werden können), pilztötenden Mitteln, Vitaminen und Hormonen behandelt . Erkrankungen der Atemwege (Respirationstrakt), sind eindeutig mit der Luftqualität des Delfinariums in Zusammenhang zu bringen. Untersuchungen bestätigen, dass bei einer optimalen Luftfeuchtigkeit (die bei etwa 80% liegt) derartige Erkrankungen nur noch selten auftreten . Vermutungen zu Folge sind bestimmte Hautprobleme auf die Wassertemperaturen des Delfinariums zurückzuführen. Besonders bei älteren Tieren regeneriert sich die Haut in kaltem Wasser nur noch schlecht . [b]6. Fortpflanzung[/b] Es ist allgemein bekannt, dass Lebendgeburten in Delfinarien eher selten sind und die Überlebenschancen eines Kalbs sind sehr gering. So wurden in 10 Delfinarien im Zeitraum von 1976 bis 1992 insgesamt 42 Geburten registriert, wobei es sich um 13 Todgeburten handelte. Von den 29 Lebendgeburten starb die Hälfte innerhalb eines Monats, zwei weitere Tiere lebten weniger als ein Jahr, drei wurden keine 5 Jahre alt und nur zwei Delfine lebten länger als 5 Jahre. In der freien Natur gibt es zwar auch Verluste, die Sterberate ist jedoch wesentlich geringer. Delfine in Gefangenschaft werden im Durchschnitt etwa 14 Jahre alt, in Freiheit leben sie ca. 29,8 Jahre. Das Alter was die Jungtiere in den untersuchten Delfinarien erreichten (5 Jahre), ist also mehr als gering. Die hohe Sterberate innerhalb des ersten Monats lässt sich unter anderem auf zu enge Platzverhältnisse, die Rangeleien zu Folge haben (Siehe Sozialverhalten, Sozialordnung verändert sich bei Geburt eines Kalbs) zurückführen. Viele Jungtiere sterben an Unterernährung aufgrund von Milchmangel und gestörtem Säugeverhalten von Muttertieren. Bei Jungtieren die zu einem späteren Zeitpunkt sterben, sind Traumen, Infektionen und Ernährungsstörungen die Haupttodesursachen. Die Gründe für Tod- und Frühgeburten sind ungeklärt. Sie werden evtl. durch medikamentöse Behandlungen oder Stress verursacht . [b]7. Dressur[/b] Laut Delfinarienbetreibern spielt das Zufallslernen bei der Dressur eine große Rolle. Die Delfine werden zum Spielen animiert (z.B. durch Reifen oder Bälle im Becken), falls sie im Spiel von sich aus ein Kunststück ausführen, gibt es vom Trainier einen Pfiff und danach einen Fisch. Die Technik, ein bestimmtes Verhalten durch eine derartige Koppelung zu kennzeichnen, bis der Delfin das gewünschte Verhalten aufgrund der Belohnung immer wieder ausführt, nennt man Positivdressur. Anschließend wird das gewünschte Verhalten noch mit einem Handzeichen oder ähnlichem in Verbindung gebracht, damit der Delfin das Kunststück auf dieses Signal hin ausführt . Delfintrainer distanzieren sich in der Öffentlichkeit deutlich von Bestrafungen durch Nahrungs- oder Liebesentzug. Außerdem hält das Training die Tiere in guter körperlicher Kondition, fördert ihre Intelligenz und sorgt für geistige Elastizität und Wohlbefinden. Es gibt jedoch Quellen die besagen, dass Trainer die Delfine hungrig halten, um sicherzustellen, dass diese ihre Tricks in der Vorstellung auch zeigen . Das die Kunststücke im Prinzip aus den natürlichen Verhaltensweisen der Delfine entstehen, wird ebenfalls kritisiert. Das schnelle Kopfnicken, das in Delfinshows als „Bejahen einer Frage“ dargestellt wird, ist im natürlichen Verhalten des Delfins ein Ausdruck von Aggression. Ebenso würde kein Delfin freiwillig auf einer Bühne „stranden“ oder rückwärts auf seinem Schwanz gehen . Tierschützer werfen den Trainern vor, dieses Verhalten nur durch Methoden wie Isolation, Nahrungsentzug, Schläge mit schweren Gegenständen (Stangen, Taucherblei) und Qual mit zu lauten Trillerpfeifen zu erreichen . [b]8. Rechtfertigung von Delfinarien[/b] Zuerst werden die Argumente der Delfinarienbefürworter aufgeführt, anschließend füge ich meine Meinung, bzw. Ergebnisse meiner Recherche dazu. [b]8.1 „Delfinarien betreiben Forschung“[/b] Professor Giorgio Pilleri, merkte nach seinen Forschungen an Delfinen in Gefangenschaft an, dass „die Haltung von Delfinen in künstlichen Bedingungen kaum mehr hervorbringen [kann] als künstliche wissenschaftliche Ergebnisse“ . Das Problem bei in Delfinarien gehaltenen Tieren ist ihre massive Verhaltensveränderung, dadurch sind Forschungsergebnisse nicht mehr allgemeingültig . [b]8.2 „Delfinarien dienen dem Artenschutz“[/b] Die Nachzucht von Delfinen in Delfinarien dient allein dazu, den Bestand zu sichern, damit keine weiteren Tiere aus der Natur entnommen werden müssen. Dies Artenschutz zu nennen ist jedoch irritierend, da keine Anstalten gemacht werden, die Tiere auch nur annähernd an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen und somit zur natürlichen Arterhaltung beizutragen. Ein in Gefangenschaft geborener Delfin wäre niemals fähig, selbstständig Nahrung zu fangen. [b]8.3 „Delfinarien können für Delfintherapien genutzt werden“[/b] Bereits in Gefangenschaft lebende Delfine zu Therapiezwecken einzusetzen ist nicht verwerflich, aber riskant. Es kommt vor, dass die Tiere Aggressionen entwickeln. In den USA finden Delfintherapien teilweise in Buchten bzw. im offenen Meer statt, ein Delfinarium ist also nicht zwingend notwendig. Nach neusten Erkenntnissen bezweifeln Wissenschaftler die als überragend angepriesene Wirksamkeit von Delfintherapien, da Hunden, Pferden etc. ähnlich positiven Einfluss in Therapien hatten. [b]8.4 „Delfinarien vermitteln einen hohen erzieherischen Wert“[/b] Delfine werden in Delfinarien primär für Showeinlagen benutzt, die Dominanz des Menschen über die Tiere vermitteln. Informationen zu erzieherischen Zwecken werden selten gegeben (z.B. Angaben über das natürliche Verhalten der Delfine). Die Besucher werden meist einseitig und schönfarbig im Interesse der Delfinarienbetreiber informiert und erhalten so nur einen falschen Eindruck. Erzieherische Arbeit könnte ebenso geleistet werden, ohne Delfine einzusperren . [b]9. Positiv- und Negativbeispiele für Delfinarien 9.1 Positivbeispiel: Zoo Duisburg[/b] Das Delfinarium in Duisburg ist das modernste in Deutschland. In 3 Mio. l aufbereiteten Salzwasser leben 4 Große Tümmler, zwei davon sind in Duisburg geboren. Im Walarium Duisburg leben ein Weißwal (über 34 Jahre alt) und der älteste bekannte Jakobita-Delfin (Über 30 Jahre alt). Im Aquarium werden seit 1975 die weltweit einzigen rosa Flussdelphine außerhalb von Südamerika gehalten. Im Delfinarium wird eine neuartige Filtrierung des Wassers ohne Chlor angewendet. Es gibt während der Vorstellungen keine für die Tiere unangenehme Musik und die Betreuung gilt als optimal. Trotzdem stieß ich bei meinen Recherchen über das Delfinarium Duisburg auf viel Kritik. Um festzustellen, in wie weit diese der Wahrheit entspricht, wandte ich mich persönlich an den Zoo. Fakt ist, dass innerhalb von 30 Jahren 19 Delfine in Duisburg gestorben sind. Achim Winkler (Dipl.-Biol. Zoo Duisburg) erklärte, dass dies mit der Pionierarbeit des Zoos im Bereich der Delfinhaltung zu begründen ist. Duisburg begann 1965 als erster Zoo Europas mit der Delfinhaltung. Kenntnisse betreffend Pflege, Fütterung und Zucht waren gänzlich unbekannt und mussten erst durch Erfahrung erworben werden. In den Anfangsjahren konnten die Besucher sogar jederzeit an das Becken herantreten, um die Tiere hautnah erleben zu können. Dann starben jedoch die ersten beiden Delfine durch Verschlucken von Fremdkörpern. In den Mägen der Tiere wurden Münzen, Steine, Zigarettenkippen, kleine Bälle, Plastikmüll und sogar ein Messer gefunden, Gegenstände die von Besuchern stammen. Die Kontaktmöglichkeit wurde zum Schutz der Delfine umgehend abgeschafft. Ein weiterer Grund für die hohe Sterberate ist ebenfalls mit fehlendem Wissen über die Delfine zu begründen. So starben die ersten geborenen Jungtiere in den 70er Jahren bereits eine Woche nachdem die dem Publikum präsentiert wurden. Damals war noch völlig unbekannt, dass neugeborene Delfine über keinerlei Immunsystem verfügen. Dieses muss erst über Wochen und Monate aufgebaut werden. Da Besucher mit Husten, Schnupfen und anderen Krankheiten das Delfinarium betraten, wurden die Jungtiere von Krankheitskeimen angegriffen, die sie noch nicht fähig waren abzuwehren. Man hat aus diesen Vorfällen gelernt und das neue Delfinarium so konzipiert, dass Mutter und Jungtiere in der kritischen Phase von etwa 9 Monaten separat gehalten werden können. Die Todesfälle darf man also keinesfalls als nackte Zahl stehen lassen, es gibt sicherlich Begründungen, trotz allem ist sie erschreckend hoch. Andere Delfinarien stehen dieser hohen Sterberate keinesfalls nach. Ein weiteres Thema mit dem sich viele Tierschützer beschäftigten, war der Delfin Iris. Bis sie vor kurzem starb, vegetierte sie jahrelang in seichtem Wasser, litt offensichtlich an Depressionen. Der Zoo Duisburg erklärte, das Iris aufgrund ihres Alters ihren Frieden wollte und sich deshalb von den anderen Delfinen absonderte. Sie zeigte weiterhin Aktivitäten, jedoch nicht mehr in der Gruppe. Dieses Verhalten ist jedoch sehr untypisch, da Delfine nicht als Einzelgänger gelten. Auch das Walarium wurde von Tierschützern unter die Lupe genommen. Sie verurteilten die Gemeinschaftshaltung von Weißwalen und Jakobita-Delfinen mit der Begründung, dass eine nordpolare und eine südpolare Art nicht zusammen passen. Wenn man bedenkt, dass ebenso Fische aus dem indischen Ozean zusammen mit Fischen aus dem Pazifik gehalten werden, oder das Tiere von verschiedenen Kontinenten (jedoch mit gleichen Ansprüchen) in Zoos ein Gehege teilen, ohne das eine Problematik entsteht, kann man die Kritik der Tierschützer nicht nachvollziehen. Des weiteren fand ich Quellen die besagten, dass ursprünglich 13 Jakobita-Delfine zum Zoo Duisburg kamen, von denen letztendlich nur einer überlebte. Auf meine Frage hin erklärte der Zoo, dass dies nicht auf schlechte Pflege oder ähnliches zurückzuführen sei. Die Tiere hatten vor ihrem Fang Schweröl im Meer aufgenommen, daran wären sie auch in Freiheit gestorben. Das die Größe des Beckens des Walariums nicht dem Tierschutzrecht entspricht, gaben die Verantwortlichen des Zoos offen zu. Den alten im Walarium lebenden Tieren ist auf tierärztliche Empfehlung eine Umsiedlung jedoch nicht mehr zuzumuten. Der Platz für den Ausbau fehlt, da das im Tigergehege vor dem Walarium lebende betagte Tigermännchen am Stress der Umbauarbeiten zugrunde gehen würde. Der Weißwal verweigert schon jetzt bei leichten Umbauarbeiten die Nahrungsaufnahme, eine Änderung der Zustände wäre also im Interesse des Tieres tatsächlich unverantwortlich. Trotz allem muss ich sagen, dass ich den Zoo Duisburg in seiner Cetacea-Haltung, besonders im Vergleich zu anderen Zoos und Freizeitparks, für einen der bemühtesten und fortschrittlichsten halte. [b]9.2 Negativbeispiel: Petting Pools[/b] Man könnte an dieser Stelle viele Negativbeispiele für Delfinarien anbringen, dies würde jedoch dem Rahmen dieser Arbeit sprengen. Die sogenannten Petting Pools (Streichelbecken) in den USA sind jedoch ein Paradebeispiel. Dort haben Besucher die Möglichkeit, Delfine in flachen Becken zu streicheln und zu füttern. Das Wasser heizt sich extrem auf und die Beckenbegrenzungen sind scharfkantig. Trotz des enormen Stresses, den die Besucher bei den Delfinen verursachen, gibt es keinerlei Ruhezeiten. In Deutschland entsprächen derartige Streichelbecken nicht dem Tierschutzrecht, dauerhaftes exponiert sein, wie in den USA, ist hier verboten. Durch von Menschen übertragene Keime leiden die Tiere an Geschwüren an Kopf und Körper. In dem zu kleinen Becken entsteht eine Hackordnung, die Tiere sind von Verletzungen der Kämpfe gezeichnet. Vergiftungen, Krankheiten und Fettleibigkeit durch falsche und übermäßige Fütterung kommen häufig vor . [b]10. Schlussteil[/b] Zusammenfassen lässt sich sagen, dass eine Zootierhaltung, also auch Delfinhaltung, nie das Optimal darstellen kann. Das heutige Leben der Delfine in Freiheit ist von einem Optimal allerdings auch weit entfernt (siehe Beispiel der Ölverseuchten Jakobitas im Duisburger Zoo, ganz zu schweigen von den 100.000en Delfinen die jedes Jahr in den Fangnetzen der Fischereiflotten verenden). Ob man es für ethisch vertretbar hält, Wildtiere ihrer Freiheit zu berauben und sie in Anlagen zu halten, die nicht einmal annähernd ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen, ist wie gesagt eine Gewissensfrage und kann nicht pauschal beantwortet werden. Man stößt bei diesem Thema oft auf reißerische Berichte von Tierschützern, sowie auf verherrlichende Schilderungen der Delfinarienbetreiber. Wer nun tatsächlich im Recht ist, lässt sich nur schwer feststellen. Wer Delfinarien generell verurteilt und die Betreiber durchweg als Tierquäler bezeichnet, macht es sich meiner Meinung nach jedoch etwas zu leicht. Nachdem ich mich eingehend mit dem Thema beschäftigt habe, kann ich die Haltung von Delfinen in gut geführten, modernen Delfinarien mit fachgerechter Pflege zwar nicht direkt befürworten, aber in etwa so akzeptieren wie die Existenz von Zoos allgemein. [b]11. Anhang[/b] [u]Begriffserklärung:[/u] Wale und Delfine sind in der Ordnung Cetacea zusammengefasst. Dabei unterscheidet man nochmals zwischen Zahn- und Bartenwalen. Die Familie der Delfine, mit der ich mich in dieser Arbeit beschäftige, gehört zu den Zahnwalen. Zu der Familie der Delfine zählen nicht nur die als Delfine bekannten Tieren wie der Große Tümmlern oder der Gemeine Delfine, sondern auch noch die Schwertwale als einer der größten Delfine.
Quellenangaben des Verfassers
1. Delfinarien in Europa aus tierschutzrechtlicher Sicht- Bericht der Stiftung für das Tier im Recht von Dr. Antoine F. Goetsch, 12.6.2002 http://www.google.de/search?q=cache:Xuys9H1tNMEJ:www.tierimrecht.org/de/PDF 2. Rechtliche und ethische Aspekte der Gefangenhaltung von Delfinen http://www.asms-swiss.org/deutsch/bginfos/rechtliche_ethische_Aspekte.shtml 3. Dolphin Swim Fact Sheet- WSPA http://www.freethedolphins.org/facts_swim.htm 4. John May, Das Greenpeace Buch der Delphine, 1990 5. Amanda Chorane / Karena Callen, Das Geheimnis der Delphine, 1992 6. Christina Schnug, Entwicklung der Delphinhaltung in Delphinarien von 1965 bis 1992, München 1993 7. http://www.vegan-welt.de/tip/weltsicht/zirkus.html 8. Tatsachen über Delphinhaltug, Anlage einer e -mail des Duisburger Zoos. 9. http://www.asms-swiss.org/deutsch/bereiche/bereiche_Gefangenschaft_Delfintherpie 10. http://www.arche-2000.org/arche2000/aktiv_werden/Delfinarien.htm 11. Lebenslänglich- Delfine in Gefangenschaft http://www.gsm-ev.de/texte/delfinegefangen.htm 12. www.animal-public.de/Home/Delfine/delfine.html 13. Gérard Soury, Das große Buch der Delphine, 1996 14. http://www.yousay.ch/forum/beitrag_DE.phtml?THEMA=1494 15. Argumente der Delphinariumsgegner http://www.marder.7to.de/ArgumenteDelphinariumsgegner.html 16. http://www.meeresakrobaten.de/wo/berichte/interview_duisburg.shtml 17. http://www.meeresakrobaten.de/wo/berichte/interview_duisburg.shtml 18. http://www.animal-public.de/Home/Delfine/Page10560/page10560.html 19. http://www.asms-swiss.org/deutsch/bginfos/Antworten.shtml 20. Petting Pools http://www.wdcs-de.org/dan/de-publishing.nsf/(allweb)/CAD6E9464FCDFC21C1256 21. Andrew Cleave, Wale & Delphine, 1993