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976 Das Sexualverhalten von Tieren Biologie 8 1 2722
Kurzbeschreibung
Sexualverhalten der Tiere
Inhalt des Referats
Für Tiere ist das Erzeugen von Nachkommen überlebenswichtig um die Fortexistenz ihrer Art zu sichern . Die Evolution hat verschiedene Wege ausgebildet um sicherzustellen , dass die Gene bzw. Erbanlagen ( der Eltern ) weitergegeben werden . Sexualverhalten ist allen anderen Verhaltensweisen übergeordnet und sehr stark ausgeprägt .Tiere mit entsprechen hoher sexueller Handlungsbereitschaft erkämpfen und verteidigen ihre Partner auch durch negative Erfahrungen ( wie zum Beispiel Zurückweisungen oder Verletzungen ) . Auffällig ist , dass sich die Partner stark von einander unterscheiden , z.B. ist der männliche Fasan viel schöner und vor allem auffälliger geschmückt , als das Weibchen , die weiblichen Tiere sind oft besser getarnt ( vor allem um ihre Jungen und sich besonders effektiv schützen zu können ) ; man nennt das Sexualdimorphismus . Männliche Tiere verhalten sich oft auch völlig anders als die weiblichen Tiere , z.B. singen bei den Singvögeln nur die Männchen . Viele Insekten und Säugetiere haben geschlechtsspeziefische Duftstoffe , mit denen sie Sexualpartner anlocken . Angeborene Verhaltensweisen und Organe , die die männlichen oder weiblichen Tiere einer Art kennzeichnen nennt man sekundäre Geschlechtsmerkmale . Das Werben um den Geschlechtspartner nennt man auch Balzverhalten ( z.B. "streiten" sich Hirsche um die Gunst der Weibchen durch Kämpfe , oder lautes Röhren ) . Das Balzverhalten gliedert sich in vier Stufen : 1.) das Anlocken des Partners ( z.B. schlägt der Pfau ein Rad , Spechte trommeln ) 2.) der angelockte Partner reagiert mit ( angeborenem ) Erkennen , wenn er sexuell gestimmt ist , darauf folgt ein ritualisiertes Balzverhalten 3.) der Abbau der Kontaktscheue ( viele Tiere reagieren mit aggressiver Abwehr oder Flucht auf das Unterschreiten der Individualdistanz - Abstand zum Artgenossen ) 4.) die Synkronisation des weiteren Balzverhaltens ( gemeinsame Balz , zu der oft eine Art Leistungsfähigkeitstest gehört - bei Rehen z.B. eine Scheinflucht ) Viele Geschlechtspartner trennen sich schnell wieder , z.B. fast alle Fische und Reptilien , einige Tiere bleiben jedoch mitunter ein Leben lang zusammen ( z.B. Kraniche ) . Viele Vogelarten betreiben gemeinsame Brutpflege , die erfolgreiche Aufzucht hält die Partner zusammen , während der Verlust der Jungen zur Trennung führt . Natürlich hat die Evolution auch Mechanismen geschaffen die Inzucht vermeiden , z.B. wirken Tiere mit artverwandten Sexualduftstoffen abstoßend aufeinander , in vielen Rudeln müssen die Jungen , wenn sie alt genug sind , die Gruppe verlassen z.B. * bei Löwen die männlichen Jungtiere * bei Primaten die weiblichen Jungtiere . Wie es unterschiedliche Balzverhalten gibt , so gibt es auch unterschiedliche Paarungs - und Besamungsverhalten . Wir unterscheiden zwischen vier Arten der Besamung : 1.) äußerliche Besamung ohne körperlichen Kontakt Eine große Anzahl männlicher und weiblicher Keimzellen werden ins wasser abgegeben , es kommt zu keinem sexuellen Kontakt . Die weitere Fortpflanzung regeln Umwelteinflüsse , wie Temperatur des Wassers , Tageslänge , etc. Die abgabe der keimzellen muß etwa gleichzeitig erfolgen . Diese Art der Besamung finden wir z.B. bei Muscheln , die sich so gesehen nicht fortbewegen können , sie sind daher auf das Zusammentreffen der Keimzellen angewiesen . 2.) äußere Besamung mit Begattung Die äußere Besamung mit Begattung ist geprägt durch einen direkten Kontakt der Sexualpartner , jedoch ähnlich wie bei der äußerlichen Besamung ohne körperlichen Kontakt werden Keimzellen ins Wasser abgegeben , es werden aber weniger Keimzellen abgegeben , da durch die Nähe der Sexualpartner die wahrscheinlichkeit höher ist , dass die Keimzellen zusammentreffen . Oft gibt es einen direkten Körperkontakt zwischen männlichen und weiblichen Tieren ( z.B. bei Fischen ) . 3.) Innere Besamung mit indirekter Begattung Die Spermien gelangen mit Hilfsorganen der Männchen in die Geschlechtsöffnungen der weibchen , es gibt einen direkten Körperkontakt ( z.B. beim Tintenfisch , der als Hilfsorgan einen Begattungsarm hat ) . 4.) Direkte Begattung Die Spermien werden direkt von der männliche in die weibliche Geschlechtsöffnung eingeführt . Die direkte Begattung erfolgt in drei Schritten : a.) Balzverhalten b.) enger Körperkontakt c.) Kopulation ( Die direkte Begattung tritt vor allem bei Vögeln und Säugetieren auf . ) Beispiel : Das Paarungsverhalten von Nashörnern Die Paarung dauert oft 20 - 40 Minuten im Durchschnitt , manchmal auch länger . Während der gesamten Zeit bleibt der Bulle "aufgereizt" und alle 2 - 3 Minuten erfolgen Samenergüsse . Das Sexualverhalten von Tieren in Gefangenschaft ist oft stark zurückgebildet und oft haben die Tiere eine Art Verweigerungshaltung gegenüber der Fortpflanzung und ihren Artgenossen ( z.B. Pandas ) Andere Tiere entwickeln gerade in Gefangenschaft ein starkes Sexualverhalten , jedoch aggressiver und brutaler als normal üblich ( z.B. Tiger , Wölfe ... ) Tierisches - und menschliches Sexualverhalten im Vergleich Ausgangsthese : Die Vögel in unseren Gegenden brüten im Frühjahr und Sommer , Hirsche haben ihre Brunft im herbst . Dadurch ist bei den Jungtieren eine optimale Möglichkeit zur Entwicklung gegeben . Männchen und Weibchen sind nur während der Paarungszeit sexuell gestimmt . Dagegen kommt es beim Menschen das ganze Jahr hindurch zur Spermienbildung und Eiproduktion . Gemeinsamkeiten : * Sexualverhalten kommt bei Mensch und Tier vor * es besteht aus Balz , Paarbildung und Kopulation * es dient der Erhaltung der Art Unterschiede : Merkmal Mensch Tier Begattung können stattfinden , ohne führen fast imer zur Befruchtung zur Befruchtung zu führen Anzahl der eine geringe Anzahl meist führt jede Begattung zur Begattungen führt zur Befruchtung Befruchtung Befruchtungszeit ganzjährig an bestimmte Fortpflanzungs - perioden gebunden Orgasmusfähigkeit vorhanden kein Nachweis möglich Kopulationsposition verschieden artspezifisch Sexualität vorhanden nicht vorhanden während der Schwangerschaft Alterssexualität vorhanden nicht vorhanden Logische Schlussfolgerung : * es gibt Gemeinsamkeiten , aber auch Unterschiede im Sexualverhalten von Mensch und Tier * Beim Menschen dient das Sexualverhalten kaum noch der Fortpflanzung , sondern haupsächlich hat es partnerbindende Funktionen
Quellenangaben des Verfassers
www.zum.de www.freenet.de/freenet/wissenschaft/natur www.freenet.de/freenet/wissenschaft/natur/meere/riesenkraken www.biologie-lexikon.de www.hausarbeiten.de / www.referate.de