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2369 Freie Erörterung - Erzieht die Schule zum aufgeklärten Denken Deutsch 11 2- 3024
Kurzbeschreibung
Freie Erörterung - Erzieht die Schule zum aufgeklärten Denken
Inhalt des Referats
Erzieht die Schule zum aufgeklärten Denken? Ja, ich denke schon, dass unser Bildungssystem auf vielfältige Weise versucht, uns Schüler, zum selbstständigen Handeln und aufgeklärtem, bewussten Denken zu erziehen. Wobei man sagen muss, dass es hier auch gewisse Grenzen gibt. Ich denke, dass die Schule nach dem Elternhaus die wichtigste Rolle in der Sozialisation spielt, in welcher sich auch der Unterpunkt ‚aufgeklärtes Denken’ eine Rolle spielt. Daher komme ich zu dem Entschluss, dass Schulen eine wichtige Schlüsselrolle in unserer Gesellschaft einnehmen und die dazugehörigen Lehrer eine wichtige Aufgabe vertreten, deren Verantwortung sie sich voll und ganz Bewusstsein müssen. Denn die Pädagogik ist ein Produkt der Aufklärung aus dem 16./17. Jahrhundert. Man musste Erziehung und Bildung wissenschaftlich sichern, um die Bestimmungen der Aufklärung >Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!< realisieren zu können. Dies war die Geburtsstunde der Pädagogik. Man versucht uns auf zwei Wegen aufzuklären. Der erste Weg ist der allgemeine Klärungsprozess. Hierdurch soll Unwissen beseitigt werden (z.B. die politische Aufklärung oder die Sexualaufklärung). Der zweite Weg ist, dass die Schüler aktiv aufgefordert werden ihre eigene Meinung kundzugeben, indem sie während den Unterrichtseinheiten Diskussionen führen und frei Kritik äußern dürfen. Schule Bedeutet nicht mehr schlucken was der Lehrer sagt, wie vor hundert Jahren, sondern seine Gedanken selbst zu bestimmen und seiner Vernunft zu folgen. In vielen Schulen wird viel Wert auf die Selbstverwirklichung der Schüler gelegt, so wird schon früh eine Vielzahl von Arbeitgruppen angeboten in denen sich die Kinder frei entfalten können. Außerdem sieht unser Bildungssystem vor, dass die Schüler mit den Jahren immer mehr von der Hand des Lehrers gelöst werden und auf ihre eigenen Beine (= Verstand) gestellt werden. Hierzu ein Beispiel: Hat man in der Orientierungsstufe noch immer alles angeschrieben bekommen was von Bedeutung war, so wird man in der Oberstufe auf sich und seine Vernunft gestellt, selbst mit zuschreiben, was man für wichtig erachtet. Dem Schüler wird somit seine Autonomie vermittelt, das nur er selbst für sich bestimmen kann und kein anderer diese Bürde übernehmen kann. Aber natürlich findet das Aufgeklärte Denken auch seine Grenzen in unserem Schulsystem. Aufgeklärte Gedanken werden durch die Schulordnung beschnitten oder zensiert. Der Gedanke der Toleranz bei der eigenen Meinung bleibt auf der Strecke. So bleibt vielerlei Kritik in den Köpfen der Schüler, da die Stimme des Lehrers oder Schulleiters eh eine höhere Position einnimmt und ihr auch mehr Glaubwürdigkeit zugestanden wird.
Quellenangaben des Verfassers